Exclusive Timepieces zum Grand Prix Historique de Monaco – Top Lots
„Scholars“ studieren schon seit Tagen den „Exclusive Timepieces“ Katalog der Monaco Legend Group. Die Auktion findet passenderweise während des Grand Prix Historique de Monaco am 25. und 26. April statt (die Zimmerpreise erfordern deshalb allerdings Entspannung).
Über die einzigartige Platin Oyster Perpetual hatte ich schon berichtet.
Weitere Top Lots sind eine von nur vier bekannten Zenith-Daytonas in Platin und ein besonderer ewiger Kalender von Patek Philippe. Im Unterschied zu Rolex sind bei Patek Philippe goldene Zifferblätter selten. Dafür trägt der Look bei Patek einen eigenen, schönen Namen, nämlich „Doré“. Das Modell 3448 war 1962 der erste ewige Kalender mit Selbstaufzug und ist heute eins der gefragtesten Vintage-Modelle des Hauses überhaupt. Besonders wertvoll sind Exemplare in Weißgold, von denen Anfang der 1970er Jahre nur wenige produziert wurden. Noch seltener kommen gelbgoldene Modelle mit „Doré“ Zifferblättern vor.
Berühmt wurde der Doré Look durch Philippe Stern, der einen ebenso legendären Nachfolger, das Modell 3940 als persönliche Uhr mit einem Doré-Blatt trug und eine Sonderserie mit solchen Blättern für die Zürcher Chronometrie Beyer auflegte.

Paul Newman Galore
Besonders beeindruckend ist die Sammlung von Daytonas mit Handaufzug. Der offensichtliche Klimax ist das Los 288. Paul Newmans an sich kommen schon aus dem Sammler-Olymp. In Gold werden sie leicht noch einmal doppelt so hoch bewertet wie in Stahl. Wenn es dann noch die gefragte Referenz 6241 im „John Player Special“ Look ist, wie im Los 288, dann fällt der Hammer nicht selten im siebenstelligen Bereich.
Wegen ihrer stärkeren Präsenz sind Paul Newmans mit verschraubten Drückern und ganz besonders solche mit „Acryl“ Lünette ebenfalls hoch auf der „Wishlist“ liquider Bieter, selbst wenn dazu auf den „Daytona“ Schriftzug verzichtet werden muss. Los 141 ist ein sehr schönes Beispiel des Modells 6263 mit einem „MK1-Panda“ Blatt, das sich leicht am breiten Rolex „R“ erkennen lässt.
Los 199 ist auch eine „Panda“ aber mit Daytona-Aufdruck und ohne verschraubte Drücker. Die Uhr sieht auf den ersten Blick aus, wie Paul Newmans eigene, unterscheidet sich aber in wichtigen Eigenschaften. Parallel zum Start der Modelle 6263 und 6265 produzierte Rolex die letzten Exemplare mit „Pump Pushers“ (Ref. 6262 und 6264). Diese sehr seltenen Uhren wurden schon mit dem verbesserten 3-Hertz-Uhrwerk Ref. 727 geliefert, aber nach kurzer Zeit wieder eingestellt. Bei „off-white“ Paul Newman Blättern ist das Modell an den weißen Minutenstrichen zu erkennen. Die Register der angebotenen 6262 mit dokumentierter, bekannter Herkunft beginnen sich braun zu verfärben.
Erreichbarer ist Los 202, eine 6263 mit besonders groß ausgefallenem „Daytona“ („Big Red“). Daneben gibt es noch viele weitere Leckerbissen, wie zum Beispiel eine frühe 6239 mit „Underline Dial“, „275-Intermediate Bezel“ und „Tropicalized Counters“ on top (Los 271), oder eine Sonderanfertigung des Modells 6265 mit dem „Quraish“ Falkenwappen der Vereinigten Emirate (Los 52).

Chronographen, Gentleman-Style
Chronographen wurden nicht erst mit der Daytona beliebt. Der Katalog erlaubt einen schönen Vergleich ziviler Modelle der 1930er bis 50er Jahre. Mit der Calatrava Referenz 130 gelang es Patek Philippe, das Genre der „Gentleman Chronographen“ zu definieren (Lose 228, 280). Dementsprechend finden sich einige davon auf dem Sammlermarkt, oft auch zu attraktiven Preisen.
Vielen ist der Durchmesser von nur 33 Millimetern aber zu klein, so dass das wesentlich seltenere Schwestermodell Referenz 530 im 36-Millimeter Tonneau-Case grundsätzlich viel höher bewertet wird (Los 250). Dabei ist die 130 aus Los 280 ein besonders schönes Exemplar in Roségold und die 530 aus Los 250 „nur“ eins in Gelbgold.

