Mit der H. Moser x Azuki Elements of Time Kollektion positioniert sich die Schaffhausener Uhrenmanufaktur erneut als innovativer Grenzgänger der Haute Horlogerie. Aus der außergewöhnlichen Zusammenarbeit mit dem Manga-Style inspirierten Web3-Kollektiv Azuki resultieren acht limitierte Zeitmesser, die traditionelle Uhrmacherkunst mit digitaler Ästhetik verbinden. Nach der bereits 2022 realisierten Endeavour Centre Seconds Genesis, die als physischer QR-Code konzipiert war, markiert diese Kollaboration einen weiteren Schritt in Mosers Spiel mit den digitalen Welten.
Die „Elements of Time“-Serie basiert auf Azukis Elementals NFT-Kollektion und übersetzt vier klassische Elemente Feuer, Erde, Wasser und Blitz in konventionelle Uhren. Jedes Element wird durch unterschiedliche Modelle repräsentiert. In Summe ergeben sich so pro Element 24 H. Moser & Cie. Pioneer Centre Seconds , also in Summe 96 Uhren. Zusätzlich wird für jedes Element ein einzelnes Pioneer Tourbillon gefertigt. Insgesamt ist die H. Moser & Cie. X Azuki Elements of Time Reihe auf 100 Exemplare limitiert.
Als technische Basis dient die im Jahr 2019 lancierte 42 mm große H. Moser & Cie. Pioneer Centre Seconds Rotating Bezel in Stahl, bzw. das im Jahr 2022 daraus resultierende Modell mit 40 mm Titangehäuse, das gemeinsam mit der Juwelierkette Govberg Jewelers aufgelegt wurde.


H. Moser x Azuki Elements of Time
Das 40 mm Titangehäuse mit einer Bauhöhe von 11,4 mm und einer Steg-zu-Steg-Länge von 47,7 mm präsentiert sich kompakt und angenehm zu tragen. Die Wasserdichtigkeit von 120 Metern sowie die unidirektional drehbare 60-Klick-Lünette mit 60-Minuten-Skala unterstreichen den sportlichen Charakter. Auch wenn die Uhr hinsichtlich ihrer Skalen sowie der Zeigergestaltung nicht den strengen ISO 6425-Normen für Taucheruhren entspricht, dürfte sie im nassen Element gleichwohl gute Dienste leisten, werden mechanische Uhren beim Tauchen, wenn überhaupt, nur als Backup des digitalen Tauchcomputers verwendet.
Dafür sorgt das gewölbte Saphirglas als auch der transparente Saphirglasboden mit ihrer freien Sicht auf das Zifferblatt und das Uhrwerk für eine ausnehmend attraktive Optik der Uhr. Dies schließt auch die seitliche Gehäusestruktur mit der typischen Kanellierung sowie das schön gearbeitete Armband aus Titan ein.

Technik
Die Pioneer Centre Seconds-Modelle nutzen für die Zeitmessung das Moser automatische Inhouse-Kaliber HMC 200, das mit seiner maschinellen Werkveredelung auch optisch zu gefallen weiß. Mit einem Durchmesser von 32 mm und einer Höhe von 5,5 mm arbeitet das Kaliber mit einer Frequenz von 21.600 Halbschwingungen pro Stunde (3 Hz) und bietet eine Gangreserve von mindestens 72 Stunden. Die hierfür notwendige Energie erhält das Werk durch den beidseitig energiegewinnenden Rotor, bei dem auf die Verwendung von Gold verzichtet wurde. Die flache Strauman-Unruhspirale für das HMC 200 Werk stammt vom Moser-Schwesterunternehmen Precision Engineering AG, da diese Nivarox-Spirale mit ihrer temperaturstabilen Legierung und enger Fertigungstoleranz für eine hohe Isochronie und Lagenstabilität sorgt.
Die Tourbillon-Varianten nutzen das neue Kaliber HMC 805, das das Vorgängermodell HMC 804 ablöst. Dieses weiterentwickelte Werk der identischen Kaliberfamilie verfügt über teilweise skeletonisierte Brücken, eine vergrößerte Architektur und eine moderne anthrazitfarbene Veredelung. Im Gegensatz zum normalen Centre Seconds-Kaliber ist hier eine 18k Rotgold-Schwungmasse verbaut.
Das fliegende Tourbillon bei 6 Uhr wird von Mosers charakteristischer doppelter Spiralfeder komplettiert. Da das Tourbillon-System modular aufgebaut ist, sind Montage wie Wartung des Moduls recht unkompliziert.

