MLG Herbstauktion Teil 2

Monaco Legend Group Herbstauktion 2025: Bei diesen spannenden Vintage-Uhren macht Bieten Spass

Die Monaco Legend Group Herbstauktion 2025 bietet vom 18. bis 19. Oktober 270 hochkarätige Vintage-Uhren an. Im zweiten Teil des Previews gibt es wieder viele interessante Lose zu bestaunen. Hier kommt eine kleine Auswahl und die Hintergründe zu den Uhren.

von | 14.10.2025

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„Pre-Daytona“ klingt immer ein bisschen, als ob es vor der Daytona keine interessanten Rolex Chronographen gegeben hätte. Zwei sehr außergewöhnliche Beispiele hierfür gibt es in der Monaco Legend Group Herbstauktion 2025. Es sind die Lose 175 und 183.
Das Los 183 ist eine frühe Rolex 3525 aus 1938, ein wasserfester „Rolex Oyster“ Chronograph. Die Uhr mit dem aufgeräumten galvanisch geschwärzten Zifferblatt wurde in den Rolex Vintage Ateliers überholt und konnte sich dabei eine Menge der ursprünglichen Leuchtmasse und vor allem einen schönen seidigen Glanz erhalten. Los 175 ist eine super seltene Rolex Referenz 3835 aus demselben Jahr im Art Deco Design. Die Uhr hat kaum Altersspuren.

Rolex Referenz 3525 „gilt“ Dial ohne Tachy- oder Telemeter-Skala und Rolex Referenz 3835 in Roségold mit gesteppten Bandanstößen und lachsfarbigem Zifferblatt  ©MLG

Rolex Referenz 3525 (LOS 183, links) mit schön glänzendem "gilt" Dial ohne Tachy- oder Telemeter Skala, Schätzung 80.000 - 160.000 Euro, Rolex Referenz 3835 (Los 175, rechts) in Roségold mit gesteppten Bandanstößen und lachsfarbigem Zifferblatt "Pink on Pink", Schätzung 80.000-160.000 Euro, ©MLG

Meistens ist mit „Pre-Daytona“ das Rolex Modell 6238 gemeint, das sich aber zwischen 1962 und 1967 mit ersten Rolex Cosmograph Modell 6239 aus dem Jahr 1963 überschnitt. Los 84 ist eine 6238, mit einem sehr schönen galvanischen Zifferblatt, wie bei der 3525. Bei diesem Modell sind schwarze Blätter aber viel, viel seltener und die Grafik ist dann oft silberfarben gedruckt, nicht fein galvanisiert. Der Clou ist aber das glänzende Finish des Zifferblattes, das es von den meisten anderen bekannten Exemplaren unterscheidet. Die Grafik der 2. Generation passt perfekt zu Seriennummer um eine Million. Zifferblatt und Gehäuse sind in einem sehr guten Zustand.

Rolex Modell 6238 in Stahl mit schwarz glänzendem Galvano Blatt. ©MLG

Ein Highlight der Monaco Legend Group Herbstauktion 2025: Los 84, Rolex Modell 6238 in Stahl mit schwarz glänzendem Galvano Blatt. Ab Seriennummern oberhalb einer Million wurden die traditionell bedruckten Zifferblätter mit dem moderneren Design abgelöst. Bis zu ca. 1,1 Millionen war das Rolex "R" breit und es tauchte entweder "Mile" oder "Base" in der Tachymeter Skala auf, Schätzung 200.000 - 400.000 Euro. ©MLG

Die Referenz 6239 in Los 193 ist ein frühes Daytona Modell und wurde noch vor der „Prince of Darkness“ Pre-Daytona hergestellt. Daytona steht allerdings noch nicht auf dem Blatt, aber man sieht unter dem „Cosmograph“ eine kleine Linie, die „Underline“. Trotz „Swiss“ Signatur, anstatt „T Swiss T“ erkennt man so ein Blatt mit Tritium statt Radium Leuchtpunkten. Das „Swiss“ wiederholt sich unsichtbar unter dem Rehaut, so dass Fans von „Double Swiss Underline“ sprechen. Alle sichtbaren Teile, inklusive der seltenen „275-Intermediate“ Lünette sind original.

Los 229 ist ein Modell 6240, allerdings ohne Seriennummer, geliefert mit einem Begleitbrief, der sie als Prototyp von 1964 ausweist. Die Uhr hat viele Elemente, die erst Jahre später in Serie gingen. Ihr frühes Zifferblatt ist mit einem „Mini Floating Daytona“ bedruckt.

