Neue Baselworld startet 2021 soll Januar 2021 kommen
Basler Uhrenmesse Baselworld 2020 abgesagt!

Nun steht mit dem 28. Januar der Termin der Baselworld 2021 fest. Auch das Angebot von Michel Loris-Melikoff an seine Aussteller ist durchaus entgegenkommend. Aber wird das in Zeiten von Corona reichen?

Basler Uhrenmesse Baselworld 2020 abgesagt!

Nun steht mit dem 28. Januar der Termin der Baselworld 2021 fest. Auch das Angebot von Michel-Loris Melikoff an seine Aussteller ist durchaus entgegenkommend. Aber wird das in Zeiten von Corona reichen?

Lange hat Michel Loris Melikoff, der Geschäftsführer der Basler Uhrenmesse probiert, das Unausweichliche aufzuhalten. Dann gab man sich dem Corona-Virus geschlagen und hat die Basler Uhrenmesse Baselworld 2020 abgesagt. Zu fest hält die Pandemie die europäischen Länder in den letzten Wochen im Griff.
Alle Hoffnungen, dass  dass man erst am Anfang der Ausbreitung der Krankheit stehen würde, sind auch dahin. Selbst eine Verschiebung in den späten Sommer, wie es etwa der Salone di Mobile und andere Messen planten, sind mehr als fraglich. Abgesehen davon, dass kein Juwelier und kein Uhrenhersteller im Juni oder Juli eine Uhrenmesse braucht, kommt nun der Umstand dazu, dass durch den Shut down die meisten Uhrenhändler, aber auch viele Marken in finanziellen Nöten sind. 

Vorangegangen war ja die Absage der Watches & Wonders, ehemals SIHH, bzw. weiterer prominenter Markennamen wie Citizen, Bulova und Bulgari. Allerdings sollen Ende August nun die Geneva Watch Days als eine dezentrale Verkaufsschau verschiedener Premiummarken in Genf stattfinden. 

Die Citizen Uhrengruppe unterstützt die Baselworld stark bei ihren Projekten und in ihrer Transformation. Wir glauben an die Bedeutung einer zentralen Veranstaltung, welche die gesamte Uhrenindustrie zusammenbringt. Aber in diesem Jahr werden die Marken Citizen und Bulova versuchen, ihre Abwesenheit mit einigen lokalen Events in den relevanten Ländern auszugleichen.

Norio Takeuchi

Geschäftsführer, Citizen Watch Co.

Nun werden aber andere Fragen spannend: Wie gehen die großen Aussteller vor? Können die von manchen propagierten Roadshows die Messeaktivitäten ausgleichen? Und wenn ja, braucht man dann überhaupt noch eine zentrale Uhrenmesse im verkehrstechnisch eher suboptimal gelegenen Basel?  Wäre jeweils eine Messe in Asien, Europa und Amerika nicht besser, weil praktischer? Dem Carbon Footprint würde es auf alle Fälle gut tun. Beziehungsweise wäre es interessant zu wissen, wie die großen Uhrenmarken in diesem Jahr noch auf ihre Verkaufszahlen kommen wollen.  Ohne große mediale Kampagnen nach dem Abflauen des Corona Virus wird dies wohl nicht zu schaffen sein. 

Generell  ist ja festzuhalten, dass der neue Termin im Januar 2021 klug gewählt ist. Am Anfang des Jahres hat man mehr Zeit, die Uhrenmarken können in Ruhe ihre Modell vorstellen und haben Zeit, für einen angemessenen Abverkauf zu sorgen. Die Watches & Wonders wird sicher auch nachziehen und damit kommt der Jahresablauf wieder ins Lot. 
Außerdem haben die Vielzahl der Absagen die Verantwortlichen der Uhrenmesse endlich zum Überdenken ihres Handelns brachten. Endlich wurde dem hochwertigen Vintage-Markt mit Phillips Bacs & Russo eine Plattform geboten, endlich ergänzen Diskussionen und Foren den Ausstellungsbetrieb und endlich scheint die Messe auch preislich eine gewisse Flexibilität an den Tag zu legen. 
Ob diese Aktivitäten nun reichen, im kommenden Januar wieder für volle Hallen zu sorgen, ist offen. Die Basler Uhrenmesse tut zumindest vieles, um einen weiteren Ausstellerschwund zu verhindern. 

So wurde in einer Pressemitteilung vom 04. April 2020 mitgeteilt, dass die Aussteller, die in 2020 gebucht hatten, 85% des Buchungswertes als Gutschrift in eine neuerliche Präsenz bei der kommenden Uhrenmesse Baselworld 2021 anrechnen können. Ob dies reicht, um den schwindenden Rückhalt bei Ausstellern und Besuchern aufzufangen ist offen. Ein Schritt in die richtige Richtung ist es allemal. 
Verbunden mit dem Januar-Termin, einer inhaltlichen Öffnung der Messe und einer erhöhten Flexibilität ist zu hoffen, dass der Uhren- und Schmuckindustrie wie dem Handel ein zentraler weltweiter Marktplatz erhalten bleibt. Da überdies 80% der weltweiten Premiumuhren aus der Schweiz kommen, gäbe es auch weiterhin valide Gründe für einen Standort Schweiz. 

Die Basler Uhrenmesse Baselworld öffnet am 28. Januar 2021

Am 28. Januar 2021 wird die Baselworld laut Plan wieder ihre Pforten öffnen.

Über den Autor

Wolfgang Winter

Uhrenkosmos Partner und Autor.

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