Style and Substance
Neben Äußerlichkeiten hebt sich Patek Philippe grundsätzlich durch herausragende Uhrmacherkunst ab. Alle 4 Chronographen im Bild basieren auf den Rohwerken von Valjoux. Die Unterschiede springen Kennern ins Auge. Die Pateks aus den Losen 228, 280 und 250 besitzen alle ein Kaliber 13-130, das genau wie das Kaliber V 492 der Vacheron Constantin (Los 234) vom Valjoux Kaliber 13‘‘’VZ/23 abgeleitet wurde.
Neben weniger sichtbaren Verbesserungen, wie der Erhöhung der Anzahl der Lagersteine von 17 auf 23 bekommt bei Pateks Kaliber 13-130 z.B. das Ankerrad eine eigene Brücke, um so den Gangregler mit Schwanenhals Feinregulierung von der Schaltung zu isolieren. Das Schaltrad selbst wird mit einer Kappe aus Stahl geschützt. Bei Vacheron steigt die Anzahl der Juwelen von 17 auf 19. Die Patek Werke waren achtfach justiert, die von Vacheron nur sechsfach.
Die Rolex 2508 aus Los 91 bietet eine ähnlich attraktive Optik, basiert aber auf dem etwas größeren Valjoux Kaliber 14‘‘’/22. Außer der Markengravur sind keine Modifikationen erkennbar. Dabei wurden auch bei Rolex die Werke komplett zerlegt, mit einer eigenen Unruh ausgestattet und dreifach justiert. So bietet der Katalog für Fans mit unterschiedlich großen Bankkonten qualitativ hochwertige Vintage Chronographen verschiedener Preislevels.

„Stelline“, „Padellone“ und „Cioccolatone“
Als Patek Philippe 1941 die erste Armbanduhr mit ewigem Kalender und Mondphase einführte, distanzierte es damit nicht nur die Konkurrenz, sondern erschuf einen Look, der zum Designstandard wurde. Die Kombination aus Fensterdatum und Mondphasen-Anzeige bei 6 Uhr wurde vom Wettbewerb vielfach mit einfachen Kalender-Uhrwerken übernommen. Ende der 1940er Jahre begann bei Valjoux sogar die Serienproduktion von Chronographen Ebauches mit Vollkalender und Mondphase (Valjoux 13‘‘‘/88).
Im Unterschied zu den ewigen Kalendern müssen einfache Kalender nachgestellt werden, um die unterschiedlich langen Monate abzubilden. Rolex lieferte ab 1949 als erster Hersteller einen solchen „Triple Date“ Kalender mit automatischem Aufzug. Die Modelle 6062 und 8171 waren von Anfang an heißbegehrte Trophäen. Zwar sind die Lose 25 und 215 die am häufigsten gesehenen Varianten ihrer Referenz, sie mit so schön alternden Zifferblättern innerhalb der Schätzung zu ersteigern, wäre trotzdem ein nachhaltiges Geschäft.
Überraschend hoch scheint die Taxierung des Loses 54, einer Vacheron Constantin im gelbgoldenen „Carré Galbé“ Gehäuse. Das von italienischen Enthusiasten „Cioccolatone“ getaufte Modell geht normalerweise für viel weniger Geld. Exemplare im „Investment Grade“ mit Kalender und Mondphase sind aber so gut wie nie gesehen. Daher schätzt das Auktionshaus den Wert des Loses auf 300-600.000 Euro obwohl die Uhr aus dem Jahr 1958 noch per Hand aufgezogen wird (Los 47 ist auch eine seltene Cioccolatone mit automatischem Aufzug).

Automatische Eleganz im verschraubten Gehäuse – Extra Plat
Puristen werden sich für die Lose 4 und 60 begeistern. Die Patek Philippe aus Los 4 ist eine Referenz 3445, die recht häufig auf dem Sammlermarkt vorkommt. Das Modell mit praktischem Fensterdatum bei 3 Uhr wirkt trotz automatischem Aufzug und verschraubtem Gehäuse sehr elegant. Ihre, vergleichsweise hohe Bewertung erklärt sich aus dem seltenen Gehäuse in Roségold und dem begehrten Aufdruck des Juweliers „Freccero“ aus Montevideo in Uruguay.
Preislich sehr interessant scheint im Vergleich das Los 60 von Audemars Piguet. Dieses Modell ist wesentlich seltener als die Patek und hat sogar eine „Sweep Hand“. Die Zentralsekunde lässt das Gesicht der Uhr ohne Minuterie noch aufgeräumter wirken. Auch sie hat ein flaches, verschraubtes Gehäuse, das wie das der Patek vom Genfer Case Maker Antoine Gerlach stammt.
Der Aufzugsrotor ihres schönen und hochwertigen Uhrwerks läuft auf Rubin-Rollen, entstammt aber einer früheren Entwicklungsstufe als das der Patek Philippe mit Kugellager-Rotor

