Wer glaubt, dass der Trend zu kleineren Uhren eine Modeerscheinung ist, der irrt. Eine wirkliche Verirrung sind allenfalls die Uhren jenseits der 45 mm oder Bauhöhen von 18 mm und mehr. Denn klassische Herrenuhren hatten zwischen 32 und 36 mm, und auch die Chronographen der 50er und 60er Jahre bewegten sich zwischen 34 und 38 mm. Auf dem Revers trug nur der italienische Magnat und Fiat-Lenker Gianni Agnelli seine Uhren.
Wer glaubt, dass der Trend zu kleineren Uhren, wie etwa im vorliegenden Fall der Hanhart 417 ES Moby Dick 39 mm eine Modeerscheinung ist, der irrt. Eine wirkliche Verwirrung ungeahnten Ausmaßes, im wahrsten Sinne des Wortes, sind allenfalls Uhren jenseits der 45 mm Gehäusegröße oder mit Bauhöhen von 18 mm und mehr. Denn Uhren dieser Größe trugen allenfalls Militärpiloten vergangener Jahrzehnte, die für eine schnelle Ablesbarkeit große Zifferblätter mit wuchtigen Zeigern voller Leuchtmasse benötigten. Entsprechend trugen diese die Uhren von langen Armbändern fixiert direkt auf dem Ärmel der Jacke oder des Piloten-Overalls.
Die klassischen Größen von Herrenuhren in frühen Tagen lagen dagegen zwischen 32 und 36 mm. Auf der Hemdenmanchette trug solche Chronometer mit einer Größe von 34 und 38 mm lediglich der italienische Magnat und Fiat-CEO Gianni Agnelli.
Wenn Hanhart mit der neuen Hanhart 417 ES Moby Dick eine neue Version in 39 mm lanciert, so entsteht so ein direkter Bezug zu den Fliegerchronographen der 1950er Jahre. Dass man damit auch dem aktuellen Trend zu kleineren Uhrengehäuse folgt, muss dem Umsatz ja nicht schaden. Gerade dann, wenn man diesen kompakten, originalgroßen Chronographen mit einer weißen „Moby Dick“ Zifferblattvariante ausstattet.

Warum Hanhart 417 ES Moby Dick?
Bevor Sie sich nun auf alte Hanhart-Verkaufsprospekte stürzen, sollte erwähnt werden, dass es in den 1950er-Jahren natürlich nie einen Hanhart-Fliegerchronographen mit der Bezeichnung Hanhart Moby Dick gegeben hat. Vielmehr führte die Seltenheit der hellen Zifferblätter, von denen es nur wenige Exemplare für den medizinischen Dienst gab, dazu, dass in Sammlerkreisen die Uhr nach und nach den Spitznamen Moby Dick erhielt.
Da sich womöglich nicht alle unserer technisch interessierten Lesern durch die 700 Seiten des Romans Moby Dick von Melville gequält haben, sei gesagt, dass das stets unvorhergesehene und ausnehmend seltene Auftreten des weißen Wals Vorbild für die Namensgebung des Chronographen war. Mit der Hanhart 417 bietet Hanhart somit den dreifachen Klassiker: Zum einen in der Gestaltung der Fliegeruhr Hanhart 417, zum anderen in der historischen Größe in 39 mm und zum Dritten als Bezug auf die in Sammlerkreisen geschätzte weiße Moby-Dick-Zifferblattvariante.

Hanhart 417 ES Moby Dick Gehäusegröße
Die inhaltliche Pointe liegt daher nicht in einer Neudefinition des 417-Fliegeruhrenkonzepts, sondern in der Kombination aus historischer Anmutung und kleinerem Format. Diese Kompaktheit zeigt sich im Gehäusedurchmesser von 39 Millimeter sowie in der Steg-zu-Steg-Länge von lediglich 46 Millimeter. Mit einer Bauhöhe von 13,6 Millimeter inklusive des stark gewölbten Saphirglases, bzw. von 11,55 Millimeter ohne Glas, bleibt die Uhr angenehm flach und gut zu tragen. Also außer, Sie wollen Ihren Zeitmesser wie Agnelli stets prominent auf ihrer Hemdenmanschette tragen.
An dieser Stelle sei jedoch angemerkt, dass, sollten Sie nicht millionenschwer und Miteigentümer des damals größten italienischen Konzerns sein, diese Trageform eher den Eindruck eines Oberbuchhalters macht.


