Watches and Wonders 2026

Hybris Inventiva Gyrotourbillon À Stratosphère von Jaeger LeCoultre: Ein Drehgang in neuer Dimension

Die Master Hybris Inventiva Gyrotourbillon à Stratosphère von Jaeger-LeCoultre verbindet dank dreiachsigem Tourbillon und kunstvoll veredelten Werkkomponenten uhrmacherische Komplexität mit außergewöhnlicher Präzision.

von | 20.04.2026

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Mit der Master Hybris Inventiva Gyrotourbillon à Stratosphère eröffnet Jaeger-LeCoultre 2026 die neue Reihe Hybris Inventiva. Die Idee dahinter ist recht klar umrissen. Anders als bei Serien, in denen mehrere Komplikationen kombiniert oder bekannte Kaliber dekorativ neu interpretiert werden, soll bei den Modellen der Hybris Inventiva Reihe jeweils eine einzelne technische Entwicklung im Mittelpunkt stehen. Den Auftakt der Reihe bildet die Komplikation Tourbillon. Es ist seit 20 Jahre fester Teil der Manufaktur-Kompetenz und hat bereits zu einigen interessanten Entwürfen gefühlt.

Gyrotourbillon der neuen Hybris Inventiva Linie

Das Gyrotourbillon der neuen Hybris Inventiva Linie.

Das erste Jaeger-LeCoultre Gyrotourbillon wurde 2004 lanciert und war als zweimehrachsige Weiterentwicklung des klassischen Tourbillons gedacht. Dessen Grundprinzip ist bekannt: Das regulierende Organ mit Unruh und Spirale sitzt in einem rotierenden Käfig, um lagebedingte Fehler, die durch die Schwerkraft entstehen, auszugleichen. Bei einer Armbanduhr, die sich am Handgelenk ständig bewegt, versprach die Konstruktion mit zwei Achsen gegenüber einem einachsigen Tourbillon durch das Durchlaufen von zweidimensionalen Amplituden eine Verbesserung des Ausgleichs und einen gleichmäßigeren Lauf der schwingenden Unruh.

Jager-LeCoultre Master Gyrotourbillon 1 aus dem Jahr 2004

Das Jager-LeCoultre Master Gyrotourbillon 1 aus dem Jahr 2004.

Im Jahr 2014 lancierte Jaeger-LeCoultre dann die Reihe Hybris Artistica. Nun standen wirklich Hochkomplika­tionen im Mittelpunkt der Modelle. Zusätzlich wurden diese, ganz Manufaktur, mit Fertigkeiten der Métiers Rares des Hauses aufgeladen. Entsprechend erhielten die Tourbillons nun zusätzlich mit Guillochierung, Emaillierung, Lack oder Gravuren aufgewertet. Zu dieser Reihe der Jaeger-LeCoultre Hybris Artistica Modelle gehören die Reverso Hybris Artistica Calibre 179, die Master Hybris Artistica Calibre 184 und die Master Hybris Artistica Calibre 945.

Jaeger-LeCoultre Reverso Hybris Artistica Calibre 179, Master Hybris Artistica Calibre 184 und Master Hybris Artistica Calibre 945

Die 3 Modelle Jaeger-LeCoultre Reverso Hybris Artistica Calibre 179, Master Hybris Artistica Calibre 184 und Master Hybris Artistica Calibre 945.

Hybris Inventiva

Hybris Inventiva verfolgt nun einen anderen Ansatz. Im Zentrum der neuen Master Hybris Inventiva steht nicht die dekorative Neuinterpretation eines bekannten Uhrwerks, sondern die nächste Entwicklungsstufe des Gyrotourbillons selbst. Das neue Kaliber 178 trägt ein dreiachsiges Gyrotourbillon à Stratosphère, dessen Bewegung im Raum laut Jaeger-LeCoultre 98 Prozent aller möglichen Positionen abdeckt. Womit das Gyrotourbillon die gravitationsbedingten Einflüsse auf die Ganggenauigkeit praktisch vollumfänglich neutralisiert.

Jaeger-LeCoultre Master Hybris Inventiva Gyrotourbillon a Stratosphere Opener

Jaeger-LeCoultre Master Hybris Inventiva Gyrotourbillon a Stratosphere Neulancierung zur Watches and Wonders 2026.

