Exportplus auf tönernen Füßen

Schweizer Uhrenexporte Januar-Februar 2026: Zwischen Erholung und neuer Unsicherheit

Ein stärkerer Februar hellt die Statistik auf. Doch China bleibt fragil, der Franken teuer - und der Krieg am Golf könnte ausgerechnet einen zuletzt wichtigen Absatzraum empfindlich treffen. Der Blick hinter die Schweizer Uhrenexporte Januar-Februar 2026.

von | 23.03.2026

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Durchwachsene Situation

Die Schweizer Uhrenindustrie ist mit einem Dämpfer in das Jahr 2026 gestartet. Im Januar sanken die Exporte, im Februar zog die Branche zwar wieder kräftig an. Doch das Plus ist kein Freifahrtschein. Zu uneinheitlich entwickeln sich Märkte, Materialien und Preislagen. Und mit der Eskalation am Golf kommt ein neues Risiko hinzu: für einen Absatzraum, der zuletzt an Gewicht gewann, und für eine Weltwirtschaft, die auf neue Verwerfungen empfindlich reagieren dürfte.

Schweizer Uhrenexporte Januar-Februar 2026 - Stückzahlen und Werte

Schweizer Uhrenexporte Januar-Februar 2026 - Stückzahlen und Werte

Nach einem verhaltenen, man könnte auch sagen eher schwachen Start der Schweizer Uhrenindustrie ins Jahr 2026 brachte der Februar gemäß den Statistiken der Fédération Horlogère (FH) eine gewisse Entspannung. Mit Blick auf die aktuelle kriegerische Auseinandersetzung im Nahen Osten steht die Erholung jedoch auf sehr tönernen Füßen. Konkret waren die Schweizer Uhrenexporte im Januar gegenüber dem gleichen Monat 2025 um 3,6 Prozent auf nur 1,922 Milliarden Schweizerfranken gesunken. 

Zu den Gründen zählte ein Arbeitstag weniger als im Vorjahr. Auffällig war vor allem die Differenz zwischen Menge und Wert: Erstaunlicherweise stieg die Zahl exportierter Armbanduhren um zwei Prozent, während der Wert um 3,7 Prozent sank. Das spricht für einen ungünstigeren Produktmix und geringere Durchschnittspreise je Uhr. 

Besonders schwach entwickelten sich Uhren aus Edelmetall mit wertmäßig minus 14 sowie Stahlmodelle mit minus 4,5 Prozent. Unter Druck geriet auch das Hochpreissegment über 3.000 Franken mit einem Rückgang von 8,1 Prozent. Wie immer handelt es sich um Preise ab Fabrik und nicht an der Ladentheke. Sie liegen in der Regel deutlich höher, oft in der Größenordnung des Dreifachen.

Schweizer Uhrenexporte März 2025 bis Februar 2026 - Gleitender Durchschnitt

Schweizer Uhrenexporte März 2025 bis Februar 2026 - Gleitender Durchschnitt

Regional kam der größte Bremsfaktor im Januar aus den USA. Der wichtigste Einzelmarkt fiel um 14,0 Prozent auf 325,9 Millionen Franken. Dagegen gab es in Teilen Asiens einige leichte Lichtblicke: Hongkong legte um 2,6 Prozent zu, China um 5,0 Prozent. Frankreich stach mit plus 36,8 Prozent deutlich heraus, die Vereinigten Arabischen Emirate mit plus 8,1 Prozent. Mit minus 16,4 Prozent blieb Deutschland weiterhin sehr schwach. Damit zeigte sich bereits im Januar 2026 ein sehr uneinheitliches Bild: Rückgänge in wichtigen Kernmärkten und Gegenbewegungen in einzelnen Regionen.

