Bullseye! Was beim Darts der Moment des zielsicheren Wurfs ins Zentrum der klar strukturierten Scheibe darstellt, ist auch in der Uhrmacherei als Gestaltungsprinzip bekannt. Nicht umsonst verwenden Uhrenmarken seit jeher ein ringförmiges Zifferblattdesign als markantes Gestaltungsprinzip. So greift auch die neue Oris Big Crown Pointer Date Bullseye auf ein Design zurück, das Oris erstmals in den 1930er Jahren umsetzte und in Abständen und unterschiedlichen Varianten letztlich im Jahr 1998 umsetzte. Knapp 20 Jahre später, zum Start des Jahres 2026, bringt Oris nun eine Neufassung desr 1998 letztmalig hergestellten Bullseye-Modells.

Die erste Oris-Uhr mit der Pointer-Date-Anzeige kam 1938 auf den Markt. Nach dem Management-Buyout trafen wir die Entscheidung, uns auf mechanische Uhren zu konzentrieren – und in diesem Zuge beschlossen wir, diese legendäre Komplikation zum Grundpfeiler der Kollektion zu machen. Sie ist bis heute geblieben: eine Konstante seit fast 90 Jahren.
Bullseye Zifferblatt
Hinter dem Begriff Bullseye steht ein Zifferblattdesign mit einem kontrastierenden Zentrum, das sich wie ein Zielkreis deutlich vom äußeren Bereich absetzt. Diese „Bullseye“-Logik entsteht durch Hell-Dunkel-Gestaltung oder durch unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheiten – etwa matt gegen satiniert oder fein gekörnt gegen glatt.
Die Uhr verfügt über keine radiale Segmentierung des Kreises, sondern lediglich über eine optische, kreisförmige Gliederung, die dem Zifferblatt Tiefe und klare Fokussierung verleiht. Nicht umsonst werden Bullseye-Zifferblätter im englischen Sprachraum oft auch als „Tuxedo Dial“ bezeichnet, da sie wie ein Smoking oder Frack einen starken Hell-Dunkel-Kontrast aufweisen.

Eine traditionsreiche Historie
Womit klar ist, dass Oris mit der Big Crown Pointer Date Bullseye keinen aktuellen Trend aufgreift. Vielmehr kann Oris auf eine Bullseye-Modell-Historie blicken, die über eine ganze Reihe historischer Modelle verfügt. Entsprechende Oris Bullseye Uhren zeigen sich auf den einschlägigen Sekundärmarkt-Plattformen wie Chrono24, Bucherer oder Chronext.
Marken mit Bullseye Modellen
Ein Besuch dieser Plattformen zeigt zudem, dass Oris keinesfalls allein mit dieser Bullseye-Zifferblatt-Gestaltung ist. Vielmehr gibt es eine nicht unerhebliche Anzahl von Uhrenmarken gibt, die dank kontrastierendem Zifferblattaufbau, entsprechender Kreisgeometrie und visueller Trennung der Zifferblattareale von einem Bullseye- oder Tuxedo-Zifferblattdesign sprechen.

Oris Big Crown Pointer Date Bullseye
Aber zurück zu Oris: Die neue Bullseye-Variante kommt in einem mehrteiligen Edelstahlgehäuse mit einem Durchmesser von 38 Millimetern. Oris bleibt damit in einem Unisex-Format, das die Big Crown Pointer Date als universell tragbare Alltagsuhr positioniert, ohne den Retro-Aspekt der einst kleineren Uhren zu leugnen. Die Bauhöhe beträgt 12,20 Millimeter, die Gehäuselänge von Steg zu Steg kompakte 45,50 Millimeter.
Für eine gute Sicht sorgt vorderseitig ein gewölbtes Saphirglas mit innenliegender Entspiegelung. Eine gute Sicht auf das Werk bietet hingegen der verschraubte Edelstahlboden mit Mineralglas-Sichtfenster, wobei der Boden in Verbindung mit der verschraubten Krone eine alltagstaugliche Wasserdichtigkeit von 5 bar, also umgerechnet bis zu 50 Meter Wassertiefe, bietet.


Das charakteristische Oris Bullseye Zifferblatt
Womit es Zeit ist, sich dem neuen Bullseye-Zifferblatt der Oris Big Crown Pointer Date zu widmen. Dieses ist in den Farben Weiß, Grau und Schwarz angelegt, dabei setzten rote Details Farbakzente. Für den „Bullseye“-Effekt sorgt die Aufteilung des Zifferblatts in einen inneren, ruhig gehaltenen grauen Bereich, der von einem schwarzen Ring umgeben ist, auf dem die weiß gehaltenen Zahlen und Indexe aufgebracht sind. Zeiger wie Indizes sind für eine bessere Ablesbarkeit mit weißer Super-LumiNova-Leuchtmasse versehen.
Auf diesen Ring folgt eine schmale Eisenbahner-Minuterie. Darauf wiederum der äußere weiße Ring des Pointer-Datums, wobei die Datumsangaben wie auch der Halbmond des Pointer-Datumszeigers in Rot gehalten sind. Zusammen mit der schmalen, geriffelten Lünette entsteht so eine Zifferblattanmutung, die mit etwas Fantasie tatsächlich an eine Dartscheibe erinnert.

Oris Calibre 754
Im Inneren arbeitet das Oris Calibre 754 mit Automatikaufzug und 41 Stunden Gangreserve. Es bietet Stunden, Minuten, Zentralsekunde sowie das für die Linie charakteristische Zeigerdatum mit springendem Datumswechsel. Hinzu kommen Datumskorrektor, Feinregulierung und Sekundenstopp. Das Kaliber basiert auf der neuen Variante des Sellita SW-200, das bei Oris mit einem Zeigerdatum aufgerüstet und mit einem in Oris-Rot gehaltenen Automatik-Rotor ausgestattet wird.

Verfügbarkeit und Preis
Am Handgelenk gehalten werden die Oris Big Crown Pointer Date Bullseye Modelle von einem schwarzen Cervo-Volante-Hirschlederband mit Band-Schnellwechselsystem, das den dezenten Retro-Touch der Uhr verstärkt. Wer nun glaubt, mit dieser Uhr im wahrsten Sinne des Wortes ins Bullseye der eigenen Wunschvorstellungen getroffen zu haben, muss sich nicht lange gedulden, denn die Uhr wird noch im Laufe des Januars 2026 online wie im Fachhandel erhältlich sein. Bekannt ist dafür bereits der Preis: Er liegt bei 1.950 Euro, respektive 1.950 Schweizer Franken.
Mit einem Preis von unter 2.000 Euro bleibt die Oris Big Crown Pointer Date Bullseye in einem Bereich, in dem eine mechanische Schweizer Uhr mit eigenständigem Design und Zeigerdatum für viele Käufer erreichbar bleibt – und trifft damit tatsächlich ins Schwarze, oder in diesem Fall: ins Rote.







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