Vier Seiko Blue Jubiläumsmodelle zum Auftakt
Seiko feiert 2026 sein 145. Firmenjubiläum. Aus diesem Anlass gehen die Prospex 1965 Heritage Diver’s Watch HBC005, Prospex Limited Edition HBB001, Presage Classic Series Craftsmanship Arita Porcelain Dial HCC007 und Presage Classic Series HCC004 an den Start. Allesamt erinnern sie an Kintaro Hattori und seine durchaus mutige Firmengründung im Jahr 1881. Das unterschiedliche Quartett in Seiko Blau erzählt von Technikgeschichte, Taucheruhr-Kompetenz, Manufaktur-Mechanik und japanischem Kunsthandwerk.

Von K. Hattori zu Seikosha
Als Kintaro Hattori 1881 in Tokios Ginza-Viertel sein Geschäft K. Hattori eröffnete, dachte er noch nicht an industrielle Uhrenproduktion. Der 22-Jährige verkaufte und reparierte Zeitmesser, von denen viele über Importeure nach Japan gelangten. Eigene japanische Uhren waren damals noch selten. Doch Hattori erkannte früher als andere, dass Wachstum und Reputation nach eigener Fertigung verlangten. Deshalb rief er 1892 Seikosha ins Leben, jene Produktionsstätte, aus der sich sukzessive einer der weltweit vielseitigsten Uhrenfabrikanten entwickelte. Der Name war Programm: Seiko bedeutet im Japanischen sinngemäß genau oder präzise.

An diese historischen Bezüge erinnert das von Shinji Hattori als Chairman, CEO und CCO der Seiko Watch Corporation geprägte Unternehmen 145 Jahre nach seiner Gründung mit den genannten vier limitierten Modellen. Zwei Prospex-Taucheruhren und zwei Presage-Modelle setzen dabei auf Blau. Die Farbe ist kein Zufallsprodukt, sondern ein bewusst gewählter Bezug zur Markengeschichte. Seiko Blue, eine über Jahrzehnte hinweg gepflegte Farbsprache, steht für technische Modernität, japanische Gestaltungskultur und den traditionellen Pioniergeist.

Japans Weg zur eigenen Uhr
Nach frühen Erfolgen mit Wand-, Tisch- und Taschenuhren gelangte 1913 mit der Laurel Japans erste Armbanduhr auf den Markt. 1924 prangte der Markenname Seiko erstmals auf dem Zifferblatt einer Uhr. 1937 entstand mit Daini Seikosha eine zweite Fertigungsstätte für Kleinuhren. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte Seiko zunehmend auf Präzision, eigene Kaliber und technische Unabhängigkeit. Die Marvel von 1956 leitete ein neues Kapitel ein. 1959 folgte in der Gyro Marvel das erste Seiko-Automatikkaliber. Spätestens ab den 1960er-Jahren spielte uhrmacherische Innovation eine immer größere Rolle. Davon zeugen 1964 der erste Armbandchronograph und 1965 die erste professionelle Taucheruhr aus japanischer Produktion.

Limitierter Taucher Seiko Prospex HBC005
Das Design der Taucheruhr von 1965 greift die Prospex 1965 Heritage Diver’s Watch Limited Edition HBC005 auf. Das Vorbild verfügte über ein 38 Millimeter großes Stahlgehäuse und eine Drehlünette. Wasserdruck hielt es bis 15 bar stand. Die Evolution erfolgte später unter extremen Bedingungen. Besonders wichtig war die 1975 vorgestellte Professional 600m Watch mit Titan-Monocoque-Gehäuse, jedoch ohne Heliumventil. Damit demonstrierte Seiko seine Kompetenz bei der Entwicklung und Fertigung ernsthafter technischer Instrumente.

Dieses Erbe bringt die Prospex HBC005 zum Ausdruck. Ihr Edelstahlgehäuse misst 40 Millimeter und baut 13 Millimeter hoch. Neben Schraubkrone und -boden besitzt es ein gewölbtes Saphirglas mit innenliegender Entspiegelung sowie eine Wasserdichte bis 30 bar. Zeiger und Indexe tragen LumiBrite-Leuchtmasse. Die Unruh des hauseigenen Automatikkalibers 6R55 mit rund 72 Stunden Gangautonomie vollzieht stündlich 21.600 Halbschwingungen.

