Auktionsrekorde bei Phillips

New York Watch Auction Phillips 2025: Triumph der Independent Haute Horlogerie mit Rekordergebnissen für Franҫois Paul Journe und Philippe Dufour

Zum Jahresende 2025 erzielte die New York Watch Auction Phillips in Association with Bacs & Russo mit 44 Millionen US Dollar den größten Umsatz in der Geschichte amerikanischer Uhrenauktionen. Über die Hälfte des Ergebnisses kam von Uhren der Independent Haute Horlogerie. Wir erklären warum.

von | 08.12.2025

Werbung

Werbung

Icon Uhrenkosmos vorlesen

Uhrenkosmos jetzt zum Hören!

Lassen Sie sich unsere Artikel einfach vorlesen.

Transkription des Artikels mit Elevenlabs Text to Speech Player wird geladen...

„Independent Creative Horlogerie“ ist der Fachbegriff für eine Bewegung unabhängiger Elite Uhrmacher, die in den 1980er Jahren begann, die traditionelle Hackordnung, angeführt von Patek Philippe, in Frage zu stellen. Am Wochenende stellten Uhren zentraler Figuren dieser Bewegung bei der New York Watch Auction Phillips neue Weltrekorde auf.

Ein FP Journe Prototyp aus dem Besitz des Regisseurs und Weinmachers Francis Ford Coppola erreichte einen Preis von 10,8 Millionen US-Dollar und eine Philippe Dufour Duality in Weißgold wurde für 3,1 Millionen US Dollar verkauft. Sie lag damit um 1 Million oder 30% über einem weitgehend identischen Exemplar, das noch im vergangenen Jahr für 2,1 Millionen US Dollar den Besitzer wechselte. Die FP Journe Uhr ging für das Zehnfache ihres Reservepreises und die Dufour für das Dreifache ihrer niedrigen Schätzung.

FP Journe FFC-Prototype Ergebnis 10,8 Mio US Dollar und Philippe Dufour Duality Ergebnis 10,8 Mio US Dollar ©Phillips

Los 17, FP Journe FFC-Prototype, im 42 Millimeter Platingehäuse, unmittelbare digitale Stundenanzeige durch eine automatisierte Hand, einem von zwei bekannten Prototypen, aus dem Besitz von Francis Ford Coppola, est. über 1 Million US Dollar, act. 10,8 Millionen US Dollar, ca. 2021, Los 94 Philippe Dufour Duality, eins von zwei bekannten Exemplaren in Weißgold (34 Millimeter), est. 1- 2 Millionen US Dollar, act. 3,1 Millionen US Dollar, ca. 1999. ©Phillips

Der Markt driftet auseinander

Diese Ergebnisse belegen eindrücklich die Polarisierung des Marktes, die ich schon in meinem Ergebnisbericht zu den Herbstauktionen in Monaco und Genf beschrieben hatte. In Genf war es Phillips in Association mit Bacs und Russo gelungen, mit 7 FP Journe Losen allein so viel Umsatz zu machen wie Antiquorum im gesamten Sale mit fast 700 Losen.

Alle bei Phillips im November in Genf verkauften Journe Lose übertrafen ihre höhere Schätzung, im Ganzen um 240%. Der durchschnittliche Preis der FP Journe Lose lag bei einer Million Schweizer Franken. In New York beschleunigte sich diese Dynamik weiter: wieder übertrafen alle Lose ihre höhere Schätzung und der Durchschnittspreis stieg auf 1,6 Millionen US Dollar. Er lag damit fast beim 8-fachen der niedrigen Schätzungen.

New York Watch Auction von Phillips 2025

Ergebnisse der 16 FP Journe Lose bei der New Yorker Watch Auktion von Phillips am 6. und 7. Dezember 2025.

