Patek Philippe Aquanaut - von ersten Modell 5060 zur 5687
Patek Philipps sportliche Aquanaut gewinnt an Kontur

Die einst als „kleine Nautilus“ bezeichnete sportliche Aquanaut Armbanduhr ist bemerkenswert erwachsen geworden

Patek Philipps sportliche Aquanaut gewinnt an Kontur

Unterschiedlich in Größe, gleich in ihrer Begehrlichkeit - die Patek Philippe Aquanaut

Für viele Zeit-Genossen verknüpft sich die elitäre Uhrenmarke Patek Philippe beinahe zwangsläufig mit dem sportlich-luxuriösen Modell „Nautilus“. Das mag womöglich einer der Gründe dafür sein, warum Uhrenliebhaber trotz des beachtlichen Publikumspreises von 26.812 Euro jahrelang auf zu Zuteilung einer Referenz 5711/1A warten müssen.
Nicht zuletzt auch deshalb wichen viele Zeit-Genossen auf die im Jahr 1997 geborene „kleine Schwester“ Patek Philipp Aquanaut aus. Aber auch dieser Grund ist ziemlich passé. Heutzutage müssen sie auf die Aquanaut fast genauso lange warten.

Familienzuwachs

Bekanntlich ging bei Patek Philippe die 42 Millimeter große Edelstahl-„Nautilus“, Referenz 3700/1A, im Jahr 1976 an den Start. In der „Jumbo“ tickte das von LeCoultre zugekaufte Automatikkaliber 28-255 C mit 2,75 Hertz. Weil der Preis in Höhe von 4.250 Mark dem eines Kleinwagens entsprach, beschränkte sich der Käuferkreis zunächst auf ein Schar zahlungskräftiger Connaisseurs.
Zwanzig Jahre später lag der Preis für die Nachfolgereferenz 3800/1A schon bei rund 13.000 Mark. Das war etwa halb so viel wie ein VW Golf. Auch dieser Beleg des Erfolgs dürfte die Genfer Familienmanufaktur 1997 zum Launch der Patek Philippe Aquanaut A bewogen haben.

Das „Einsteigermodell“, Referenz 5060, mit schwarzem Armband „aus einem neuartigen, wasserfesten Material“ sollte den Ansprüchen sportlich-dynamischer und gleichzeitig uhrmacherisch anspruchsvoller Menschen Rechnung tragen. Im Folgejahr trat bereits das Modell Referenz 5065A auf den Plan. Als 5065/1A gab es diese Armbanduhr auch mit stählernem Gliederband. So oder so verkörperte die vergleichsweise wuchtige Kreation eine augenfällige Ergänzung zur schlankeren „Nautilus“.

Rückblick ins Jahr 1997

Bei der Premiere sprach Patek Philippe und Präsident Philippe Stern von einer modernen Armbanduhr, die einer jüngeren Zielgruppe den „Beginn einer wunderbaren Freundschaft mit Patek Philippe ohne Verzicht auf die überlieferten Qualitätskriterien der uhrmacherischen Crème de la Crème gestatten würde.“ Das zweiteilige Stahlgehäuse in den Dimensionen 36 x 42 Millimeter (inklusive Bandanstöße) schützte nämlich das gleiche Automatikkaliber 330/194, welches mit drei Hertz auch in der großen Schwester „Nautilus“ tickte. Ehrensache war die Punzierung mit dem „Genfer Siegel“. Der Verzicht auf das stählerne Gliederband schlug sich allerdings in einem deutlich günstigeren Publikumspreis nieder. Konkret kostete die durchaus ungewöhnliche „Aquanaut“ Referenz 5060A mit „Tropical“-Armband und Faltschließe bei ihrer Vorstellung exakt 9.000 Mark.

Die Entwicklung des hierzu passenden, aus mehr als 20 Teilen assemblierten Stahl-Armbands hatte dann allerdings länger als ein Jahr gedauert. Das Ergebnis lässt sich aber sehen. Material und Design garantieren optimalen Tragekomfort. Problemlos verträgt es sich mit ganz unterschiedlichen Handgelenks-Anatomien. Das verwendete Material widersteht Schweiß, Salzwasser, Hitze oder Kälte. Neben hoher Reißfestigkeit zeichnet sich der Werkstoff außerdem durch überdurchschnittliche Widerstandsfähigkeit gegen ultraviolette Strahlen aus. Zudem stellten ausgiebige Allergietests die Kompatibilität mit den strengen Normen der amerikanischen Zulassungsstelle für Nahrungs- und Heilmittel FDA (Food and Drug Administration) unter Beweis.