„Bicompax“-Fliegerchronograph 417 ES
In gewohnter Form zeigen sich nicht nur die Proportionen des Gehäuses. Auch das Zifferblatt der Hanhart 417 ES Moby Dick 39 mm präsentiert sich als klassischer Chronograph. Typisch für Hanhart ist die kannelierte Lünette, die beidseitig und stufenlos in beide Richtungen drehbar ist. Bei der Moby Dick 39 mm ersetzt zudem ein cremefarbener, mit Leuchtmasse ausgelegter Lünetteneinsatz die klassische rote Markierung, die man von vielen Hanhart-Instrumenten kennt.
Das Moby-Dick-Zifferblatt ist weiß ausgeführt und folgt dem Bicompax-Layout mit kleiner Sekunde bei 9 Uhr und 30-Minuten-Zähler bei 3 Uhr. Typografie und historische Schriftzüge beziehen sich ebenfalls auf frühe Hanhart 417-Uhren. Für die Ablesbarkeit bei wenig Licht setzt Hanhart auf reichlich Super-LumiNova auf dem Stunden-, Minuten- und dem zentralen Chronographen-Sekundenzeiger. Die Leuchtmasse ist in einem warmen, elfenbeinfarbenen Ton gehalten, der die Vintage-Anmutung der 417 ES Moby Dick noch unterstützt. Passend dazu präsentieren sich die thermisch gebläuten Zeiger, deren Farbwirkung je nach Lichteinfall von tiefem Blau bis fast schwarz changiert. Auch der zentrale Sekundenzeiger ist aus blauem Stahl gefertigt und trägt eine helle, praktisch identische Leuchtmasse.
Damit die ebenfalls in Weiß gehaltenen Totalisatorenskalen gut ablesbar sind, sind diese tiefer angelegt. Dem Design geschuldet ist hierbei der Umstand, dass die Zeiger der fortlaufenden Sekunde und der gestoppten Minutenanzeige in Blau gehalten sind, Chronographenzeiger und Chronographenminutenstopper also nicht farblich separiert sind. Das mag die Anhänger der reinen Chronographenlehre stören, sieht aber einfach besser aus.


417 ES Moby Dick Wasserdichtigkeit und Boden
Hanhart gibt die Wasserdichtigkeit der Uhr mit 10 bar nach DIN 8310, also rund 100 Meter Wassertiefe, an. Der stählerne Gehäuseboden ist verschraubt, trägt das historische Logo und eine fortlaufende Seriennummer. Positiv ist auch der Magnetfeldschutz der Uhr zu erwähnen. Dessen innenliegender Weicheisenkern schützt das Werk bis zu 16.000 A/m vor den exakten Gang störenden Magnetfeldern – was natürlich dem exakten Gang des im Inneren arbeitenden Handaufzugskalibers Sellita SW 510 M zugutekommt.
Die Frequenz des Werks beträgt 28.800 Halbschwingungen pro Stunde (4 Hz) und das Werk verfügt über 23 Lagersteine. Die Gangreserve beträgt nach Vollaufzug 58 Stunden, knapp zweieinhalb Tage. Exakter ist die Vorhersage der Ganggenauigkeit. Diese beträgt nach der erfolgten Feinregulierung bei Hanhart im Schwarzwälder Gütenbach 0 bis +8 Sekunden pro Tag.


Hanhart 417 ES Moby Dick 39 mm Preis
Das neue Moby Dick Modell der Hanhart 417 ES wird wahlweise mit einem Lederband mit Dornschließe und Schnellwechselsteg oder mit einem Edelstahlband mit Faltschließe angeboten. Daraus ergeben sich zwei unterschiedliche Preise. Für die Hanhart 417 ES Moby Dick in 39 mm mit Lederband ist ein Preis von 2.290 Euro zu entrichten. Mit Edelstahlband beträgt der Preis 2.490 Euro. Erhältlich sind beide Modelle ab sofort im Fachhandel oder direkt bei Hanhart. Eine Limitierung der Modelle besteht nicht. Noch mehr Infos finden Sie direkt beim Hersteller.
Weitere interessante Hanhart Modelle finden sich im Hanhart Markenkosmos auf Uhrenkosmos.com.







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