Pionier in Schwarz
Wer die neue Porsche Design Chronograph 1 1975 Limited Edition Armbanduhr in Händen hält, wird unweigerlich den schwarz beschichteten Chronographen von einst vor Augen haben. Bei diesem ikonischen Zeitmesser handelt es sich bekanntlich um das zeitschreibende Erstlingswerk von Ferdinand A. Porsche, gestaltet im Jahr 1972. Hier ist die ganze Geschichte zum Porsche Design Chronographen in Schwarz.

Damals ging es mir darum, eine Uhr zum Auto zu kreieren. Schwarz wie die Tachometer und Drehzahlmesser des 911er, weil das beim Ablesen nicht blendet. Außerdem meine ich, dass man nichts verpacken sollte, von dem man nicht weiß, was in ihm steckt. Man muss sich ganz bewusst mit der Funktion des jeweiligen Objekts befassen und damit wachsen.
Was der renommierte und überaus kreative Produktgestalter bei seinem kreativen Schaffen nicht wissen konnte: Die damaligen Beschichtungstechnologien ließen noch zu wünschen übrig. Bei regelmäßigem Tragen löste sich da und dort das Schwarz. Oder es verblasste zu einem silbrigen Grau. Hinzu gesellten sich gelegentlich auch negative Stimmen über den augenfälligen Newcomer.

Die meiner Erinnerung nach bissigste Kritik stand in einer britischen Zeitung zu lesen. Dort schrieb man, dass der schwarze Porsche Design Chronograph allenfalls bei Beerdigungen tragbar sei.
Doch Eff-A focht das alles nicht an. Zum einen war er sich seiner Leistung bewusst. Und zum anderen bestätigten ihn anerkannte Rennsport-Größen wie Clay Regazzoni, Emerson Fittipaldi oder Ronnie Peterson, die aus guten Gründen den schwarzen Porsche Design Chronographen am Handgelenk trugen.

Für mich war das eine großartige Bestätigung. Ganz abgesehen davon, dass unser Schwarz ziemlich spontan einen Trend bei Uhren auslöste. Eine bessere Bestätigung für richtiges Handeln gibt es doch kaum

Stahl und Titan puristisch
Trotzdem oder möglicherweise auch wegen der Kritik brachte das Jahr 1975 eine unbeschichtete Version des ab 1973 von Orfina mit dem brandneuen Automatikkaliber Valjoux 7750 hergestellten und in den Markt eingeführten Chronographen. Diese Armbanduhr kann sozusagen als Vorläufer der mit dem Kaliber Lémania 5100 ausgestatteten Military-Version des Chronograph 1 gelten. Mehr dazu hier im Uhrenkosmos.

Im Zuge der 25. Geburtstags des Chronograph 1 präsentierte die damals der Familie Porsche gehörende Uhrenmarke Eterna 1998 den P.011 Chronograph unlimitiert auch in puristischem Stahl. Die unverbindliche Preisempfehlung hierfür lag bei umgerechnet 1.450 Euro.

Porsche Design Chronograph 1 1975
Dieser damals eher wenig beachtete Zeitmesser feiert nun als Chronograph 1 – 1975 Limited Edition sein Comeback. Erhältlich ist die Porsche Design Uhr ohne Einschränkung in ausgewählten Fachgeschäften oder im Internet-Shop.
Nachdem sich Porsche Design mittlerweile aus nachvollziehbaren Gründen von edlem Stahl als Gehäuse- und Bandmaterial verabschiedet hat, findet der auf 350 Exemplare limitierte Zeitmesser nun mit puristisch grauem Titan-Outfit ans Handgelenk. Natürlich ist die individuelle Nummer im massiven Gehäuseboden verewigt.

Titan hat eine lange Tradition im Motorsport, da es bei vergleichbarer Festigkeit wie Stahl deutlich leichter ist. Gewichtsreduktion ist im Motorsport ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, weshalb Titan bei Porsche bereits Ende der 60er zum Einsatz kam. Es war daher nur konsequent, dass F. A. Porsche das Material für Uhren entdeckte und Porsche Design 1980 den weltweit ersten Chronographen aus Titan auf den Markt brachte. Seit 2014 verwenden wir ausschließlich Titan – abgesehen von Sonder-Editionen aus Titancarbid. Die Vorteile neben dem reduzierten Gewicht sind seine Robustheit, Korrosionsbeständigkeit und Hautfreundlichkeit sowie eine großartige Haptik.
Fakten zum limitierten Chronographen
Wer den 40 Millimeter großen und 14 Millimeter hoch bauenden Newcomer erwerben möchte, muss übrigens kein Porsche Fahrzeug besitzen. Es reichen der Wunsch, etwas Besonderes mit sehr viel spannender Geschichte am Handgelenk tragen zu wollen, und die Liquidität für 8.950 Euro Kaufpreis. Für diesen Betrag gibt es neben Titanschale und Titanarmband auch das COSC-zertifizierte Automatikkaliber WERK 01.240 mit vier Hertz Unruhfrequenz, 48 Stunden Gangautonomie sowie integrierter Stoppfunktion und Temposchaltung, neudeutsch Flyback genannt. Die beiden Totalisatoren reichen bis 30 Minuten und 12 Stunden.


Wasser bis zu einem Druck von 10 bar kann nicht bis zum exklusiven Uhrwerk des Porsche Design Chronograph 1 – 1975 vordringen. Der Hersteller spricht dabei von einer dynamischen Wasserdichte. Das heißt, die Drücker zur Steuerung der Stoppfunktion können auch in den Tiefen des Meeres problemlos betätigt werden.
Eine Tachymeterskala (mehr dazu gibt es hier zu lesen) gestattet das Ermitteln von Durchschnittsgeschwindigkeiten. Natürlich setzt Porsche Design bei Zifferblatt und Zeigern auf den bewährten Instrumentenlook. Mit von der Partie sind wie einst auch Indikationen von Wochentag und Datum. Nachleuchtendes Super-LumiNova erleichtert das Ablesen bei Dunkelheit.

Leckerbissen für nostalgiebetonte Uhr-Aficionados sind beim Chronograph 1 – 1975 Limited Edition das alte und neue Porsche-Design-Logo am schwarzen Zifferblatt. Dank eines ausgeklügelten Schnellverschlusses lässt sich das Gliederband im Handumdrehen ohne Werkzeuge gegen eine zukaufbare Alternative tauschen.
Bleibt die aufwändige Box, in der sich neben dem Porsche Design Chronograph 1 1975 Limited Edition auch das Chronometerzertifikat sowie eine Plakette mit der Individualnummer befinden.








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