Hohe Qualität und hoher Wiedererkennungswert

Nachdem die Marken- und Produktphilosophie von Patek Philippe Abstriche jedweder Art verbieten, stand der Newcomer von Anbeginn in der Tradition aller Patek Philippe-Modelle: unangreifbare Qualität, klassisches Design, hohes Markenprestige sowie eine auf Generationen angelegte Wertbeständigkeit. Wie schon die Nautilus begriff sich auch die Aquanaut von Anbeginn an als chronometrische Verkörperung eines ausgeprägten Understatements. Dies zeigen auch die Aspekte von manueller Fertigung und kleiner Stückzahlen.

Die Herstellung der 3,5 Millimeter hohen Manufaktur-Automatik 330 mit 27 Millimetern Durchmesser und rund 46 Stunden Gangautonomie war aufwendig und verlangte nach mehr als 1.200 Arbeitsschritten. Allein die Qualitätskontrolle einer Kleinserie der insgesamt 224 Komponenten nahm bis zu 500 Stunden in Anspruch.

Optisch präsentierte sich die „Aquanaut“ mit ihrer bullaugenähnlichen Optik, dem markanten Glasrand sowie einem kontrastreichen Dekor aus satinierten und polierten Flächen als unverwechselbarer Spross des seit 20 Jahren anerkannten Vorbilds Nautilus. Extrem hohen Wiedererkennungswert gewährleistete weiterhin die avantgardistische, bewusst als Einheit ausgeführte Struktur von Zifferblatt und Armband. Besonders hervorstechendes Merkmal des Zifferblatts sind dabei die zwölf in massivem Weißgold ausgeführten arabischen Ziffern. Das gleiche Edelmetall nutzte Patek Philippe auch für die drei Zeitzeiger. Die großzügige Verwendung von Leuchtmasse sorgte gleichzeitig für eine optimale Ablesbarkeit unter nahezu allen Lichtverhältnissen.

Von der Referenz 5060 zum neuen Modell 5167

Pünktlich zum zehnten Geburtstag im Jahr 2007 wartete Patek Philippe mit der Sichtboden-Referenz 5165A auf. Mit 38 Millimetern besitzt die inzwischen nicht mehr erhältliche „Aquanaut Large“ den gleichen Durchmesser wie das größte Modell der vorangegangenen Generation. Für maskuline Handgelenke empfiehlt sich seitdem vielmehr die „XL“- oder „Jumbo“-Version 5167A. Ihre Edelstahlschale mit Schraubkrone und Sichtboden misst 40,8 Millimeter. Dem Druck des nassen Elements widersteht sie bis zu zwölf bar.

Inzwischen ist das anfänglich genutzte Automatikkaliber 315 S allerdings dem Kaliber 324 SC gewichen. Dieses 3,57 Millimeter hoch bauende Manufaktur-Mechanikwerk mit vier Hertz Unruhfrequenz produziert Patek Philippe seit 2008. Das hochwertige Werk besteht aus insgesamt 213 Bauteilen und zeigt Stunden, Minuten, Sekunden und Datum an. Nach Vollaufzug durch den einseitig wirkenden Kugellager-Goldrotor (21 Karat) stehen ausreichende, rund 35 Stunden Gangautonomie zur Verfügung. Allerdings wurde auch der Preis angepasst. Kostete die Referenz 5167A mit „Tropical“-Armband im Jahr 2007 noch 10.570 Euro, so schlägt sie heute mit 17.038 Euro zu Buche. Dies tut der Nachfrage keinen Abbruch. Stattdessen muss sich in großer Geduld und langem Warten üben, wer ein Exemplar der Patek Philippe Aquanaut besitzen möchte.