„Grandes Complications“ am Handgelenk
Patek Philippe ist unumstrittener Bannerträger der serienmäßigen Fertigung komplizierter Armbanduhren. Die Geschichte nahm ihren Lauf, als das Haus im Jahr 1941 einen ewigen Kalender und einen Chronographen mit ewigem Kalender einführte. Mit der Kombination aus Chronograph und ewigem Kalender hatte Patek Philippe über mehr als 40 Jahre ein Monopol im Markt. Als Audemars Piguet und Vacheron Constantin schließlich nachgezogen hatten, brachte Patek einen Schleppzeiger Chronographen mit ewigem Kalender heraus (Ref. 5004, Lose 30, 140 und 194).

Bleibende Werte
Kalender Chronographen gehören zum genetischen Code von Patek Philippe und wurden über Modellgenerationen hinweg optimiert. Selbst wenn die Auflagen mit jeder neuen Generation wachsen, verlieren solche Uhren ihren Wert langfristig nicht. Für Liebhaber, die nicht Willens oder in der Lage sind auf die Vintage-Modelle 1518 und 2499 zu bieten kann es deshalb auch ein jüngeres Modell sein, sofern man sich mit dem Look anfreunden kann (Lose 56, 73 und 224).
Modell 3970 wurde 1986 auf der Basis des berühmten Nouvelle Lémania Ebauches Ref. 2310/ 27 CHRO eingeführt (Los 224) und die Referenz 5270 (Los 73) ist das aktuelle Modell mit dem Manufakturwerk CH29-535PSQ. Beim Modell 3970 polarisierten zu Anfang die vielen kleinen Zeiger, beim Modell 5270 und dem Übergangsmodell 5970 die wuchtigen und doch antiquiert wirkenden Bandanstöße. Das aktuelle, modisch-grüne Degradé-Zifferblatt verhilft der Platinuhr im Bild zu Popularität, während die Patek Philippe in Roségold innerhalb ihrer Taxe eine attraktive Investition in einen zeitlos eleganten Klassiker wäre. Die Uhr kommt im Full Set mit zwei Gehäuseböden.

Breguets bewegte Geschichte
Warum Breguet nicht zu den „glorreichen Drei“ der traditionellen Haute Horlogerie gehört, ist eine faire Frage, überlegt man, dass das Haus einst vom wohl größten Uhrmacher der vergangenen 250 Jahre selbst gegründet wurde. Doch Erfolg ist niemals endgültig, wie schon die Söhne Breguets erfahren mussten. Während der ersten schweren schweizer Uhrenkrise verkauften sie im Jahr 1870 an die englische Uhrmacherfamilie Brown, die für die nächsten 100 Jahre Eigner des Namens Breguet blieb.
Die neuen Patronen verfolgten eine kommerzielle Strategie. Wie zahllose andere Établisseure profitierten sie von der hohen Qualität Schweizer Rohwerke und bauten sie mit begrenztem Aufwand in, ebenfalls zugelieferte Gehäuse ein. Die wichtigste Errungenschaft Breguets während der Blütezeit mechanischer Armbanduhren war der Militär-Chronograph Type XX.
Ironischerweise war es ausgerechnet ein Urenkel Breguets, der die Markeneigner Anfang der 1950er Jahre in eine Chronographen-Ausschreibung der französischen Armee brachte. Gefordert war unter anderem ein Flyback Mechanismus, wie ihn Longines 1936 mit dem Uhrwerk 13 ZN eingeführt hatte. Bei Breguet wurde dazu ein Valjoux 14‘‘‘/22 Ebauche modifiziert, um die Stoppfunktion mit der gleichzeitigen Rückführung des Chronographen-Zeigers zu verbinden („Retour en Vol“).
Diese „Toolwatch“ war ein Erfolg und prägte dadurch lange Zeit das Image eines Namens, der eigentlich auf uhrmacherische Feinkost hoffen lässt. Bis heute lässt sich Swatch das Geschäft mit Type XX-artigen Breguet Chronographen nicht entgehen.

