Patek Philippe mit Weltzeitindikation (2/2)
In 24 Städten um die Welt

Wer nach einer Langstrecke aus dem Flieger steigt, ist oft orientierungslos. Nämlich zeitlos. Nicht so mit einem Patek Philippe Chronographen mit Weltzeitindikation am Arm. Dieser zeigt per Knopfdruck die Lokalzeit von 24 Städten rund um den Globus an.

In 24 Städten um die Welt

Verbindet mit Weltzeit- und Chronographen-Funktion zwei Spezialitäten von Patek Philippe: Der neue Weltzeit-Chronograph Referenz 5930.

Die Basis für das neue Automatikkaliber CH 28-520 HU (Heure Universelle) von Patek Philippe bildet das Modell CH 28-520 von 2006. Eine Schaltradsteuerung, moderne Vertikalkupplung und konzentrisch angeordnete Totalisatoren bei der „6“ gehören zu den zeitschreibenden Eigenschaften dieses Kalibers. Seine Gangreserveanzeige musste der Erweiterung dieses Uhrwerks um die Zeitzonen-Funktion jedoch weichen. Das gleiche Schicksal traf den 12-Stunden-Zähler.

So mancher GMT-Newcomer eignet sich wegen seines unabhängig verstellbaren 24-Stunden-Zeigers kaum als Reise-Armbanduhr. Dagegen ist die neue Referenz 5930 von Patek Philippe ein Musterbeispiel klassischer Weltzeitindikation.

Ein Zeitmesser für Globetrotter

Die zentralen Zeiger für Stunden und Minuten zeigen die jeweilige Zonenzeit des Städtenamen an, der gerade bei „12“ zu lesen ist. Mithilfe des 24-Stunden-Rings wissen Globetrotter auch, wie spät es in den andere 23 Zeitzonen auf der Welt ist. Ob es dabei Tag ist oder Nacht, signalisiert ein deutlicher Farbkontrast auf dem Zifferblatt.

Wer gerade in einer anderen Zeitzone gelandet ist, kann seine Armbanduhr denkbar einfach umstellen. Dazu muss nur der Korrekturdrücker bei „10“ betätigt werden: Mit jedem Drücken bewegen sich die Städte und der 24-Stunden-Ring stundenweise nach links, den zentralen Stundenzeiger hingegen in Stundenschritten nach rechts. Uhrwerk und Einstellmechanismus sind während des Umstellprozesses voneinander entkoppelt.

Ein Blick ins Innere des CH 28-520 HU

Mit 28.800 Halbschwingungen oszillieren die „Gyromax“-Unruh und die zugehörige „Spiromax“-Spirale aus Silizium pro Stunde. Das hat eine beachtliche Genauigkeit (auf die Achtelsekunde) beim Stoppen des Chronographen zufolge. Deshalb gibt es bei diesem Kaliber auch eine neue Indexierung der Sekundenskala. Sie umfasst das handguillochierte Zifferblatt-Zentrum.

Das Werk fügen die Techniker von Patek Philippe aus 343 Komponenten zusammen. In einem 39,5 Millimeter großen Weißgold-Gehäuse sitzt die Mechanik mit einseitig wirkendem Goldrotor und mindestens 50 Stunden Gangautonomie. Natürlich ist der Zeitmesser auch wasserdicht und zwar bis zu drei bar Druck. Das Weltzeitmodell gibt es für 66.316 Euro.

Unter dem Zifferblatt versteckt arbeitet ein extrem präzises Räderwerk mit hochwertigsten Zahnprofilen. Die Folge: Minimale Reibung und optimale Kraftübertragung.

Meister der Kalenderwerke

2016 feierte Patek Philippe das 20. Jubiläum des Jahreskalenders. Nachdem zu Beginn der 1990er Jahre die Frage nach einfachen, aber dennoch hilfreichen Kalenderwerken aufgekommen war, entwickelte Patek Philippe einen besonderen Mechanismus. Diesen ließ sich die Manufaktur mit der Nummer CH 685585 G am 1. März 1996 in der Schweiz patentieren.

Der Mechanismus erkennt alle Monatslängen vom 1. März des einen bis zum Januar des folgenden Jahres. Ein kleiner Handgriff Ende Februar reicht aus, damit das Kalendarium für die nächsten elf Monate richtig läuft. Unter dem Zifferblatt versteckt arbeitet ein extrem präzises Räderwerk mit hochwertigsten Zahnprofilen. Die Folge: Minimale Reibung und optimale Kraftübertragung. Ein ausgeklügelter Isolator sorgt für die Weiterschaltung der Datumsanzeige mit möglichst geringem mechanischem Widerstand.

Für eine Jahreskalender-Kadratur brauchen Uhrmacher mehr Bauteile als für die eines ewigen Kalenders: Ganze 134 Komponenten sind nötig, damit das Werk reibungslos läuft.

Neues von Patek Philippe?

Nun naht auch der 40. Geburtstag der 1976 lancierten Nautilus. Und ich frage mich natürlich: Was hat Patek Philippe hier geplant? Als ich Thierry Stern auf der Baselworld auf das Thema ansprach, zuckte der Patek-Philippe-Präsident zuckte nur mit den Schultern. „40 Jahre, na und?“ So ganz glauben kann ich dieser lakonischen Aussage jedoch nicht. Und warte gespannt auf eine gesonderte Präsentation eines neuen Nautilus-Modells.

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  1. Silizium ist ein modernes Material in mechanischen Uhrwerken - […] Charme darf man bei Patek Philippe in Neuchâtel nicht erwarten. Die Ehre, Patek Philippe Technologies SA im Haus Nummer…

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