Franҫois Paul Journe und Philippe Dufour sind zwei der größten Uhrmacher unserer Zeit, allerdings jeder auf seine eigene Art. Journe ist nicht nur Uhrmacher, sondern auch Unternehmer. Er hat seine Marke von Anfang an sauber aufgebaut und bedient mittlerweile alle wichtigen Segmente, von Time Only bis superkompliziert, von der Schmuckuhr bis zur Sportuhr. Das Marken Credo „Invenit et Fecit“ spiegelt sich in allen seinen Modellen wider, die mit verblüffenden technischen Lösungen brillieren.

Journe Tourbillon Souverain à Remontoire D’Egalité Ergebnis 1,1 Millionen US Dollar und Journe Chronomètre à Résonance Souscription No. 17 ERgebnis 2,8 Millionen US Dollar ©Phillips

Los 69, F.P. Journe Tourbillon Souverain à Remontoire D’Egalité, eins von 38 Exemplaren in Stahl, est. 180-360.000 Dollar, act. 1,1 Millionen US Dollar, ca. 2015, Los 20, Chronomètre à Résonance "Souscription No. 17", eins von 20 Exemplaren, die von Kunden vorfinanziert wurden („Souscription“), est. 600.000-1,2 Millionen US Dollar, act. 2,8 Millionen US Dollar, ca. 2000, ©Phillips

Seine berühmtesten Patente sind der „Tourbillon à Remontoire d’Egalité“ und der „Chronomètre à Résonance“, mit denen er sämtliche wichtigen Auszeichnungen abräumen konnte, die die Branche zu bieten hat. Beide Erfindungen zielen auf eine Erhöhung der Präzision ab. Der Tourbillon ist eine Verbesserung der Erfindung des großen Abraham Louis Breguet, bei der die Energiezufuhr der Unruh verstetigt wird. (Die unterschiedlichen Arten von Tourbillons zeigen und beschreiben wir hier auf Uhrenkosmos.)

Beim Chronomètre à Résonance wird das Phänomen ausgenutzt, dass sich die Bewegungen nahe beieinander liegender Schwingkörper (hier die Unruh) gegenseitig angleichen. In Journe’s Uhren sind zwei komplette Uhrwerke eingebaut, so dass die dicht beieinander liegenden Unruhen den Gang stabilisieren, ohne aneinander gekoppelt sein zu müssen. Dadurch kann die Uhrzeit in zwei Zeitzonen gelesen werden und stolze Besitzer solcher Uhren schwärmen von dem exakten Gleichlauf der beiden Uhrwerke.

Der Qualitätsanspruch wird bei Journe durch die handwerklich exzellente Verarbeitung hochwertiger Materialien untermauert. So werden z.B. seit 2004 die Platinen und Brücken der mechanischen Uhrwerke aus Roségold hergestellt.

Chronomètre à Résonance, eins von 38 Exemplaren in Stahl mit goldenem Uhrwerk, est. 180-360.000 US Dollar, act.  927.000 US Dollar, ca. 2015, ©Phillips

Chronomètre à Résonance, eins von 38 Exemplaren in Stahl mit goldenem Uhrwerk, est. 180-360.000 US Dollar, act. 927.000 US Dollar, ca. 2015, ©Phillips

Während Journe das „Invenit“ grundsätzlich für sich selbst reklamiert, delegiert er als Unternehmer das „Fecit“ nach der Entwicklung funktionstüchtiger Prototypen für gewöhnlich an sein Team. Uhren, bei denen er nachweislich selbst Hand angelegt hat, erzielen daher außergewöhnliche Preise. So wurde einer von 2 bekannten Prototypen des Tourbillon à Remontoir d’Egalité im vergangenen Jahr bei Phillips zur Rekordsumme von 7,3 Millionen Schweizer Franken verkauft.