Schweizer Uhrenexporte Januar und Februar 2026 - Top-6-Märkte

Schweizer Uhrenexporte Januar und Februar 2026 - die Top-6-Märkte

Schweizer Uhrenexporte Januar - Februar 2026 - Top-5-Märkte

Schweizer Uhrenexporte - Top-5-Märkte

Trendwende

Zum Glück drehte der Trend im Februar. Die Exporte stiegen um 9,2 Prozent auf 2,168 Milliarden Franken. Armbanduhren legten wertmäßig um 10,0 Prozent und mengenmäßig um 14,0 Prozent zu. Ungeachtet des günstigen Basiseffekts trugen vor allem drei Länder den erhofften Umschwung. Die USA legten um 26,8 Prozent, Japan um 23,7 Prozent und Frankreich sogar um 57,1 Prozent zu. Allerdings lässt sich das französische Plus nur schwerlich durch stärkere Inlandsnachfrage erklären. Wahrscheinlicher sind Transit- und Handelseffekte. Hongkong fiel um 5,2 Prozent, China um 11,0 Prozent.

Schweizer-Uhrenexporte Januar 2026 Top 30 Märkte

Schweizer-Uhrenexporte Januar 2026, die Top 30 Märkte

Auf diese ehedem immens wichtigen Märkte lässt sich gegenwärtig kaum bauen. Belastend wirkten aber auch der weiterhin starke Franken, hohe Goldpreise und geopolitische Unsicherheiten. Der am 28. Februar von Israel und den USA entfachte Irankrieg beeinflusste die Zahlen definitiv noch nicht.

Schweizer Uhrenexporte Februar 2026 - Top-30-Märkte

Schweizer Uhrenexporte im Februar 2026, die Top-30-Märkte

Krieg am Golf und der Uhrenmarkt

Das dürfte sich bereits bei der nächsten FH-Statistik für den März ändern. Der Krieg mit Iran trifft den Luxusmarkt am Golf dort, wo er am verwundbarsten ist: in seiner Beweglichkeit. Für den Handel mit hochwertigen Uhren ist das besonders heikel. Diese Produkte verkaufen sich traditionsgemäß einmal über Vermögen, zum anderen aber auch sehr stark über Mobilität, Sichtbarkeit und das Versprechen eines Lebensstils, welcher sich aus Reise, Status und spontaner Kaufentscheidung speist. Und genau dieses Modell gerät durch die eskalierende Auseinandersetzung unter Druck.

Bis die ersten Raketen und Drohnen in Richtung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Katars oder Saudi-Arabiens flogen, sprach vieles dafür, dass der Nahe Osten im globalen Luxusgeschäft weiter an Bedeutung gewinnen würde. Während sich die Nachfrage vor allem in Europa und Teilen Asiens, aber auch in den USA spürbar abkühlte, blieb die Golfregion für viele Marken eine der wenigen Zonen verlässlichen Wachstums.

Insbesondere Dubai hatte seine Rolle als Drehscheibe für Shopping, Tourismus und High-End-Konsum kontinuierlich ausgebaut. Saudi-Arabien entwickelte sich dagegen zu einem Markt mit wachsender strategischer Relevanz. Umso härter trifft die Branche nun, dass ausgerechnet dort Unsicherheit, Angst, Störungen und logischerweise auch steigende Kosten die neue Realität bestimmen.

Der erste Schaden entsteht dabei weniger über die Vermögenslage der potenziellen Kundschaft. Die wohlhabende Gesellschaftsgruppe büßt ihren Reichtum und die Lust an Luxusgütern wegen eines solchen Kriegs nicht plötzlich ein. Druck baut sich zunächst über die Konsum-Infrastruktur auf. Wenn Flugverbindungen ganz ausfallen, Routen umgeleitet werden müssen, Versicherungsprämien steigen, Fracht teurer wird und Reisende ihre Aufenthalte verschieben oder ganz absagen, verliert der Markt eine wichtige Voraussetzung.
Für den wie auch immer gearteten Uhrenhandel in der betroffenen Gegend bedeutet das anfangs geringere Kundenfrequenz, weniger Impulskäufe und mehr operative Friktionen.

