Im Schwarzwald war man schon immer sparsam. Nicht an guten Ideen, solider Umsetzung oder technischer Qualität. Wohl aber beim Umgang mit Geld. Und so ist Junghans weltweit mit zuverlässigen Zeitmessern, aber nicht mit kostbaren Golduhren berühmt geworden. Das überließ man in aller Regel den mondänen Uhrenmarken aus der Schweiz.
Dabei beherrscht man den Umgang mit Goldgehäusen in Schramberg sehr wohl. So präsentierte Junghans 2018 anlässlich des 100-jährigen Jubiläums seines berühmten Terrassenbaus eine hochwertige, auf 100 Exemplare limitierte Meister Chronoscope Terrassenbau Uhr mit einem Gehäuse aus 18-karätigem Roségold.
Allerdings möchte nicht jeder, der einen warmen Goldton am Handgelenk schätzt, gleich in ein massives Goldgehäuse investieren. Für diese Zielgruppe bietet Junghans mit der neuen Junghans Meister Chronoscope 27/7620.02 eine Alternative, die statt auf teures Edelmetall auf eine goldfarbene PVD-Beschichtung setzt. Und damit zeigt, dass man in Schramberg verstanden hat, dass in wirtschaftlich fordernden Zeiten mitunter die preiswertere Lösung die zugänglichere ist


Gold ist nicht gleich Gold
Natürlich hat eine Armbanduhr aus massivem Gold ihren besonderen Reiz. Aber sie hat auch ihren Preis. Wer vor allem die warme Farbe des Edelmetalls schätzt, aber das große Investment scheut, findet in einer goldfarbenen PVD-Beschichtung eine preislich attraktive Alternative. Und eine technisch durchaus überzeugende dazu.
Denn moderne PVD-beschichtete Uhrengehäuse haben mit den meist galvanisch vergoldeten Uhren oder den gelegentlich mit einer aufgewalzten Goldauflage versehenen Gehäusen der 1950er-Jahre nur noch wenig gemeinsam. Damals wurde eine vergleichsweise weiche Goldschicht auf das Grundmetall aufgebracht, die sich je nach Schichtdicke und Beanspruchung im Laufe der Jahre abnutzen konnte.
Moderne goldfarbene PVD-Beschichtungen hochwertiger Ausführung basieren dagegen auf deutlich härteren, verschleißfesten Materialien und sind widerstandsfähiger gegen Abrieb und Kratzer. Wobei „PVD-beschichtet“ lediglich auf das Beschichtungsverfahren hinweist und nicht auf das verwendete Material. Eine goldfarbene Beschichtung muss also keineswegs echtes Gold enthalten und kann doch die warme Farbigkeit eines Goldgehäuses aufweisen.
Welch unterschiedliche Farben und Eigenschaften Uhren mit echtem Goldgehäuse aufweisen – Everrose-Gold, Sedna-Gold, Sand-Gold etc. – zeigen wir hier in diesem Artikel auf Uhrenkosmos.com
Dass solch eine PVD-Lösung attraktiv aussehen kann, zeigt die neue Variante der Junghans Meister Chronoscope. Der Hersteller aus Schramberg kombiniert dabei ein goldfarbenes Edelstahlgehäuse mit einem matt versilberten Zifferblatt sowie einem braunen Lederband. Das Ergebnis ist ein klassischer Chronograph, der optisch an goldene Armbanduhren vergangener Jahrzehnte erinnert, mit 2.540 Euro jedoch deutlich preiswerter bleibt als ein vergleichbarer Chronograph mit Echtgold-Gehäuse.

Junghans Meister Chronoscope 27/7620.02: Eine Geschichte seit 2011
Die Meister-Linie selbst hat bei Junghans eine lange Tradition. Bereits in den 1930er-Jahren verwendete die Uhrenfabrik aus Schramberg die Bezeichnung Meister für hochwertige mechanische Armbanduhren.
Die moderne Junghans Meister Chronoscope kam jedoch erst 2011 auf den Markt. Anlass war das 150-jährige Firmenjubiläum, zu dem Junghans die historische Meister-Linie neu interpretierte. Charakteristisch waren bereits damals das stark gewölbte Zifferblatt, die schalenförmig vertieften Hilfszifferblätter und die elegant geschwungene Gehäuseform.
Interessanterweise gehörte schon zur Premiere eine goldfarbene, PVD-beschichtete Meister Chronoscope Variante. Die auf 1.500 Exemplare limitierte Meister Chronoscope mit goldfarbener PVD-Beschichtung kostete damals 1.340 Euro. Insofern ist die jetzt vorgestellte Junghans Meister Chronoscope nicht nur eine weitere Farbvariante des bekannten Chronographen, sondern auch eine Rückkehr zu den gestalterischen Anfängen der modernen Modellreihe

