30 Jahre Vacheron Constantin Overseas
Mit der neuen Vacheron Constantin Overseas Ewiger Kalender Edition begeht die alteingesessene Uhrenmanufaktur den Beginn der Overseas Geschichte im Jahr 1996. Nur sollte durchaus erwähnt werden, dass ihre Wurzeln deutlich weiter zurückgehen. Hier ist insbesondere die legendäre Vacheron Constantin 222 von 1977 zu erwähnen, die der Designer Jörg Hysek zum 222-jährigen Bestehen der Manufaktur entwarf. Auf sie folgten zunächst die eher verhalten erfolgreichen Modelle 333 und Phidias, ehe Vacheron Constantin 1996 mit der Overseas einen neuen Anlauf im Segment der sportlich-eleganten Luxusuhren nahm.
Auf sie folgte im Jahr 2004 die zweite Generation. Diese war größer, sportlicher und mit ihrem integrierten Armband absolut salonfähig. 2016 kam schließlich die aktuelle dritte Generation auf den Markt. Nun wurden die Linien fließender, eigene Manufakturkaliber hielten verstärkt Einzug und vor allem das werkzeuglose Bandwechselsystem machte aus der sportlich-eleganten Vacheron eine vielseitige Begleiterin. Wobei die klassischen Elemente, die der Overseas ihre unverwechselbare Identität geben, also die vom Malteserkreuz inspirierte Lünette und das integrierte Armband, Kern der aktuellen Kollektion blieben.
Am Erfolg dieser Kollektion besteht ohnehin wenig Zweifel. Die Overseas hat sich neben Royal Oak und Nautilus als eine stark gesuchte Luxus-Sportuhr etabliert – nur mit etwas weniger Drama und Hype auf dem Graumarkt. Was aber von vielen eher geschätzt wird.
Vacheron Constantin hat seine Erfolgsmodellreihe entsprechend konsequent ausgebaut. So gibt es Automatik, Chronograph, Dual Time, Weltzeit, Tourbillon und Ewiger Kalender und die Fülle an Modellvarianten zeigt, dass die Overseas längst mehr ist als das sportliche Nebenprogramm einer traditionsreichen Genfer Manufaktur.
Entsprechend behutsam geht man den 30. Geburtstag der Vacheron Constantin Overseas an. Also sehr behutsam. Denn statt Revolution gibt es eines der technisch anspruchsvollsten Overseas-Modelle in der frischen Farbe Hellblau. Aber bevor Sie jetzt ausrufen: Ein Junge! – manch Jubiläum geht auch ohne Kanonen-Schüsse und Theaterkulisse. Einfach eine schöne Uhr mit gesuchter Komplikation reicht vielen Uhrenliebhaberm und Sammlern vollkommen.



Vacheron Constantin Overseas Ewiger Kalender Jubiläumsedition
Die neue Vacheron Referenz 4300V/220G-H119 besitzt ein Gehäuse und ein integriertes Armband aus 18-karätigem Weißgold. Der Durchmesser beträgt für heutige Zeiten fast schon große 41,5 Millimeter. Deutlich geringer ist allerdings die Bauhöhe: So bleibt trotz automatischem ewigem Kalender die Overseas bei gerade einmal 8,1 Millimetern Gehäusehöhe.
Dazu passend, ist das Zifferblatt gestaltet. Statt des intensiven Blaus der dritten Overseas-Generation im Jahr 2016 setzt Vacheron beim Jubiläumsmodell auf einen freundlichen, hellblauen Farton. Dieses je nach Lichteinfall leicht changierende, helle Mittelmeer-Azurblau harmoniert dabei ausgesprochen gut mit dem eher kühlen Weißgold.
Die Aufteilung des Zifferblatts bleibt klassisch und ausgewogen. Bei zwölf Uhr sitzen Monats- und Schaltjahresanzeige auf einem 48-Monats-Zähler, bei drei Uhr das Datum, bei neun Uhr der Wochentag und bei sechs Uhr die Mondphase. Zeiger und Indizes bestehen, wie es sich für eine Uhr dieser Preiskategorie gehört, aus Weißgold und tragen blaue Super-LumiNova-Leuchtmasse. Für die optische Spannung sorgen das lackierte Zifferblatt mit Sonnenschliff und die vertieften Hilfszifferblätter.


