MeisterSinger Einzeiger-Armbanduhren Nr. 03, Metris und Perigraph mit Bronzegehäuse
Im warmen Bronze fliessen

Die Armbanduhren-Marke MeisterSinger pflegt seit 2001 die Philosophie der Entschleunigung und der Reduktion. Womöglich braucht man auch nicht diese drei Bronze-Uhren der Baselworld 2019. Aber man will sie.

Im warmen Bronze fliessen

Die drei neuen Bronzemodelle von Meistersinger sind zurückhaltend und warm in der Anmutung

Ein wegweisenden Zeiger

Der Kalender zeigte das Jahr 1798, als Abraham-Louis Breguet zur kontinuierlichen Auslastung seiner Werkstätten die Taschuhr „Montre Souscription“ vorstellte. Der Clou dabei: Als Tribut an einen günstigeren Preis mussten Kunden eine stattliche Anzahlung leisten. Fürs Geld gab es dann einen Stunden- aber keinen Minutenzeiger. Genauso, nämlich mit nur einem Stundenzeigen, hatten sich schon die frühen Räderuhren z.B. auf Kirchtürmen ab dem späten 13. Jahrhundert präsentiert.
Dies beeindruckte womöglich auch Manfred Brassler, der sich bei der Gestaltung seiner „MeisterSinger“ Armbanduhren unter anderem auch an derart „entschleunigten“ Zeitmessern orientierte. Beim Erforschen der Ursprünge stieß der autodidaktische Produktgestalter logischer Weise auch auf Peter Hele, besser bekannt als Peter Henlein und sein „Nürnberger Ei“.

Nachdem die Zeit zwangsläufig voranschreitet, brauchte es für diesen steten Wandel jedoch zwingend eine passende Skalierung. Schließlich soll diese mit dem philosophisch angehauchten Zeitmesser mit nur einem Stundenzeiger harmonieren. „Stunden, halbe und viertel Stunden sowie die Minuten,“ so das  Brassler’sche Credo, „müssen sich bei der Indexierung klar voneinander abheben.“ Und das ist bei den MeisterSinger-Armbanduhren von Anbeginn im Jahr 2001 bis heute vortrefflich gelungen. Der Kreativität des Designers sind auch die Einer-Stundenziffern mit vorangestellter 0 und der keilförmige, mit hohem Wiedererkennungswert ausgestattete Nadelzeiger zu verdanken.
Eine Bestätigung für sein schöpferisches Tun erfuhr Manfred Brassler erstmals durch die Zuerkennung des renommierten Red Dot Awards im Jahr 2004. Viel wichtiger jedoch ist die positive Resonanz auf die MeisterSinger Uhren rund um den Globus. Treue Kundinnen und Kunden schätzen die markante Reduktion auf das Wesentliche. Vermutlich hat noch niemand davon wegen des fehlenden Minutenzeigers einen Zug oder einen Flieger verpasst

Urdeutscher Name und mehr

Und dann ist da noch die Sache mit dem Namen. Er ist ebenso ungewöhnlich, wie die reduzierte Zeitanzeige. Aber wer den Erklärungen des inzwischen Teil-Eigentümers Manfred Brasslers folgt, erkennt die Namens-Logik sofort. Zeitgenosse des besagten Schlossermeisters und Uhrmachers Peter Henlein war nämlich der Schuster Hans Sachs. Ihm wird nachgesagt, nicht nur aktives Zunftmitglied der Meistersinger gewesen zu sein, sondern auch der Beste von allen. Und genau das beeindruckte Manfred Brassler und bewog ihn zur Namenswahl. Auf die Frage, wie Amerikaner oder Japaner mit dem urdeutschen Namen umgehen, antwortet er sehr spontan: „Probleme damit sind mir nie untergekommen.“

Dem kann John van Steen nur beipflichten. Erfolgreich hat der 52-Jährige ab 2003 das Geschäft in den Niederlanden aufgebaut. Und seit 2013 ist der Holländer für den internationalen Vertrieb zuständig. Daran ändert sich auch durch die neue Management- und Inhaberstruktur nichts. Mit Wirkung vom 1. Januar 2019 avancierte John van Steen zum geschäftsführenden Gesellschafter. Zusammen mit Manfred Brassler, dem Firmengründer, zeichnet er fortan für die Zukunft des in Münster beheimateten Familienunternehmens verantwortlich.