Schweizer Uhrenexporte Januar u Februar 2026 - Top-30-Märkte

Schweizer Uhrenexporte im Januar und Februar 2026 - Top-30-Märkte

Problemfall Dubai

Speziell Dubai ist dafür ein prägnantes Beispiel. Die Metropole gilt als bedeutendster Luxusstandort der gesamten Golfregion. Als Drehkreuz ist sie zugleich aber auch eine der anfälligsten. Ein erheblicher Teil des Umsatzes entsteht im Umfeld internationaler Mobilität: bei Zwischenstopps, während kurzer Shopping-Aufenthalte, im Rahmen von Messen, Events oder Geschäftsreisen. Der Erwerb von Luxusuhren erfolgt in diesem Rahmen sehr häufig spontan. Zum Beispiel als Belohnung, als Teil eines luxuriösen Kurztrips oder als Prestigekauf im Transit. Speziell dieses Umfeld bringt der aktuelle Krieg definitiv ins Stocken. Sinkende Besucherzahlen haben Auswirkungen auf jene margenstarken Käufe, welche die Attraktivität des Standorts ausmachten.

Dubai 1 (GLB)

Glitzernde, faszinierende aber auch schillernde Metropole: Dubai

Hinzu gesellt sich ein weiterer bedeutender Faktor in Dubais Luxusökonomie: Die Stadt und die Branche leben nicht nur vom Verkauf, sondern auch von ihrer ständigen sozialen Sichtbarkeit. Dubai ist nicht einfach ein Markt, sondern eine Bühne. Wer dort konsumiert, zeigt auch seinen Konsum. Wer dort ist und bleibt, produziert Aufmerksamkeit. Und wer in Situationen wie diesen geht, entzieht dem Standort einen Teil seiner anziehenden und stimulierenden Atmosphäre.

Luxusuhren in Dubai

Luxusuhren in Dubai - hier Franck Muller

Nicht nur für den Uhrenmarkt ist es problematisch, wenn aus Angst vor weiterer Eskalation nicht nur Touristen und Geschäftsreisende ihre Aufenthalte verschieben, sondern auch Influencer oder wohlhabende Ex-Pats Dubai vorübergehend oder im schlimmsten Fall dauerhaft abwandern. Viele Käufe lassen sich nicht mit der Notwendigkeit des Erworbenen begründen. Sie sind emotional getrieben, denn niemand benötigt die soundsovielte Luxusuhr. Nicht wenige Geschäfte vollziehen sich im Umfeld eines von Prestige, mitunter auch Geltungssucht und Spekulation getriebenen Lebensstils. Wenn derartige Menschen das Weite suchen, sinkt zwangsläufig die Zahl potenzieller Kundschaft. Die Aura als global sichtbare Luxusbühne schwindet.

Irankrieg - fliehende Influencer (AI)

Irankrieg - Influencer verlieren den Spaß an Dubai

Problemregion Naher Osten

Wie auch die jüngste Exportstatistik der FH für die Monate Januar und Februar 2026 zum Ausdruck bringt, gehören die Golfstaaten weiterhin zu den wichtigen Absatzräumen. Die VAE, Saudi-Arabien, Katar, Kuwait, Bahrain und Oman kamen zusammen auf rund 394 Millionen Franken. Logischerweise wird sich der Kriegseffekt erst mit einiger Verzögerung in den Exportstatistiken niederschlagen, denn Bestellungen sind bereits getätigt und Produkte unterwegs. Deutlich schneller sinken dagegen die Besucherfrequenzen und Boutique-Umsätze mit negativen Auswirkungen auf künftige Orders. Die Realität vor Ort verändert sich schneller als die Statistik. Der Bruch, falls er sich bei anhaltendem oder gar eskalierendem Konflikt verfestigt, wird also erst in den künftigen Datenreihen sichtbar.

Schweizer Uhrenexporte Januar 2026 - Regionen

Schweizer Uhrenexporte im Januar 2026 nach Regionen

Schweizer Uhrenexporte Februar 2026 - Regionen

Schweizer Uhrenexporte im Februar 2026 nach Regionen

Die VAE mit Schwerpunkt Dubai und Abu Dhabi importierten im Januar und Februar 2026 Schweizer Uhren im Wert von 226,8 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet das ein Wachstum von 7,1 Prozent. Damit haben sich die VAE vor Deutschland geschoben. Mit Importen in Höhe von 53,4 Millionen Schweizerfranken folgt Saudi-Arabien erst auf Rang 15. Gegenüber 2025 gaben die Einfuhren um 5,1 Prozent nach. Im Unterschied zu Dubai dürften die dort getätigten Umsätze stärker aus lokaler Kundschaft resultieren. Grundsätzlich macht das den Markt widerstandsfähiger gegen Schocks im Reiseverkehr. Katar, Platz 20, importierte für 39,6 Millionen Franken und damit um stolze 31,2 Prozent weniger als 2025.

