Unser Markenkosmos zum Uhrenhersteller

Speake Marin: Geschichte, Modelle und Kaliber

Speake Marin Uhren sind aufgrund ihres charakteristischen Gehäuses, der ungewöhnlich angeordneten Anzeigen und durch ihre Verbindung von klassischer Uhrmacherei mit moderner Gestaltung markant und herausragend. Die 2002 gegründete Schweizer Uhrenmarke trägt unverkennbar britische Züge. Das liegt an ihrem Gründer Peter Speake-Marin, einem englischen Uhrmacher, der seine Erfahrungen mit historischen Zeitmessern in die Entwicklung moderner mechanischer Uhren einbrachte. Heute gehört Speake Marin zu den unabhängigen Anbietern anspruchsvoller Haute Horlogerie.

Der 1968 in England geborene Peter Speake-Marin absolviert seine Uhrmacherausbildung in London und an der Schweizer Uhrmacherschule WOSTEP. In den 1990er-Jahren restauriert er bei Somlo Antiques in London historische Uhren, bevor er 1996 in die Schweiz wechselt. Bei Renaud & Papi beschäftigt er sich mit hochkomplexen Uhrwerken. 2002 gründet er gemeinsam mit Daniela Marin seine eigene Marke. Seine erste bedeutende Kreation, die als Foundation Watch bezeichnete Tourbillon-Taschenuhr, zeigt bereits typische Gestaltungsmerkmale der späteren Armbanduhren.

Charakteristisch wird das Piccadilly-Gehäuse mit markanten Bandanstößen und geriffelter Krone. Die gleichnamige Armbanduhr verbindet diese Gestaltung mit Emailzifferblättern, gebläuten Zeigern und traditioneller Uhrmacherkunst. Der Name erinnert an die Londoner Straße, in der Peter Speake-Marin historische Uhren restaurierte. Es folgen Kleinserien und Einzelstücke mit Tourbillons, ewigen Kalendern und weiteren Komplikationen. 2009 präsentiert die Marke mit der Marin 1 eine Uhr mit eigenem mechanischem Kaliber.

Übernahme von Speake Marin

Eine entscheidende Veränderung beginnt 2012, als die französische Unternehmerin Christelle Rosnoblet die Marke übernimmt. Sie investiert ab 2014 in das Schweizer Uhrmacheratelier Le Cercle des Horlogers, um eigene Manufakturkaliber zu entwickeln. Peter Speake-Marin verlässt das Unternehmen 2017. Unter Rosnoblets Führung wandelt sich die Marke von einer traditionell geprägten Uhrmacherei zu einem Hersteller moderner, architektonisch gestalteter Luxusuhren.

Diesen Wandel verdeutlicht die 2017 eingeführte Kollektion One & Two. Skelettierte Uhrwerke mit integrierten Mikrorotoren geben den Blick auf die Mechanik frei. Die dezentrale kleine Sekunde zwischen ein und zwei Uhr wird zum Erkennungsmerkmal. Mit den Openworked-Modellen, fliegenden Tourbillons und weiteren komplizierten Konstruktionen baut Speake Marin seine technische Kompetenz aus. Die eigenen Kaliber entstehen bei Le Cercle des Horlogers.

Zum 20-jährigen Jubiläum präsentiert Speake Marin 2022 die Speake Marin Ripples. Die sportlich-elegante Stahluhr besitzt ein integriertes Metallarmband, ein horizontal strukturiertes Zifferblatt und das neu entwickelte La-City-Gehäuse. Dessen Gestaltung nimmt Bezug auf die moderne Architektur des Londoner Finanzviertels. Im Inneren arbeitet das automatische Manufakturkaliber SMA03 mit integriertem Mikrorotor. Spätere Varianten wie die Ripples Skeleton führen das Konzept mit skelettierten Uhrwerken fort.

Heute konzentriert sich Speake Marin auf die Kollektionen Piccadilly, Ripples, Openworked und Haute Horlogerie. Die Marke verbindet britische Wurzeln mit Schweizer Uhrmacherkunst, eigenständiger Gestaltung und modernen Manufakturkalibern. Unter Christelle Rosnoblet hat sich Speake Marin zu einem unabhängigen Hersteller entwickelt, der traditionelle Haute Horlogerie technisch und gestalterisch neu interpretiert.

Hier gibt es noch einen weiteren Beitrag über die Geschichte von Speake Marin.

Die Uhren und Modelle von Speake Marin finden Sie auch auf der Seite des Herstellers. 

 

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