Links frühes Rolex Modell 6239 „Double Swiss Underline“ ohne „Daytona“. Rechts Prototyp des Rolex Modells 6240 mit „Minifloating“ Daytona

Los 193 (links), frühes Rolex Modell 6239 "Double Swiss Underline" ohne "Daytona", ca. 1963, Schätzung 50.000 - 100.000 Euro. Rechts, Los 229, Prototyp des Rolex Modells 6240 mit "Minifloating" Daytona, ca. 1964, Schätzung 100.000 - 200.000 Euro. ©MLG

Neben Vintage Handaufzugs-Daytonas werden natürlich auch Newtimer und aktuelle Modelle angeboten. Los 208 mit seinem einzigartigen attraktiven „Asprey“ Blatt ist ein schönes Beispiel. Auch mit Asprey-Druck kommt eine sehr interessante Submariner aus Stahl mit Lapislazuli-Zifferblatt (Los 78). Diese Uhr ist ein Einzelstück mit gelungener Ästhetik. Uhren mit „Asprey“-Aufdruck sind wegen der langen Verbindungen zwischen Asprey und Rolex mit vielen berühmten individualisierten Uhren sehr wertvoll. Auch Edelstein-Fans kommen so auf ihre Kosten.

Links, Rolex Daytona Ref. 116508 mit ‚Aspey‘ Blatt, ca. 2024. Mitte, Rolex Daytona Ref. 116598RBOW, ca. 2013. Rechts, Submariner Modell 116610 in Stahl, Lapislazuli-Zifferblatt mit Asprey Signatur, ca. 2024

Links Los 208, Rolex Daytona Ref. 116508 mit ‚Aspey‘ Blatt, ca. 2024, Schätzung 60.000 - 120.000 Euro. Mitte Rolex Daytona Ref. 116598RBOW, Schätzung 200.000 - 400.000 Euro, ca. 2013. Rechts, Submariner Modell 116610 in Stahl, Lapislazuli-Zifferblatt mit Asprey Signatur, ca. 2024, Schätzung 40.000 - 80.000 Euro. ©MLG

Für Vintage GMT-Fans sind viele interessante Lose im Sale. Los 226 ist eine frühe Referenz 6542, bei der nicht nur die „Bakelit“ Lünette schön erhalten ist, sondern auch das galvanische Blatt mit silberner Grafik und passendem Zeigerspiel. Los 161 und 63 sind zwei Modelle 1675 in Gold, ohne Kronenschutz. Die seltenen Uhren haben eine kleinere Krone als das Vorgängermodell 6542 und wurden Mitte der 1960er Jahre mit Seriennummern zwischen etwa 900.000 und 1.100.000 produziert. Die beiden Uhren im Sale haben selten gesehene braune Glanzzifferblätter und Los 163 im Bild hat noch das originale Zeigerspiel erhalten.

Links, frühe Referenz 6542, mit Bakelit-Lünette, galvanischem Zifferblatt und rotem Modellnamen. Rechts, Rolex Ref. 1675 in Gold ohne Kronenschutz mit braun glänzendem Zifferblatt und Originalzeigern, ca. 1964

Links, Los 226, frühe Referenz 6542, mit Bakelit-Lünette, galvanischem Zifferblatt und rotem Modellnamen, Schätzung 120.000 - 240.000 Euro. Rechts, Los 161, Ref. 1675 in Gold ohne Kronenschutz mit braun-glänzendem Zifferblatt und Originalzeigern, ca. 1964, Schätzung 30.000 - 60.000 Euro. ©MLG

Wie so oft ist Rolex am meisten vertreten, so dass eine Auswahl schwerfällt. Die Lose 54 und 186 sind sehr seltene goldene Kalender Chronographen aus den goldenen Fifties. Das Los 54 ist noch wertvoller, weil die schöne Uhr in einem neuwertigen Roségold Gehäuse steckt. Der zusätzliche Aufdruck des venezolanischen Händlers „Serpico Y Laino“ macht die Uhr zu einem wertvollen Zeitzeugen. Sie kommt überdies in ihrer originalen Box.

Rolex Referenz 6036 in Roségold, ca. 1951; besonders der Case kann mit vollen Konturen und scharfen Kanten überzeugen

Los 54, Rolex Referenz 6036 in Roségold, ca. 1951; besonders der Case kann mit vollen Konturen und scharfen Kanten überzeugen, Schätzung 500.000 - 1.000.000 Euro. ©MLG

Cartier ist „in“ und hat mit Modellen wie z.B. der „Crash“ zuletzt hohe Preise auf Auktionen erzielt. Es gibt daher einige Cartiers zu bewundern. Für Vintage Enthusiasten sind besonders die Lose 1, 204 und 205 interessant. Los 1 ist eine sehr schöne, weißgoldene „Jumbo“ Tank aus den 1970er Jahren mit automatischem Aufzug. Die ansonsten flache Uhr bekommt so ein süßes Hinterteil. Das Los kommt mit einer gut dokumentierten Geschichte.

Los Nummer 204 ist eine Cartier Tank Cintrée aus den 1950er Jahren von Cartier London. Ihr großzügiges Gehäuse macht sie heute sehr tragbar. Die Zwei-Zeitzonenuhr von Jaeger-LeCoultre aus Los 90 hat ein ähnlich schönes Gehäuse und ist ein selten gesehenes Modell. Los 205 ist ein weiteres Vintage Cartier Modell in einem markentypischen avantgardistischen Design.

