Die junge Uhrenmarke Formex verkauft ihre Armbanduhren vorerst nur im Internet. Getreu dem Motto #betweenyouandus
Der direkte Weg zu einer präzisen, sportlichen und preiswerten Uhr

Die junge Uhrenmarke Formex gestaltet markante und im Design sehr eigenständige Armbanduhren. Sie wendet sich primär an jüngere Zielgruppen und setzt auch deshalb auf den Direktvertriebs

Der direkte Weg zu einer präzisen, sportlichen und preiswerten Uhr

Der Fomex Essence Chronometer mit der COSC-attestierten Präzisionsbescheinigung

Von Grädel zu Granito

Genau 20 Jahre ist Formex mittlerweile jung. Doch Hans Peter Grädel, der die Schweizer Uhrenmarke 1999 ins Leben rief, ist längst schon nicht mehr dabei. Seit 2015 hat Raphael Granito als Eigentümer und CEO das Sagen. Und der 31-Jährige weiß genau, was er tut. Immerhin entstammt er einer einschlägig erfahrenen Familie. Seinem Vater Elio Granito gehört der Gehäuse-, Zifferblatt- und Metallbandfabrikant Dexel. Logischer Weise ist der Spross bereits seit frühester Jugend mit den Themen der Uhrenindustrie vertraut.
Die über Jahre hinweg gesammelten Erfahrungen brachte Raphael Granito konsequent in Formex ein. Mit seinem Uhr-Projekt, und um ein solches handelt es sich, beschreitet er ganz bewusst andere Wege. Das beginnt bei der Konzeption der Armbanduhren, setzt sich fort bei der Produktion und endet beim Direktvertrieb übers Internet. Seit 2016 kann man Zeitmesser mit dieser Signatur nämlich nur noch auf diesem Wege kaufen. Die dadurch eingesparten Margen gibt das junge Unternehmen selbstverständlich an die Kunden weiter. „Wir möchten ein Maximum an Uhr und Qualität zum bestmöglichen Preis anbieten.“ erläutert Raphael Granito beim Besuch in den Bieler Ateliers.
Der Hürden des ausschließlichen Online-Vertriebs ist er sich dabei durchaus bewusst. Weil persönliche Beratung beim Fachhändler ebenso wegfällt, wie die Möglichkeit, die Uhren direkt am Handgelenk zu erleben, „haben wir zusammen mit einem Berner Spezialisten eine praktische TryOn-App entwickelt, welche dieses Manko zumindest virtuell beseitigt.“ Das Nutzen der Augmented Reality verlangt zuvor jedoch nach dem Herunterladen und Ausdrucken eines so genannten Slap Strap von der Formex-Homepage. Zusammen mit dem Armband aus Papier zaubert besagte App dann den ins Auge gefassten Zeitmesser in wahrer Größe aufs Handgelenk. Einschließlich Armband und Schließe, versteht sich. Dieses gleichermaßen verblüffende wie effiziente Werkzeug reduziert böse Überraschungen. Sollte der Kauf trotzdem nicht gefallen, offeriert Formex ohne Wenn und Aber ein 30-tägiges Rückgaberecht.

Wir möchten ein Maximum an Uhr und Qualität zum bestmöglichen Preis anbieten.

Raphael Granito

CEO, Formex

Komfortabler Schockabsorber

Dass die Rücklaufquoten sehr gering sind, liegt auch an dem Eindruck, welchen die Zeitmesser mit der Signatur Formex nach dem Eintreffen auf Anhieb vermitteln. Trotz günstiger Preise spart Raphael Granito an nichts. Der von den Gründern angestrebte sportliche Auftritt der Formex Uhren blieb ebenso erhalten wie die Vierpunkt-Aufhängung des Werkscontainers am Gehäuserahmen mit den Bandanstößen. „Unser intelligentes Federungssystem ist weitaus mehr als nur ein technischer Gag. Einmal wirkt die patentierte Konstruktion als zusätzlicher Schockabsorber. Darüber hinaus steigert dieses Feature gerade bei großen Zeitmessern den Tragekomfort“, so Raphael Granito.
Die Festlegung auf den Direktbetrieb übers Internet war übrigens nur eine der bemerkenswerten Amtshandlungen des neuen Inhabers. Daneben war dem jungen CEO auch die Stärkung des Markenkerns ein wichtiges Anliegen. Stand anfangs der Rennsport im Vordergrund, spricht Formex nicht zuletzt wegen der spezifischen Gehäusemerkmale inzwischen auch anspruchsvolle Sportarten wie Fallschirmspringen, Gleitschirmfliegen, Mountainbiking oder Freestyle Skifahren an.
Bei den Gehäusen spielt Stahl derzeit eine dominierende Rolle. Aber Raphael Granito denkt weiter in die Zukunft. Und da führt an Titan, Keramik und Karbon mit Sicherheit kein Weg vorbei. Wegen der restriktiven Eta-Lieferpolitik stammen die mechanischen Uhrwerke mittlerweile in erster Linie von Sellita, was der Qualität freilich keinen Abbruch tut. Wenn sich die Geschäfte weiterhin positiv entwickeln, könnte über kurz oder lang sogar ein eigenes Automatikkaliber Realität werden. Aber so weit ist Formex gegenwärtig noch nicht. Ganz abgesehen davon, dass eine eigene exklusive Mechanik den Preis definitiv stark nach oben treiben würde.

