Unser Markenkosmos zum Uhrenhersteller

Citizen

Citizen gehört neben Seiko und Casio zu den bedeutendsten japanischen Uhrenherstellern. Die Marke steht für robuste Mechanik, Quarztechnik, Titan, Taucheruhren und vor allem den lichtbetriebenen Eco-Drive-Antrieb. Gleichzeitig ist Citizen heute Teil eines international aufgestellten Uhrenkonzerns mit Marken wie Bulova, Frederique Constant, Alpina und Arnold & Son.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1918 mit dem von Kamekichi Yamazaki gegründeten Shokosha Watch Research Institute. Ziel war es, Japan unabhängiger von importierten Uhren zu machen. 1924 entstand die erste eigene Taschenuhr. Den Namen Citizen schlug der damalige Tokioter Bürgermeister Shinpei Goto vor: Die Uhr sollte für möglichst viele Bürger erschwinglich und tragbar sein. 1930 wurde daraus die Citizen Watch Co., Ltd., ein Jahr später folgte die erste Citizen Herrenarmbanduhr.

Technische Innovation

Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Citizen rasch zu einem der großen japanischen Uhrenhersteller. 1956 erschien mit Parashock ein eigener Stoßschutz, 1959 folgte mit der Parawater die erste vollständig wasserdichte japanische Armbanduhr.
Auch bei der Mechanik zeigte Citizen sein technisches Können. Die Diamond Flake von 1962 besaß ein nur 2,75 Millimeter hohes mechanisches Werk mit Zentralsekunde und gehörte zu den flachsten Uhren ihrer Zeit.

Einen weiteren Meilenstein setzte Citizen 1970 mit der X-8 Cosmotron Chronometer, der weltweit ersten Armbanduhr mit Titangehäuse. Daraus entwickelte sich eine jahrzehntelange Kompetenz in der Titanverarbeitung. Heute nutzt Citizen dafür den Begriff Super Titanium und kombiniert Titan mit verschiedenen Duratect-Oberflächenhärtungen.

Von Solar zu Eco-Drive

1973 erschien der Citizen Challenge Timer, dessen markante „Bullhead“-Varianten heute als Citizen Tsuno Chrono bekannt sind. Noch wichtiger für die weitere Entwicklung war jedoch die Energieversorgung von Quarzuhren.

1976 brachte Citizen mit der Crystron Solar Cell die erste analoge lichtbetriebene Armbanduhr der Welt auf den Markt. Daraus entstand die später Eco-Drive genannte Technologie. Eco-Drive-Uhren wandeln Sonnen- wie Kunstlicht in Energie um und speichern diese in einer wiederaufladbaren Zelle. Der regelmäßige Batteriewechsel entfällt. Eco-Drive wurde im Laufe der Jahre zu einer der wichtigsten Technologien der Marke und bildet bis heute die Grundlage zahlreicher Citizen-Modelle.

Citizen Aqualand und Citizen Promaster

Eine zweite Kernkompetenz sind professionelle Sport- und Taucheruhren. 1985 stellte Citizen mit der Aqualand die erste Taucheruhr mit elektronischem Tiefensensor vor. Das charakteristische Sensorgehäuse auf der linken Seite prägt die Baureihe teilweise bis heute. Seit 1989 bündelt Citizen professionelle Sportuhren unter dem Namen Promaster. Die Kollektion umfasst Modelle für Marine, Land und Sky und reicht von klassischen Taucheruhren bis zu Instrumentenuhren mit Höhenmesser, Weltzeit oder Funktechnik.

Funk, Satellit und extreme Präzision

Citizen gehörte auch bei der automatischen Zeitsynchronisation zu den Vorreitern. 1993 folgte eine analoge Multiband-Funkuhr, 2011 die Eco-Drive Satellite Wave, die ihre Zeit über Satellitensignale synchronisieren konnte. 
Besonders eindrucksvoll zeigt sich der Präzisionsanspruch beim Kaliber 0100. Das Eco-Drive-Werk erreicht ohne Funk- oder Satellitensynchronisation eine angegebene Gangabweichung von lediglich ±1 Sekunde pro Jahr. Es wird in Modellen der Spitzenlinie The Citizen eingesetzt.
Mit der Eco-Drive One zeigte Citizen 2016 zudem, wie flach sich eine lichtbetriebene Uhr konstruieren lässt: Ihr Werk ist nur etwa einen Millimeter hoch.