Uhrenkosmos Modell-Steckbrief 

Hersteller Patek Philippe
Name Aquanaut
Referenz 5167A-001
Premiere 2007
Uhrwerk Kaliber 324 SC
Aufzug automatisch, Goldrotor in einer Drehrichtung
Durchmesser 27 mm
Bauhöhe 3,57 mm
Komponenten 213
Unruhfrequenz vier Hertz
Gangautonomie ca. 35 Stunden
Anzeige Stunden, Minuten, Zentralsekunde, Fensterdatum
Besonderheit „Spiromax“ Unruhspiral aus Silinvar
Gehäuse Edelstahl
Durchmesser 40,8 mm
Höhe 8,25 mm
Wasserdichte zwölf bar
Armband „Tropical“ Kautschuk, Edelstahl-Faltschließe
Preis circa 17.038 Euro
Limitierung keine

 

 

 

Patek Philippe Aquanaut Übersicht Drei-Zeiger-Modelle

 ohne Anspruch auf Richtig- und Vollständigkeit
Modell Referenz Uhrwerk Typ Vorstellung Ende Durchm Gehäuse Band Zifferblatt Besonderheit
Aquanaut Gelbgold/Tropical 4960 E 19 C Quarz 1998 2000 28 mm Gelbgold Tropical Araber
Aquanaut Stahl/Tropical 5060A 330 SC Automatik 1997 1997 36 mm Stahl Tropical Araber
Aquanaut Gelbgold/Leder 5060SJ 330 SC Automatik 1997 1998 36 mm Gelbgold Leder Römer Sichtboden
Aquanaut Gelbgold/GG Kettenband 5060/2 330 SC Automatik 1998 36 mm Gelbgold Kettenband Römer Sichtboden
Aquanaut Gelbgold/Leder 5061J 330 sc Automatik 1997 1997 34 mm Gelbgold Leder Römer Guillochierte Lünette
Aquanaut Stahl/Tropical 5064A E 23 SC Quarz 1998 2000 34 mm Stahl Tropical Araber
Aquanaut Stahl/Tropical 5065A 315 SC Automatik 1998 1999 38 mm Stahl Tropical Araber Sichtboden
Aquanaut Stahl/Stahl 5065/1A 315 SC Automatik 1998 38 mm Stahl Stahl Araber Sichtboden
Aquanaut Gelbgold/Tropical 5065J 315 SC Automatik 1998 2007 38 mm Gelbgold Tropical Araber Sichtboden
Aquanaut Gelbgold/Gelbgold 5065/1J 315 SC Automatik 1998 2000 38 mm Gelbgold Gelbgold Araber
Aquanaut Gelbgold/Leder 5065SJ 315 SC Automatik 1998 38 mm Gelbgold Leder Römer Sichtboden
Aquanaut Stahl/Tropical 5066A 330 SC Automatik 1998 2000 34 mm Stahl Tropical Araber Sichtboden
Aquanaut Stahl/Stahl 5066/1A 330 SC Automatik 1998 1998 34 mm Stahl Stahl Araber Sichtboden
Aquanaut Gelbgold/Tropical 5066J 330 SC Automatik 1998 2007 34 mm Gelbgold Tropical Araber Sichtboden
Aquanaut Stahl/Tropical – 10. Geburtstag 5165A 315 SC Automatik 2007 38 mm Stahl Tropical Araber Sichtboden
Aquanaut Stahl/Tropical – 10. Geburtstag 5167A-001 315 SC/324 SC Automatik 2007 40 mm Stahl Tropical Araber Sichtboden
Aquanaut Stahl/Stahl 5167/1A 324 SC Automatik 2013 40 mm Stahl Stahl Araber Sichtboden
Aquanaut Rotgold/Tropical 5167R-001 324 SC Automatik 2013 40 mm Rotgold Tropical Braun – Araber Sichtboden
Aquanaut Weißgold/Tropical – 20. Geburtstag 5168G 324 SC Automatik 2017 42 mm Weißgold Tropical Schwarz – Araber Sichtboden
Aquanaut Weißgold/Tropical – 20. Geburtstag 5168G-001 324 SC Automatik 2017 42 mm Weißgold Tropical Blau – Araber Sichtboden
Aquanaut Weißgold/Tropical 5168G-010 324 SC Automatik 2019 42 mm Weißgold Tropical Grün – Araber Sichtboden

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