Auch wenn die Zeit mit Einzeiger-Uhren langsamer voranzuschreiten scheint, wollen Manfred Brassler, John van Steen und MeisterSinger immer mit der Zeit gehen. Als Gehäusematerial ist derzeit unter anderem das Metall Bronze angesagt. Kleine Randinformation – erst im 14. Jahrhundert erfolgte, als mehr und mehr Menschen auf mechanische Uhren mit einem Stundenzeiger blickten, die Übernahme des aus dem Orientalischen stammenden Wortes Bronze ins Italienische.

Im Hause MeisterSinger starten gleich drei verschiedene bemerkenswerte Armbanduhren ins Bronze-Zeitalter. Bei diesem  markanten Trio in Bronze ließ sich das Management von den bestehenden Modellen in der durchaus breit gefächerten Kollektion leiten.

Dreifaches Bronze-Zeitalter

Als echter Klassiker kann die Linie „Meistersinger No. 03 gelten. Wegen ihrer reduzierten Optik und dem klar strukturierten Zifferblatt konnte sie eine ganze Reihe von Designpreisen für sich verbuchen.

 

Uhrenkosmos Modell-Steckbrief 

Hersteller MeisterSinger
Name 03
Premiere März 2019
Uhrwerk Kaliber Eta 2824-A2 oder Sellita SW-200
Aufzug Automatisch, beidseitig wirkender Kugellagerrotor
Durchmesser 25,6 mm
Bauhöhe 4,6 mm
Unruhfrequenz vier Hertz
Gangautonomie ca. 38 Stunden
Anzeige Stunden, Datum
Gehäuse Bronze, Edelstahl-Sichtboden fünffach verschraubt
Durchmesser 43 mm
Wasserdichte fünf bar
Armband Kalbsleder, handgenäht
Preis 1.990 Euro

Die Linie „Perigraph“ erinnert an klassische analoge Messinstrumente. In diesem Sinne wird Übersichtlichkeit groß geschrieben. Die Indikation des Datums erfolgt mit Hilfe eines offenen Rings im blauen Zifferblatt. Auf das, was diesbezüglich Sache ist, weist ein roter Pfeil.

Uhrenkosmos Modell-Steckbrief 

Hersteller MeisterSinger
Name Perigraph
Premiere März 2019
Uhrwerk Kaliber Eta 2824-A2 oder Sellita SW-200
Aufzug Automatisch, beidseitig wirkender Kugellagerrotor
Durchmesser 25,6 mm
Bauhöhe 4,6 mm
Unruhfrequenz vier Hertz
Gangautonomie ca. 38 Stunden
Anzeige Stunden, Datum
Gehäuse Bronze, Edelstahl-Sichtboden fünffach verschraubt
Durchmesser 43 mm
Wasserdichte fünf bar
Armband Kalbsleder, handgenäht
Preis 2.090 Euro

An die 1960-er Jahre erinnert das tonneauförmige Bronzegehäuse der MeisterSinger „Metris“. Mit dieser Armbanduhr möchte MeisterSinger eine junge, dynamische und auch etwas nostalgiebetonte Zielgruppe ansprechen. Dafür spricht auch die Wasserdichte der mit 38 Millimeter Durchmesser sehr moderat dimensionierten Bronzeschale. Sie reicht bis zu 20 bar Druck.

Uhrenkosmos Modell-Steckbrief 

Hersteller MeisterSinger
Name Metris
Premiere März 2019
Uhrwerk Kaliber Eta 2824-A2 oder Sellita SW-200
Aufzug Automatisch, beidseitig wirkender Kugellagerrotor
Durchmesser 25,6 mm
Bauhöhe 4,6 mm
Unruhfrequenz vier Hertz
Gangautonomie ca. 38 Stunden
Anzeige Stunden, Datum
Gehäuse Bronze, Edelstahl-Sichtboden sechsfach verschraubt
Durchmesser 38 mm
Wasserdichte 20 bar
Armband Kalbsleder, handgenäht
Preis 1,990 Euro

 

Alle drei Armbanduhren mit Bronzeghäuse sind ab April 2019 lieferbar

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