Maurice Lacroix AIKON: Zum Erfolg verpflichtet
Ein erfolgreiches Uhrenmodell ist für einen Hersteller ein Glücksfall. Wird es zum wichtigsten Modell der Marke, steigt mit jeder Aktualisierung die Erwartungshaltung. Genau in dieser Situation befindet sich Maurice Lacroix mit dem AIKON Chronograph 2026. Seit 2016 hat sich die markante Sportuhr zum Bestseller und damit zum prägenden Gesicht des Unternehmens entwickelt, ähnlich wie die Royal Oak bei Audemars Piguet.
Zum zehnten Geburtstag galt es deshalb, aktuelle Trends und technische Neuerungen aufzugreifen, ohne die bestehenden Fans der AIKON zu verlieren. Um es vorwegzunehmen: Das ist gelungen.

Von der Calypso zur AIKON #tide
Nun, ganz neu war die gestalterische Idee der Aikon bereits 2016 nicht. Die gestalterischen Wurzeln liegen vielmehr bei der Maurice Lacroix Calypso aus den 1990er-Jahren. Deren sechs markante Lünettenelemente griff Maurice Lacroix bei der 2016 lancierten AIKON Uhr wieder auf. Der Start erfolgte zunächst mit Quarzwerken, die erste mechanische AIKON Automatic folgte dann 2018. Damit erreichte die Kollektion endgültig jene Uhrenfreunde, die sportliche Stahluhren mit mechanischem Innenleben und einem prägnanten, eigenständigen Design suchten.
Über den Erfolg entwickelte sich aus der Dreizeigeruhr nach und nach eine ganze Modellwelt. Die robuste AIKON Venturer, die aufwendig dekorierte AIKON Skeleton Urban Tribe und die Master Grand Date Technicolour illustrieren ihre Bandbreite.
Besonders erwähnenswert ist an dieser Stelle der Erfolg der bunten AIKON #tide aus recyceltem Kunststoff, darunter die auffällige Benzilla-Edition. So gewann die AIKON ihre Anhänger gleichermaßen mit klassischem Stahlarmband und ausgesprochen unkonventionellen Kunststoffgehäusen. Dass einzelne #tide-Modelle schnell ausverkauft waren, bestätigte uns der damalige Geschäftsführer Stéphane Waser im Uhrenkosmos-Interview.


Maurice Lacroix AIKON Chronograph 2026 – kleiner und smarter
Zum Jubiläum setzt Maurice Lacroix passend zum aktuellen Trend auf ein kleineres Gehäuse. So schrumpft der bislang 44 Millimeter große automatische Chronograph auf 42 Millimeter. Die Gehäusehöhe beträgt unverändert 14 Millimeter. Durch den gewölbten Saphirglasboden und die geringere Gehäusegröße wirkt die überarbeitete Silhouette flacher. Die Wasserdichtigkeit beträgt beim neuen Modell nun 100 Meter.
Die sechs Lünettenreiter bleiben selbstverständlich erhalten und die polierten und satinierten Flächen geben dem Stahlgehäuse seine plastische Wirkung. Neu sind die rechteckigen, leicht abgerundeten Chronographendrücker – die allem Anschein nach auch ausschlaggebend für die reduzierte Wasserdichtigkeit zum Vorgängermodell sind. Dazwischen schirmen zwei seitliche Flanken die Krone gegen Stöße von der Seite ab. All die genannten Elemente sorgen dafür, dass die Uhr eleganter und kompakter wirkt, ohne an „AIKON“-Identität zu verlieren.


Fünf Zifferblätter mit mehr Tiefe
Auch auf dem Zifferblatt geht die Überarbeitung über neue Farben hinaus. Das Clous-de-Paris-Dekor zeigt sich bei der AIKON von 2026 mit stärker ausgeprägter dreidimensionaler Pyramidenstruktur. Angeboten werden zunächst fünf Varianten: monochromatisch in Blau, Schwarz und Grün sowie zwei kontrastierende Ausführungen mit blauen Totalisatoren auf silberfarbenem beziehungsweise schwarzen Totalisatoren auf goldfarbenem Grund.
Die Chronographenanzeige besteht aus einem 30-Minuten-Zähler, einem 12-Stunden-Zähler und der kleinen Sekunde. Dazu kommt eine kombinierte Tages- und Datumsanzeige bei drei Uhr auf schwarzem Hintergrund. Zeiger und aufgesetzte Stundenmarkierungen übernehmen die bekannte AIKON-Formsprache. Damit bleibt das Zifferblatt erkennbar Teil der Modellfamilie.

