IWC „Ingenieur“-Chronographen
Für Helden des technischen Zeitalters

Man schrieb das Jahr 1954, als die Uhrenmarke IWC beschloss, mit dem Chronographen Ingenieur eine neue Art von Armbanduhr in ihr Portfolio aufzunehmen. Kraftwerkstechniker, Cockpit-Besatzungen und Ingenieure wollte man mit einem besonderen Stück Handwerkskunst erobern. Außen hart und innen ganz weich sollte sie also sein. Wir erklären warum..

Für Helden des technischen Zeitalters

Rückkehr zum Runden - zieht die neue Ingenieur-Kollektion die Fans auch an?

Anziehungskraft? Ausgeschlossen!

Dank einem Weicheisen-Innengehäuse widerstanden die stählernen, 36,6 Millimeter großen „Ingenieur“-Referenzen 666 A sowie 666 AD Magnetfeldern bis zu 80.000 Ampere pro Meter (A/m). Mehr war und ist auf diese konventionelle Weise auch nicht möglich. Für besonders Anspruchsvolle gab es natürlich auch Versionen mit goldener Schale. Seitdem hat die Schaffhauser Manufaktur IWC diese ikonographische Uhrenlinie stets kontinuierlich weiterentwickelt. Einen großen Relaunch brachte schließlich das Jahr 2013.

Robust, stoßsicher und ausgefeilt in Technik und Design

Im Zeichen einer Rückkehr zu den formalen, nämlich konsequent runden „Ingenieur“-Wurzeln stand das „74th Members’Meeting at Goodwood“. Am Rande der privaten englischen Rennstrecke stellte IWC bereits am 19. und 20. März drei klassisch gestaltete „Ingenieur“-Chronographen vor. Im Rahmen dieses Lancement gab auch das neue, komplett bei IWC entwickelte und gefertigte Manufakturkaliber 69370 ganz offiziell seinen Einstand.

Hierbei handelt es sich übrigens um ein gezielt auf industrialisierte und damit kostengünstige Fertigung ausgelegtes Uhrwerk. Auf den ersten Blick erinnert die Zifferblattgestaltung zudem an das bis jetzt von IWC (noch) häufig genutzte Eta 7750. Näheres Hinsehen fördert jedoch ans Tageslicht, dass die Permanentsekunde in diesem Fall bei der „6“ ihre Runden dreht. Bei „9“ haben die Techniker und Ingenieure hingegen den 12-Stunden-Totalisator positioniert. Diese Anordnung macht durchaus Sinn, denn sie zielt auf die Verwendung des Kalibers 69xxx in unterschiedlichen Uhrenlinien von IWC.

Gleich und doch anders

Beispielsweise besitzt die Portugieser keinen 12 Stunden-Zähler. In diesem Fall wird jedoch die Permanentsekunde des 7750 von der „9“ zur „6“ umgeleitet, was zusätzliche Zahnräder erfordert und Kraft kostet. Analog zum 7750 findet sich der 30-Minuten-Zähler weiterhin „ganz im Norden“. Der zeitschreibende Mikrokosmos, Durchmesser 30 Millimeter, Bauhöhe 7,9 Millimeter, besteht aus mehr als 200 Komponenten. Seine Dimensionen sowie die Anschlüsse für Krone und Drücker entsprechen exakt jenen des 7750, weshalb ein problemloser Tausch der selbst gefertigten gegen die zugekaufte Mechanik möglich ist. Nach insgesamt 1123 Umdrehungen hat der Kugellagerrotor rund 46 Stunden Gangautonomie aufgebaut. Dieser Wert bezieht sich auf das Uhrwerk mit eingeschaltetem Chronographen. Ohne Stopper sind es mehr als 50 Stunden.

Auf die Achtelsekunde genau

Für die Polarisierungen der Rotorbewegungen, also einen beidseitig wirkenden Aufzug, sorgt indes das bewährte Klinkensystem der Richemont-Gruppe, welches bis in die 1960-er Jahre zurückgeht. Bei Seiko erlangte es als „Magic Lever“ Bekanntheit. Der Gangregler mit Flachspirale aus Richemont-Fabrikation ist mit vier Hertz getaktet. Demzufolge misst der Chronograph Zeitintervalle auf die Achtelsekunde genau. Eine Rücker-Feinregulierung à la Etachron erlaubt ferner automatisierte Verfahren beim Einstellen des Gangs. Des Weiteren ermöglicht eine Unruhstopp ein sekundengenaues Einstellen der Uhrzeit.