Vacheron Constantin Kaliber 1120 QP/1: 4,05 Millimeter für einen Ewigen Kalender
Technisches Highlight der Uhr ist das unter dem ebenfalls bis 50 Meter wasserdichten Sichtboden zu bestaunende Automatik–Kaliber 1120 QP/1. Es geht zurück auf das berühmte Jaeger-LeCoultre Kaliber 920, also jene Werksfamilie, die einst bereits in der ersten Royal Oak, der ersten Nautilus und der Vacheron Constantin 222 tickte. Ein Stammbaum, der sich nicht zu schämen braucht. Trotz Ewigen Kalenders misst das Kaliber lediglich 4,05 Millimeter in der Höhe und besteht aus 276 Komponenten. Es arbeitet mit vergleichsweise gemütlichen 2,75 Hertz beziehungsweise 19.800 Halbschwingungen pro Stunde.
Im fortlaufenden Zustand berücksichtigt der Ewige Kalender Monate mit 28, 29, 30 und 31 Tagen ebenso wie die Schaltjahre. Erst im Jahr 2100 wird eine manuelle Korrektur notwendig. Denn nach den Regeln des gregorianischen Kalenders fällt das dort eigentlich erwartete Schaltjahr aus. Nicht ganz so weit denkt allerdings die Gangreserve der Uhr. Mit 40 Stunden wirkt diese heute eher knapp bemessen. Das kann schon mal zum häufigeren Tragen oder dem Einsetzen eines Uhrenbewegers führen.
Dafür entschädigt der Blick auf die Finissierung des Kalibers 1120 QP/1 mit seiner klassischen Haute-Horlogerie-Feinarbeit. Genfer Streifen, anglierte Brücken, Perlierung und satinierte Kalenderkomponenten gehören ebenso dazu wie die Schwungmasse aus 22-karätigem Gold mit Windrosen-Motiv. Selbstverständlich trägt die Uhr auch das Gütesiegel der Genfer Punze.


Preis der Overseas Ewiger Kalender extra-flach zum 30. Jubiläum
Zum Lieferumfang der Jubiläumsedition gehören neben dem integrierten Weißgoldband auch zwei strukturierte Kautschukbänder in Weiß und Denimblau. Sie lassen sich dank Schnellwechselsystem auch ohne Werkzeug im Nu tauschen. Das Weißgoldband verfügt zusätzlich über eine Mikroverstellung an der Faltschließe.
Wer sich nun für eine der auf 200 Exemplare limitierten Uhren mit ewigem Kalender interessiert, muss sich direkt an Vacheron oder eine der Vacheron Constantin Boutiquen wenden. Dort dürfte auch ein Exemplar dieser Edition in natura zu besichtigen sein – also sofern nicht jemand schneller war und den verlangten Preis von 140.000 Euro für die Vacheron Constantin Overseas Ewiger Kalender Edition extra-flach Referenz 4300V/220G-H119 aufgebracht hat. In Himmelblau, nicht Rosa, wie bereits erwähnt.

Vacheron Constantin Overseas Ewiger Kalender Edition 30. Jubiläum
Datenblatt
| Gehäuse | 18 Karat Weißgold |
| Durchmesser | 41,5 mm |
| Höhe | 8,1 mm |
| Lug-to-Lug | ca. 48,4 mm |
| Gehäuseboden | Saphirglas |
| Wasserdichtigkeit | 5 bar / ca. 50 Meter |
| Zifferblatt | Azurblau lackiert |
| Indizes / Zeiger | 18 Karat Weißgold, mit blauer Super-LumiNova |
| Mondphase | Scheibe und Mond aus 18 Karat Weißgold |
| Uhrwerk | Vacheron Constantin Kaliber 1120 QP/1 |
| Uhrwerk | 29,6 mm groß und 4,05 mm hoch |
| Frequenz | 19.800 A/h / 2,75 Hz |
| Gangreserve | ca. 40 Stunden |
| Komponenten | 276 Komponenten mit 36 Lagersteinen |
| Funktionen | Stunden, Minuten, Datum, Wochentag, Monat, Schaltjahr, Mondphase |
| Kalender | Ewiger Kalender |
| Schwungmasse | 22 Karat Gold, mit Windrosen-Motiv |
| Zertifizierung | Genfer Punze |
| Armband 1 | Weißgoldband mit Faltschließe und Mikroverstellung |
| Armband 2 | Weißes Kautschukband |
| Armband 3 | Denimblaues Kautschukband |
| Bandwechsel | Werkzeugloses Schnellwechselsystem |
| Limitierung | 200 Exemplare |
| Referenz | 4300V/220G-H119 |
| Preis | 140.000 Euro |
Weitere Infos gibt es direkt beim Hersteller unter diesem Link.

Und wo bleibt der Overseas Jahreskalender?
Eine Lücke sollte dennoch nicht unerwähnt bleiben: Einen klassischen Jahreskalender gibt es in der Overseas-Kollektion bis heute nicht. Dabei kennt Vacheron Constantin die Komplikation durchaus – etwa aus der früheren Quai-de-l’Ile mit dem Kaliber 2460 QRA. Auch die aktuelle Overseas Mondphase mit retrogradem Datum schließt diese Lücke nicht, denn unterschiedliche Monatslängen erkennt diese auch nicht automatisch. Dabei würde ein Jahreskalender doch ziemlich genau zwischen die einfacheren Overseas-Modellen und den Ewigen Kalender passen.






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