An der Abrechnung der ausgefallenen Baselworld 2020 und dem Ersatztermin vom 28. Januar bis 2. Februar 2021 schieden sich die Geister. Wahrscheinlich gab aber auch das immer noch nicht hinreichend schlüssige Messekonzept den Ausschlag, dass sich weitere renommierte Schlüsselmarken wie Patek Philippe, Rolex, Tudor, Chanel, Chopard, Hublot, TAG Heuer und Zenith von der Basler Uhrenmesse verabschiedeten. Breitling, Bulgari und Seiko hatten diesen Schritt ja schon zuvor getan. Der Uhrenkosmos hat ausführlich hierüber berichtet.

Mit den Publikumsmagneten steht und fällt jedoch die einstmals bedeutendste Uhren- und Schmuckmesse der Welt.

Baselworld erreicht Einigung mit Ausstellern

Nun haben die MCH-Group und Vertreter der Baselworld-Aussteller wohl zumindest einen Modus Vivendi hinsichtlich der Abrechnung des 2020 abgesagten Ereignisses ausgehandelt. Gemeinsam mit dem Komitee der Schweizer Aussteller (Comité des Exposants suisses) konnte eine Lösung gefunden werden, welche auch das beratende Kommitee (Comité Consultatif) einhellig begrüßte. Weitere Industrieverbände unterstützen das Agreement.

Ich schätze die konstruktive Haltung der Vertreter der MCH Group, die es uns ermöglicht hat, eine ausgewogene Lösung zu finden. Ich möchte auch Patek Philippe, Rolex, Tudor, Chanel, Chopard, Hublot, Zenith und Tag Heuer danken, die im Geiste der Solidarität mit der gesamten Branche einer geringeren Rückerstattung zugestimmt haben, damit die anderen Aussteller von besseren Bedingungen profitieren können.

Hubert J. du Plessix

Präsident des Schweiter Ausstellerkommitee, Rolex

 Wir sind froh, in kurzer Zeit gemeinsam eine für alle akzeptable Lösung gefunden zu haben. Angesichts der großen Ertragsausfälle auf Grund von COVID-19 und unserer Verantwortung gegenüber allen unseren Stakeholder-Gruppen gehen wir mit dieser Lösung an die Grenzen des für uns Möglichen. Mit dem einvernehmlichen Abschluss der Baselworld 2020 können wir uns nun ganz auf die Zukunft konzentrieren.

Bernd Stadlwieser

CEO, MCH-Group

Wir sind intensiv daran, zusammen mit den Ausstellern und Besuchern die Bedürfnisse und Möglichkeiten neuer Plattformen abzuklären und zu diskutieren. Wir werden bis im Sommer über mögliche Folgeformate entscheiden und dann über das neue Konzept und die Terminplanung informieren.

Michel Loris-Melikoff

Geschäftsführer, Baselworld

Ob Baselworld oder Genfer Uhrenmesse – es gibt noch viele Fragen

Mehr zu dieser brisanten Thematik steht derzeit noch nicht fest. Wir vom Uhrenkosmos werden jedoch sofort berichten, wenn sich in Sachen Baselworld 2021 etwas Neues tut.

Entscheidend in diesem Zusammenhang dürfte die Einigung zwischen der Watches & Wonders und den abtrünnigen Basel-Marken wie etwa Rolex, Tudor, Patek Philippe oder Chopard über Konzept, Finanzierung und Aufteilung der Flächen im Genfer Palexpo sein.

Nicht minder wichtig ist in diesem Zusammenhang die Klärung der Frage, ob auch kleinere Uhrenmarken, die schon ihr Interesse bekundet, aber noch keine Antwort erhalten haben, ebenfalls im Genfer Messegebäude willkommen sein werden.

Drittens heißt es eine Lösung finden, wie man mit den so genannten Trittbrettfahrern umgehen will. Gemeint sind Marken, welche sich in Hotels oder anderen Genfer Räumlichkeiten niederlassen.

Kommt Zeit, kommt Rat.