Taucheruhren mit Tradition
60 Jahre Seiko-Taucheruhren haben bemerkenswerte technische Innovationen hervorgebracht. Die neue Prospex Marinemaster 1968 Heritage Automatic Diver’s Save the Ocean Limited Edition bringt gehärteten Edelstahl, Wasserdichte bis zu 30 bar, das Automatikkaliber 8L45 und ein außergewöhnliches grünes Zifferblatt ans Handgelenk. Mit dieser Referenz HBF003J1 erinnert die traditionsreiche Japanische Manufaktur an eines seiner bedeutendsten Taucheruhrenmodelle mit mehr als 60-jährige Geschichte. Die auf 900 Exemplare limitierte Armbanduhr greift die Formensprache von 1968 auf, kombiniert sie mit aktueller Zeit-Mechanik und setzt mit ihrem mangrovengrünen Zifferblatt einen eigenständigen Akzent.

Japans erste Taucheruhr
Als Seiko 1965 die Referenz 6217-8001 vorstellte, hatten Schweizer Hersteller wie Blancpain und Rolex bereits mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung mit professionellen Taucherarmbanduhren gesammelt. Dennoch war die japanische Premiere keineswegs belanglos. Seiko wollte demonstrieren, dass man auch im Land der aufgehenden Sonne anspruchsvolle Zeitmesser für den Einsatz unter Wasser konstruieren konnte.

Die erste japanische Taucherarmbanduhr, bekannt als 62MAS, besaß ein 38 Millimeter großes Edelstahlgehäuse mit drehbarer Lünette. Die Wasserdichte reichte bis 15 bar. Um die Bewahrung der unter Wasser besonders kostbaren Zeit kümmerte sich das Automatikkaliber 6217A mit 2,5 Hertz Unruhfrequenz. Große Zeiger, gut erkennbare Stundenindexe und Leuchtmasse erleichterten das Ablesen bei schlechten Sichtverhältnissen.
Schon 1966 bewährte sich die Konstruktion während der achten japanischen Antarktisexpedition. Ein Jahr später folgte die bis 30 bar wasserdichte Referenz 6215 mit einteiligem Gehäuse.

Fünf Hertz für die Tiefe
Einen weiteren Entwicklungsschritt markierte 1968 die Professional Diver’s 300m. Neben ihrer hohen Wasserdichte beeindruckte insbesondere ihr mechanisches Schnellschwingerkaliber der Baureihe 6159. Seine Unruh vollzog stündlich 36.000 Halbschwingungen. Fünf Hertz Unruhfrequenz ermöglichten eine feinere Unterteilung der Zeit und boten zudem günstige Voraussetzungen für einen präzisen Gang. Gleichzeitig stellten sie aber auch besondere Anforderungen an Energieversorgung und Schmierung.
Ebenfalls bemerkenswert war das Outfit. Das massive Gehäuse, die markante Lünette und die nahe „4“ platzierte Krone begründeten eine Formensprache, welche Seiko in späteren Generationen aus guten Gründen wiederholt aufgriff. Dass die Robustheit solcher Uhren nicht allein unter Wasser gefragt war, bewiesen japanische Bergsteiger 1970 bei ihrer Besteigung des Mount Everest.

Von der Tuna zur Marinemaster
1975 ging Seiko noch einen Schritt weiter. Den Anstoß gab der Brief eines Berufstauchers, welcher auf Probleme konventioneller Uhren beim Sättigungstauchen hingewiesen hatte. Nach mehrjähriger Entwicklung präsentierten die Japaner eine bis 600 Meter wasserdichte Professional Diver’s mit einteiligem Titangehäuse. Ein äußerer Schutzmantel verlieh ihr jene ungewöhnliche Silhouette, welche Sammler später zum Spitznamen Tuna inspirierte. Besonders wichtig war die speziell entwickelte Dichtung. Sie sollte das Eindringen von Helium verhindern und machte ein zusätzliches Heliumventil entbehrlich.
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Im Jahr 2000 knüpfte die Marinemaster 300, Referenz SBDX001, an diese Tradition an. Dieser Tauch-Bolide besaß ein monolithisches Edelstahlgehäuse und im Gehäuseinneren das hochwertige Automatikkaliber 8L35. Anfangs blieb er dem japanischen Markt vorbehalten. 2023 präsentierte Seiko eine neue, deutlich schlankere Marinemaster-Generation mit 39,5 Millimetern Durchmesser, dem Kaliber 6L37 und einem Sichtboden. Ihre Wasserdichte betrug 20 bar.

Seiko Prospex Marinemaster 1968 Heritage Save the Ocean: Mangrovengrün und 300 m Wasserdichte
Die nun von Seiko vorgestellte 1968 Heritage setzt jedoch aktuelle Akzente. Ihr hartbeschichtetes Edelstahlgehäuse misst 42,6 Millimeter im Durchmesser und baut 14,1 Millimeter hoch. Die Schraubkrone sitzt geschützt bei „4“. Diese Anordnung bringt den Vorteil mit sich, dass das Bedienelement nicht in den Handrücken drücken kann. Ein verschraubter Stahlboden trägt die individuelle Limitierungsnummer. Zusammen mit dem doppelt gewölbten, innen entspiegelten Saphirglas gewährleistet die Konstruktion wiederum eine Wasserdichte bis stattlichen 30 bar.

Die einseitig drehbare Tauchzeitlünette besitzt eine kratzfeste Keramikeinlage. Reichlich LumiBrite-Leuchtmasse auf Zeigern, Indexen und Lünettenmarkierung verbessert die Ablesbarkeit im Dunkeln. Für einen eigenständigen Auftritt sorgt das tiefgrüne Zifferblatt. Seine Farbe erinnert an Mangrovenwälder, welche insbesondere in tropischen Küstenregionen wichtige Lebensräume bilden. Als bewusst gesetzter Kontrast fungiert der roségoldfarbene Sekundenzeiger. Damit hebt sich die Sonderedition von den schwarzen oder blauen Zifferblättern ab, welche bei professionellen Taucheruhren üblicherweise dominieren.

