Unser Markenkosmos zum Uhrenhersteller

A. Lange & Söhne

A. Lange & Söhne gehört zu den bedeutendsten deutschen Uhrenmanufakturen und nimmt auch international eine Spitzenstellung in der Haute Horlogerie ein. Die Marke steht für eigenständige Manufakturkaliber, aufwendige Handarbeit und eine unverwechselbare Verbindung aus klassischer Gestaltung und anspruchsvoller Mechanik. Sämtliche Uhren entstehen in Glashütte in Sachsen und werden nur in vergleichsweise kleinen Stückzahlen gefertigt.

Die Geschichte begann am 7. Dezember 1845. An diesem Tag gründete Ferdinand Adolph Lange in Glashütte eine Uhrmacherwerkstatt und legte damit zugleich den Grundstein für die sächsische Präzisionsuhrenindustrie. Lange hatte zuvor bei dem Dresdner Hofuhrmacher Johann Christian Friedrich Gutkaes gearbeitet und seine Kenntnisse auf Reisen nach Frankreich, England und in die Schweiz erweitert. In Glashütte führte er eine arbeitsteilige Fertigung ein, bildete Uhrmacher aus und siedelte spezialisierte Zulieferbetriebe an.

1868 trat sein Sohn Richard, 1871 auch sein Sohn Emil Lange als Teilhaber ein. Seitdem firmierte die Manufaktur unter dem Namen A. Lange & Söhne. Richard Lange prägte vor allem die technische Entwicklung, während Emil Lange die kaufmännische Führung und internationale Vermarktung übernahm. Die hochwertigen Taschen- und Beobachtungsuhren aus Glashütte erlangten weltweite Anerkennung. Zu den besonderen Arbeiten gehörte das 1900 auf der Pariser Weltausstellung präsentierte Jahrhunderttourbillon.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Unternehmen 1948 enteignet und später in die staatliche Glashütter Uhrenindustrie eingegliedert. Der Name A. Lange & Söhne verschwand für mehr als vier Jahrzehnte vom Markt. Erst nach dem Fall der Berliner Mauer erhielt Walter Lange, ein Urenkel Ferdinand Adolph Langes, die Möglichkeit, das Familienerbe wiederzubeleben. Gemeinsam mit dem Uhrenmanager Günter Blümlein gründete er am 7. Dezember 1990 die Lange Uhren GmbH neu.

A. Lange & Söhne – sächsische Feinuhrmacherei aus Glashütte

Am 24. Oktober 1994 präsentierten Walter Lange und Günter Blümlein im Dresdner Residenzschloss die erste Kollektion der Neuzeit. Sie bestand aus der Lange 1, der Arkade, der Saxonia und dem Tourbillon „Pour le Mérite“. Besonders die Lange 1 mit ihrem asymmetrischen Zifferblatt und dem markanten Großdatum entwickelte sich zum Gesicht der wiederbelebten Marke. Ihr Großdatum orientiert sich gestalterisch an der Fünf-Minuten-Uhr der Dresdner Semperoper.

In den folgenden Jahren etablierte sich A. Lange & Söhne durch eine Reihe technisch bedeutender Uhrwerke. Der 1999 vorgestellte Datograph setzte mit seinem vollständig selbst entwickelten Flyback-Chronographenkaliber neue Maßstäbe. Weitere Meilensteine waren der Double Split und Triple Split mit Schleppzeigermechanismus, die komplizierten Modelle der „Pour le Mérite“-Reihe sowie das 2009 lancierte Zeitwerk. Dessen Stunden und Minuten werden durch präzise springende Ziffern angezeigt.

Zu den aktuellen Uhrenfamilien gehören Lange 1, Saxonia, 1815, Richard Lange, Zeitwerk und Odysseus. Die 1815 nimmt mit arabischen Ziffern und Eisenbahnminuterie Bezug auf das Geburtsjahr Ferdinand Adolph Langes und die historischen Taschenuhren der Manufaktur. Die Richard-Lange-Modelle konzentrieren sich auf Präzisionszeitmessung. Mit der 2019 vorgestellten Odysseus ergänzte erstmals eine sportlichere Uhr mit integriertem Metallband, erhöhter Wasserdichtheit und Automatikwerk das Programm.

Jede Uhr von A. Lange & Söhne besitzt ein in Glashütte entwickeltes und gefertigtes Manufakturkaliber. Charakteristisch sind Dreiviertelplatinen und Brücken aus naturbelassenem Neusilber, verschraubte Goldchatons, gebläute Schrauben sowie handgravierte Unruhkloben. Viele Bauteile werden von Hand angliert, poliert und dekoriert. Eine Besonderheit ist die Zweifachmontage: Nach der ersten vollständigen Montage und Regulierung wird das Uhrwerk wieder zerlegt, gereinigt, abschließend finissiert und erneut zusammengesetzt.

Die Jahresproduktion umfasst lediglich einige Tausend Uhren. Die Gehäuse bestehen überwiegend aus Gold oder Platin; Edelstahl und Titan werden nur für ausgewählte Modelle verwendet. Seit der Übernahme der Les Manufactures Horlogères im Jahr 2000 gehört A. Lange & Söhne zum Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont. Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Finissierung sind jedoch weiterhin konsequent in Glashütte konzentriert.

A. Lange & Söhne verbindet die Tradition der sächsischen Taschenuhr mit einer eigenständigen modernen Formensprache. Großdatum, dezentrale Anzeigen, springende Ziffern und ungewöhnliche Chronographenkonstruktionen haben der Marke ein klar erkennbares Profil verliehen. Ihr Grundsatz lässt sich mit einem Ausspruch Walter Langes zusammenfassen: Eine Lange-Uhr sei dann vollkommen, wenn sie selbst die eigenen Uhrmacher immer wieder überrascht.

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Sprunghafte Wesen A. Lange & Söhne Zeitwerk Date Rotgold: Evolution als Programm

Seit 2009 gibt es das Zeitwerk von A. Lange & Söhne. In dieser Zeit durchlief die markante Armbanduhr mit digitalen Indikationen mehrere Evolutionsstufen. Im Juli 2025 präsentierte die sächsische Nobelmanufaktur ihre neue Variante A. Lange & Söhne Zeitwerk Date Rotgold. Hier die Geschichte dieses beeindruckenden Quartetts.

A. Lange & Söhne Zeitwerk Entwicklung 2009 bis 2025 (C) Uhrenkosmos