Eigentlich ist die mechanische Armbanduhr ein Anachronismus. Also zumindest, wenn man es funktional betrachtet. Wer wissen möchte, wie spät es ist, zieht heute sein Smartphone aus der Tasche, schaut auf den Computer oder auf eine der vielen digitalen Zeitanzeigen. Präziser als eine mechanische Uhr sind diese Geräte allemal. Und trotzdem lieben wir Uhren. Männer wie Frauen. Vielleicht sogar gerade deshalb.
Denn eine gute Uhr, nehmen wir etwa die neue Hanhart 417 ES Steve McQueen, zeigt nicht nur die Zeit. Sie erzählt eine Geschichte. Von Technik, Abenteuer, Motorsport oder Fliegerei sowie von Menschen, die wir mit diesen Abenteuern verbinden. Natürlich schwingt dabei stets die leise Hoffnung mit, ein bisschen so zu sein wie der Mensch, mit dem wir diese Uhr verbinden.
Besonders gut funktioniert das bei Männern. Was mitunter an unserem schlichten Gemüt liegt. Mitunter aber auch an Vorbildern, die noch heute die Zeit überstrahlen. Namen wie Sean Connery, James Dean, Paul Newman oder Steve McQueen gehören in diese Kategorie. Nicht allein wegen ihrer herausragenden Filme. Sondern weil sie auch außerhalb ihrer Rollen ein Leben führten und eine Haltung verkörperten, die mehr war als 90 Minuten Hollywood.
Eines der markantesten Idole ist Steve McQueen. Er machte nicht nur großartige Filme, sondern fuhr Motorradrennen, bewegte Autos am Limit und lebte ein Leben mit dem Fuß auf dem Gaspedal. Neben seiner Leidenschaft für Autos und Motorräder hatte er auch ein Faible für sportliche, robuste Uhren. Besonders häufig sah man ihn mit seiner Hanhart 417 ES, was insbesondere dank des breiten Lederarmbands noch heute gut zu erkennen ist.

Steve McQueen und die Hanhart 417 ES
Welche Wucht der Schauspieler entfaltet, ist schnell erkennbar. Denn wer würde sich an die blaue Heuer Monaco erinnern, hätte sie nicht Steve McQueen im Film „Le Mans“ weltberühmt gemacht? Dabei scheint Steve McQueen privat häufig mit seiner Hanhart 417 ES unterwegs gewesen zu sein. Denn es gibt zahlreiche Fotografien aus seinem privaten Leben, auf denen er die Uhr trägt.
So trug er den berühmten Chronographen beim Motorradfahren, bei Rennen und in vielen Situationen, in denen er eben nicht als Schauspieler vor der Kamera stand. Auch 1964, als er im ersten offiziellen US-Team an der Internationalen Sechstagefahrt im thüringischen Erfurt, damals DDR, teilnahm, saß die Hanhart an seinem Handgelenk.
Die Filmstudios sahen solche Ausflüge naturgemäß nicht gern. McQueen meldete sich deshalb mitunter unter falschem Namen zu Rennen an, etwa als „Harvey Mushman“, um möglichst wenig Ärger mit den Filmbossen zu provozieren. Meist saß die Uhr auf einem breiten braunen Leder-Unterband am Handgelenk. Für Fans ein wichtiges Detail, das Hanhart bei der neuen Hanhart 417 ES Steve McQueen Limited Edition No. 1 wieder aufgreift und so die Biografie der Uhr authentisch fortschreibt.

Historische Hanhart 417 ES
Das Faible von Steve McQueen für seine Hanhart 417 ES kam nicht von ungefähr. Denn Mitte der 1950er Jahre entwickelte Hanhart den Chronographen für die neu gegründete Bundeswehr. Robust, gut ablesbar und zuverlässig sollte er sein. Die 417 E besaß ein mattverchromtes Messinggehäuse, während die 417 ES – daher das Kürzel ES – in Edelstahl gefertigt wurde. Mit 39 Millimetern war die Uhr kompakt, besaß eine drehbare, kannelierte Lünette und neben dem zuverlässigen Chronographenwerk eine Robustheit, die dem Lebensstil des Schauspielers entsprach.
Dabei ist bis heute nicht wirklich geklärt, wie Steve McQueen an seine Hanhart 417 ES kam. Von einer Massenproduktion konnte ohnehin keine Rede sein. Hanhart spricht von jeweils nur rund 500 Exemplaren in Messing und Edelstahl, die produziert wurden. Vielleicht gefiel ihm aber gerade, dass die Hanhart Uhr nicht nach Hollywood aussah: ein funktionaler deutscher Militärchronograph, selten, robust und frei von Glamour.

Hanhart 417 ES Steve McQueen Limited Edition No. 1
Nachdem in der Vergangenheit eher zögerlich über die Verbindung von Steve McQueen zu Hanhart berichtet wurde, legt Hanhart basierend auf dieser historischen Verbindung erstmals eine offizielle Steve-McQueen-Edition auf. Die 417 ES Steve McQueen Limited Edition No. 1 misst wie das historische Vorbild 39 Millimeter im Durchmesser. Die Länge über die Bandanstöße beträgt 46 Millimeter, die Höhe mit dem stark gewölbten Saphirglas 13,3 Millimeter. Das Edelstahlgehäuse kombiniert satinierte und polierte Flächen und ist bis 10 bar wasserdicht.
Die offizielle Zusammenarbeit mit den Erben von Steve McQueen zeigt sich auch an anderer Stelle. So findet sich auf dem mattschwarzen Zifferblatt bei sechs Uhr McQueens Unterschrift. Ansonsten setzt Hanhart auf Authentizität. So tragen die Zeiger und die arabischen Ziffern Super-LumiNova im Farbton „Light Old Radium“. Dazu kommen die beiden großen Hilfszifferblätter, die kannelierte, beidseitig stufenlos drehbare Lünette sowie der rote Drücker aus HyCeram.

