Zenith Defy Extreme Chroma: Ein hochfrequentes Lichtspielhaus

Zenith Defy Extreme Chroma in Schwarz und Weiß mit passendem Kautschukband neu
Regenbogenbunt und kontrastreich geht es zu, bei den beiden limitieren Zenith Defy Extreme Chroma Chronographen aus Titan.
Die Zenith Defy Extreme Chroma ist ein farbintensiver, robuster 45-mm-Titan-Chronograph mit speedy 1/100-Sekunden-El-Primero-Werk sowie 200 m Wasserdichtigkeit. Wissen Sie aber auch, wieso er Chroma genannt wurde?

Werbung

Werbung

Gerade in den Wintermonaten, wenn das Licht flach über die Erde streicht, genügt oft ein Spaziergang im Schnee, um die Laune zu heben. Der Grund für dieses strahlend glitzernde Wintervergnügen liegt im klaren Licht und der damit verbundenen Lichtbrechung an den Eiskristallen. Ob dieses physikalische Phänomen der alleinige Grund für die zwei neuen limitierten Zenith DEFY Extreme Chroma Editionen ist, sei dahingestellt – mitunter reicht Uhrenmarken dafür bereits die schlichte Aussicht auf das Weihnachtsgeschäft. Unzweifelhaft ist hingegen, dass die beiden Modelle mit einem breiten Farbenspektrum aufwarten und so Uhrenenthusiasten mit ihrer schillernden Chromatizität für sich gewinnen können. Wobei eben diese Liebhaber sicher auch das aufwendige Hochfrequenz-Manufakturkaliber gebührend zu würdigen wissen.

Chromatizität und Farbspektrum
Die farbliche Bandbreite der Farbsättiung – und wie sich sich in der Farbgestaltung der Defy Extreme Chroma widerspiegelt.

Defy Extreme Chroma: So kommt Farbe ins Spiel

Der Name der Modellreihe Chroma ist dabei weit mehr als eine bloße Marketing-Chiffre für Farbenfreude. Vielmehr bezieht sich „Chroma“ etymologisch auf das altgriechische Wort chrōma, was ursprünglich nicht nur Farbe, sondern auch die Beschaffenheit oder die Oberfläche einer Sache bezeichnete. In der modernen Farblehre beschreibt die Chromatizität die farbliche Eigenheit in Ton und Sättigung, völlig losgelöst von der Helligkeit. Diesen Umstand macht sich Zenith zunutze und inszeniert ein subtiles Spiel der Kontraste.

So präsentiert sich die Gehäusearchitektur aus Titan „achromatisch“, also neutrale graue Materie. Den farbigen Kontrast dazu bietet das Zifferblatt mit seinen regenbogen-farbenen Indizes und der farbigen Chronographen-1/100-Minuterie – bzw. die weißen Keramik-Elemente von Lünette, Krone und Drückern bei der weißen Variante. Ergänzt wird diese Farbigkeit durch die den Indizes angepassten Zeigerfarben und Indizes der Hilfszifferblätter, bzw. einzelnen farbig angelegten Platinen des Werks. Sie sorgen zusammen mit dem skelettierten Werk für eine lebhafte Farbigkeit und eine dynamische Anmutung der beiden Defy Extrem Chroma Modelle.

Zenith Defy 21 Chroma und Chroma II

Die Entstehungsgeschichte der bunten Zenith Chroma begann 2022 mit der Zenith Defy 21 Chroma im weißen Keramikgehäuse. Auf diese folgten 2023 die Zenith Chroma II Editionen. Mit der Defy Extreme Chroma ergänzen nun zwei Limited Editions das Modellangebot um zwei robuste Varianten. Markant ist dabei nicht nur die Farbigkeit. Auch das kantig-eckige 45-mm-Titangehäuse in mikrogestrahlter respektive gebürsteter Ausführung weckt die Aufmerksamkeit. Dazu gesellen sich eine zwölfeckige Lünette, Drückerschützer und eine Krone, die je nach Modell entweder aus schwarzem Titan oder weißer Keramik gefertigt sind.

Dieses Spiel der Materialien schafft in Verbindung mit der Farbe eine energiegeladene Geometrie, zu der auch die sportliche Wasserdichtigkeit von bis zu 200 Meter beiträgt – was die Uhren definitiv tauchfähig macht. Wobei wir stets von der Bedienung der Chronographendrücker unter Wasser abraten.

Zenith Defy 21 Chroma II
Das Vorgängermodell Zenith Defy 21 Chroma II konnte ebenfalls 1/100-Sekunden stoppen, hatte jedoch ein 44 mm großes Keramikgehäuse.