Tourbillon à Remontoire d'Egalité Phillips in Genf für 7,3 Millionen Schweizer Franken ©Phillips

Journe Tourbillon à Remontoire d'Egalité, einer von 2 bekannten Prototypen, verkauft im November 2024 bei Phillips in Genf für 7,3 Millionen Schweizer Franken, ca. 1993, ©Phillips

Rekorderlös für FP Journe

Dieser, noch junge Marken-Rekord wurde am Wochenende durch das Los 17 noch einmal deutlich übertroffen. Bei der ungewöhnlichen Uhr werden die zwölf Stunden durch die fünf Finger einer automatisierten Hand angezeigt. Um mehr als 5 Zeichen mit einer Hand zeigen zu können, müssen die Finger unabhängig voneinander steuerbar sein. Die Minuten werden von einem außen umlaufenden Ring gemessen. Wir hatten diese Uhr hier auf Uhrenkosmos bereits vorgestellt.

New York Watch Auction von Phillips FP Journe FFC Prototype Ergbnis 10,8 Millionen US Dollar

Los 17, FP Journe FFC Prototype, Reserve Preis 1 Million US Dollar, act. 10,8 Millionen US Dollar, ca. 2021. ©Phillips

Die Idee für die Hand stammt nicht allein von Journe, sondern ist das Ergebnis eines gemeinsamen Abends mit Francis Ford Coppola auf dessen Weingut in Kalifornien. Damit ist sie die einzige bisher bekannte Kreation des Hauses, bei der Journe nicht das „Invenit“ komplett für sich beanspruchen kann. Die Uhr in der Phillips Auktion war Coppolas eigene und ist einer von zwei Prototypen, die Journe eigenhändig hergestellt hat. Außer diesen Prototypen wurde eine weitere Uhr dieses Typs 2021 bei der Christie’s „Only Watch“ Auktion versteigert.

Dem Vernehmen nach wurde bislang außerdem eine weitere Handvoll an Top Kunden des Hauses „on Request“ geliefert. Die Uhr verbindet damit einzigartige Elemente, die den hohen Hammerpreis auslösten. FP Journe ist derzeit die „It Marke“ finanziell unabhängiger Enthusiasten. Dabei ist die einzigartige Mechanik nicht nur das Geisteskind zweier außergewöhnlich talentierter Persönlichkeiten. Die Uhr wurde auch als eine von nur zwei vom Meister selbst in Handarbeit gefertigt und Francis Ford Coppola ist eine der stärksten Provenienzen, die man sich vorstellen kann.

Die Ästhetik ist wie immer „in the eyes of the beholder“, wobei Journe auch hier Tiefgang bewiesen hat, indem er seine visuelle Umsetzung an die Handprothesen des berühmten französischen Chirurgen Ambroise Paré aus dem Spätmittelalter (1510-1590) anlehnte.

Geschichtliches Vorbild des Automaton von Journe und die 12 Stunden als Zeichen einer Hand; ©Christie‘s

Geschichtliches Vorbild des Automaton von Journe und die 12 Stunden als Zeichen einer Hand. ©Christie‘s

Philippe Dufour Uhr

Im Unterschied zu Francois Paul Journe verkörpert Philippe Dufour wie kein anderer das traditionelle Uhrmacherhandwerk aus dem Vallée de Joux. Das kleine Hochtal im Jura des Kantons Waadt wird oft als verlängerte Werkbank der Genfer Edelmanufakturen charakterisiert.

Tatsächlich verwendete Patek Philippe die Rohwerke des dort ansässigen Herstellers (Jaeger) Le Coultre für viele seiner Armbanduhren Modelle der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und auch die ursprüngliche Nautilus basierte, wie die Royal Oak auf einem Jaeger Le Coultre Ebauche. Die Chronographen Uhrwerke von Valjoux waren bis in die 1970er Jahre die erste Wahl der besten Maisons. Bei Patek Philippe wurden sie erst in den 1980er Jahren durch Rohwerke des, ebenfalls aus dem Vallée de Joux stammenden Herstellers Lemania abgelöst.

