Der Weltraum ist wieder in Mode, und selbst Deutschland kann mit einem kleinen Raketen-Start-up punkten. Doch nicht jeder bringt Pilotenlizenz, Nerven aus Titan und die Fitness eines Triathleten mit. Die Liebe zum All sucht sich deshalb andere Wege. Einer führt über die frisch an der Börse gelandete SpaceX-Aktie. Ein anderer, weniger riskanter, führt übers Handgelenk.
Diesen Ansatz verfolgt die limitierte Bell & Ross BR-03 Space Mission, bei der der Mond und ein Raumgleiter die Arbeit der Zeiger übernehmen: Houston, wir haben zwar keine Rakete, aber eine Uhr. Mit den Fähigkeiten einer Omega Speedmaster Moonwatch kann sie nicht dienen, deren Stoppfunktion im All schon einmal Leben gerettet hat. Dafür ist sie mit Aventurin, Keramik, Erdkugel und imposantem Raumgleiter eindeutig dekorativer. Und dank Raumgleiter sowie Laufbahn des Mondes zeigt sie sogar die Zeit recht genau an.

Bell & Ross BR-03 Space Mission: Vom Cockpit zum Raumschiff
Ausgangspunkt ist das quadratische Gehäuse der BR-03, das dank seiner kantigen Kontur einen hohen Wiedererkennungswert besitzt. Wo sonst jedoch funktionale Anzeigen und markante Zeiger dominieren, rückt bei der Space Mission Edition nun eine bewegte Weltraumszene ins Zentrum. Das schwarze Keramikgehäuse übernimmt dabei die Rolle eines Passepartouts, das die Szenerie wirkungsvoll rahmt. Im Kern bleibt die vertraute Silhouette der BR-03 also erhalten, neu hingegen ist der Umgang mit der Zeitdarstellung.

Schwarze Keramik
Dezent hingegen bleiben Größe und Höhe der Uhr. 41 Millimeter Breite und 10,6 Millimeter Höhe nennt der Hersteller für das glasperlgestrahlte, schwarze Keramikgehäuse. Die matte Oberfläche des Gehäuses ergänzt so das plakative Zifferblatt, indem sie sich zurücknimmt und die volle Aufmerksamkeit auf die Weltraumszene mit ihrer strahlend blauen Erdkugel lenkt. Für die notwendige Alltagstauglichkeit sorgen ein entspiegeltes Saphirglas und eine Wasserdichtigkeit von 10 bar, entsprechend 100 Metern. Wer die bisherigen Modelle der Bell & Ross BR-03 als instrumentelle Fliegeruhren vor Augen hat, wird also erstaunt sein und eine ungewöhnliche Version des sonst eher nüchternen Modells erleben.
Dass Bell & Ross sonst eher auf ein robustes Gehäusematerial und ausgeprägte Toolwatch-Eigenschaften setzt, zeigt auch die Bell & Ross BR 03-92 Diver Military. Den Artikel über diese Uhr finden Sie hier.

So funktioniert die Zeitanzeige
Das Zifferblatt selbst besteht laut Bell & Ross aus echtem schwarzen Aventurin mit sanft funkelnden Einschlüssen. Darüber bewegt sich eine transparente Scheibe, auf der Erde und Mond aufgedruckt sind. Sie absolviert in zwölf Stunden eine Umdrehung. Der Mond zeigt dabei die Stunde an, während ein stilisierter Raumgleiter die Minuten übernimmt. Statt klassischer Stunden- und Minutenzeiger gibt es also einen Hauch von Odyssee im Weltall – ohne auf die Zeitanzeige verzichten zu müssen. Logischerweise bietet diese lautlose Zeitanzeige keinen Raum für einen schnelle Sekundenanzeige oder etwa ein störendes Datum.

Bewährter Antrieb, aber keine Raketentechnik
Unter dem Zifferblatt arbeitet das automatische Kaliber BR-CAL.325. Seine Basis ist das Sellita SW330, das mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde läuft und 54 Stunden Gangreserve bietet. Die eigentliche Besonderheit liegt somit nicht im Aufbau eines spektakulären Manufakturwerks, sondern in der ungewöhnlichen Umsetzung der Anzeige.
Am Handgelenk fixiert wird die BR-03 Space Mission von einem schwarzen Kautschukband. Zudem erhält der Käufer einer Uhr zusätzlich ein flexibles, aber widerstandsfähiges Band aus schwarzem Synthetikgewebe – natürlich in Schwarz und passend zum mattschwarzen Auftritt der Uhr. Eine Dornschließe aus Stahl mit mattschwarzer PVD-Beschichtung komplettiert die Ausstattung der Armbänder.


Limitiert, aber nicht abgehoben
999 Exemplare der Referenz BR03A-SPM-CE/SRB sollen entstehen. Für die Bell & Ross BR-03 Space Mission werden 4.990 Euro aufgerufen. Die Auslieferung ist laut Hersteller ab Mitte November 2026 vorgesehen. Die offizielle Produktseite von Bell & Ross nennt die technischen Daten und den Preis. Eine weitere technische Einordnung bietet Monochrome Watches.
Bleibt die Frage, ob man eine solche Uhr braucht. Natürlich nicht. Aber das gilt für viele Uhren, die ihren Reiz nicht allein aus Stunden und Minuten beziehen. Die Space Mission zeigt, wie viel erzählerisches Potenzial selbst eine einfache mechanische Zeitanzeige entwickeln kann. Und das ist für eine Uhr manchmal schon Mission genug.


Bell & Ross BR-03 Space Mission
Datenblatt
| Gehäusematerial | Schwarze Keramik |
| Oberfläche | Glasperlgestrahlt, matt |
| Breite | 41 mm |
| Höhe | 10,6 mm |
| Glas | Saphirglas, entspiegelt |
| Wasserdichtigkeit | 10 bar (100 m) |
| Zifferblatt | Schwarzer Aventurin |
| Anzeige | Rotierende transparente Scheibe mit Erde und Mond |
| Stundenanzeige | Mond |
| Minutenanzeige | Raumgleiter |
| Werk | BR-CAL.325 Basis SW330 |
| Aufzug | Automatik |
| Frequenz | 28.800 Halbschwingungen/Stunde (4 Hz) |
| Gangreserve | 54 Stunden |
| Armband | Schwarzer Kautschuk |
| Zusatzband | Schwarzes Synthetikgewebe |
| Schließe | Dornschließe aus Edelstahl, schwarz PVD-beschichtet |
| Limitierung | 999 Exemplare |
| Referenz | BR03A-SPM-CE/SRB |
| Preis | 4.990 Euro |
| Verfügbarkeit | Lieferung ab Mitte November 2026 angekündigt |
Weitere Daten zur Uhr gibt es auf der Seite des Herstellers.
Und hier geht es zur stählernen Version mit grünem Zifferblatt.







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