Letzte Serie der Wempe Signature Collection
Am 5. März 2026 stellte Scott Wempe in Düsseldorf eine weitere Armbanduhr der Wempe Signature Collection vor. Als Partner hat der deutsche Juwelier diesmal TAG Heuer auserkoren. Resultat der Kooperation ist der stählerne TAG Heuer Carrera Chronograph Wempe Signature Collection, Referenz TH800467. Zu haben sind insgesamt nur 50 Exemplare ab sofort in allen Wempe Niederlassungen und natürlich auch im Wempe Onlineshop.
Wie der Juniorchef bei der Präsentation betonte, handelt es sich um die letzte Serie der beliebten Signature Collection. Bis 2028 wolle man sich nun auf das dann stattfindende Firmenjubiläum konzentrieren. In besagtem Jahr zelebriert Wempe den 150. Geburtstag. Dass es dieses Ereignis gemeinsam mit Partnern gebührend zu feiern gilt, mag sich von selbst verstehen.

Kooperation mit Tradition
Die aktuelle Zusammenarbeit mit TAG Heuer blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits 1953 startete Wempe mit dem Verkauf von Heuer Armbanduhren. Von TAG Heuer war da noch keine Rede. Diese Signatur gibt es erst seit 41Jahren. 1976 bekam Jack W. Heuer, der 1963 die puristische Chronographenlinie Carrera auf den Markt gebracht hatte, die Folgen der Quarz-Revolution hart zu spüren. Noch härter trafen den ambitionierten Enkel des Firmengründers 1981 die Auswirkungen eines misslungenen Stoppuhren-Geschäfts mit China.


Die Carrera von TAG Heuer ist für mich mit ihrer reduzierten Formensprache und dem kompromisslosen Anspruch an Präzision eine Armbanduhr die Generationen überdauert. Seit 1953 führen wir die Schweizer Uhrenmarke. Besonders prägend in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit war die Leistung von Jack Heuer, unter dessen Leitung die Carrera als Hommage an den Motorsport entstand. Sie ist funktional, klar in der Designsprache und von großer Ausdruckskraft.
Carrera Hintergrund
Bekanntlich entstand die Carrera vor mehr als sechzig Jahren als Hommage an ein mittelamerikanisches Autorennen. Die Namensgebung ist übrigens einem Zufall zu verdanken. Bei den nicht minder berühmten 12 Stunden von Sebring kümmerte sich Jack W. Heuer höchstpersönlich um die offizielle Zeitnahme. Dort berichtete ihm Ricardo Rodriguez von der legendären Carrera Panamericana. Und das war entscheidende Impuls. Die Carrera getaufte Chrono-Kreation mauserte sich schnell zu einem echten Welterfolg, denn speziell in Punkto Zifferblattdesign hatte sie einiges zu bieten. Retrospektiv kann man das Layout fast schon als revolutionär bezeichnen.


Manufaktur-Mechanik und mehr
Zugekaufte Chrono-Mechanik ist bei TAG Heuer inzwischen Vergangenheit. Das Signature-Modell beseelt Hausgemachtes vom Kaliber TH20-00. Den Selbstaufzug besorgt ein Kugellagerrotor in TAG-Heuer-Schildform. Hat die Schwungmasse ganze Arbeit geleistet, beträgt die Gangautonomie des zeitschreibenden Mikrokosmos ca. 80 Stunden. Die Steuerung der Stoppfunktion erfolgt mit Hilfe eines Schaltrads. Kraftschlüssig agiert die Reibungskupplung. Die auf der Linie von „3“ zu „9“ angeordneten Totalisatoren reichen bis 30 Minuten und 12 Stunden. Bei „6“ rotiert eine Permanentsekunde. Von Sorgfalt bei der Gestaltung künden exakte Längen und stimmige Farbgebung der Zeiger. Silber für die Zeit, und Rot für die Kurzzeitmessung. Das passt perfekt.





Mit auf den Weg bekommt diese Armbanduhr insgesamt sechs Jahre Garantie. Fünf davon stammen von TAG Heuer, ein weiteres Jahr spendiert Wempe obendrein. Sollte, was zu in nicht allzu ferner Zeit erwarten ist, die relativ kleine Edition vergriffen sein, lohnt sich auf jeden Fall ein alternativer Blick auf die unbegrenzt verfügbare und recht breit gefächerte TAG Heuer Carrera-Kollektion.
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