Dies ist der zweite Absatz

Die Essenz von Formex

Nur 1.240 Euro kostet der von Uhrenkosmos.com getestete Zeitmesser – das Modell „Formex Essence“ mit dem bewährten Automatikkaliber SW200-1 von Sellita. Von selbst verstehen mag sich, dass Formex hierfür nur die beste Ausführung dieses Uhrwerks verwendet. Vor dem Einschalen in den Bieler Ateliers muss sich jedes Exemplar einem 15-tägigen Genauigkeitstest bei der amtlichen Schweizer Chronometerprüfstelle COSC unterziehen.

Der Name dieser eher unspektakulär wirkenden Armbanduhr ist irgendwie Botschaft, denn sie verkörpert gewissermaßen die Essenz und auch Quintessenz der von Formex. Wer diesen Zeitmesser ans Handgelenk anlegt, wird sehr schnell den ergonomisch angenehmen Sitz der Uhr verspüren. Dieser ist der bereits beschriebenen Gehäusekonstruktion geschuldet. Die Vorteile zeigen sich vor allem bei straff gespannten Armband. In diesem Fall gibt der federnd gelagerte Werkscontainer bei Bewegungen des Handgelenks spürbar nach. Auch abends oder bei intensiver sportlicher Betätigung, wenn der Unterarm naturgemäß etwas anschwillt, macht sich dieses Merkmal positiv bemerkbar. Ein dritter Aspekt besteht darin, dass die Krone nicht in den Handrücken drückt und dort auf Dauer unschöne Hornhaut erzeugt.

Nachgedacht hat das Formex-Management auch bei dem, das den eigentlichen Zeitmesser am Handgelenk hält. Auf dem Weg zum Gipfel oder bei Schnorcheln möchte Mann womöglich ein anderes Armband als im Büro oder während des abendlichen Barbesuchs. Wer das richtige Werkzeug zur Hand hat und damit auch richtig umgehen kann, hat niemals Probleme. Aber das ist bekanntlich nur bei einer Minderheit der Fall. Also besitzen die Uhren ein unkompliziertes Schnellwechsel-System für das Armband. Durch das Wegdrücken zweier kleiner Stifte von den Bandanstößen lässt sich das Metallband ruck-zuck von Gehäuse abnehmen. Analog dazu erfolgt auch das Anbringen der Armband-Alternative innerhalb weniger Sekunden.

Wer an der „Essence“-Automatik Gefallen findet, die natürlich mit unterschiedlichen Zifferblättern zu haben ist, sollte sich am besten für die Version mit langlebigem Gliederband und komfortabler Faltschließe entscheiden. Im Verschluss findet sich nämlich ein leicht handhabbares Verlängerungssystem um vier Millimeter. Armbänder aus Silikon, Leder oder Textil lassen sich auf www.formexwatch.com nach Lust und Laune erwerben. Ihr Federsteg besitzt nur einen hervorstehenden Schnellwechsel-Stift. Wer auf der Homepage nicht das Passende findet, kann selbstverständlich auch ganz normale 22-Millimeter-Armbänder mit gewöhnlichen Federstegen nutzen. Dann benötigt man jedoch nicht nur ein adäquates Werkzeug, sondern auch eine ruhige Hand, um dem Gehäuse bei der Bandmontage keinen Schaden zuzufügen.

Der Uhrenkosmos Modell-Steckbrief 

Hersteller

Formex, Biel

Name

Essence

Referenz

0330.1.6331.100

Uhrwerk

Kaliber Sellita SW200-1

Aufzug

Automatisch

Durchmesser

25,6 Millimeter

Bauhöhe

4,6 Millimeter

Unruhfrequenz

vier Hertz

Gangautonomie

Ca. 38 Stunden

Anzeige

Stunden, Minuten, Sekunden, Fensterdatum

Zusatzfunktionen

COSC-Zertifikat

Gehäuse

patentierte Konstruktion, Edelstahl, Saphirglas, Sichtboden

Durchmesser

43 Millimeter

Höhe

zehn Millimeter

Wasserdichte

zehn bar (100 Meter)

Armband

Edelstahl-Gliederband

Preis

circa 1.240 Euro inklusive Versandkosten und Verzollung

 

Erhältlich unter www.formexwatch.com

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