Kaliber 8L45: Präzision statt Schnellschwinger
Bei der Mechanik geht Seiko andere Wege als 1968. Der Gangregler des Automatikkalibers 8L45 oszilliert mit vier statt fünf Hertz. Folglich vollzieht seine Unruh 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Wie die japanischen Techniker insbesondere die Zugfeder weiterentwickelt haben, erreicht das 35-steinige Uhrwerk eine beachtliche Gangautonomie von rund 72 Stunden.
Der gegenüber früheren 8L-Generationen verlängerte Energievorrat kommt nicht nur der Ganggenauigkeit zugute, sondern auch der Alltagstauglichkeit. Wer die Marinemaster am Freitagabend ablegt, kann sie am Montagmorgen normalerweise wieder anlegen, ohne vorher die Zeiger stellen zu müssen.
Wichtige Komponente des beidseitig wirkenden Rotoraufzugs ist der bewährte Magic Lever. Zur Ausstattung gehören ferner Sekundenstopp, Fensterdatum und die Möglichkeit des manuellen Aufzugs. Durchaus bemerkenswert ist die maximale tägliche Gangabweichung im Bereich zwischen minus fünf bis plus zehn Sekunden. Zurecht bezeichnet Seiko das 8L45 als sein gegenwärtig präzisestes mechanisches Serienkaliber.

Schließe mit praktischem Mehrwert
Auch beim Edelstahlband hat Seiko nachgebessert. Die Faltschließe verfügt über einen sogenannten Slide Adjuster. Dieser erlaubt eine Feinjustierung in Zwei-Millimeter-Schritten über insgesamt 16 Millimeter. Damit lässt sich die Bandlänge an wechselnde Bedingungen anpassen. Und die Verlängerung kann selbst bei geschlossener Schließe wieder zurückgeschoben werden.

Uhrenkosmos Fazit
Seit 2018 unterstützt Seiko im Rahmen seiner Initiative Save the Ocean verschiedene Meeresschutzprojekte. Dazu gehören Aktivitäten zur Erhaltung maritimer Lebensräume und Aufräumaktionen von Tauchgemeinschaften. Mit der neuen Marinemaster rücken Mangrovenwälder in den Mittelpunkt. Sie bewahren Küsten vor Erosion und bieten zahlreichen Tierarten Platz zum Leben. Ein Teil des Verkaufserlöses fließt daher in entsprechende Maßnahmen.
Die hierzu herausgegebene Seiko Prospex Marinemaster 1968 Heritage Save the Ocean Limited Edition ist ab November exklusiv in Seiko-Boutiquen und im offiziellen Onlineshop erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 3.800 Euro. Dafür bietet Seiko eine hochwertig ausgestattete mechanische Taucheruhr, welche das gestalterische Erbe von 1968 mit zeitgemäßer Technik verbindet.
Wer einen funktionalen Unterwasser-Zeitmesser mit hohem Grad an Wasserdichte, gegenüber Kratzern relativ unempfindlicher Schale, leistungsfähigem und präzisem Automatikwerk sowie eigenständiger Farbgebung sucht, findet hier eine interessante Alternative zu Modellen mit klassisch schwarzem Zifferblatt. Mangrovengrün sticht nämlich ins Auge, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Natürlich eignet sich diese Armbanduhr auch vorzüglich zum täglichen Tragen im Büro, beim Workout oder abends in einer Bar.
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Datenblatt |
Seiko Prospex Marinemaster 1968 Heritage Automatic Diver’s Save the Ocean Limited Edition |
| Referenz | HBF003J1 |
| Limitierung | 900 nummerierte Exemplare weltweit |
| Gehäusematerial | Edelstahl mit Hartbeschichtung |
| Durchmesser | Ø 42,6 mm |
| Höhe | Höhe 14,1 mm |
| Bandanstoßbreite | 20 mm |
| Wasserdichte | bis 30 bar (300 m |
| Gehäuseboden | verschraubt; Limitierungsnummer graviert |
| Krone | verschraubt, bei „4“ |
| Lünette | einseitig drehbar, Edelstahl mit Keramikeinlage |
| Glas | doppelt gewölbtes Saphirglas; innen entspiegelt |
| Zifferblatt | Mangrovengrün, roségoldfarbener Sekundenzeiger |
| Leuchtausstattung | LumiBrite auf Zeigern, Indexen und Lünette |
| Armband | Edelstahl mit Hartbeschichtung |
| Schließe | Faltschließe mit Sicherheitsdrückern und -bügel; Slide Adjuster bis 16 mm in 2-mm-Schritten |
| Uhrwerk | Seiko Manufakturkaliber 8L45 |
| Aufzug | Automatik, beidseitig über Magic Lever; zusätzlicher Handaufzug möglich |
| Unruhfrequenz | 28.800 Halbschwingungen pro Stunde (4 Hz) |
| Funktionale Steine | 35 |
| Gangautonomie | gut 72 Stunden |
| Ganggenauigkeit | −5 bis +10 Sekunden pro Tag (Herstellerangabe) |
| Indikationen | Stunden, Minuten, Zentralsekunde, Fensterdatum |
| Sekundenstopp | ja |
| Markteinführung | November 2026 |
| Vertrieb | Seiko-Boutiquen und offizieller Seiko-Onlineshop |
| UVP | 3.800 Euro |
Weitere Informationen über Erhältlichkeit und Technik gibt es direkt beim Hersteller.






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