Unser Markenkosmos zum Uhrenhersteller

Girard-Perregaux

Girard-Perregaux zählt zu den traditionsreichsten Schweizer Uhrenmanufakturen. Die Marke führt ihre Geschichte bis 1791 und den Genfer Uhrmacher Jean-François Bautte zurück. Der Name Girard-Perregaux entstand 1856 aus der Verbindung des Uhrmachers Constant Girard mit Marie Perregaux. Heute ist die Manufaktur in La Chaux-de-Fonds ansässig.

Uhrmacherisch gehört Girard-Perregaux seit Langem zur Haute Horlogerie. Besonders prägend wurde das von Constant Girard im 19. Jahrhundert entwickelte Tourbillon mit drei Brücken. Dabei wurden die normalerweise rein funktionalen Werkbrücken zu einem sichtbaren Gestaltungselement – ein Prinzip, das die Marke mit den heutigen Bridges-Modellen weiterführt.

Auch technisch setzte Girard-Perregaux wichtige Akzente. In den 1960er-Jahren entstanden die Gyromatic-Hochfrequenzwerke mit 36.000 Halbschwingungen pro Stunde. 1966 wurde diese Entwicklung vom Observatorium Neuenburg ausgezeichnet.

Das heute bekannteste Modell ist die Girard Perregaux Laurato. Die 1975 vorgestellte Sportuhr verbindet eine achteckige Lünette mit integriertem Armband und Manufakturtechnik. Nach mehreren Generationen bildet die Laureato heute einen zentralen Pfeiler der Kollektion und reicht von klassischen Automatikmodellen bis zu komplizierten Haute-Horlogerie-Ausführungen.

Weitere wichtige Linien sind die klassisch-elegante 1966, die rechteckige Vintage 1945, die technisch geprägte Bridges-Kollektion und die vor allem an Damen gerichtete Cat’s Eye. Historische Entwürfe wie die futuristische Quarzuhr Girard-Perregaux Casquette erscheinen zudem regelmäßig als Neuinterpretationen innerhalb der Legacy Editions.

Girard-Perregaux gehört gemeinsam mit Ulysse Nardin zur Sowind Group. Nachdem die Gruppe mehrere Jahre Teil des französischen Luxuskonzerns Kering gewesen war, erfolgte 2022 ein Management-Buy-out unter Führung von Patrick Pruniaux. Seither agieren die beiden Marken wieder konzernunabhängig.

Aktuelle Artikel zu Girard-Perregaux