Schweizer Uhrenexporte Januar - Februar 2026 - Regionen

Schweizer Uhrenexporte im Januar und Februar 2026 nach Regionen

Hier dürften die Angriffe auf Energieinfrastruktur in der Region und die faktische Behinderung der Schifffahrt durch die Krise in der Straße von Hormus gravierende Effekte nach sich ziehen. Leidtragende sind vermutlich auch Kuwait und Bahrain. Beide Länder hatten im Januar und Februar 2026 Uhren im Wert von 35,9 bzw. 20,1 Millionen Franken eingeführt und gegenüber der Vorjahresperiode 27,7 bzw. 26,6 Prozent zugelegt.

Schweizer Uhrenexporte Februar 2026 - Regionen Marktanteile

Schweizer Uhrenexporte im Februar 2026 - Marktanteile der verschiedenen Regionen

Zweifellos wird der Krieg überall sichtbare Bremsspuren hinterlassen. Unsicherheit wirkt sich negativ auf die Konsumlaune und das Eventgeschäft wie Kongresse oder Messen aus. Steigende regionale Nervosität lässt Händler vorsichtiger disponieren. Dadurch sinkt zwangsläufig die Dynamik. Ein abrupter Einbruch ist zwar nicht zu erwarten, aber eine spürbare Verlangsamung. Aus Wachstum in den VAE, in Kuwait und Bahrain wird Stagnation. Offensive Expansion weicht banger Zurückhaltung.

Schweizer Uhrenexporte Januar - Februar 2026 - Regionen Marktanteile

Schweizer Uhrenexporte im Januar und Februar 2026 - Regionen und ihre Marktanteile

Gefahrenquellen

Die eigentliche Gefahr liegt jedoch tiefer. Der Krieg mit dem Iran bedroht den Uhrenmarkt am Golf nicht in erster Linie durch mehr oder minder stark sinkende Luxusnachfrage. Vielmehr beschädigt er das Modell, auf dem der Erfolg dieser Region zuletzt beruhte: Offenheit, Mobilität, internationale Frequenz, dazu die permanente Inszenierung von Wohlstand. Was bislang von Bewegung, Aufmerksamkeit und globaler Verdichtung lebte, wird hoffentlich nur vorübergehend von Unsicherheit, Zurückhaltung und nicht zuletzt auch höheren Kosten ausgebremst.

Es kann und wird nicht ausbleiben, dass auch die restliche Welt unter den Folgen des Irankriegs leidet. Bereits massiv gestiegene und je nach Verlauf des Konflikts weiterhin anziehende Energiepreise mindern das für sonstigen Konsum verfügbare Einkommen. Den Verkauf von Uhren im unteren Preissegment wird das stärker treffen als den deutlich resilienteren Top-Luxusmarkt.

Schweizer Uhrenexporte Januar 2026 - Materialien

Schweizer Uhrenexporte im Januar und Februar 2026 nach Gehäusematerialien

Auch in den Vereinigten Staaten von Amerika, mit Einfuhren von 757,4 Millionen Franken der weitaus bedeutendste Importeur, dürften die Folgen für die Schweizer Uhrenindustrie über kurz oder lang sichtbar werden. Schließlich sind die Diskussionen rund um die Einfuhrzölle nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA erneut entfacht. Inwieweit sich potenzielle Käuferinnen und Käufer von Uhren des gehobenen und höheren Preissegments von gestiegenen Kraftstoffpreisen und Lebenshaltungskosten beeinflussen lassen, bleibt abzuwarten. Sollte sich der sündhaft teure Irankrieg mit allen negativen Folgen für die USA in die Länge ziehen, können die Auswirkungen durchaus gravierende Dimensionen in alle Richtungen annehmen. Für die Uhrenindustrie, welche ohnehin schon seit längerem leidet, sind die Aussichten alles andere als rosig.