Das Vallée de Joux lädt im Sommer neben Uhrenerkundungen auch mit seiner Natur ein, im Winter kann es dort einsam werden ©VdJ Tourisme

Das Vallée de Joux lädt im Sommer neben Uhrenerkundungen auch mit seiner Natur ein, im Winter kann es dort einsam werden. ©VdJ Tourisme

Vallée de Joux

„Werkbank“ untertreibt die Bedeutung der Region, deren Stärke gerade in der Entwicklung komplizierter Mechaniken liegt, die sich durch Erfindungsgeist bei gleichzeitiger Verlässlichkeit auszeichnen. Alle Genfer Tophäuser wie etwa Patek nutzten oder nutzen Komplikationsmodule, die im Vallée de Joux entwickelt wurden.

Im 19. Jahrhundert galten die Schlagwerke des Ateliers Louis Elysée Piguet als Referenz bei klingenden Taschenuhren. Die, nicht verwandte, Werkstatt Victorin Piguet spielte eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Pateks Henry Graves Superkomplikation und trug auch maßgeblich zur Entstehung des legendären Armbandchronographen Modell 1518 mit ewigem Kalender und Mondphasenanzeige aus dem Jahr 1941 bei.

Parmigiani Fleurier La Rose Carré PF992 mit Grande und Petite Sonnerie hergestellt Michel Parmigiani und Team Original Uhrwerks Ref. 5802 von Louis Elisée Piguet aus dem 19. Jahrhundert

„La Rose Carré PF992“, einzigartige Taschenuhr mit Grande und Petite Sonnerie, hergestellt von Michel Parmigiani und Team (Parmigiani Fleurier) auf der Basis eines Original Uhrwerks Ref. 5802 von Louis Elisée Piguet aus dem 19. Jahrhundert. ©Uhrenkosmos

Philippe Dufour stammt aus dem Vallée de Joux und ging auch dort zur Uhrmacherschule. Mit Ausnahme einiger Auslandsaufenthalte verbrachte er da auch sein Arbeitsleben und residiert bis heute in Le Sentier. Verbindet man FP Journe mit „out of the Box“ Erfindungen wie dem genial einfachen „Remontoire d’Egalité“ oder der schlauen Nutzung des Resonanzphänomens, hat sich Dufour einen Namen mit der Miniaturisierung komplizierter Mechanismen gemacht.

Ihm gelang es erstmals, eine Armbanduhr mit Grande und Petite Sonnerie herzustellen. Die Idee mag naheliegend sein, überlegt man, dass die meisten Komplikationen für Armbanduhren früher schon in Taschenuhren vorkamen.

Bemerkenswert ist die handwerkliche Leistung der Miniaturisierung zu einer nur 41 Millimeter großen Armbanduhr, die ihm als erstem Uhrmacher gelang. Minimale Verarbeitungsfehler gefährden die Funktionsfähigkeit derart komplexer Uhrwerke. Solche Fehler sind Dufour allerdings fremd, da er sämtliche Uhrwerksteile entweder selbst herstellt oder zumindest einpasst.

Philippe Dufour Grande et Petite Sonnerie Armbanduhr, verkauft bei Phillips in Genf in 2021 für 4,8 Millionen Schweizer Franken, ca. 1992, ©Phillips

Philippe Dufour Grande et Petite Sonnerie Armbanduhr, verkauft bei Phillips in Genf in 2021 für 4,8 Millionen Schweizer Franken, ca. 1992. ©Phillips

Dufour Simplicity

Im Bewusstsein dieser handwerklichen Exzellenz wurde das „Simplicity Modell“ geboren, das als Time Only Uhr mit kleiner Sekunde auf den ersten Blick wenig beeindruckt. Die Idee der Uhr liegt darin, auf ästhetische Weise den Beweis zu führen, dass Handarbeit auch in der Zeit digital gesteuerter Präzisionsfräsen eine höhere Bearbeitungsqualität bieten kann als Maschinen. Wer wie ich bei Technik vor allem in der Theorie stark ist, weiß, wie schwer es sein kann, ein präzises Loch in Metall zu bohren oder auch nur eine Schraube abzuschneiden, ohne das Gewinde zu beschädigen. In den Händen von Dufour wird Metall dagegen zur gefügigen Masse, die sich seinen Plänen genauestens anpasst.

