Geneva Watch Auction

Genfer Uhren Auktion 2022: Uhren Jagdfieber in Genf!

Bei der XV. Genfer Uhren Auktion vom 6. bis zum 10. Mai versteigern die vier großen Auktionshäuser Phillips, Christies, Antiquorum und Sotheby‘s insgesamt 1.121 hochwertige Uhren. Beim Blick in die online verfügbaren Kataloge zeigen sich einige interessante Highlights und attraktive Angebote.

von | 03.05.2022

Die glorreichen Vier

Vom 6. bis zum 10. Mai wird Genf bei der Genfer Uhren Auktion VX. wieder zum Mekka der internationalen Uhrenjünger. Nach dem sehr erfolgreichen Uhrenjahr 2021 und der ebenso erfolgreichen Watches and Wonders Uhrenmesse vor knapp vier Wochen bringen die 4 Auktionshäuser Phillips, Christies, Antiquorum und Sotheby‘s insgesamt 1.121 Lose unter den Hammer. Alle Kataloge sind online, genug Zeit also das Angebot zu studieren und zu verfolgen, wohin die so rasante Reise geht.

Neben der Entdeckung von Uhren als alternative Investitionsmöglichkeit und dem allgemeinen Streben nach Sachwerten in Zeiten hoher Teuerungsraten gibt es einige Trends zu entdecken, die den Markt bewegen und vielleicht die Chance auf das ein oder andere Schnäppchen bieten. Dabei werden die Bäume niemals in den Himmel wachsen, selbst wenn der gegenwärtige Ausverkauf von Rolex & Co bei den hiesigen Konzessionären genau diesen Eindruck nahelegt.

Es gab schon immer Wartelisten für Rolex Daytonas und zeitweise war es auch schwierig, eine Submariner zu bekommen. Mittlerweile muss man sogar für eine Datejust hohe Aufpreise hinnehmen, wenn die Geduld zum Warten fehlt.

Christies nennt das ‚modern waiting list unobtainable‘. Folglich fängt der Christies Katalog „Rare Watches : Featuring The Kairos Collection Part I“ an wie eine Wunschliste für alle Rolex Modelle, die man zu Hause nicht mehr kaufen kann. Auch das Herzstück der Auktion, die ‚Kairos Collection‘ besteht aus ‚Modern Contemporaries‘ des Hauses Patek Philippe. Neuwertige Uhren geben Bietern eine Chance, ansonsten schwer erhältliche Modelle ohne Wartezeit mit Echtheitsgarantie zu erwerben. Natürlich gegen entsprechenden Aufpreis.

Rare Güter

Knappheit bestimmt auch das Verlangen nach sportlichen Stahluhren der Luxusklasse. Schon seit längerer Zeit hat die Nautilus von Patek Philippe der Daytona als Objekt der Begierde den Rang abgelaufen. Beispiellos ist aber die Hysterie, die seit der Phillips-Versteigerung einer „Nautilus Tiffany 57-11“ für $ 6,5 Mio. im Dezember letzten Jahres eingesetzt hat. Zusätzlich befeuert durch die Ankündigung, die Serie einzustellen sind die Preise für fast alle Nautilus Modelle zuletzt förmlich explodiert.

Es werden in Genf ein paar noch versiegelte Exemplare angeboten. Die Auktionshäuser scheinen dabei den erzielbaren Hammerpreis zu unterschätzen. Das sollte als „Watch Out“ für diejenigen gelten, die glauben, dass auf die Referenz 57-11 nicht ein noch „hotteres“ neues Modell folgen kann.

Royal Oak

Dabei war es die Royal Oak von Audemars Piguet, die das Genre im Jahr 1972 begründet hat. Entworfen von Gerald Genta war die Referenz 4502ST damals die erste stählerne Luxusuhr. Der automatische Antrieb, basierend auf dem Rohwerk 920 von Jaeger Le Coultre maß lediglich 2,45 mm in der Höhe und erlaubte so ein sehr schlankes Gehäuse.
Der Eindruck verstärkte sich noch durch den, für damals großzügigen Durchmesser von 39 mm. Mit der lateral verschraubten, oktagonalen Lünette, dem integrierten Armband und dem „Tapisserie“ Zifferblatt schuf Gerald Genta ein Design, das gleichzeitig elegant und revolutionär war.

