Jaeger-LeCoultre
Wer ist der neue starke Mann?

Der Wechsel an der Unternehmensspitze von Jaeger-LeCoultre ist fix. Nun ist die Entscheidung gefallen! Doch Daniel Riedo ließ es sich nicht nehmen, vor seinem Ausscheiden noch drei neue Uhrenmodelle vorzustellen. Gelingt sein letzter Coup?

Wer ist der neue starke Mann?

Krisenstimmung bei Richemont

Der Konzern schwächelt, die Krise im Uhrenmarkt hat ihm ebenfalls merklich zugesetzt. Deshalb will Grossaktionär und VR-Präsident Johann Rupert nun mit einem neuen Top-Management gegensteuern, auch bei Jaeger-LeCoultre. Seit einiger Zeit wurden deshalb bereits einige Personen genannt, die Daniel Riedo als CEO dort ablösen sollten. Darunter auch eine Frau aus Schaffhausen. Diese Option hat sich jedoch relativ schnell zerschlagen. Seit heute steht jedoch fest, dass tatsächlich jemand aus der malerischen Stadt am Rhein das Ruder bei der seit 1833 in Le Sentier beheimateten Manufaktur in die Hand nehmen wird. Der Neue ist dabei übrigens kein Geringerer als Georges Kern. Der nebenbei auch seit Kurzem bei Richemont als Chef der spezialisierten Uhrenmarken agiert. Beim Auftritt im West Schweizer Jura handelt es sich freilich nur um ein Gastspiel. Mit anderen Worten, es dauert nur so lange, bis hierzu eine dauerhafte Lösung gefunden ist.

Wer könnte Jaeger-LeCoultre dauerhaft leiten?

Während des Genfer Uhrensalon wurde dazu auch schon ein Kandidat gehandelt: Jean-Marc Pontrué. Der Franzose dirigiert derzeit aber noch Roger Dubuis. Vor dem Aufstieg braucht es dort jedoch ebenfalls noch einen Nachfolger. Zudem verkündete heute Romain Jerome, dass Manuel Emch nach nunmehr gut sieben Jahren das Handtuch als Chief Executive das Handtuch geworfen habe. Diese Personalie wurde sogar schon in der vergangenen Woche als neuer Zenith-CEO gehandelt, was Jean-Claude Biver mit den Worten „nie, nie, nie“ jedoch vehement von sich wies. Vielleicht, aber das ist jetzt wirklich weit hergeholt, schlägt Emch, der in der Branche durchaus als überheblich und nicht unbedingt als Sympathieträger gilt, ja nun bei Roger Dubuis auf. Erfahrungen im Handling einer exotisch angehauchten Uhrenmarke brächte er jedenfalls mit. Aber käme er auch mit Georges Kern als Chef zurecht?

Weitere Baustellen

Stühlerücken ist zum 1. April 2017 auch bei drei weiteren Richemont-Marken angesagt. Hier wurden ebenfalls schon seit längerem Namen potenzieller Kandidaten gehandelt. Bei Piaget folgt nun Marketingchefin Chabi Nouri auf Philippe-Léopold Metzger. Louis Ferla löst dagegen bei Vacheron Constantin Juan-Carlos „Charlie“ Torres ab. Die beiden altgedienten Herren ziehen sich nunmehr auf ein beratendes, aber nicht operatives Präsidentenamt zurück. Bleibt nur noch Dunhill, eine Marke, die im Uhrengeschäft keine Rolle mehr spielt. Fabrizio Cardinali geht und Andrew Maag kommt.

Riedos letzter Akt: „Master Control“

In Sachen Uhren gibt es bei Jaeger-LeCoultre natürlich auch etwas zu Neues berichten. Und das geht logischer Weise noch auf das Konto von Daniel Riedo. Er berichtete zudem gerade in Genf, dass der vergangene Dezember der beste aller Monate in den eigenen Markenboutiquen gewesen sei. Unter allen Neuigkeiten, die er während des SIHH zeigte, haben uns hierbei die drei stählernen „Master Control“-Modelle zur Feier des 25. Jubiläums dieser klassischen Uhrenlinie am besten gefallen. Ihre nostalgisch angehauchten Zifferblätter erinnern jedenfalls unübersehbar an die 1930er Jahre.

Die neuen Modelle

Master Control Date

  • Automatikkaliber 899/1
  • Durchmesser 26, Höhe 3,3 Millimeter.
  • Gangautonomie 38 Stunden
  • Unruhfrequenz: vier Hertz
  • 219 Komponenten

Gehäuse

  • Durchmesser 39, Höhe 8,5 Millimeter
  • Sichtboden
  • wasserdicht bis fünf bar Druck

Preis: 5.850 Euro

Master Chronograph

  • Automatikkaliber 751G, Debüt 2006
  • Durchmesser 25,6, Höhe 5,72 Millimeter.
  • Gangautonomie 65Stunden
  • Unruhfrequenz: vier Hertz
  • 235 Komponenten
  • Schaltrad-Chronograph mit 30-Minuten- und 12-Stunden-Zähler

Gehäuse

  • Durchmesser 40, Höhe 11,7 Millimeter
  • Massiver Boden ohne Sichtfenster
  • wasserdicht bis fünf bar Druck

Preis 8.250 Euro

Master Geographic

  • Automatikkaliber 939B/1, Debüt des Basiskalibers 929 im Jahr 1998
  • Durchmesser 30, Höhe 4,85 Millimeter.
  • Gangautonomie 43Stunden
  • Unruhfrequenz: vier Hertz
  • Anzeige einer zweiten, unabhängig verstellbaren Zonenzeit bei „6“ mit Tag-/Nacht-Indikation.
  • Der zentrale Stundenzeiger ist nicht unabhängig verstellbar.

Gehäuse

  • Durchmesser 39, Höhe 11,7 Millimeter
  • Sichtboden
  • wasserdicht bis fünf bar Druck

Preis ca. 9.450 Euro

 

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


CAPTCHA-Bild
Bild neu laden

Illus

Beliebteste

ABONNIEREN SIE JETZT UNSEREN NEWSLETTER

Aktuelle Glossarbeiträge