Chrono Sapiens Johann Rupert, Präsident Richemont

Johann Rupert: „Fördern und Fordern“

Der Richemont-Konzern erwirtschaftet unter Johann Rupert jährlich 10,41 Milliarden Euro. Doch obwohl er als Richemont Präsident des Verwaltungsrats über Uhrenmarken und Branchen-Größen wie Cartier, Jaeger-LeCoultre, Vacheron Constantin, Montblanc oder Panerai gebietet, hat Rupert keine Lieblingsmarke. Seine Liebe gehört dem Erfolg. So geht Johann Rupert dabei vor.

Ins Tagesgeschäft seiner Konzern-Manager mischt sich der Richemont Präsident Johann Rupert nicht ein. Auch große Worte liegen dem Verwaltungsratsvorsitzenden eines der weltweit größten Luxuskonzerne nicht. Dabei könnte sich insbesondere das Konglomerat an Luxus-Uhrenmarken mehr als sehen lassen. Der gebürtige Südafrikaner überkommuniziert eben ungern. Statt blumig und ausschweifend spricht er knapp und prägnant. So hat jede seiner Aussagen Gewicht.

Richemont Konzern

Die Ansammlung an Marken, die sich unter dem offiziellen  Namen „Compagnie Financière Richemont SA“ gebietet der Richemont-Konzern über großen und angesehene chronometrische Marken.
Dazu gehören folgende Marken: A. Lange & Söhne, Baume & Mercier, Cartier, IWC, Jaeger-LeCoultre, Montblanc, Panerai, Piaget, Roger Dubuis und Vacheron Constantin. Und es ist nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Prestige-Marken dazukommen könn. Ebenso wie auch jede Marken performen muss, will sie nicht auf den Prüfstand gestellt werden. 

Unter den Richemont-Marken habe ich natürlich keine Lieblinge.
Johann Rupert

Die Umsätze von Richemont

In den Geschäftsjahren 2015 bis zum 2020 konnte der Richemont Konzern unter Johann Rupert seinen konsolidierten Umsatz auf zuletzt 14,2 Milliarden Euro steigern. Zusammen mit weiteren Gruppenmitgliedern zwar, aber die Summe kann sich durchaus sehen lassen. Allerdings ist wichtig zu wissen, dass das Geschäftsjahr von Richemont stets am 31. März endet. Die Auswirkung von Corona werden also erst Ende März 2021 zu sehen sein. Es wird davon ausgegangen, dass im Zuge dere Corona Pandemie die Umsätze über 30 Prozent nachgeben. Angesichts einer starken 2. Corona-Welle scheinen jedoch alle Zahlen sehr unsicher zu sein. Einen weiteren Tiefschlag muss der Konzern in Hongkong verkraften. Die ehemalige Kronkolonie war stets ein herausragender Handelsplatz für die Marken des Richemont Konzern. Nun muss Johann Rupert mit ansehen, wie durch die brachiale, alle Vereinbarungen und Verträge brechende Machtübernahme der chinesischen KP, die Umsätze in Hongkong im freien Fall sind. Ob sich der Handelsplatz davon erholt, ist mehr als fraglich.

A. Lange Söhne Triple Split 2018 03b Foto GLB

Die Präzision der sächsischen Manufaktur A. Lange & Söhne hat es Über-Manager Rupert angetan.

Johann Rupert

Wer die Lebensgeschichte von Johan Rupert kennt weiß, dass der in den Medien zurückhaltende Manager ein Mann der Tat ist. So lenkte er von 1987 bis 2004 als aktiver Richemont CEO die Geschicke dieses Luxusgüterkonzerns. Und auch wenn das Unternehmen „Compagnie Financière Richemont S.A.“ durch seinen Vater Anton Rupert aufgebaut wurde und dieser mit dem Kauf zahlreicher Tabak-Marken den Grundstein des Imperiums legte, konnte Johann Rupert durch weitere Zukäufe die Größe und den Wert des Unternehmens massiv steigern.
Dies geschah jedoch weniger in dem der Manager, der zunächst eine Karriere im US Finanzwesen absolvierte, jede einzelne Marke aktiv führte. Vielmehr ließ er den Managern den Freiraum jede Marke weiterzuentwickelnt, ließ j
ede ihre Produktphilosophie, die Vertriebs- und Zukunftsstrategie abgestimmt, jedoch eigenverantwortlich entwickeln, setzte jedoch gleichzeitig auf einen hohen Wettbewerb der verschiedenen Marken untereinander. Als Führungspersönlichkeit mit marktwirtschaftlichen Verständnis weiß Verwaltungsratpräsident Johann Rupert eben um die Balance von Fördern und Fordern. 

Liebling ist, wer performt

Seinen größten Coup landete der Südafrikaner Johann Rupert im Jahr 2000: mit dem damals unglaublich kostspieligen, im Nachhinein jedoch absolut richtigen Erwerb von A. Lange & Söhne, IWC und Jaeger-LeCoultre für rund zwei Milliarden Euro. „Inzwischen müsste ich deutlich mehr zahlen“, sagt Rupert heute pragmatisch. Auf seine sächsische Nobelmanufaktur A. Lange & Söhne ist Rupert besonders stolz. Zur Eröffnung des neuen Gebäudetrakts in Glashütte 2015 war der Konzern-Chef zusammen mit Sohn Anton Jr. eigens aus Südafrika angereist. Mit Bevorzugung hatte dieser Gunstbeweis allerdings nichts zu tun. Johann Rupert kennt, wie er in einem seiner äußerst raren Interviews zum Ausdruck brachte, „keine Lieblinge“. Egal ob Mann oder Frau, egal ob schwarz oder weiß – gefördert werde, wer gut sei. Mehr über die „Chrono Sapiens“ – die Herren der Zeit – erfahren Sie hier:

Haben Sie Feedback zu unserem Artikel? Hinterlassen Sie gerne einen Kommentar.

Kommentare zu diesem Beitrag

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.