Die Absätze der Uhr blieben dagegen zunächst überschaubar. Nur 6.050 Stück sollen über das 25-jährige Modellleben hinweg produziert worden sein. Immerhin fühlte sich Patek Philippe herausgefordert, ebenfalls Gerald Genta zu Rate zu ziehen, um das Modell Nautilus zu entwickeln, die im Jahr 1976 lanciert wurde. Auch sie wurde von einem Derivat des gleichen Jaeger Le Coultre Rohwerks angetrieben wie die Royal Oak.

Wie die Nautilus hat auch die Royal Oak zuletzt stark an Fahrt aufgenommen. Neue Modelle stehen, im Vergleich zur Nachfrage nur wenigen Kunden zur Verfügung und die Preise für Vintage Uhren steigen rasant. Der 50-jährige Geburtstag der Royal Oak hat Phillips zu einer thematischen Auktion „The Royal Oak 50th“ mit nicht weniger als 88 Losen inspiriert.

 

Variantenreich

Audemars Piguet hatte schon früh Varianten mit ewigem Kalender und anderen Komplikationen angeboten. Im Laufe der Zeit entwickelte sich eine Modellpalette mit nicht weniger als 12 unterschiedlichen Royal Oak Größen, die in verschiedenen Metallen produziert wurden. Entsprechend groß ist die Vielfalt an Losen, die Phillips bei der Geneva Watch Auction XV. in 2022 anbietet. Natürlich besteht die Hoffnung, dass der Erfolg der Stahluhr auf das gesamte Sortiment abstrahlt, wie es bei der Nautilus längst der Fall ist.
Zusammengenommen kommen bei Phillips, Sotheby‘s, Antiquorum und Christies nicht weniger als 171 Royal Oaks unter den Hammer und in dieser Zahl sind die „Offshore“ Modelle noch nicht einmal enthalten.

Die Logik oder Unlogik der Begierde stimmt bei Royal Oak und Nautilus überein. Sportuhren in Stahl werden von Marken, die die Kunst der Komplikation beherrschen nur in begrenzten Mengen zur Verfügung gestellt, um das Kerngeschäft nicht zu gefährden. Gerade das macht sie aber für zahlungskräftige Kunden mit hohem Anspruch an das eigene Auftreten umso begehrenswerter. Spinnt man den Gedanken weiter, geraten Vacheron Constantin und A. Lange & Söhne als weitere Protagonisten der ‚Haute Horlogerie‘ ins Visier.

Tatsächlich brachte auch Vacheron Constantin im Jahr 1977 eine Sportuhr in Stahl, nämlich die Referenz 44018 oder ‚2-22‘. Die Manufaktur feierte damals ihren zweihundertzweiundzwanzigsten Geburtstag. Diese Uhr wurde nicht von Gerald Genta gezeichnet, aber auch sie verfügte über ein integriertes Armband und ein Gehäuse mit maskulinen Proportionen. Im Inneren tickte ebenfalls ein Kaliber auf Basis des Jaeger Le Coultre Rohwerks 920.

Obwohl ihr Durchmesser von 38 mm aus heutiger Sicht moderat ist, wurde der ‚2-22‘, genau wie der Nautilus 3700/1 (40 mm) und dann der Royal Oak 4502ST (39 mm) bereits der Spitzname ‚Jumbo‘ verliehen.

Allerdings tut sich Vacheron Constantin bei Auktionen bislang vergleichsweise schwer. Ein Umstand, dem man bei Antiquorum und Phillips aktiv entgegengewirkt, wie sich an der wachsenden Zahl der Lose unschwer erkennen lässt.

Die Preise für die ‚2-22‘ steigen bereits. Möglicherweise ergibt sich hier also für Bieter, die sich mit dem Design der Uhr anfreunden können, die Chance auf ein gutes Geschäft. Lediglich 500 Stück sollen existieren. Das Modell wurde übrigens 1996 von der ‚Overseas‘ Serie beerbt.