Wie jeder bedeutende Kopf ist er in der Verfolgung seiner Ideale kompromisslos. Das dokumentiert sich zum Beispiel darin, dass es die Dufour Simplicity in zwei Größen gibt. Statt, wie üblich bei der größeren Uhr, das Uhrwerk mit Abstandsring ins Gehäuse einzupassen, wird das Werk in zwei verschiedenen Größen produziert, um eine Verzerrung der Proportionen zu vermeiden. Für Liebhaber sind die von Dufour entworfenen und hergestellten Uhrwerke ein ästhetischer Genuss, bei dem es gelingt, Technik und Design in Harmonie zu bringen und in perfekter Verarbeitung zu präsentieren.

Philippe Dufour Simplicity No. 1, est. 350-700.000 US Dollar, act. 1,2 Millionen US Dollar, ca. 2002, ©Phillips

Los 95 der New York Watch Auction Phillips: Philippe Dufour Simplicity No. 1, est. 350-700.000 US Dollar, act. 1,2 Millionen US Dollar, ca. 2002, ©Phillips

Dufour Duality

Im Unterschied zur „Simplicity“ glänzt seine „Duality“ nicht nur durch perfektes Handwerk, sondern zusätzlich durch den Einsatz einer komplizierten Mechanik zur Verbesserung der Präzision. Ihr auf das Jahr 1996 zurückgehende Uhrwerk verfügt über zwei Unruhen, aber nur ein Federhaus und ein Räderwerk. Wie bei dem Werk von FP Journes Chronomètre a Résonance soll die zweite Unruh zur Verstetigung des Ganges beitragen.

Das wird bei Dufour aber nicht über das Resonanzphänomen erreicht, sondern über eine mechanische Koppelung der beiden Unruhen, die über eine Fehler Mittelung eine Reduktion der Gangabweichung bewirkt. Die Zeit bekommt man dafür allerdings nur in einer Zone geliefert.

Philippe Dufour Duality No. 1, est. 1-2 Millionen US Dollar, act. 3,1 Millionen US Dollar, ca. 1999, ©Phillips

Los 94, Philippe Dufour Duality "No. 1", est. 1-2 Millionen US Dollar, act. 3,1 Millionen US Dollar, ca. 1999. ©Phillips

Dufours Konzentration auf perfektes Handwerk und persönlichen Einsatz zur Qualitätssicherung begrenzt die Skalierbarkeit seiner Arbeit, die ohnehin eng mit seiner Person verknüpft ist. Diesem Umstand ist es geschuldet, dass von beiden Modellen, der Simplicity und der Duality nur wenige Exemplare existieren. Gleichzeitig genießt Dufour höchstes Ansehen, so dass seine Uhren extrem werthaltig sind. Überhaupt ist es ein seltenes Ereignis, eine Dufour auf dem internationalen Sammlermarkt angeboten zu bekommen. Bei den Phillips Losen 94 und 95 kam noch hinzu, dass beide Stücke die erstproduzierten Exemplare einer limitierten Serie waren.

Auch bei Vintage Uhren der etablierten Marken hat sich mit den Topergebnissen von Patek Philippes Referenz 1518 in allen Gehäusematerialien, oder dem Rekord der Mondani Mondphasen Rolex mit schwarzem Brillantblatt die Polarisierung des Marktes fortgesetzt. Zu sagen, die New York Watch Auction Phillips 2025 oder der Markt sei insgesamt schwach, wäre deshalb nicht wahr. Trotzdem ist es richtig, dass vor allem Händler mit Lager voller Mainstream Ware, die vor wenigen Jahren noch von selbst ging, derzeit einen schwierigen Stand haben. Das bekommen auch viele Einlieferer in Auktionen schmerzlich, in Form schwieriger Reservepreis Verhandlungen zu spüren.