Hybris Inventiva Gyrotourbillon À Stratosphére

Die technische Umsetzung des Gyrotourbillons à Stratosphér ist allerdings sehr aufwendig. So besteht das Tourbillon aus drei Käfigen aus Titan, die entlang der X-, Y- und Z-Achse rotieren. Dabei vollzieht der innere Käfig seine Umdrehung in 20 Sekunden, der mittlere Käfig braucht für eine Umkreisung 60 Sekunden und der äußere Käfig läuft in gemächlicheren 90 Sekunden. Dabei setzt sich die Gyrotourbillon-Baugruppe aus insgesamt 189 Komponenten zusammen – und bringt laut Jaeger-LeCoultre nur 0,783 Gramm auf die Waage.

Um die isochrone Arbeitsweise des Regulators zu verbessern, verwendet Jaeger-LeCoultre eine zylindrische Unruhspirale, deren konzentrisches Atmen lageunabhängiger als eine flache Spirale verläuft. Für einen energieschonenden und präzisen Lauf sorgen wiederum reibungsarme Keramikkugellager. Das Handaufzugskaliber 178 arbeitet dabei mit 4 Hertz und eine gute Gangreserve von 72 Stunden.

Die drei Käfige des Gyrotourbillons und die Kraftübertragung durch die Zahnräder

Die drei Käfige des Gyrotourbillons und gut sichtbare Kraftübertragung durch Zahnräder.

Einsetzen des Tourbillons mit seinen 3 Käfigen in das Werk

Einsetzen des Tourbillons mit seinen 3 Käfigen in das Werk.

Neben der ausnehmend feinmechanisch komplizierten Herstellung des Gyrotourbillons bietet das Hybris Inventiva Gyrotourbillon à Stratosphére aber auch jede Menge klassischer Methoden der Werkverfeinerung und Materialveredlung wie Guillochierung, transluzentes blaues Email, Lackierungen, Anglierungen, Genfer Streifen, Sonnenschliff und weitere Techniken seltener Handwerkskunst. Insgesamt spricht JLC von 16 Arten von Finissage wobei allein die von Hand ausgeführte Anglierung der Kanten knapp 65 Stunden dauert.

Um die Komplexität und die Feinheiten der Uhr zur Geltung zu bringen macht Jaeger-LeCoultre das Zifferblatt zur Bühne. So lassen sich die Stunden und Minuten auf einem exzentrischen Ring bei 12 Uhr ablesen. Im Süden des Zifferblatts, oberhalb von 6 Uhr fasst ein weiterer Ring das Tourbillon ein. Allerdings gibt es keine klassische 60 Sekundenanzeige, vielmehr bieten zwei Skalen das partielle Erfassen jeweils 15-Sekunden-Zeitabschnitte.

Die Vorderseite wird von Platinen aus 18 Karat Weißgold geprägt, die mit Sonnenschliff und transluzentem blauem Email versehen sind. Die skelettierten Brücken sind blau lackiert, die Federhausabdeckungen graviert und farblich darauf abgestimmt.

Exzentrisches Zifferblatt und darunter das ringförmig gefasste Gyrotourbillon

Das exzentrische Zifferblatt und darunter das ringförmig gefasste Gyrotourbillon in Nahansicht.

Der Gehäuseboden aus Saphir mit dem darunter sichtbaren Hybris Inventiva Kaliber 178

Der Gehäuseboden aus Saphir mit dem darunter sichtbaren, fast schon unspektakulären Hybris Inventiva Kaliber 178.

Dreht man die Uhr um, zeigen sich unter dem entspiegelten Saphirglasboden, Brücken aus 18 Karat Weißgold, 53 Lagersteinen und eine Tourbillonbrücke aus Stahl, deren Form sich an eine historische Jaeger-LeCoultre-Taschenuhr mit Tourbillon von 1946 anlehnt. Das Gehäuse selbst ist aus massivem 950er Platin und misst 42 Millimeter im Durchmesser bei einer noch gut tragbaren Höhe von 16,15 Millimeter. Die Wasserdichtigkeit wird von Jaeger-LeCoultre mit bis 50 Meter wasserdicht angegeben, wobei des schwer vorstellbar ist, dass jemand zum Schwimmen sein eine Master Hybris Inventiva Gyrotourbillon À Stratosphère am Handgelenk belässt. Wofür auch das Armband aus blauem Alligatorleder mit verstellbarer Faltschließe aus 18 Karat Weißgold spricht.

