Die Sandoz-Familienstiftung stellt bei Parmigiani strukturelle und personelle Weichen
Parmigiani plant die Zukunft und lanciert die Toric Quantième Perpétuel Retrograde

Der Mutterkonzern Pôle horloger plant für die Zukunft. Wie auch der neue Ewige Kalender Parmigiani Toric Quantième Perpétuel Retrograde Slate

Parmigiani plant die Zukunft und lanciert die Toric Quantième Perpétuel Retrograde

Die neue Toric Quantième Perpétuel Retrograde Slate steht für den uhrmacherischen Anspruch von Parmigiani Fleurier

Eine Luxus-Manufaktur seit 1996

Bei Parmigiani Fleurier ist einiges im Fluss. In Sachen Management, Struktur wie Kollektion.
Bekanntlich gehört das Unternehmen seit 1996 zur Stiftung der Familie Sandoz. In besagtem Jahr debütierte auch die erste Uhrenkollektion. Selbige basierte auf einer klaren, einprägsamen Philosophie: Geringe Stückzahlen, sehr viel Handarbeit, Top-Qualität, Detailtreue und purer Luxus. Diese Maximen gelten seitdem für jeden Zeitmesser, der den noblen Parmigiani Fleurier Stammsitz an der Rue du Temple im malerisch gelegenen Fleurier verlässt.

Natürlich macht der Wandel auch vor den Parmigiani-Türen nicht halt. Längst schon leisten computergesteuerte Maschinen einen wichtigen Beitrag zur Produktion präziser Komponenten. Allerdings stehen diese nicht bei Parmigiani selbst, sondern in den Gebäuden von Vaucher, atokalpa und elwin. Zusammen mit den unterm gleichen Dach angesiedelten Uhrwerk-Spezialisten ergibt sich eine große Fertigungstiefe von mehr als 90 Prozent.
Die Produktpalette reicht von den teilweise extrem aufwändigen Platinen für hoch komplexe Uhrwerke, den zugehörigen Brücken und Kloben bis hin zum anspruchsvollen Assortiment.

Das Personalkarussell dreht sich

Im Mai 2019 hat der Pôle horloger besagter Sandoz-Stiftung einige personelle Änderungen publiziert. Neben der Parmigiani Fleurier SA umfasst er die Vaucher Manufacture SA, die SFF Composants Horlogers SA mit atokalpa, und elwin, die NewTechCo SA, die Les Artisans Boîtiers SA sowie schließlich auch noch die Quadrance & Habillage SA.

Der Wechsel betrifft folgende Personen: Thomas Stenz und Charles Gebhard fungieren als Verwaltungsräte der übergeordneten Holding. Jean-Daniel Dubois hat die Vaucher Manufacture verlassen. Seine Aufgabe als CEO übernimmt Jean-Noël Lefevre. Insider kennen ihn als Direktor der Produktion bei Vacheron Constantin. Neuer CFO der Werkeschmiede, an der Hermès 25 Prozent hält, wird Philippe Saint-Martin. Sein Erfahrungsschatz umfasst unter anderem Tätigkeiten bei LVM Les Fabriques du Temps Louis Vuitton und der Boucledor SA.

Altes und Neues bei Parmigiani Fleurier

An der Rolle von Davide Traxler als CEO von Parmigiani Fleurier ändert das nichts. Seine Erfahrungen im Geschäft mit Luxusuhren sammelte der ehemalige Corum-COO über einen Zeitraum von 15 Jahre bei Bulgari und Chopard.
Als Verwaltungsrat von Parmigiani Fleurier (PF) agiert künftig
Daniel Riedo. Darüber hinaus ist vorgesehen, den ehemaligen CEO der Traditionsmanufaktur Jaeger-LeCoultre mit beruflichen Erfahrungen bei Tudor in die Verwaltungsräte der oben genannten Gruppenmitglieder zu wählen. Weiterhin gibt es ab August 2019 auch bei PF einen neuen Finanzchef. Als CFO hat Dominique Borgers schon bei Fendi Timepieces und La Montre Hermès gewirkt.