Aller guten Funktionen sind drei

Der Chronograph selbst besitzt eine Säulenradsteuerung mit den drei Funktionen Start, Stopp und Nullstellung. Die Verbindung des komplett rückwärtig montierten Chronographen-Mechanismus zum Uhrwerk stellt eine Schwingtrieb-Kupplung her. Die Nullstellung erfolgt mit Hilfe von zwei Hebeln. Einer ist zuständig für den Chronographenzeiger sowie den 30-Minuten-Zähler, der andere für den da und dort entbehrlichen 12-Stunden-Totalisator.

Die Edition umfasst drei Modelle:

  • „74th Members’Meeting at Goodwood“, Referenz IW380703, Rotgold, Durchmesser 42 Millimeter, 74 Exemplare, 20.500 Euro
  • „Rudolf Caracciola“ (zu Ehren des legendären Rennfahrers), ReferenzIW380702, Stahl, Durchmesser 42 Millimeter, 750 Exemplare, 7.850 Euro
  • „W125“ (Hommage an die Silberpfeile der 1930-er Jahre, ReferenzIW380701, Stahl, Durchmesser 42 Millimeter, 750 Exemplare, 7.950 Euro

In allen Fällen reicht die Wasserdichte weiterhin bis sechs bar, also 60 Meter Tiefe. Zugunsten eines Saphirglasbodens, durch den sich das neue Uhrwerk zeigt, hat IWC indes auf das Weicheisen-Innengehäuse und darüber hinaus auf den über die üblichen 4.800 A/m hinaus reichenden Magnetfeldschutz verzichtet. Angetrieben werden alle Sondereditionen vom neuen Manufakturkaliber. «Mit dem ersten Vertreter der Kaliberfamilie 69000 erweitern wir unsere Manufakturwerkkompetenz und setzen einmal mehr Standards hinsichtlich Qualität, Robustheit und Zuverlässigkeit», erklärt Thomas Gäumann, Leiter der Manufakturwerkentwicklung bei IWC Schaffhausen.

Das innovative Werk

Das Chronographenwerk in Kolonnenradbauweise besteht aus über 200 Einzelteilen. Es hat einen Durchmesser von 30 Millimetern und kommt auf eine Höhe von 7,9 Millimetern. Der beidseitig aufziehende Klinkenaufzug baut nach 1123 Umdrehungen der Schwungmasse eine Gangreserve von 46 Stunden auf. Die Unruh ist mit einer Frequenz von 4 Hertz getaktet und sorgt folglich für eine hohe Ganggenauigkeit. Das mit 33 Rubinen bestückte Uhrwerk ist mit Genfer Streifen und Perlierungen verziert.

Drei von Rang und Namen

Die Ingenieur Chronograph Edition «74th Members’Meeting at Goodwood» (Ref. IW380703) erinnert an die Ausgabe des legendären, historischen Motorsportanlasses nahe der Südküste Englands. Der Blickfang des auf 74 Exemplare limitierten Zeitmessers ist das Gehäuse aus massivem Rotgold mit einem Durchmesservon 42 Millimetern. Mit seiner eleganten Schlichtheit unterscheidetes sich vom bisher in der Ingenieur-Familieverwendeten, technisch anmutenden Gehäusedesign vonGérald Genta und verleiht der Uhr eine klassische Optik. Das schwarze Zifferblatt mit den zwei Totalisatoren, derkleinen Sekunde und der am äusseren Rand verlaufendenTachymeterskala ist dem Armaturenbrett eines rassigen Sportwagens nachempfunden. Das kunstvoll verarbeitete Armband aus braunem Kalbsledererinnert an das edle Interieur von Klassik-Automobilen.

Die Ingenieur Chronograph Edition «Rudolf Caracciola» (Ref. IW380702) ist dem Rennfahrer Rudolf Caracciola gewidmet, der in den Dreissigerjahren drei Mal Grand-PrixEuropameisterwurde. Das Edelstahlgehäuse, die rhodiniertenZeiger und das ardoisefarbene Zifferblatt verleihender Uhr einen technischen, aber dennocheleganten Charakter. Das Zifferblatt imitiert den Instrumenten-Look der historischen Rennwagen, die Caracciola auf dem Höhepunkt seiner Karriere von einem Sieg zum nächsten steuerte. Auch dieses Modell ist mit einem edlen Armbandaus braunem Kalbsleder ausgestattet. Die Limitierung auf 750 Exemplare verleiht dem sportlich-eleganten Zeitmesserzusätzliche Exklusivität.

Die Ingenieur Chronograph Edition «W 125» (Ref. IW380701) setzt sich thematisch mit dem Silberpfeil Mercedes Benz W 125 auseinander. Ende der Dreissigerjahre dominierte der von Rudolf Uhlenhaut konstruierte Rennwagen seine Konkurrenz. Das Gehäuse aus Titan, das versilberte Zifferblatt, die markanten schwarzen Zeiger und Appliken und das Armband aus schwarzem Kalbsleder versetzen den Besitzer der Uhr direkt ans Steuer eines W 125.

 

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