Goldfarbenes Gehäuse und versilbertes Zifferblatt
Das goldfarbene, PVD-beschichtete Gehäuse der Junghans Meister Chronoscope ist aus Edelstahl und misst 40,7 Millimeter im Durchmesser und 13,9 Millimeter in der Höhe. Ein gewölbtes und entspiegeltes Saphirglas schützt das Zifferblatt. Die Wasserdichtheit beträgt fünf bar.
Das matt versilberte Zifferblatt besitzt zudem drei schalenförmig vertiefte Hilfszifferblätter. Goldfarbene applizierte Indexe und schlanke Dauphine-Zeiger mit weißer Leuchtmasse ergänzen die klassische Gestaltung. Neben der permanenten kleinen Sekunde stehen ein zentraler Stoppsekundenzeiger, ein 30-Minuten- und ein 12-Stundenzähler zur Verfügung. Hinzu kommen Fenster für Wochentag und Datum bei drei Uhr. Trotz der zahlreichen Anzeigen wirkt das Zifferblatt ausgewogen und aufgeräumt.
Ein braunes Lederband in Vintage-Optik mit goldfarben-beschichteter Dornschließe rundet den sportlichen Dresswatch Auftritt ab. Dank Schnellwechselsystem lässt sich das Armband auch ohne Werkzeug schnell tauschen.

Chronographen-Kaliber J880.1
Beim Uhrwerk setzt Junghans ebenfalls auf Bewährtes. Im Inneren arbeitet das automatische Kaliber J880.1, dessen technische Basis das Schweizer ETA Valjoux 7750 bildet. Der robuste Chronographenklassiker bietet eine Gangautonomie von bis zu 48 Stunden bei ausgeschalteter Stoppfunktion. Junghans veredelt das rhodinierte Werk unter anderem mit gebläuten Schrauben, Diamantschliffen an ausgewählten Bauteilen und einem Rotor mit Streifenschliff und graviertem Logo. Durch den fünffach verschraubten Sichtboden mit Mineralglas lässt sich die Mechanik betrachten.

Preis der PVD-beschichteten Meister Chronoscope
Mit einem Preis von 2.540 Euro bleibt die goldfarbene Junghans Meister Chronoscope ihrer traditionellen Positionierung treu. Technisch solide ausgestattet und attraktiv gestaltet bietet die Uhr somit eine warme Optik bei guter Funktionalität. Also alles Eigenschaften, für die die Marke bereits seit jeher bekannt ist.

Junghans Meister Chronoscope 27/7620.02
Datenblatt
| Gehäuse | Edelstahl, poliert, goldfarbene PVD-Beschichtung |
| Durchmesser | 40,7 mm |
| Höhe | 13,9 mm |
| Glas | Gewölbtes, entspiegeltes Saphirglas |
| Gehäuseboden | Fünffach verschraubter Sichtboden mit Mineralglas |
| Wasserdichtheit | 5 bar |
| Zifferblatt | Matt versilbert, gewölbt, drei vertiefte Hilfszifferblätter |
| Zeiger | Dauphine-Zeiger mit weißer Leuchtmasse |
| Funktionen | Stunde, Minute, kleine Sekunde, Datum, Wochentag, Chronograph mit 30-Minuten- und 12-Stundenzähler |
| Uhrwerk | Junghans J880.1, Automatik, Basis ETA Valjoux 7750 |
| Gangreserve | Bis zu 48 Stunden |
| Werkveredelung | Rhodiniert, blaue Schrauben, Streifenschliff und Diamantschliffe |
| Armband | Braunes Lederband in Vintage-Optik, Schnellwechselsystem, PVD-beschichtete Dornschließe |
| Referenz | 27/7620.02 |
| Preis (UVP) | 2.540 Euro |








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