Flyback statt Filmkulisse
Auch beim Uhrwerk bleibt Hanhart dem Charakter des historischen Chronographen treu. Hinter dem Saphirglasboden arbeitet das Sellita AMT5100 M, ein Handaufzugskaliber mit Schaltradsteuerung und Flyback-Funktion. Das Kaliber arbeitet mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde beziehungsweise vier Hertz und bietet mindestens 58 Stunden Gangreserve. Hanhart reguliert die Werke in Gütenbach auf durchschnittlich 0 bis +8 Sekunden pro Tag über sechs Lagen.
Hochwertig ist auch das Armband aus Leder. Hanhart verwendet hierfür ein dunkelbraunes Shell-Cordovan-Pferdeleder der italienischen Gerberei Comipel und gestaltet es als Cuff Strap, also mit einem Lederstück, das wie bei McQueens eigener Uhr unter dem Gehäuse hindurchläuft – wobei sich die Uhr auch ohne das breite Unterleder tragen lässt.


Coolness für das Handgelenk
Dass Hanhart aus der Beziehung zu Steve McQueen eine limitierte Edition macht, war überfällig. Allerdings war vorher eine Einigung mit den Erben, respektive der Familie von Steve McQueen, notwendig. Dass diese erfreulicherweise gelungen ist, zeigt die Karte in jeder der Boxen, mit denen die Uhr zur Auslieferung kommt. Auf ihr stehen die Original-Unterschriften der beiden McQueen-Enkel Chase und Madison McQueen.
Die erste Edition der Hanhart 417 ES Steve McQueen Limited Edition ist weltweit auf 300 Exemplare limitiert und jede der Uhren kostet 2.890 Euro. Zum vollständigen Set gehören neben der Limitierungskarte, deren Gestaltung sich an McQueens internationaler FIM-Rennlizenz von 1964 orientiert, auch ein Booklet, eine nummerierte Plakette und ein Fläschchen roten Nagellacks.


Der rote Drücker
Er erinnert an jene berühmte Hanhart-Legende, nach der die Frau eines Piloten einen Drücker seines Chronographen mit rotem Nagellack markierte, damit er beim Blick auf die Uhr an sie dachte und sicher zurückkehrte. Einen ganz praktischen Zweck hatte die Signalfarbe ebenfalls: Sie sollte verhindern, dass der Pilot den Drücker versehentlich betätigte und eine laufende Zeitmessung, die für das Errechnen der maximalen Flugzeit notwendig war, zurücksetzte
Womit wir wieder zur Ausgangsfrage zurückkehren. Braucht man diese Uhr oder etwa den Nagellack? Nein, natürlich nicht. Will man aber die gleiche Uhr wie Steve McQueen und ein klein wenig von dessen Coolness haben? Unbedingt. Denn wie bereits erwähnt: Uhren, die die Zeit anzeigen, braucht es nicht. Uhren, die eine Geschichte erzählen, gibt es nie genug. Und diese Geschichte ist ziemlich gut.

Hanhart 417 ES Steve McQueen Limited Edition No. 1
Datenblatt
| Gehäuse | Edelstahl, satiniert und poliert |
| Durchmesser | 39 mm |
| Höhe | 13,3 mm (11,55 mm ohne Glas) |
| Bandanstoß zu Bandanstoß | 46 mm |
| Lünette | Kanneliert, beidseitig stufenlos drehbar |
| Drücker | Roter Drücker aus HyCeram |
| Glas | Gewölbtes Saphirglas, innen entspiegelt |
| Gehäuseboden | Verschraubt, mit Saphirglas, Gravur der Limitierungsnummer |
| Wasserdichtheit | 10 bar |
| Farbe | Mattschwarz |
| Details | Zwei Hilfszifferblätter, historisches Hanhart-Logo, Unterschrift Steve McQueen bei 6 Uhr |
| Leuchtmasse | Super-LumiNova „Light Old Radium“ auf Zeigern und arabischen Ziffern |
| Kaliber | Sellita AMT5100 M Handaufzug |
| Funktionen | Stunden, Minuten, Sekunde mit Sekundenstopp, Flyback-Chronograph |
| Chronographensteuerung | Schaltrad |
| Frequenz | 28.800 A/h (4 Hz) |
| Gangreserve | Mindestens 58 Stunden |
| Material | Dunkelbraunes Shell-Cordovan-Pferdeleder (Gerberei Comipel) |
| Ausführung | Cuff Strap mit breitem Unterleder im Bund-Stil, auch ohne Unterleder tragbar |
| Breite | 20 mm |
| Schließe | Dornschließe aus Edelstahl mit historischem Hanhart-Logo |
| Set | Limitierungskarte im Stil von McQueens FIM-Rennlizenz von 1964, Booklet, nummerierte Plakette, Fläschchen roter Nagellack |
| Limitierung | 300 Exemplare weltweit, nummeriert (XXX/300) |
| Preis | 2.890 Euro |
| Lizenz | Offizielle Edition in Zusammenarbeit mit der Familie McQueen |






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