Unser Markenkosmos zum Uhrenhersteller
Laco
Laco gehört zu den traditionsreichen deutschen Uhrenherstellern und ist heute vor allem für seine Flieger- und Beobachtungsuhren bekannt. Die Marke wurde 1925 in Pforzheim gegründet und fertigt dort bis heute mechanische Uhren. Neben historisch orientierten Fliegeruhren gehören inzwischen Marineuhren sowie moderne Sport- und Toolwatches zum Programm.
Laco Geschichte: Seit 1925 in Pforzheim
Die Ursprünge liegen bei der 1925 gegründeten Firma Lacher & Co. Der Name Laco entstand aus den Anfangsbuchstaben von Lacher und Co. Eng mit der Unternehmensgeschichte verbunden war außerdem der Uhrwerkhersteller Durowe – Deutsche Uhren-Roh-Werke, mit dem sich Laco zu einem bedeutenden Pforzheimer Uhrenproduzenten entwickelte. Damit verfügte das Unternehmen historisch über eine Kompetenz, die über das Einschalen zugekaufter Werke hinausging. Handaufzugs- und später Automatikwerke aus Pforzheimer Fertigung spielten eine wichtige Rolle für das Wachstum der Marke.
Der Zweite Weltkrieg bildet dabei ein wesentliches, aber auch historisch einzuordnendes Kapitel. Laco gehörte zu den fünf Herstellern, die Beobachtungsuhren für die deutsche Luftwaffe nach den Vorgaben des Reichsluftfahrtministeriums fertigten. Zu dieser Gruppe gehörten zudem A. Lange & Söhne, IWC, Stowa und Wempe. Die historischen B-Uhren hatten einen Durchmesser von 55 Millimetern und waren in erster Linie Navigationsinstrumente.
Pforzheim wurde im Februar 1945 bei einem Luftangriff weitgehend zerstört. Auch Laco musste anschließend neu aufgebaut werden. In den Nachkriegsjahrzehnten wuchs die Produktion wieder und die Marke fertigte neben mechanischen Uhren und Chronometern später auch elektronische Armbanduhren.
Laco Fliegeruhren: Das historische Fundament
Die Fliegeruhren bilden heute den Kern der Marke. Besonders authentisch ist die Linie Fliegeruhr Original, die sich eng an den historischen Beobachtungsuhren der 1940er-Jahre orientiert. Typisch sind große, gut ablesbare Zifferblätter, markante Kronen und die historischen Baumuster A und B. Beim Baumuster A steht die klassische Stundenanzeige im Mittelpunkt. Das Baumuster B besitzt außen eine große Minutenskala und innen einen kleineren Stundenkreis.
Mit der Fliegeruhr Basis bietet Laco preislich zugänglichere Interpretationen dieser Gestaltung. Die Flieger PRO überträgt die historische Form dagegen stärker in die Gegenwart. Kunden können Durchmesser, Zifferblattfarbe, Werk, Krone, Gehäusefinish und weitere Details individuell konfigurieren. Je nach Ausführung stehen mechanische Schweizer Automatik- und Handaufzugswerke zur Verfügung.
Womit auch die aktuelle Positionierung der Marke deutlich wird, die historische Authentizität mit moderner Alltagstauglichkeit verbinden will.
Laco Marineuhren
Neben der Fliegerei greift Laco mit seinen Marineuhren eine zweite klassische Kategorie der Präzisionszeitmessung auf. Modelle wie Cuxhaven und Bremerhaven orientieren sich mit großen arabischen beziehungsweise römischen Ziffern, Eisenbahnminuterie und kleiner Sekunde an historischen Marine- und Deckuhren. Angeboten werden mechanische Handaufzugs- und Automatikmodelle in unterschiedlichen Größen. Die Marineuhren zeigen zugleich eine elegantere Seite der Marke und setzen einen bewussten Gegenpunkt zu den meist instrumentelleren Fliegeruhren.
Sport- und Toolwatches: Frankfurt GMT und Atacama
Laco beschränkt sich inzwischen nicht auf historische Re-Editionen. Mit modernen Sport- und Toolwatches entwickelt die Marke ihre funktionale Tradition weiter. Die Frankfurt GMT ist beispielsweise als robuste Reiseuhr mit zweiter Zeitzone konzipiert. Die Modellfamilie verbindet ein modernes Gehäuse mit der klaren Ablesbarkeit, für die Laco bekannt ist. 2026 ergänzte die Marke die Serie um eine kompaktere 40-Millimeter-Version.
Noch stärker als Einsatzuhren positionieren sich Modelle wie die Atacama, die mit markantem Gehäuseschutz und hoher Robustheit bewusst moderner auftreten als die historischen Fliegeruhren.
Schweizer Werke, deutsche Fertigung
Anders als in früheren Jahrzehnten produziert Laco heute keine eigenen Rohwerke mehr. Zum Einsatz kommen vor allem Schweizer und japanische mechanische Werke, die je nach Modell und Qualitätsstufe ausgewählt, modifiziert beziehungsweise veredelt werden. Montage, Qualitätskontrolle und zahlreiche Arbeitsschritte erfolgen am Firmensitz in Pforzheim.
Damit unterscheidet sich die heutige Laco deutlich von einer klassischen Vollmanufaktur. Vielmehr liegt die Stärke der Marke, ähnlich wie STOWA, in der Verbindung von historisch glaubwürdigem Design, handwerklicher Fertigung und einer klar definierten funktionalen Positionierung.
Eine Übersicht der Modelle finden Sie direkt auf der Seite des Herstellers.
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