Bleibt der Blick auf A. Lange & Söhne. Dort ist die einzige Sportuhr in Stahl mit dem Namen ‚Odysseus‘ bereits seit ihrer Einführung im Jahr 2019 ausverkauft.

 

 

Vacheron Constantin

Tatsächlich brachte auch Vacheron Constantin im Jahr 1977 eine Sportuhr in Stahl, nämlich die Referenz 44018 oder ‚2-22‘. Die Manufaktur feierte damals ihren zweihundertzweiundzwanzigsten Geburtstag. Diese Uhr wurde nicht von Gerald Genta gezeichnet, aber auch sie verfügte über ein integriertes Armband und ein Gehäuse mit maskulinen Proportionen. Im Inneren tickte ebenfalls ein Kaliber auf Basis des Jaeger Le Coultre Rohwerks 920.

Obwohl ihr Durchmesser von 38 mm aus heutiger Sicht moderat ist, wurde der ‚2-22‘, genau wie der Nautilus 3700/1 (40 mm) und dann der Royal Oak 4502ST (39 mm) bereits der Spitzname ‚Jumbo‘ verliehen. Allerdings tut sich Vacheron Constantin bei Auktionen bislang vergleichsweise schwer. Ein Umstand, dem man bei Antiquorum und Phillips aktiv entgegengewirkt, wie sich an der wachsenden Zahl der Lose unschwer erkennen lässt.

Die Preise für die ‚2-22‘ steigen auch bereits. Möglicherweise ergibt sich hier also für Bieter, die sich mit dem Design der Uhr anfreunden können, die Chance auf ein gutes Geschäft. Lediglich 500 Stück sollen existieren. Das Modell wurde übrigens 1996 von der ‚Overseas‘ Serie beerbt.

Bleibt der Blick auf A. Lange & Söhne. Dort ist die einzige Sportuhr in Stahl mit dem Namen ‚Odysseus‘ bereits seit ihrer Einführung im Jahr 2019 ausverkauft.

 

 

Patek Philippe

Das Verlangen etwas zu besitzen, das anderen nicht zugänglich ist lässt sich natürlich auch auf komplizierte Uhren übertragen. Besonders Patek Philippe hat sich diese Erkenntnis zunutze gemacht und in der Vergangenheit immer wieder „Limited Editions“ herausgebracht, die oft in keinem Händlerkatalog zu finden waren und nur an finanzkräftige oder berühmte Persönlichkeiten gingen. Diese Stücke erzielen auf Auktionen herausragende Preise, wenn sie den Publikumsgeschmack treffen.

Edelsteine

Edelsteine sind schon immer eine Spezialität des Genfer Goldschmiede Handwerks gewesen. Lange Zeit galten Uhren mit Brillant-Besatz allerdings eher als anrüchig. Das hat sich gründlich geändert. Möglicherweise durch die Hip-Hop Kultur, wo ‚Ice‘ zu den ‚Basics‘ zählt oder vielleicht aus Respekt gegenüber der perfekten Verarbeitung und dem Charisma der so veredelten Stücke. Wie auch immer, juwelenbesetzte Zeitmesser sind nachgefragt wie nie.

Im November 2021 versteigerte der Mannheimer Auktionator Stefan Muser eine diamantbesetzte Vintage Daytona für nicht weniger als € 2,5 Mio. Bei dieser Uhr spielte sicher der unbenutzte Zustand eine Rolle, aber auch aktuelle Modelle mit Juwelenbesatz erreichen hohe Preise. So erzielte bei der Monaco Legend Group am 24. April eine, vergleichsweise einfache Patek Philippe Calatrava Dreizeigeruhr in Platin mit Brillant Lünette und Stundenzeichen € 140.000 plus Hammerprämie. Die Exklusivität erhöhte sich bei dieser Uhr durch den Tiffany Händleraufdruck auf dem Zifferblatt.