Dass sich unter der Leitung von Davide Traxler mit tatkräftiger Unterstützung durch Daniel Riedo bei Parmigiani Fleurier einiges ändern wird, steht völlig außer Zweifel. Konkretes lässt noch auf sich warten. Aber eine Straffung der Kollektion ist vermutlich ebenso zu erwarten wie eine stärkere Fokussierung auf Sportlichkeit. Im Gegensatz zu Audemars Piguet und Patek Philippe hat das kleine aber feine Unternehmen bislang keine echte Sportuhr im Programm. Dabei steht gerade dieser Aspekt bei anspruchsvollen Uhrenliebhabern immer höher im Kurs. Also darf die Fangemeinde des Hauses Parmigiani Fleurier diesbezüglich durchaus gespannt sein. In weniger als einem Jahr findet schließlich wieder der Uhrensalon SIHH statt.

Auf immer und ewig

Schon Realität ist hingegen die Parmigiani Toric Quantième Perpétuel Retrograde Slate Armbanduhr. Auf dem Zifferblatt der Grauen Eminenz gibt es einiges zu entdecken. Speziell durch ihre Farbgebung tritt die guillochierte Scheibe, vor der sich insgesamt vier Zeiger bewegen, ausgesprochen dezent in Erscheinung. Drei der mittig positionierten Zeiger stellen die Stunden, Minuten und Sekunden dar. Der vierte Zeiger mit rotem halbmondförmigem Ende weist auf das Datum.
Die Besonderheit besteht darin, dass die retrograde Anzeige Tag für Tag schrittweise von links nach rechts wandert. Am Ende des Monats springt der Zeiger blitzartig zurück zur „1“. Ob dies nach 28, 29, 31 oder 31 Tagen geschehen muss, weiß der mechanische Rechner unter dem Zifferblatt. Ein intelligenter Nocken kennt die Monatslängen bis zum Februar 2100. Dann verlangen die Eigenheiten des Gregorianischen Kalenders nach einem kleinen Handgriff, um das Kalendarium für weitere 100 Jahre zu programmieren.

In zwei rechteckigen Fenstern zeigen sich außerdem die Namenskürzel der Wochentage und Monate. Die runde Anzeige unterhalb der „12“ gilt dem Schaltjahreszyklus. Bleibt die Indikation ganz unten. Sie bildet die Lichtphasen des Mondes über der nördlichen und auch der südlichen Hemisphäre ab. Einmal korrekt eingestellt, weicht die kunstvoll gestaltete Scheibe aus Aventurin-Quarz erst nach 122 Jahren einen ganzen Tag von der astronomischen Norm ab. Darauf weist auch der übergroße Schriftzug „Lune de Precision“ hin.

Präzise ist auch das lediglich 5,5 Millimeter hoch bauende hauseigene Automatikkaliber PF333. Dessen kugelgelagerter Zentralrotor spannt zwei seriell geschaltete Zugfedern. Letztgenannte lassen für einen präzisen Gang die Unruh rund 50 Stunden lang mit vier Hertz oszillieren. Alles ummantelt wiederum ein 42,5 Millimeter großes Rotgoldgehäuse. Es schützt die aus 414 Komponenten assemblierte Mikro-Mechanik und widersteht einem Wasserdruck von bis zu drei bar.
Sollten Interessenten zwar die feine Mechanik, aber nicht das graue, womöglich an einen beruflichen Alltag erinnernde Zifferblatt lieben, so bietet Parmigiani Fleurier als Alternative eine ansonsten baugleiche Version mit weißem Zifferblatt an.

Uhrenkosmos Modell-Steckbrief 

Hersteller

Parmigiani Fleurier

Name

Toric Quantième Perpétuel Retrograde Slate

Referenz

PFH427-1600200-HA1241 (schiefergrau)

PFH427-1602400-HA1241(weiß)

Premiere

Januar 2019

Uhrwerk

Manufakturkaliber PF333

Aufzug

automatisch

Gangautonomie

ca. 50 Stunden

Unruhfrequenz

vier Hertz

Anzeige

Stunden, Minuten, Sekunden, Datum, Wochentag, Monat, Schaltjahreszyklus, Mondphasen

Zusatzfunktionen

Ewiges Kalendarium

Gehäuse

Rotgold

Durchmesser

42,5 Millimeter

Höhe

12,1 Millimeter

Wasserdichte

drei bar

Armband

Hermès Alligatorleder

Preis

66.900 Euro Version schiefergrau, 65.900 Euro weiß

Limitierung

keine

 

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


CAPTCHA-Bild
Bild neu laden

Illus

Beliebteste

ABONNIEREN SIE JETZT UNSEREN NEWSLETTER

Aktuelle Glossarbeiträge