Kaliber ML112 mit mehr als 60 Stunden Gangreserve
Im Inneren arbeitet das automatische Chronographenkaliber ML112. Dessen Gangreserve steigt von bislang 48 auf ca. 62 Stunden – ein Zugewinn von über 25 Prozent und für Wechselträger ein echter Alltagsvorteil. Technisch ist das dahingehend aufschlussreich, als das frühere Kaliber ML112 auf dem ETA/Valjoux 7750, bzw. seiner Adaption Sellita SW500 basierte.
Ohne dass Maurice Lacroix dies explizit erwähnt, deutet die neue Gangreserve von 62 Stunden darauf hin, dass im neuen AIKON Chronograph von 2026 ein aktuelles Sellita SW500 Kaliber mit seiner Gangreserve von 62 Stunden zum Einsatz kommt.
Unverändert hingegen bleibt das integrierte Metallarmband mit seinem Wechsel aus polierten und satinierten Flächen. Das überarbeitete, von ML patentierte Easy-Change-System besitzt nun eine verdeckt integrierte Entriegelung. Stahlband und Kautschukband lassen sich damit werkzeuglos tauschen.

AIKON Automatic Chronograph 2026
Für Maurice Lacroix kommt die Modellpflege zu einem interessanten Zeitpunkt. Im August 2026 hat Joel Chabanne die Position des Managing Director von Stéphane Waser übernommen. Nach Jahren, in denen vor allem die AIKON zum Erfolgsträger wurde, wird es spannend zu sehen sein, wie der neue Geschäftsführer die Marke weiter profilieren und zugleich ihre internationale Entwicklung vorantreiben will. Der neue AIKON Chronograph, dessen Entwicklung sicher bereits längerfristig angestoßen wurde, zeigt, dass der Maurice Lacroix Bestseller darin eine große Rolle spielen soll.
Mit 3.690 Euro bewegt sich der neue Maurice Lacroix AIKON Chronograph des Jahres 2026 in einem hart umkämpften Umfeld. Der Titoni Heritage Chronograph kostet 2.220 Euro, der wiederbelebte Gallet Multichron Sport mit 4.100 Euro nur wenig mehr. Und wer deutlich tiefer in die Tasche greift, bekommt beim Tudor Black Bay Chrono ein Manufakturkaliber mit Säulenrad und vertikaler Kupplung.
Maurice Lacroix wird den Mehrwert des neuen AIKON Chronograph deshalb kaum allein über solide Schweizer Mechanik begründen können. Stärker zählen das eigenständige Design und der hohe Wiedererkennungswert der Linie – und genau hier liefert die kompaktere, elegantere Neuauflage mit ihren gelungenen Detailverbesserungen gute Argumente.

Datenblatt Maurice Lacroix Aikon Chronograph 2026
| Gehäuse | Edelstahl |
| Durchmesser | 42 mm |
| Höhe | 14 mm |
| Oberflächen | Poliert und satiniert |
| Lünette | Edelstahl mit sechs charakteristischen Reitern |
| Glas | Saphirglas |
| Gehäuseboden | Gewölbtes Saphirglas |
| Krone | Mit Kronenschutz |
| Chronographendrücker | Rechteckig, nicht verschraubt |
| Wasserdichtheit | 10 bar / 100 Meter |
| Zifferblattdekor | Dreidimensionales Clous de Paris |
| Zifferblattfarben | Schwarz, Blau, Grün, Silber, Goldfarben |
| Zeitanzeige | Stunden, Minuten |
| Kleine Sekunde | Vorhanden |
| Chronograph | Zentrale Stoppsekunde |
| Minutenzähler | 30 Minuten |
| Stundenzähler | 12 Stunden |
| Wochentagsanzeige | Bei 3 Uhr |
| Datumsanzeige | Bei 3 Uhr |
| Zeiger | Mit Leuchtmasse |
| Stundenindexe | Appliziert, mit Leuchtmasse |
| Kaliber | Maurice Lacroix ML112 auf Basis Sellita SW500 |
| Aufzug | Automatisch |
| Frequenz | 28.800 A/h / 4 Hz |
| Gangreserve | > 60 Stunden |
| Lagersteine | 25 |
| Material | Edelstahl |
| Oberflächen | Poliert und satiniert |
| Bandwechselsystem | Patentiertes Easy Change |
| Bandalternative | Kautschuk |
| Schwarz | AI6218-SS002-330-1 |
| Blau | AI6218-SS002-430-1 |
| Grün | AI6218-SS002-630-1 |
| Silber mit blauen Totalisatoren | AI6218-SS002-230-1 |
| Goldfarben mit schwarzen Totalisatoren | AI6218-SS002-530-1 |
| Preis | 3.690 Euro, bzw. 3.150 CHF |
Weitere Infos zu den Modellen wie der Bezugsmöglichkeit gibt es auf der Seite des Herstellers.







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