Auktionslose Genf Uhren mit Diamanten

1. Patek Philippe Referenz 5298, Antiquorum Los 476, 2. Patek Philippe Ref. 5980/1400G, Phillips Los 215, 3. Rolex Referenz 6269, Christies Los 38, 4. Rolex Referenz 116695SATS, Sotheby’s Los 24

Genfer Uhren Auktion

Perfektes Handwerk und höchste Exklusivität bilden auch die Essenz des Erfolges aller unabhängiger Uhrmacher auf der Genfer Uhren Auktion. George Daniels, Gerald Genta und Philippe Dufour haben einen Trend begründet, der zur Jahrtausendwende an Momentum gewann und der heute in aller Munde ist. Namen wie Richard Mille, FP Journe, Greubel Forsey, de Bethune, Urwerk, MB&F oder Daniel Roth, um nur einige zu nennen, nehmen einen wachsenden Raum in den Genfer Auktionskatalogen ein.

Richard Mille brachte es 2021 erstmals unter die 10 größten Schweizer Uhrenmarken. Ein eindrucksvoller Beleg für den Erfolg einer konsequenten Premiumstrategie. Auch auf Auktionen sind diese Uhren absolute Renner.

Das Gleiche gilt für François Paul Journe. Wie Richard Mille oder Daniel Roth hat es die Marke FP Journe verstanden, eine eigene, wiedererkennbare Formensprache zu entwickeln, die ihr Publikum begeistert. Eine FP Journe erkennt man an ihren schönen Zeigern und Kronen in perfekt verarbeiteten Gehäusen, die meist aus Platin sind. Darin ticken wundervolle Uhrwerke, die vorwiegend aus Roségold gefertigt werden. Dazu gesellen sich, gemäß dem Marken Motto „Invenit et Fecit“ immer wieder einzigartige technische Innovationen.

Paradestücke sind der „Chronomètre à Resonance“ und der „Tourbillon Souverain“. Zu Beginn wurde diese in sogenannten ‚Souscriptions‘ hergestellt. Potenzielle Käufer mussten ihre Uhr sozusagen vorfinanzieren, damit Zeit und Material zur Herstellung bereitgestellt werden konnten. Daraus ergibt sich eine hohe Exklusivität, die den heutigen Wert treibt.

Bei den Geneva Auctions von Phillips, Sotheby‘s und Antiquorum tauchen zusammen nicht weniger als zwanzig FP Journes auf. Dieser Erfolg ist auch der Tragbarkeit der Uhren geschuldet. Besonders die einfacheren Modelle machen in jeder Situation eine gute Figur.

 

Geneva Watch Auction Lose von kleinen Uhrenmanufakturen

1. Chronomètre a Resonance, Sotheby’s Los 33, 2. Tourbillon Souverain, 3. Chronomètre Souverain, Phillips Lose 186 und 225, 4. Tourbillon Remontoir D’Egalité, Seconde Morte, Antiquorum Los 125

Vintage Uhren der Geneva Watch Auction

Bleibt der Blick auf den Markt für Vintage Uhren. Es scheint, als ob er sich auf immer weniger Modelle konzentriert, die vor Allem dann hohe Preise erzielen, wenn sie in perfektem Zustand geliefert werden. Allen voran natürlich die beeindruckende Parade von Rolex Daytonas. Ich habe allein 21 Uhren mit Handaufzug gezählt. Nimmt man die automatischen Modelle dazu, kommt man auf über 50!

 

Rolex Daytona

Unter den Rolex Daytona Modellen wird wahrscheinlich eine goldene Uhr mit der Referenz 6239 bei Phillips (Los 116) ‚den Vogel abschießen‘. Das Modell ist in Gold an sich schon sehr wertvoll. Zifferblätter mit Pulsationsskala sind aber ansonsten bisher nur bei einer Hand voll Stahluhren aufgetaucht. Dieses Blatt ist dazu noch in ‚soleil argenté‘ ausgeführt, während die Zifferblätter goldener Daytonas mit Handaufzug normalerweise immer champagnerfarben sind. Mit ihrer Herkunft aus der Eric Clapton Sammlung wird die Uhr sicher ein Rekordergebnis bringen. Daran wird auch die etwas groß geratene Krone nichts ändern.

 

 

Rolex 

Natürlich kommen die Fans von Rolex Submariners, Explorers und GMT’s ebenfalls auf Ihre Kosten.