Guilloche und Fumé Zifferblatt
Abseits der hochwertigen Ausstattung der Uhren sind sicher die Zifferblätter gesondert hervorzuheben. Sie kombinieren die bei H. Moser & Cie. gern verwendete Fumé-Optik mit einer geschwungenen Guilloché-Struktur. Wobei jedes Element eine ganz eigene, speziell entwickelte Oberflächenfarbe und Strukur aufweist, die im Spiel von Farbe, Licht und Schatten die erwähnten Elemente Feuer, Wasser, Erde und Blitz widerspiegeln sollen.
Natürlich mag man hier einwenden, dass die Bezeichnung Element für einen Blitz nicht unbedingt zutrifft, jedoch gehören Blitze bei Comics und Mangas nun mal zu den häufigsten Stilelementen. Entsprechend lässt sich die Aufnahme in die Riege von Erde, Wasser und Feuer nachvollziehen. Zudem hätte die farbliche Gestaltung des Elements Wind durchaus Probleme bereiten können.


H. Moser & Cie. x Azuki Elements of Time
Das Feuer-Modell (Ref. 3200-0504 / 3804-0501) zeigt einen rot-orangen Fumé-Verlauf und einem Guilloché-Muster, das tanzende Flammen nachempfunden ist.

Die Erde-Variante (Ref. 3200-0505 / 3804-0502) nutzt eine Hufnagel-Struktur in erdigen Brauntönen, die an Gebirgsformationen und scharfkantige Felsen erinnert.

Besonders gelungen ist das Wasser-Modell (Ref. 3200-0507 / 3804-0504) mit seiner wellenförmigen Struktur in tiefem Blau, die Erinnerungen an das Auftauchen aus tiefen Gewässern wecken sollen.

Das Blitz-Zifferblatt (Ref. 3200-0506 / 3804-0503) überrascht wiederum mit einem intensiven Blau-Weiß-Farbverlauf und einem energiegeladenen rautenförmigen Muster.

Anstelle des Leuchtpunkts bei 12-Uhr zeigt sich bei allen Modellen auf dem Zifferblatt oberhalb des Index eine kleine weiße Bohne. Sie verweist subtil auf die digitale Azuki-Community, denn Azuki bedeutet auf Japanisch rote Bohne. Die blattförmigen Zeiger sind mit Globolight gefüllt, während die applizierten Stundenindizes mit Super-LumiNova beschichtet sind, um auch bei schlechten Lichtverhältnissen eine Ablesbarkeit zu gewährleisten. Zu erwähnen ist der Verzicht auf Leuchtmasse bei der Gestaltung des Sekundenzeigers, ein Umstand, der für eine konventionelle Taucheruhr undenkbar wäre.

Armband, Schließe und Authentifizierung
Dreht man die Uhr um, zeigen sich neben dem Saphirglas die Gravuren der Limitierung, sowie der Azuki und H. Moser & Cie. Schriftzug. Zur Auslieferung kommen alle Modelle mit einem integrierten matt polierten Titan-Armband mit Faltschließe und praktischem Rastensystem zur Mikro-Verstellung. Überdies lässt sich jede Uhr mit einem PBT (Physically Backed Token) auf der Ethereum-Blockchain verifiziert, wobei ein NFC-Chip in der Garantiekarte die digitale Authentifizierung ermöglicht.


H. Moser x Azuki Elements of Time Preis
Die Vermarktung erfolgt ausschließlich über die spezielle Website h-moser.azuki.com. Interessenten können sich dort für eine Warteliste registrieren, wobei aufgrund der erwarteten hohen Nachfrage und der limitierten Stückzahlen keine Garantie für den Erwerb gegeben werden kann.
Der Preis für die H. Moser & Cie. x Azuki Elements of Time auf Basis der Pioneer Centre Seconds liegt bei 25.000 USD, während alle 4 Pioneer Tourbillon-Modelle der H. Moser x Azuki Kooperation jeweils 75.000 USD kosten.
Wer mehr über die H. Moser & Cie. Endeavour Center Seconds Genesis erfahren möchte, wird hier auf Uhrenkosmos fündig.











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