Wer sich nun für ein 3-dimensionales Gyrotourbillon neuester Bauart interessiert, sollte sich direkt bei Jaeger-LeCoultre oder in einer der JLC-Boutiquen nach der Referenz Q5306480 interessieren und mit einem Preis von knapp über 760.000 Euro rechnen. Wobei der Preis kaum überraschen dürfte. Schließlich war das Erkunden neuer Dimensionen schon immer sehr aufwendig.

Noch mehr JLC-Modelle finden Sie im Jaeger-LeCoultre Markenkosomos auf Uhrenkosmos.com. 

Und eine ganze Reihe von weiteren, preislich womöglich etwas zugänglicheren Tourbillons finden Sie direkt bei Jaeger-Lecoultre. 

Das polierte 950er Platingehäuse mit der unten sichtbaren Gangreserveanzeige

Das polierte 950er Platingehäuse mit der unten sichtbaren Gangreserveanzeige.

Jaeger-LeCoultre Master Hybris Inventiva Gyrotourbillon À Stratosphère 

Datenblatt

Referenz Q5306480
Kollektion Master Hybris Inventiva
Limitierung 20 nummerierte Exemplare
GEHÄUSE
Material Platin 950/1000
Durchmesser 42 mm
Höhe 16,15 mm
Oberflächenbearbeitung Poliert, gebürstet und mikrogestrahlt
Uhrglas und Boden Saphirglas und transparenter Saphirsichtboden
Wasserdichtigkeit 50 Meter (5 bar)
WERK
Kaliber Jaeger-LeCoultre Calibre 178
Aufzug Handaufzug
Funktionen Stunden, Minuten, Sekunden; Dreifachachsen-Tourbillon (Gyrotourbillon À Stratosphère)
Frequenz 4 Hz oder 28.800 A/h
Gangreserve 72 Stunden
Federhäuser 2 bei 2 und 10 Uhr)
Lagersteine 53 Rubine, teilweise in Goldchatons
GYROTOURBILLON À STRATOSPHÈRE – DREIFACHACHSEN-TOURBILLON
Achsenkonfiguration Dreifachachsen (X, Y, Z) — Tourbillon im Tourbillon im Tourbillon
Rotationszeiten Innenkäfig: 20 s / Mittlerer Käfig: 60 s / Außenkäfig: 90 s
Käfigmaterial Titan
Spirale Zylindrische Unruhspirale
Lagerung Keramik-Kugellager
Anzahl Bauteile Tourbillon 189
Gewicht 0,783 Gramm
Position 6 Uhr, umgeben von 30-Sekunden-Ring
ZIFFERBLATT & DEKORATION
Zifferblattform Zwei dezentrierte Ringe (Ring-Zifferblatt-Konzept)
Oberer Ring Stunden- und Minutenanzeige; guilloché mit transparentem blauem Email; Federhaus-Einblick
Unterer Ring Umrahmt den Gyrotourbillon À Stratosphère; 30-Sekunden-Skala
Platinen und Brücken Weißgold (750/1000) mit Sonnenschliff-Guilloché & transparentem blauem Email
Federhausdeckel Graviert und blau lackiert
Tourbillonbrücke (Rücks.) Inspiriert von JLCs Taschenuhr-Tourbillon von 1946; Edelstahl (Festigkeitsgründe)
Dekorationstechniken 16 Techniken: Sandstrahlen, Perlage, Polieren, Planpolieren, Geradsatinierung, Liniengebürstet, Kreisgebürstet, Côtes de Genève, Diamantpolieren, Schneckendekor, Sonnenschliff, Anglage, Guilloché, Lackierung, Läppung, Emaillierung
ARMBAND & SCHLIESSE
Material Blaues Alligatorleder
Schließe Verstellbare Faltschließe aus 18K Weißgold
Preis ca. 765.000 Euro
Hybris Inventiva Gyrotourbillon a Stratosphere

Auf 20 Exemplare limitiert: Die Jaeger-LeCoultre Master Hybris Inventiva Gyrotourbillon a Stratosphere

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