 

 

Vintage Patek

Auch bei Patek Philippe gibt es Modelle, die besonders beliebt sind und dementsprechend häufig in den Katalogen auftauchen. Mit der Patek Philippe Referenz 1518 positionierte sich Patek im Jahr 1941 als Pionier der komplizierten Armbanduhr, ein Segment, das die Marke bis heute dominiert. Mit dem Los 213 bietet Phillips ein absolutes Highlight an. Die Uhr beeindruckt mit der äußerst seltenen Farbkombination ‚Pink on Pink‘. Sie wird mit Originalzertifikat geliefert und verfügt über eine bekannte Provenienz.
Wenn solche Stücke in den letzten Jahren angeboten wurden, haben sie schwindelerregende Summen aufgerufen.

 

 

Patek Philippe Ewiger Kalender Pink on Pink Phillips Auktion 2022

Patek Philippe Referenz 1518, Phillips Los 213

Ewige Kalender ohne Chronographen Funktion stehen ebenfalls ganz oben auf der Wunschliste von Vintage Patek Philippe Liebhabern. Im Unterschied zu Chronographen mit ewigem Kalender wurden bei diesen Uhren von Beginn an hauseigene Basiskaliber eingesetzt. Zuerst die legendären Handaufzugwerke 12“’120 Q, dann das 27 SC Q „Seconde Centrale“ und schließlich das Automatikwerk 27-460 Q. Dabei steht der Zusatz „Q“ für „Quantième Perpétuelle“ und bezeichnet die Ergänzung des Basiskalibers um die Kadratur des ewigen Kalenders.

 

 

Patek Philippe Uhren mit Komplikationen für Genfer Auktion

1. Patek Philippe Ref. 1526 aus der Eric Clapton Sammlung, Christies Los 122, 2. Referenz 2497, 3. und 4. Referenz 3448, 5. Referenz 3450, Phillips Lose 179, 216 und 117

Ein weiterer Standard unter Patek „Followern“ sind die ersten automatischen Uhren des Hauses mit der PP Referenz 2526. Untypisch für Patek Philippe ist das 1953 eingeführte Modell eine „Time Only“ Uhr. Es besticht aber mit seinem wunderschönen automatischen Werk und dem, meist elfenbeinfarbenem Emailzifferblatt. Leider sind diese Blätter sehr anfällig für Beschädigungen.

 

 

Rolex Chronographen

Fans klassischer Uhren werden sich mit Sicherheit auch für die Lose 114, 219 und 221 bei Phillips begeistern. Es sind drei Rolex Chronographen aus der ersten Hälfte der 1950er Jahre. Alle drei Uhren haben ein sogenanntes „Monoblocco“ Gehäuse, bei dem Carrure und Lünette ein einziges Teil bilden.

Das Los 114 ist eine Referenz 6032 mit nur zwei Registern. Rolex hat seit Beginn der 1950er Jahre praktisch nur noch Chronographen mit drei Registern hergestellt. Ausnahmen sind die hier angebotene Referenz 6032 und das Modell 6232 mit abnehmbarer Lünette. In den letzten 20 Jahren sind von beiden Referenzen zusammen weniger als eine Hand voll Stücke aufgetaucht, alle in Roségold und vermutlich für den französischen Markt bestimmt. Es ist unbekannt, ob auch Chronographen mit der Referenz 5032 existieren.

Das Los 221 ist eine Referenz 6034, auch in Roségold. Mit drei Registern ist sie damit das Gegenstück zur Referenz 6032, wobei roségoldene Exemplare nur sehr selten auf den Markt kommen. Die Uhr wird mit einem passenden Armband von Gay Frères geliefert, das allein schon ein kleines Vermögen wert ist.

Das dritte Los mit der Nummer 219 ist ein gelbgoldener Kalender Chronograph oder „Datokompax“. Kalender Chronographen zählen zu den begehrtesten Vintage Uhren von Rolex und erzielen regelmäßig Topergebnisse bei Auktionen. Die hier angebotenen Uhren zeichnen sich nicht nur durch ihre absolute Seltenheit aus, sondern ganz besonders durch ihren fantastischen Zustand.