Citizens Rückkehr zur anspruchsvollen Mechanik

In den vergangenen Jahren rückte Citizen auch hochwertige mechanische Uhren wieder stärker in den Vordergrund. 2021 erschien das Kaliber 0200, bei dessen Entwicklung die zur Gruppe gehörende Schweizer Manufaktur La Joux-Perret beteiligt war. Mit freischwingender Unruh und einer angegebenen Ganggenauigkeit von –3 bis +5 Sekunden pro Tag markierte es Citizens Rückkehr in anspruchsvollere mechanische Preisregionen.
Parallel wurde die mechanische Series 8 neu positioniert. Eine deutlich preiswertere und inzwischen sehr erfolgreiche Alternative ist die Tsuyosa mit Automatikwerk, integriert wirkendem Stahlband und häufig farbigen Zifferblättern.

Die wichtigsten Citizen Modelle

Zu den wichtigsten Citizen-Uhren und Modellreihen zählen:

  • Parashock, 1956 – frühe Stoßsicherung
  • Parawater, 1959 – erste wasserdichte japanische Armbanduhr
  • X-8 Cosmotron Chronometer, 1970 – erste Armbanduhr mit Titangehäuse
  • Challenge Timer / Tsuno Chrono, ab 1973 – markanter Automatikchronograph
  • Crystron Solar Cell, 1976 – erste analoge Solar-Armbanduhr
  • Aqualand, ab 1985 – Taucheruhr mit Tiefensensor
  • Attesa, ab 1987 – technisch anspruchsvolle Titanuhren
  • Promaster, ab 1989 – professionelle Sport- und Instrumentenuhren
  • The Citizen, ab 1995 – Premiumlinie mit besonders präzisen Werken
  • Eco-Drive Satellite Wave, ab 2011 – Satellitensynchronisation
  • Eco-Drive One, ab 2016 – extrem flache Solaruhren
  • Series 8 – moderne mechanische Kollektion
  • Tsuyosa – preislich attraktive mechanische Alltagsuhr

Welche Marken gehören zu Citizen?

Citizen ist heute ein internationaler Uhrenkonzern. Bulova gehört seit 2008 zur Gruppe; dazu zählt auch die wieder eigenständiger positionierte Marke Accutron.

2012 übernahm Citizen die Schweizer Prothor Holding und damit die bedeutende Werkemanufaktur La Joux-Perret sowie die Haute-Horlogerie-Marke Arnold & Son. Seit 2016 gehören außerdem Frederique Constant und Alpina zum Konzern.

Hinzu kommen die japanische Premiumlinie Campanola und die preisgünstige Marke Q&Q. Eine wichtige Rolle spielt zudem der Werkespezialist Miyota. Unter diesem Namen verkauft Citizen mechanische und Quarzwerke an zahlreiche andere Uhrenhersteller. Kaliber wie das Miyota 8215 oder die Werke der 9000er-Serie gehören zu den weltweit verbreitetsten Automatikwerken.

Citizen heute

Citizen zählt damit zu den wenigen Uhrenkonzernen, die nahezu das gesamte Spektrum selbst abdecken: vom günstigen Quarz- oder Automatikwerk über Solar-, Funk- und Satellitentechnik bis zur hochwertigen mechanischen Manufakturuhr. Dabei ist die Geschichte der Marke weniger von klassischer Haute Horlogerie als von technischem Fortschritt geprägt und kann so weltweit Uhrenkunden überzeugen. 

Aktuelle Artikel zu Citizen Watch

Natur im Wandel The Citizen Iconic Nature mit Washi-Zifferblatt

Zum 30. Jubiläum der The Citizen-Kollektion stellt Citizen zwei limitierte Armbanduhren mit aufwändig gestaltetem Washi-Zifferblatt vor. Erhältlich sind The Citizen Iconic Nature Modelle ab Oktober 2025. Ihren Reiz stellen wir Ihnen bereits heute vor.

The Citizen Iconic Nature Washi Zifferblatt Ref. AQ4103-16W und AQ4100-22A