Links, automatische „Jumbo“ Tank Cartier in Weißgold, ca. 1970. Mitte, gelbgoldene Tank Cintrée, Cartier London. Rechts Vintage Modell Timone, in Gelbgold mit avantgardistischem „Helm“ Design, ca. 1950er Jahre

Links, Los 1, automatische „Jumbo“ Tank Cartier in Weißgold, ca. 1970, Schätzung 10.000 - 20.000 Euro. Mitte, Los 204, gelbgoldene Tank Cintrée, Cartier London, Schätzung 20.000 - 40.000 Euro. Rechts Los 205, Vintage Modell Timone, in Gelbgold mit avantgardistischem „Helm“ Design, ca. 1950er Jahre, Schätzung 60.000 - 120.000 Euro. ©MLG

Die Cartier Santos ist das erfolgreichste Modell und wurde immer weiterentwickelt. Auch die aktuellen Modelle sind sehr begehrt. Los 166 stammt zwar noch aus 2010, trotzdem stellt ihre Größe sogar das aktuelle „Extra Large“-Format in den Schatten. Diese Santos 100 ist ein Einzelstück in Platin mit ungewöhnlichem, blauen Zifferblatt Druck, womöglich für einen individuellen Wunsch.   

Alle traditionsreichen Marken haben schon versucht, Erfolge der Vergangenheit wieder auferstehen lassen. Manchmal wünscht man sich allerdings das Original zurück, wie bei schlecht gecoverten Pop Songs. Los 25 ist im Unterschied dazu eine sehr begehrenswerte Uhr. Der Cartier Mono Pousseur Chronograph aus der Privée Kollektion im „Coussin Tortue“ Gehäuse in Platin ist von großer Schönheit. Besonders das massive Armband aus Platin macht diese Cartier zu einem noblen Stück. Beide Uhren kommen mit Dokumenten und der Chronograph zudem mit seiner Originalverpackung.

Links, Cartier Santos 100 mit blauer Zifferblattgraphik im 41 x 51 Millimeter Platin-Gehäuse, Einzelstück, ca. 2010. Rechts, Cartier Tortue „Monopousseur“ Chronograph in Platin mit Armband, Einzelstück, ca. 2002 ©MLG

Links, Los 166, Cartier Santos 100 mit blauer Zifferblattgraphik im 41x51 Millimeter Platin Gehäuse, Einzelstück, ca. 2010, Schätzung 40-80.000 Euro. Rechts, Los 25, Cartier Tortue „Monopousseur“ Chronograph in Platin mit Armband, Einzelstück, ca. 2002, Schätzung 50.000 - 100.000 Euro. ©MLG

Zu haben, was andere nicht haben, ist Teil der Logik hinter dem Verlangen nach dem „Piece Unique“. Lose 92 bis 94 sind 3 Cartiers, die im vorigen Jahr als Einzelstücke in gelbgoldenen Gehäusen mit Burgund-roten Zifferblättern hergestellt wurden. Entsprechend ambitioniert sind ihre Taxierungen. Mit Los 124 und 247 gibt es Pendants im Sale, die zwar keine Einzelstücke sind, deren Schönheit den Vergleich aber nicht zu scheuen braucht – bei einer weit niedrigeren Schätzung.

Links, Tank Chinois in Gelbgold mit „Burgundy-Dial“, ca. 2024 und in Platin mit „Slate- Dial“, ca. 2022. Rechts, Modell Cloche in Gelbgold mit „Burgundy-Dial“, ca. 2024 und in Platin mit „Ivory-Dial“. ©MLG

Links, Tank Chinois in Gelbgold mit „Burgundy-Dial“ (Los 94), ca. 2024 und in Platin mit „Slate-Dial“ (Los 124), ca. 2022. Los 94 geschätzt auf 60.000 - 120.000 Euro, Los 124 auf 15.000 - 30.000 Euro. Rechts, Modell Cloche in Gelbgold mit „Burgundy-Dial“, ca. 2024 (Los 93) und in Platin mit „Ivory-Dial“ (Los 247), Schätzung Los 93, 60.000 - 120.000 Euro, Los 247, 20.000 - 40.000 Euro. ©MLG

Monaco Legend Group Herbstauktion

Neben den beschriebenen Uhren in der Herbstauktion der Monaco Legend Group gibt es noch andere interessante Lose. Zum Beispiel zwei bedeutende, frühe Platin Rolex Day-Dates mit einzigartiger Gestaltung (Lose 67, 196). Es gibt einen wunderschönen Patek Chronographen im wasserfesten Roségold Case (Los 212) und auch von anderen Marken sind sehr begehrenswerte Chronographen im Sale – zum Beispiel der Breitling Navitimer Cosmonaute in Los 120 oder die goldene Longines aus Los 116.

Einfach zu viele, um auf alle interessanten einzugehen. Entsprechend musste ich mich auf einige besondere, interessante Stücke konzentrieren. 
Ich hoffe aber, dass Ihnen meine Auswahl gefallen hat. Viel Spaß beim Bieten im Fürstentum!

Monaco Legend Group Herbstauktion 2025 Teil 1

Hier geht es zu den Top-Losen der Auktion. 

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