Mit der Edifice EFK-100 entdeckte Casio im Sommer 2025 die Mechanik neu. Nicht aus nostalgischer Sehnsucht, sondern weil lebendige, sportliche Automatikuhren zu moderaten Preisen bei Uhrenliebhabern bestens ankommen und längst auch ein ausgesprochen lebendiges Geschäft sind. Dabei sorgten das Design, die gute Verarbeitung, der hohe Tragekomfort und die solide Alltagstauglichkeit des mechanischen Erstlings für positive Reaktionen der Käufer – wie bei uns in unserem Uhrenkosmos-Tragetest. Nun folgt mit der Casio Edifice EFK-200 die dritte Entwicklungsstufe dieser noch jungen Modellfamilie.


Partnerschaft Toyota Racing
Sportlich soll es auch weitergehen. Wozu Casio, um die Sportlichkeit der Uhrenreihe zu untermalen, im Januar 2026 eine zweijährige Partnerschaft mit Toyota Racing einging. Dabei tritt Casio Edifice als offizieller Sponsor des in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC engagierten Toyota Racing Teams auf, stattet dessen Fahrer und Teammitglieder mit Uhren aus und platziert die Markenlogos auch auf den Rennwagen.
Wobei Casio z.B. das Flagschiffmodell der Reihe, die Casio Edifice EFK-200XPB-1AER nicht ausdrücklich als Toyota-Racing-Sonderedition ausweist. Ebenso fehlt ein plakatives, prominent platziertes Teamlogo auf der Uhr. Als neues mechanisches Spitzenmodell passt sich das Modell jedoch mit Forged Carbon, schwarzer Optik und roségoldfarbenen Akzenten ziemlich genau dem neuen sportlichen Umfeld im Motorsport an. Was insofern wohltuend ist, als die Anzahl der echten wie ehemaligen Motorsport-Uhren-Kooperationen vom Konsumenten kaum noch zu überblicken ist. Oder können Sie, ohne auf Uhrenkosmos nachzusehen, noch sagen, wer außer Richard Mille noch Sponsor in der Formel 1 ist?

Casio Edifice EFK-200XPB-1AER
Aber zurück zur Casio Edifice. Das Topmodell EFK-200XPB-1AER besitzt ein 43,8 Millimeter langes, 38,8 Millimeter breites und 11,9 Millimeter hohes Gehäuse. Dessen Mittelteil besteht aus Karbon. Es wird mit einer separat gefertigten, schwarz ionenplattierten Edelstahllünette und einem verschraubten Sichtboden kombiniert. Das Carbon-Verbundmaterial entsteht aus kurzen, in Harz eingebetteten Kohlenstofffasern, die unter hohem Druck und hoher Temperatur geformt werden. Dadurch bilden sich die charakteristischen marmorierten Carbon-Strukturen, die jedes Exemplar geringfügig anders aussehen lassen. Mit schwarzem Kunststoffband bringt die Uhr deshalb lediglich 81 Gramm auf die Waage.
Die kissenförmige Lünette besitzt facettierte Ecken, während Gehäuseseiten und Bandanstöße weicher verlaufen als bei der kantigeren EFK-100. Auch das Zifferblatt besteht aus Forged Carbon, wobei roségoldfarbene Zeiger und applizierte Stundenindizes für den nötigen Kontrast sorgen. Bei drei Uhr ergänzt ein Datum die Anzeigen. Für die notwendige gute Sicht sorgen oben ein Saphirglas und auf der Rückseite der Uhr ein verschraubter Sichtboden. Er bietet eine Wasserdichtigkeit von bis zu zehn bar oder 100 Meter Wassertiefe. Verschlossen wird die Uhr mit einer Faltschließe mit Druckknopf.


Casio Edifice EFK-200: 4 weitere Modelle
Unterhalb des 449 Euro teuren Spitzenmodells bieten sich vier weitere Edifice EFK-200 Versionen aus Edelstahl an. Die EFK-200CD-1AER zum Preis von 299 Euro bietet ein Stahlgehäuse samt massivem H-Gliederband mit einem schwarzen Zifferblatt aus Forged Carbon. Ebenfalls 299 Euro kosten die EFK-200D-2AER mit blauem und die EFK-200D-4AER mit dunkelrot-verlaufendem Zifferblatt. Deren dreidimensionale Strukturen entstehen durch Galvanisierung und einen mehrschichtigen Klarlack.
Den auffälligsten Auftritt liefert die EFK-200DG-5AER. Ihr Edelstahlgehäuse und das massive Band sind goldfarben ionenplattiert, als beschichtet. Das Zifferblatt zeigt indessen einen dunkelbraunen Verlauf. Der Preis für diesen Touch of Gold beträgt 369 Euro. Alle vier Stahlmodelle messen 43,6 mal 38 mal 11,9 Millimeter und wiegen mit Metallband rund 153 Gramm und besitzen Saphirglas, Sichtboden sowie zehn bar Wasserdichtigkeit.


