Im Gegensatz zu vielen anderen Zeitmessern des Hauses Frédérique Constant versteht sich die im Mai 2025 vorgestellte Frédérique Constant Classics Manchette nicht als uhrmacherisches Statement im überlieferten Sinn, sondern ganz bewusst als feminines Design- und Schmuckobjekt. Mit ihrem breiten Gliederband und der gekonnt integrierten Anzeige von Stunden und Minuten steht sie in der Tradition der sogenannten Cuff- oder Manchette-Uhren.
Darunter versteht man in der Branche solche Modellentwürfe, bei denen das Armband dominanter auftritt ist als die Schale, in der das Uhrwerk seinen Dienst versieht. Diese besondere Formensprache hat ihren Ursprung also nicht in der zeitbewahrenden Technik, sondern in kulturellen und ästhetischen Bewegungen der zurückliegenden hundert Jahre.

Comeback eines Typus Uhr
Als Frederique Constant seine Classics Manchette vor zehn Monaten, sprich im Mai 2025 ganz offiziell als neue Linie präsentierte, griff die Manufaktur ganz bewusst auch auf Vergangenes zurück. Der Blick in die Archive demonstriert nämlich ganz klar, dass Manchette-Uhren nicht als technische Innovation zu verstehen sind, sondern vielmehr als wiederkehrendes Designmotiv. Die Ursprünge dieses irgendwie zeitlosen Uhrentyps reichen zurück in die Art-déco-Periode der 1920er- und 1930er-Jahre. Jene kunst- und kulturgeschichtlich bewegende Epoche brachte bei Damenuhren einen Wandel vom eher funktionalen Gegenstand zu einem Element angewandter Kunst.

Damit verlor der zeitanzeigende Teil des Ganzen seine Dominanz. Fortan präsentierte er sich für einige Jahre als Teil eines schmückenden Ensembles. Geometrie, Symmetrie und strukturierte Oberflächen prägten die Formensprache dieser Zeit. Exakt diesem Prinzip folgten die so genannten Manchette-Uhren: Nicht das Gehäuse gibt den Ton an, sondern die bandartige Fläche. Die Uhr ist Teil eines dekorativen Objekts.

Wiederkehr als modisches Zitat
Eine zweite Konjunktur erlebten Manchettes in den 1970er-Jahren. Breite Metallflächen, auffällige Accessoires und eine stärkere Verschmelzung von Schmuck und Mode entsprachen dem kulturellen Zeitgeist. Zu einer weiteren Renaissance kam es in den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren, angeführt von Chaumet Khesis Manchette. Es folgten Ebel mit der Beluga Manchette, die Catwalk von Baume & Mercier und -nicht zu vergessen- die rechteckige Twenty-4 aus dem Hause Patek Philippe.

Diese vier und daneben auch andere Marken interpretierten die Damenuhr verstärkt als Lifestyle-Produkt. Und sie hatten definitiv Erfolg damit. Erstaunlicherweise verschwanden alle mit Ausnahme der Twenty-4 mehr oder minder schnell von der Bildfläche. Mode und Zeitgeist verlangten ihren Tribut.

Frédérique Constant Classics Manchette
Zurück zur Classics-Manchette-Kollektion von Frédérique Constant. Mit Blick auf die Vergangenheit handelt es sich bei den Newcomern um eine Art Revival-Objekte. Selbige greifen eine historische Idee auf und adaptieren sie für gegenwärtige Ansprüche. Um die Zeitanzeige kümmert sich ein Quarzwerk von Kaliber FC-200. Erst nach 60 Monaten, also fünf Jahren braucht es eine neue Batterie.
Durch gelbgoldenen und damit absolut zeitgemäßen Glanz besticht die neue Classics Manchette Referenz FC-200ONB1MC5B. Bei ihr trägt die stählerne Basis eine robuste PVD Beschichtung. Das Gehäuse, in dem der elektronische Marathonläufer seinen Dienst tut, misst 25,70 × 20 Millimeter. Am weiblichen Handgelenk trägt die Kreation lediglich 6,45 Millimeter auf. Das augenfällige Zifferblatt aus schwarzem Onyx sowie die davor rotierenden Zeiger schützt ein entspiegeltes und dazu auch noch kratzfestes Saphirglas. Wasser bleibt bis zu einem Druck von 3 ATM außen vor. Für gleichermaßen sicheren und komfortablen Halt am Handgelenk sorgt ein siebenreihiges Gliederband mit dezentem Clou-de-Paris-Motiv und praktischer Faltschließe.

Erschwinglicher Luxus
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.995 Euro liegt die neue goldfarbene Frédérique Constant Classics Manchette mit aufwändigem Onyx-Zifferblatt einerseits deutlich unter den am Markt präsenten Luxus-Pendants. Andererseits bewegt sie sich aber auch über den in breiter Vielfalt verfügbaren Mode-Modellen.
Genau diese preisliche Einordnung passt zur Philosophie der 1988 in Genf gegründeten Uhrenmarke, welche heute unter dem Dach der japanischen Citizen-Gruppe angesiedelt ist. Von Anbeginn spricht Frédérique Constant eine Zielgruppe an, die hinsichtlich Designs und Ausführung Hochwertiges in bezahlbaren Regionen sucht. Der anhaltende Erfolg spricht für die Richtigkeit dieser grundlegenden Entscheidung, Uhrenliebhaberinnen – und mit anderen Modellen natürlich auch Uhrenliebhabern – erschwinglichen Luxus zu offerieren.
Weitere Frederique Constant Modelle finden Sie hier im Frédérique Constant Markenkosmos.

Frederique Constant Classics Manchette 2026
Technisches Datenblatt
Referenz: FC-200ONB1MC5B
Kollektion: Classics
Modelllinie: Manchette
Werk: Quarz, Kaliber FC-200 (Basis: Ronda 1032)
Steine: 4
Batterielaufzeit: 60 Monate
Funktionen: Stunden, Minuten
Gehäusematerial: Edelstahl
Oberfläche/Farbe: goldfarben (PVD-beschichtet)
Durchmesser: 25,7 mm
Höhe: 6,45 mm
Bandanstoß: 20 mm
Wasserdichtigkeit: 3 ATM
Glas: Saphirglas, entspiegelt
Zifferblatt: Schwarz
Zifferblatt-Finition: Onyx
Armband: Edelstahl (Manchette/Cuff), integriert
Schließe: Faltschließe (integriert)
Armbandbreite: 20 mm
Schließenbreite: 15 mm
Preis: ca. EUR 1.995 / CHF 1.995
Frederique Constant Classics Manchette 2026 Varianten
FC-200WR1MC6B Edelstahl Weiß / matt Quarz Preis Euro 1.295 / CHF 1.295
FC-200ONB1MC6B Edelstahl Schwarz / Onyx Quarz Preis Euro 1.895 / CHF 1.895
FC-200MA1MC6B Edelstahl Grün / Malachit Preis Euro 1.895 / CHF 1.895
FC-200PVD1MC6B Edelstahl Diamonds (158 Diamanten, 0,23 ct) Preis Euro 4.295 / CHF 4.295






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