Die Genfer Watches and Wonders 2026 bestätigt mit dem Termin 14. bis 20. April 2026 das Datum der nächsten Uhrenmesse im Palexpo. Mehr noch als der Termin lässt die Ankündigung aufhorchen, dass mit Audemars Piguet, der bedeutenden Manufaktur aus Le Brassus, eine der dominierenden Big Five Brands zum Kreis der Ausstellermarken hinzustößt. Damit ist die im Besitz der Gründerfamilien befindliche Uhrenmarke allerdings nicht allein. Vielmehr erweitern 10 weitere Marken von Gewicht die Zahl der Aussteller auf insgesamt 66.
Darüber hinaus wird durch die Zusammenführung von Salon und dem „In the City“ Rahmenprogramm die Attraktivität der „In the City“ Aktivitäten gestärkt. Was wenig daran ändern dürfte, dass auch 2026 der Fokus der Fachbesucher wie des Publikums der Präsentation der Neuheiten gelten wird.


Neue Marken auf der Watches and Wonders 2026
Die Liste der neu teilnehmenden Marken dominiert aufgrund des Umsatzes von rund geschätzten 2,4 Milliarden CHF sicherlich Audemars Piguet. Aber auch die weiteren Marken L’Epée 1839, Behrens, B.R.M Chronographes, Charles Girardier, Bianchet, Corum, Credor, Favre Leuba, March LA.B und das deutsche Unternehmen Sinn Spezialuhren bedeuten einen weiteren Zuwachs für die bereits jetzt weltweit wichtigste Uhrenmesse. Mit der Erweiterung auf 66 teilnehmende Marken einher geht eine spürbare Ausweitung der stilistischen und technischen Bandbreite: von den großen Brands der Haute Horlogerie zu den marktbestimmenden Playern der großen Uhrenbrands hin zu den kleinen, feinen Mini-Brands.
Womit eigentlich nur zwei Fragen im Raum bleiben: Warum nimmt Richard Mille nicht an der Watches & Wonders 2026 teil? Bzw. wie lange kann es sich die Swatch Group noch erlauben, dem Genfer Uhrensalon fernzubleiben? Natürlich spart sich der Bieler Konzern dadurch viel Geld, denn selbst eine kleine Teilnahme im Mezzanine bedarf eines Mindestbudgets von gut 200.000 bis 300.000 Euro. Aber angesichts des breiten Markenangebots wird sich so mancher Juwelier fragen, welche Uhrenmarken er wirklich braucht, bzw. ersetzt werden kann.


Watches and Wonders 2026 Flächenplanung
Um den Zuwachs an Ausstellern aufzufangen, wird die Hallenstruktur laut Messe angepasst. Alle unabhängigen Uhrmacher verteilen sich künftig auf zwei Zonen: Das Carré des Horlogers wächst von 16 auf 23 Aussteller, die Mezzanine von 9 auf 15. Parallel wechseln H. Moser & Cie. und Frederique Constant, dem dynamischen Wachstum der Marken folgend, ihren Standort innerhalb der Messe und vergrößern ihre Stände. Ziel dieser Anpassung ist laut Messe ein harmonischeres Layout bei gleichbleibendem Komfort und Service für die Besucher.
Was durchaus zu wünschen wäre, denn angesichts der Termindichte sind insbesondere für Fachbesucher und Journalisten abends nicht selten 20.000 Schritte und mehr auf Apples Health App zu bestaunen. Allerdings dürfte dieser Wunsch ein frommer bleiben – denn ein Anstieg der Aussteller bei gleichbleibendem Fokus auf Fachbesucher während der Woche und Publikumstage zum Wochenende dürfte den Termindruck eher noch erhöhen. Da wird kluge Planung gefragt sein.

Watches & Wonders in Zahlen
Ein Blick auf die jüngsten Kennzahlen des Genfer Uhrensalons zeigt, wie hoch die Messlatte für 2026 liegt. So verzeichnete die abgelaufene Watches and Wonders Geneva 2025 insgesamt über 55.000 Besucher während der Woche (+12 % gegenüber 2024), darunter 6.000 Retail-Vertreter (+5 %) und 1.600 Journalistinnen und Journalisten (+7 %). Für die anschließenden Publikumstage wurden dann über 23.000 Tickets verkauft (+21 %). Auch das Umfeld verzeichnete mit rund 43.000 Hotelübernachtungen (+17 %) und etwa 12.000 Retail-Meetings (+21 %) einen starken Anstieg.
Ob diese Zahlen angesichts des im Moment nicht wirklich einfachen Marktes im kommenden Jahr nochmals übertroffen werden können, wird sich zeigen. Was sich jedoch bereits heute sagen lässt ist, dass das weltweite Uhrenbusiness mehr denn je in Genf zu Hause lässt. Auch wenn in Glashütte wunderbare Uhren hergestellt werden, bzw. manch Hersteller nichts gegen preisgünstige Zulieferer aus Asien einzuwenden hat.

Watches and Wonders 2026
Das sind die Uhrenmarken, die im Jahr 2026 ihre Teilnahme an der Genfer Uhrenmesse bestätigt haben:
A. LANGE & SÖHNE | ALPINA | ANGELUS | ARMIN STROM | ARNOLD & SON | ARTYA GENEVE | AUDEMARS PIGUET | BAUME & MERCIER | BEHRENS | BIANCHET | BREMONT | B.R.M CHRONOGRAPHES | BVLGARI | CARTIER | CHANEL | CHARLES GIRARDIER | CHARRIOL | CHOPARD | CHRISTIAAN VAN DER KLAAUW | CHRONOSWISS | CORUM | CREDOR | CYRUS GENÈVE | CZAPEK & CIE | EBERHARD & CO. | FAVRE LEUBA | FERDINAND BERTHOUD | FREDERIQUE CONSTANT | GENUS | GERALD CHARLES | GRAND SEIKO | GRÖNEFELD | HAUTLENCE | HERMÈS | H. MOSER & CIE. | HUBLOT | HYT | IWC SCHAFFHAUSEN | JAEGER-LECOULTRE | KROSS STUDIO | LAURENT FERRIER | L’EPEE 1839 | LOUIS MOINET | MARCH LA.B | NOMOS GLASHÜTTE | NORQAIN | ORIS | PANERAI | PARMIGIANI FLEURIER | PATEK PHILIPPE | PEQUIGNET | PIAGET | RAYMOND WEIL | RESSENCE | ROGER DUBUIS | ROLEX | RUDIS SYLVA | SINN SPEZIALUHREN | TAG HEUER | TRILOBE | TUDOR | U-BOAT | ULYSSE NARDIN | VACHERON CONSTANTIN | VAN CLEEF & ARPELS | ZENITH

Die wichtigsten Neuheiten der vergangenen Watches and Wonders 2025 Uhrenmesse gibt es hier auf Uhrenkosmos.com zu bestaunen.






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