Für passionierte Sammler mit Liquidität ist es dagegen ein Paradies, wenn sie sich auskennen. Eigener Einsatz in Form von Teilnahmen am Auktionsgeschehen, Verhandlungen mit Händlern in Ladengeschäften oder auf Veranstaltungen sind nötig, denn der Preis bei leicht zugänglichen Online Angeboten ist kaum zurückgegangen. Die richtigen Argumente parat zu haben, ist der Schlüssel zum Erfolg.

Mit meinen Texten hoffe ich auch dazu beizutragen, fundiert über Modellnachfrage und Qualität diskutieren zu können. Natürlich liegt der Teufel im Detail. Hat man die „Echtheit“ eines Stückes auf der Wishlist sichergestellt, muss die Korrektheit der Ausstattung festgestellt werden. Im Service gewechselte Teile reduzieren den Wert und müssen eingepreist werden. Dazu muss man aber den „Factory“ Zustand kennen. Um den Zustand einer Sammleruhr einordnen zu können, ist es deshalb nötig, die Technik von Restaurateuren zu verstehen und hilfreich möglichst viele Beispiele in den Händen gehalten zu haben. Als Partner des wundervollen Uhrenkosmos Teams helfe ich jederzeit gerne mit Tipps und stehe für Fragen zur Verfügung.

Schöne Feiertage,
Dr. Oliver Knop

Dr. Oliver Knop, Autor Uhrenkosmos

Dr. Oliver Knop, Sammler, Experte und Autor im Uhrenkosmos-Team.

Folgen Sie Uhrenkosmos auch in den sozialen Medien!

Immer aktuell: Mit unserem Newsletter!

Wie ist Ihre Meinung? Hinterlassen Sie gerne einen Kommentar.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

2 + 6 =

Noch mehr über luxuriöse Uhren

Junghans Meilensteine und Junghans Terrassenbau im Hintergrund

Junghans Geschichte: Der Alleskönner aus dem Schwarzwald

Die Geschichte von Junghans ist beeindruckend. Die Schramberger waren schon größter Uhrenhersteller der Welt und auch größter Chronometerhersteller Deutschlands und beherrschen bis heute alle im Uhrenbau relevanten Antriebstechnologien. Ein Streifzug.

Willkommen in der Uhrenkosmos-Community!

Melden Sie sich jetzt zum Uhrenkosmos-Newsletter an und erhalten Sie kostenlos die wichtigsten Artikel der Woche direkt in Ihr Postfach.

Hinweise zum Newsletter

Wir versenden unseren Newsletter DSGVO-Konform mit Brevo. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie wöchentlich die interessantesten Artikel von uhrenkosmos.com per E-Mail an das von Ihnen angegebenen E-Mail-Postfach. Sie finden in jeder E-Mail die Möglichkeit, sich wieder von Ihrem Abonnement abzumelden.

Datenschutzhinweise

Details zum Umgang mit personenbezogenen Daten auf uhrenkosmos.com entnehmen Sie gerne unseren Datenschutzhinweisen bzw. den Datenschutzhinweisen des Softwareanbieters.

Willkommen in der Uhrenkosmos-Community!

Melden Sie sich jetzt zum Uhrenkosmos-Newsletter an und erhalten Sie kostenlos die wichtigsten Artikel der Woche direkt in Ihr Postfach.

Hinweise zum Newsletter

Wir versenden unseren Newsletter DSGVO-Konform mit Brevo. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie wöchentlich die interessantesten Artikel von uhrenkosmos.com per E-Mail an das von Ihnen angegebenen E-Mail-Postfach. Sie finden in jeder E-Mail die Möglichkeit, sich wieder von Ihrem Abonnement abzumelden.

Datenschutzhinweise

Details zum Umgang mit personenbezogenen Daten auf uhrenkosmos.com entnehmen Sie gerne unseren Datenschutzhinweisen bzw. den Datenschutzhinweisen des Softwareanbieters.