Von Calypso zu Aikon

Genau genommen ist Maurice Lacroix Aikon nichts anderes als die lautsprachliche Schreibweise von Icon oder Ikone. Bei Maurice Lacroix knüpft die so getaufte Uhrenlinie an die erfolgreiche Maurice Lacroix Calypso an. In den 1990-er Jahren machte diese Markenikone von sich reden. Und sie begründete den Ruf des damaligen Familienunternehmens.
Nachdem die heutzutage etwas barock anmutende Armbanduhr quasi aus der Zeit gefallen war, ließ sie Stéphane Waser von kundiger Hand zur Aikon weiterentwickeln. Sie ist auch die Basis für die neue Maurice Lacroix Aikon Venturer Bicolor. Aber zunächst ein Blick auf die letzten Jahre.

Der 2016 zunächst mit Quarzwerken gestartete Schritt in die Zukunft ist dem Maurice Lacroix-CEO definitiv gelungen. Seit 2018 gibt es die Maurice Lacroix Aikon-Linie auch mit mechanischen Uhrwerken.

Nicht gerüttelt haben die Produktgestalter dabei an bewährten Identifikationsmerkmalen wie dem fünfreihigen Armband und den sechs Lünettenreitern. Beide Stilelemente unterstützen die Gestaltung von Bicolor-Modellen. Und solche sind bei den Kundinnen und Kunden der in Saignelégier beheimateten Uhrenmanufaktur traditionsgemäß sehr beliebt.

Wer die aktuelle Aikon näher betrachtet, wird sicher auche eine gewisse gestalterische Nähe zur Royal Oak von Audemars Piguet erkennen. Und das ist, wie Stéphane Waser auch zugibt, in gewisser Weise auch gewollt.

Für knapp 1.700 Euro bekommt man bei Maurice Lacroix eine solide und durchaus wertig verarbeitete Armbanduhr mit 42 Millimeter großen und elf Millimeter hohem Edelstahl-Gehäuse, Schraubkrone, Saphirglas, Sichtboden, Gliederband, Nagelmuster-Zifferblatt sowie Sellita SW200-1 Automatikwerk. Salopp könnte man sie als Royal Oak für Einsteiger bezeichnen. Die Wasserdichte reicht bis zu 20 bar Druck.

Abenteurer unter den Aikons

An Zeit-Genossen mit Hang zu mehr Sportlichkeit wendet sich die Maurice Lacroix Aikon Venturer. Der Abenteurer misst in beiden Richtungen einen Millimeter mehr, bietet dafür jedoch eine Tauchzeit-Drehlünette. Letztere trägt sechs griffige Reiter mit Minutenkennung und lässt sich logischer Weise nur in eine Richtung verstellen.

Diese Modelle ohne Sichtboden, welche es mit Glieder- oder Kautschuk-Armband gibt, widerstehen dem Druck des nassen Elements bis zu 30 bar. Um die Uhrzeit kümmert sich wiederum das Sellita SW200-1. Unabhängig vom Armband liegt der Preis bei 2.190 Euro.

Abenteurer mit Luxus-Attitüde – die Maurice Lacroix Aikon Venturer Bicolor

Im Juni 2020 hat Maurice Lacroix seiner sportiveren Aikon-Uhrenlinie augenfälligen Zuwachs beschert.

Mit einem Hauch unübersehbaren gelben Goldes wartet die für unverbindliche 2.790 Euro beim Fachhandel erhältliche Aikon Venturer Bicolor auf. Ihre beiden schmalen Bandreihen, der Glasrand mit blauem Keramik-Inlay, seine Reiter und die Krone verfügen über eine Beschichtung im Farbton 2N. Ansonsten entsprechen die Daten denen der seit 2019 erhältlichen Modelle.

Aikon Venturer mit Individualisierungspotenzial

Fast schon archaisch präsentieren sich der Maurice Lacroix Aikon Venturer-Abenteurer mit grünem Zifferblatt. Seine Gehäuse-Schale besteht aus massiver Bronze. Dank einer Speziallegierung wird die Oberfläche auch ohne Oxidation im Laufe der Zeit eine sehr individuelle Note erhalten. In die Bronze-Lünette mit sechs Bronze-Reitern ist ein Ring aus brauner Keramik eingelassen. Am verschraubten Gehäuseboden aus Edelstahl findet sich ein Vagues du Jura-Motiv.

Der unverbindliche Publikumspreis von 2.590 Euro beinhaltet zwei Armbänder: eines aus Kautschuk und eine Alternative aus Vintage-Leder. Wie auch bei den anderen Aikon-Modellen gestattet ein Easychange-System den Austausch des Armbands im Handumdrehen.

Wer in der Zeit vom 26. bis 29. August 2020 in Genf ist, kann die Neuheiten während der Geneva Watch Days persönlich begutachten. Maurice Lacroix zeigt sie von 9 bis 20 Uhr im Hôtel Eastwest, Rue des Pâquis 6.