Return to Glory?
Während der „Quarzkrise“ ging Breguet 1970 an den Pariser Juwelier Chaumet. Mutig leitete das Management zur Unzeit die strategische Neuausrichtung ein. Im Jahr 1973 kam Daniel Roth von Audemars Piguet und wurde technischer Leiter von Breguet. Sein Auftrag war es, Breguet in eine Haute Horlogerie Marke zu transformieren. Nach historischen Motiven entwickelte er zuerst das heute typisch wirkende Breguet Design mit guillochierten Zifferblättern, Birnen-Zeigern, runden, kannelierten Gehäusen („Coin Edge“) und schlanken, geraden Bandanstößen.
Waren es anfangs nur einfache Uhren, realisierte er ab Ende der 1970er dann Breguet Uhren mit komplizierten Uhrwerken, die er mit den feinen Mechaniken von Frederik Piguet und Lémania ausstattete. Sämtliche zugelieferten Teile wurden unter Roths Leitung weiter verfeinert und natürlich ließ er es sich nicht nehmen, Breguets berühmteste Erfindung, das Tourbillon selbst zu entwickeln. Komplizierte Breguets aus den 1980er und 90er Jahren spielen in derselben Liga wie damalige Audemars Piguets und Vacheron Constantins. Gute Exemplare sind heute unter anspruchsvollen Sammlern „in the know“ gefragt.

Unabhängige Exzellenz
1987 geriet Chaumet in Turbulenzen, Breguet wurde von einer Investmentgesellschaft übernommen und Daniel Roth machte sich selbständig. Mit seiner Erfahrung bei Audemars Piguet, dem Meisterstück der gelungenen Breguet Wiedergeburt und seinem Status als Mitglied der „Uhrmacherfamilie“ im Vallée de Joux brachte er beste Voraussetzungen mit, weiterhin Zeitgeschichte zu schreiben. Er wurde zu einem führenden Vertreter der Garde unabhängiger Meisteruhrmacher, deren bekanntestes Gesicht heute François Paul Journe ist, die aber auch durch Persönlichkeiten wie George Daniels, Philippe Dufour und eben Daniel Roth geprägt wurde.
Gemeinsam mit Philippe Dufour entwickelte Roth das Los 103, einen automatischen ewigen Kalender mit schneller Datumsschaltung. Los 10 ist eine von nur 20 hergestellten Stahluhren Modell C 187 mit Tourbillon und dreiarmiger Sekunden-Intervallanzeige. Auf der Gehäuserückseite findet sich ein zweites Zifferblatt mit retrogradem Datum und Gangreserve-Anzeige. Diese Uhr verbindet eine eigenständige Konstruktion mit dem typischen Roth Design und kommt im Full Set. Ein vergleichbares Exemplar ging Ende März 2026 bei Future Grail online (!) für 228.000 US-$, was die Schätzung des Loses bei der MLG von 80 bis 160.000 € moderat erscheinen lässt.

Illusion von Präzision
Zwei gut bekannte aber wenig diskutierte Fakten mechanischer Armbanduhren sind der überschaubare praktische Bedarf an Verbesserungen der Genauigkeit über die Chronometer-Qualität hinaus und die ohnehin nicht erreichbare Präzision von Quarzuhren. Trotzdem investiert die Industrie weiter in Verbesserungen der kurz- und langfristigen Genauigkeit mechanischer Uhrwerke. Die Fortschritte werden mühsamer und erfordern den Einsatz von Materialien, die mit traditionellem Handwerk nicht zu beherrschen sind.
Halbleiter Prozesse, wie sie zur Herstellung von Silizium-Teilen eingesetzt werden, harmonieren kaum mit der Symbiose aus exzellentem Handwerk und hervorragendem Know-How, die die Schweizer Uhrmacherkunst einzigartig macht.

Avantgarde der Haute Horlogerie
Die unabhängigen Meisteruhrmacher stehen vor der Herausforderung, unter diesen schwierigen Bedingungen noch Akzente setzen zu müssen, um sich profilieren zu können. Philippe Dufour verfolgt die Strategie, mit handwerklichen Methoden und Werkzeugen eine Qualität zu liefern, die auch mit den modernsten Maschinen nicht erreicht wird.
François Paul Journe gelingt es immer wieder lange praktiziertes neu zu denken und sinnvoll zu verbessern. Das trifft auch auf die Repetitionsuhr aus Los 109 zu. Zum Beispiel nutzt Journe statt unterschiedlichen Tönen unterschiedliche Taktungen und spart so Teile und Platz. Das Gehäuse dient als Klangkörper und ist konsequenterweise aus Stahl gemacht, weil das Metall hervorragend resoniert und deshalb erlaubt, die klangauslösenden Teile klein zu halten. Die Uhr war zu ihrer Einführung der flachste Minute Repeater auf dem Markt