Schweizer Uhrenexporte Januar und Februar 2026 - Preiskategorien

Schweizer Uhrenexporte im Januar und Februar 2026 nach Preiskategorien

Swatch Group 2025

Keineswegs rosig präsentieren sich auch die jüngst vorgelegten Bilanzen der Swatch Group für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025. Nach Angaben des Multis belief sich der Nettoumsatz auf 6,28 Milliarden Schweizerfranken. Auf vergleichbarer Basis und zu konstanten Wechselkursen entsprach dies einem Rückgang von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr; zu aktuellen Wechselkursen lag das Minus sogar bei 5,9 Prozent.

Als wesentlichen Belastungsfaktor nennt die Gruppe den starken Schweizerfranken. Allein der negative Währungseffekt summierte sich auf 308 Millionen Franken. Andererseits weist die Gruppe darauf hin, dass sich das Geschäft im zweiten Halbjahr 2025 spürbar verbessert habe. In diesem Zeitraum stiegen die Verkäufe weltweit zu konstanten Wechselkursen um 4,7 Prozent, im vierten Quartal sogar um 7,2 Prozent. Und das über alle Preissegmente hinweg.

Swatch Group 2025 Umsatzentwicklung

Swatch Group-Bilanz 2025, die Umsatzentwicklung

Demgegenüber blieb die Ergebnisentwicklung deutlich hinter früheren Niveaus zurück. Auf nur noch 135 Millionen Franken nach 304 Millionen Franken im Vorjahr sank der operative Gewinn. Demnach halbierte sich die operative Marge von 4,5 auf 2,1 Prozent. Noch schlimmer traf es den Reingewinn. Nach 219 Millionen Franken im Jahr 2024 fiel er auf nur noch 25 Millionen Franken.

Positiv hervorzuheben ist dagegen der operative Cashflow. Er kletterte um 52,3 Prozent auf 507 Millionen Franken. Eine Eigenkapitalquote von 87,1 Prozent unterstreicht die weiterhin solide Bilanzstruktur der Gruppe. Regional zeigte sich ein uneinheitliches Bild. Besonders schwach blieb Greater China, wo der Umsatz von 1,833 Milliarden auf 1,465 Milliarden Franken schrumpfte. Andere Märkte entwickelten sich demgegenüber deutlich besser. Die Amerikas verzeichneten ein Rekordjahr; in Lokalwährungen lag das Umsatzplus dort bei fast 20 Prozent.

Auch Indien, der Mittlere Osten, Mexiko und Polen erzielten zweistellige Zuwächse in allen Preissegmenten. Außerdem erreichten die Onlineverkäufe 2025 in vielen Regionen neue Höchststände. Im Produktionsbereich belastete bewusst ungekürzte Kapazitäten die Profitabilität: Trotz schwächerer Auslastung hielt die Swatch Group Beschäftigung und Fertigung fest. Ende 2025 beschäftigte der Konzern weltweit 31.796 Mitarbeitende, nach 32.477 im Vorjahr.

 

Swatch Group 2025 Gewinn und Cashflow

Swatch Group Bilanz 2025 - Gewinn und Cashflow

Schweizer Uhrenexporte Januar-Februar 2026: Fazit

Unter dem Strich zeigt sich eine Branche, die sich zwar stabilisiert, aber keineswegs befreit hat. Der Februar sendet ein ermutigendes Signal, mehr nicht. China bleibt fragil, der Franken teuer, Gold hoch, die Handelspolitik der USA unberechenbar. Nun kommt der Krieg am Golf hinzu. Für eine exportabhängige Industrie, die von Mobilität, Vertrauen und kaufkräftiger Stimmung lebt, ist das eine Gemengelage, in der schon kleinere Schocks genügen können, um den mühsam begonnenen Aufschwung wieder abzuwürgen.

Die Analyse der Zahlen der Schweizer Uhrenindustrie 2025 finden Sie hier. 

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