 

Besondere Rolex Uhren bei Phillips auf Genfer Uhren Auktion in 2022

1. Rolex Referenz 6032, 2. Referenz 6034, 3. 4. Referenz 6036 mit klar lesbarer Gravur auf dem Gehäuseboden, Phillips Lose 114, 221 und 219

Original versus nachgebessert

Wenn Uhren aus dieser Periode auftauchen, zeigen sie meist starke Alterungsspuren oder sie sind bereits restauriert. In manchen Fällen lässt sich das Gehäuse oder das Werk verbessern. Fleckig gealterte oder nachgedruckte Zifferblätter dagegen nicht. Unter dem Mikroskop wird es immer auffallen. Der Preisabschlag für Uhren mit solchen Blättern und/oder mit „polierten“ Gehäusen ist gegenüber Stücken, wie sie hier angeboten werden enorm. Die Preisschere zwischen gut erhaltenen Vintage Uhren mit originaler Ausstattung gegenüber nicht perfekten Uhren ist in den vergangenen Jahren immer weiter auseinander gegangen.

Besitzer von nicht perfekten Uhren befinden sich deshalb ständig auf der Suche nach gut erhaltenen Originalteilen, um ihre Schätze aufzuwerten. Siebzig Jahre alte Ersatzteile sind allerdings noch schwieriger zu finden als die zugehörigen Uhren selbst. Antiquorum hat diese Zwickmühle erkannt und in letzter Zeit immer wieder Zeiger, Zifferblätter und Kronen angeboten, die normale Sammler kaum finden würden. Auch In der aktuellen Auktion sind wieder einige Ersatzteil-Lose, die Liebhabern Kopfschmerzen nehmen könnten.

Antiquorum Ersatzteile Vintage Uhren Lose

Antiquorum Los 179, Emailzifferblatt für Patek Philippe Referenz 2526, Los 358, Reliefzifferblatt für Rolex Referenz 6034 und Los 145, komplette Ausstattung für Rolex GMT Referenz 1675 in ‚Rolesor‘

Schmökern

Überhaupt lohnt es sich, im Antiquorum Katalog zu stöbern, besonders für Sammler mit ‚normalem‘ Budget. Unter den 534 Losen sind viele interessante Omegas, Minervas, Lemanias und andere „Affordable Classiscs“.
Sogar bei Rolex kann man fündig werden. Gewinnt man das Los 141 mit der Referenz 2508, erwirbt man einen charismatischen, goldenen Rolex Chronographen mit ‚Tropical Gilt Dial‘ und starker Präsenz am Handgelenk.

Genfer Uhren Auktion 2022 Tipps

Hier kommen noch weitere, empfohlene Lose für Liebhaber klassischer Uhren, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Empfohlene Lose

Antiquorum Los    31    35    42-44    46    47    52    225    228    230    238
Phillips Los           280    282    127    128    134    135    155    156    255
Christies Los        39    40
Sotheby‘s Los      14

Ist die Entscheidung einmal gefallen, gilt es: ‚Paddle up and no Regrets‘!

Zu den Online-Katalogen:

Christies, Rare Watches : Featuring The Kairos Collection Part I

https://www.christies.com/auction/auction-20934-gnv/browse-lots

Phillips, The Geneva Watch Auction: XV

https://www.phillips.com/auctions/auction/CH080122

Phillips, The Royal Oak 50th

https://www.phillips.com/auctions/auction/CH080222

Antiquorum, Important Modern & Vintage Timepieces

https://catalog.antiquorum.swiss/en/auctions/geneva-2022-05-08/lots

Sotheby’s, Important Watches: Part I

https://www.sothebys.com/en/buy/auction/2022/important-watches-part-i?lotFilter=AllLots

 

 

Kommentare zu diesem Beitrag

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für den Bericht.
    Eine kleine Korrektur: Uf die VC 222 folgte die Phideas und nicht die Overseas 😉

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  2. Endlich eine brauchbare und akademische Analyse über das Geschehen im mittleren und höheren Sektor von Armbanduhren in der Dekade 20-30 dieses Jahrhunderts!

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