Ergonomie der Zeitmessung
Eine andere Philosophie wurde bei Los 43 verfolgt. Harry Winston ist kein Name, den man spontan mit unabhängiger Haute Horlogerie verbindet und doch wurden mit dem Opus Konzept Impulse gesetzt. Die Opus 9 aus Los 43 wurde von Meister Uhrmacher Jean-Marc Wiederrecht und Designer Eric Giroud konzipiert.
Ihr Ziel war es, das Ablesen der Zeit neu zu erfinden. Heraus kamen zwei angetriebene Brillant-Ketten mit Rubinen, die an Stunden-, bzw. Minuten-Skalen vorbeilaufen, um die aktuelle Zeit zu melden. Design und Verarbeitung des originellen Zeitmessers entsprechen in jeder Beziehung den Erwartungen, die der Name Harry Winston weckt.

Das Herz auf den Lippen
MB&F gehört unter den Unabhängigen zu den etablierten und baut auf Gelerntem auf. Dazu gehört, wie bei der „Legacy Machine Split Escapement EVO UAE Year of the 50th“ aus Los 247 der Unruhreif, der sichtbar an einem Gestell angebracht ist, das ihn scheinbar unabhängig über dem Zifferblatt schweben lässt.
Tatsächlich gibt der Anker des „Split Escapement“ Modells unterhalb des Zifferblattes seine Impulse an die verlängerte Unruhwelle ab. Die Idee besteht darin, dem Herz der Mechanik, das sonst ein Schattendasein im Uhrengehäuse führt, eine Bühne zu verschaffen. Gleichzeitig wird souveräne Beherrschung der Technik kommuniziert, die ohne Qualitätsverluste der Ästhetik folgen kann. Der Auktionskatalog spricht treffend von „mechanical theatrics“.

Plus Léger: Horlogerie – French Style
Die Anzahl von Cartiers bei internationalen Auktionen nimmt weiter zu. Der Grund ist klar. Die Marke verkörpert wie keine andere die unerreichte Kreativität, die französischen Luxus auszeichnet und bietet dabei eine Qualität, die dem „Haute Joaillerie“ Erbe der Marke gerecht wird. Während der langen Geschichte entstanden Evergreen Designs, wie „Santos“, „Tank“ oder „Coussin Tortue“ aber auch „left field“ Kreationen wie die zuletzt so begehrte „Crash“.
Zwischen den Modellen zu navigieren und Wert zu erkennen ist nicht leicht, so dass die Taxierung insgesamt eine weite Range abbildet, die es aber auch für kleinere Budgets ermöglicht, mitzubieten. Im Katalog der Frühlingsauktion finden sich nicht weniger als 19 Lose. Auf der Abbildung sind nur einige der schönsten und interessantesten Lose zusammengefasst

For the Looks
Datejust und Day-Date sind sozusagen das Brot- und Buttergeschäft von Rolex. Weil schon immer so viele davon produziert wurden, bieten sich auch Chancen für Einsteiger, ohne dafür gleich das Haus zu beleihen. Allerdings sollte die Erwartung an die Wertentwicklung dem Einsatz entsprechen.
Vintage Uhren mit oft gesehenen Zifferblättern sind nur im Top Zustand „collectible“, oder es müssen selten gesehene Konfigurationen sein, wie zum Beispiel weißgoldene Datejusts mit passenden Jubilée Armbändern oder Day-Dates mit originalen Oyster Armbändern.
Rolex hat aber schon in den 1960er Jahren begonnen, seine „Volumenmodelle“ mit exotischen Zifferblättern für ein Design- und Lifestyle-orientiertes Publikum auszustatten. Sehr beliebt sind sogenannte „Stella“ Dials in ausgefallenen Farben mit „High Gloss Varnish“, genannt nach dem Hersteller der Versiegelung. Gefragt sind auch Zifferblätter aus seltenen Materialien, wie feinen Steinscheiben oder sogar elegant gemasertem Holz. Der Auktionskatalog bietet eine breite Auswahl mit vielen interessanten Losen

Mit dem Exclusive Timepieces Katalog zum Grand Prix Historique de Monaco hat Davide Parmegianis Team bei der Monaco Legend Group wieder große Vintage-Expertise unter Beweis gestellt. Die breite Auswahl von Sammleruhren in unterschiedlichen Preisklassen beweist außerdem die Absicht, ein möglichst breites Publikum zu erreichen. Viel Glück beim Bieten!
Ihr
Oliver Knop
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