Miyota Kaliber 8215
Veränderung hat auch der mechanische Antrieb der Uhr erfahren. Bei der ersten EFK-100 setzte Casio zunächst auf das als Modul 5755 geführte TMI NH35A der Time Module Inc., einer Tochter der Seiko Group. Das robuste Großserienwerk verfügt über 24 Lagersteine, 21.600 Halbschwingungen pro Stunde und mindestens 40 Stunden Gangreserve. Sein Magic-Lever-Aufzug nutzt beide Drehrichtungen des Rotors.
Schon mit der EFK-110 wechselte Casio jedoch den Werk-Zulieferer. Seither darf das Automatikkaliber 5766 die Zeit messen, wobei es wenig Mühe bereitet, dessen Abstammung als Miyota Kaliber 8215 aus dem Citizen-Konzern zu erkennen.
Es besitzt 21 Lagersteine, arbeitet ebenfalls mit 21.600 Halbschwingungen pro Stunde und bietet rund 42 Stunden Gangreserve. Handaufzug und Sekundenstopp sind vorhanden, der automatische Aufzug arbeitet jedoch nur in einer Drehrichtung des Rotors. Dem Käufer wird es reichlich egal sein, da alle aufgeführten Werke sich durch Zuverlässigkeit, akzeptable Genauigkeit und Service-Freundlichkeit bei fairer Preisgestaltung auszeichnen.

Alltagstauglichkeit ist deshalb wohl als die eigentliche Stärke der Casio Edifice EFK-200 Linie zu nennen. Konzentriert man sich hier doch auf das Wesentliche und liefert gute Qualität bei Gehäuse, Armband, Zifferblatt und Verarbeitung zum fairen Preis – ohne auf eine attraktive Gestaltung zu verzichten.
Casio zeigt durch diese Vorgehensweise, dass ihm weniger am Aufbau historischer Traditionen, als an der Planung einer erfolgreichen Zukunft gelegen ist. Wenn dies wie beim Werk mit Hilfe von Partnern geschieht, ist dies also kein Manko, sondern vielmehr kluge Einsicht und das Erkennen der Zeit einer arbeitsteiligen Welt. Was wiederum perfekt zum Casio Edifice Engagement beim Toyota Racing Team der Langstrecken-Weltmeisterschaft passt. Denn auch dort ist es längst an der Tagesordnung, dass sich die besten Player aus dem Bereich Motoren, Reifen, Fahrzeugkonstruktion und Werkstoffe bis zu Softwareherstellern in einem Team treffen und nach Bestleistung streben. Was letztlich für Uhrenliebhaber das entscheidende Kriterium darstellt.
Mehr Infos zur den unterschiedlichen Modellen finden Sie unter diesem Link direkt beim Hersteller.
Weitere Casio-Modell finden Sie aber auch hier im Casio-Markenkosmos bei Uhrenkosmos.com.

Casio Edifice EDF-200 EFK-200XPB-1AER
Datenblatt
| Kollektion | Edifice Automatic EFK-200 |
| Gehäusekonstruktion | Mittelgehäuse aus Forged Carbon, separat gefertigte Edelstahllünette |
| Lünette | Edelstahl, schwarz ionenplattiert |
| Gehäusemaße | 43,8 × 38,8 × 11,9 mm, Länge × Breite × Höhe |
| Gewicht | 81 g |
| Glas | Saphirglas |
| Gehäuseboden | Verschraubter Sichtboden |
| Wasserdichtigkeit | 10 bar beziehungsweise 100 Meter |
| Zifferblatt | Schwarzes Zifferblatt aus Forged Carbon mit individueller Marmorierung |
| Zeiger und Indexe | Roségoldfarben, applizierte Stundenindexe |
| Anzeige | Stunden, Minuten, Zentralsekunde und Datum bei 3 Uhr |
| Uhrwerk | Casio Modul 5766, Automatikwerk Miyota 8215 |
| Frequenz | 21.600 Halbschwingungen pro Stunde beziehungsweise 3 Hz |
| Lagersteine | 21 |
| Gangreserve | circa 42 Stunden |
| Ganggenauigkeit | durchschnittlich −20 bis +40 Sekunden pro Tag |
| Armband | Schwarzes Urethan- beziehungsweise Resinband |
| Schließe | Druckknopf-Schmetterlingsschließe |
| Referenz | EFK-200XPB-1AER |
| Preis | 449 Euro |








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