Highspeed Chronographenkaliber El Primero 9004

Abgesehen von der interessanten Farbigkeit bieten die beiden Uhren mit dem automatischen El Primero 9004 Chronographen-Kaliber auch technisch Interessantes. Dafür sorgt die nicht alltägliche Zeitmessung des Chronographen von 1/100-Sekunden. Hierfür agiert das Kaliber mit zwei voneinander unabhängigen Hemmungssystemen und zwei getrennten Federhäusern,

Für die normale Zeitmessung ist die klassische El-Primero-Hemmung mit 5 Hz Frequenz zuständig. Sie bietet eine Gangreserve von rund 50 Stunden. Die zweite Hemmung arbeitet hingegen mit erstaunlichen 50 Hz oder 360.000 Halbschwingungen pro Stunde und ermöglicht das Stoppen von 1/100 Sekunden. Die Energie hierfür kommt aus dem zweiten Federhaus und reicht bis zu 50 Minuten.

Der enorme Energiehunger des Chronographenwerks entsteht nicht zuletzt dadurch, dass der Chronographenzeiger in einer einzigen Sekunde einmal komplett das Zifferblatt umkreist. Die Zeit ablesen lässt sich an den Anzeigen von zentraler Stunde und Minute, einer kleinen Sekunde, sowie einem 30-Minuten- und 60-Sekunden-Zähler des Chronographen. Die Gangreserveanzeige für das Stoppwerk steht bei 12 Uhr.

Für den zum Zifferblatt passenden farblichen Reiz sorgen einzelne bunte, PVD-beschichtung Platinen. Dazu gesellt sich der Zenith-spezifische sternförmige, teil-skelettierte Rotor. Er ist beim schwarzen Extreme Chroma Modell in einem metallischen Blau, bzw. beim Modell mit weißem Keramikgehäuse in einem metallischem Grün gehalten.

Unterschiedliche Farbigkeit des Highspeed Chronographenkaliber El Primero 9004
Unterschiedliche Farbigkeit des Highspeed Chronographenkaliber El Primero 9004.
Manufakturchronographenkaliber El Primero 9004 Vorder- und Rückseite

Zenith Defy Extreme Chroma

Auf Schnelligkeit ausgelegt sind auch die drei mitgelieferten Armbänder aus Kautschuk, Titan, bzw. das textile Velcro-Band mit Klettverschluss. Sie ermöglichen dank des Schnellwechselsystems den Wechsel des Armbands in wenigen Augenblicken. Niedrigfrequent ist allenfalls die Auflage der Sondermodelle, ist jede Edition doch auf exakt 100 Exemplare limitiert. Erhältlich sind die Uhren ab sofort online, in den weltweiten Zenith-Boutiquen sowie bei autorisierten Händlern zum Preis von 21.600 Euro. Also vorausgesetzt, man verfügt über die notwendigen finanziellen Ressourcen, um sich einen dieser spektral-schimmernden High-Speed Chronographen zuzulegen.  

Zenith in noch mehr Farbe

Noch mehr Farbigkeit und Highspeed gab es beim Zenith Defy Extreme Felipe Pantone zu bestaunen. Den Artikel finden Sie hier auf Uhrenkosmos.com.

Zenith Defy Extreme Felipe Pantone
Zifferblatt der Zenith Defy Extreme Felipe Pantone, die im Oktober 2022 lanciert wurde.

Zenith Defy Extreme Chroma

Steckbrief

Kategorie  
Gehäuse Titan (mikrogestrahlt oder gebürstet/poliert) mit Elementen aus Keramik und geschwärztem Titan (Lünette, Drückerschutz, Krone)
Durchmesser 45 mm
Wasserdichtigkeit 20 bar (200 m)
Zifferblatt Skelettiert (Schwarz oder Weiß); Indizes und Werkbrücken mit PVD-Beschichtung in Spektralfarben (Regenbogen-Verlauf)
Uhrwerk Manufakturkaliber El Primero 9004 (Automatik), COSC-zertifiziert
Besonderheit  2 unabhängige Hemmungssysteme; Brücken teilweise PVD-beschichtet, 2 Federhäuser
Frequenz (Zeit) 5 Hz (36.000 A/h)
Frequenz (Chrono) 50 Hz (360.000 A/h)
Gangreserve ca. 50 h (Zeitmessung) / ca. 50 min (Chronograph bei Dauerbetrieb)
Funktionen Stunden, Minuten, kleine Sekunde (9 Uhr), 1/100-Sekunden-Chronograph, Gangreserveanzeige Chronograph (12 Uhr)
Armbänder Schnellwechselsystem; 3 Bänder mit Kautschuk, Titan, Velcro
Limitierung 100 Exemplare pro Farbvariante
Preis 21.600 Euro

Zenith Markenkosmos

Die ganze Bandbreite der Zenith Uhren finden Sie hier in unserem Zenith Markenkosmos auf Uhrenkosmos.