In besagtem typischen Seiko Jubiläumsblau präsentieren sich der Sekundenzeiger sowie das eloxierte Lünetten-Inlay. Die Faltschließe lässt sich bequem in sechs Schritten um jeweils 2,5 Millimeter verlängern oder verkürzen. Ab Juni 2026 sind insgesamt 4.000 Exemplare für je 1.500 Euro erhältlich.


Seiko Prospex HBB001: Kantiger Auftritt
Beim Design geht die zweite Prospex-Jubiläumsreferenz HBB001 einen etwas anderen Weg. Sie beruft sich weniger direkt auf das Urmodell von 1965, sondern verkörpert eine kantigere und modernere Interpretation der Seiko-Taucheruhr. Das 41,7 Millimeter große Edelstahlgehäuse trägt am Handgelenk 12,3 Millimeter auf. Die Bandanstöße sind scharf facettiert, die Flächen wirken stärker modelliert.

Augenfälliges Merkmal ist ein zweifarbiger Einsatz in der einseitig drehbaren Tauchzeitlünette. Diese Differenzierung ist bei Taucheruhren sinnvoll, weil sie eine wichtige Zeitspanne besonders hervorhebt. Auch im niedriger positionierten, aber nicht minder zuverlässigen Automatikkaliber 4R35 oszilliert die Unruh mit drei Hertz. Und das ohne Energienachschub 41 Stunden lang.

Zur Ausstattung gehören Hardlexglas, verschraubter Boden und verschraubte Krone, 20 bar Wasserdichte sowie nachleuchtendes LumiBrite auf Zeigern und Indexen. Die Limitierung beträgt 9.999 Exemplare, der europäische Preis liegt unverbindlich bei 650 Euro.


Japanisches Porzellan-Handwerk Seiko Presage Classic Series HCC007
Während Prospex die instrumentelle Seite der Marke ans Handgelenk bringt, steht Presage für japanische Gestaltung und traditionelle Handwerkstechniken. Auch diese Linie passt perfekt in die 145-jährige Geschichte, denn Seiko agierte immer auf ganz unterschiedlichen Bühnen. Bereits die erwähnte Laurel von 1913 bestach durch ein feines Emailzifferblatt. Später griff die Linie Presage diese Handwerkskunst auf. Urushi-Lack oder besondere Strukturen rundeten die künstlerische Palette ab. Als Erweiterung gelangt nun die Presage Classic Series Craftsmanship auf den Markt.

Das Zifferblatt der Referenz HCC007 besteht aus kobaltblau glasiertem Arita-Porzellan. Schon seit Jahrhunderten gilt Arita als bedeutendes Zentrum japanischer Porzellanmanufaktur. Für ein Zifferblatt ist dieses Material technisch besonders anspruchsvoll. Einerseits muss es dünn genug sein, um in ein Armbanduhrgehäuse zu passen. Andererseits muss es stabil genug sein, um Bearbeitung, Montage und Alltag sicher zu überstehen. Aus diesen Gründen nutzt Seiko einen speziell zusammengesetzten Werkstoff. Dieser soll mehr als viermal so fest sein wie traditionelles Porzellan.

Das finale Produkt entsteht in mehreren Arbeitsschritten aus Formen, Brennvorgängen und Glasurprozessen. Kleine Abweichungen sind materialbedingt und machen jedes Exemplar leicht individuell. Die Produktion erfolgt unter Leitung und Aufsicht von Arita-Meister Hiroyuki Hashiguchi.

Für den Herstellungsprozess zeichnen Toshiaki Kawaguchi und sein Team verantwortlich. Sie arbeiten bei einem traditionsreichen Arita-Spezialisten mit Wurzeln bis 1830. Besonders anspruchsvoll war nicht nur die kobaltblaue Glasur, sondern auch deren Zusammenspiel mit dem im Zentrum sichtbaren Muster.

Das klassisch gestaltete und mit einer besonders harten Beschichtung versehene Edelstahlgehäuse der HCC007 betont die Tiefe des Porzellanzifferblatts. Innen entspiegelt ist das beidseitig gewölbte Saphirglas.

Der verschraubte Sichtboden zeigt das Automatikkaliber 6R51 mit drei Hertz Unruhfrequenz und 72 Stunden Gangautonomie. Der Gehäusedurchmesser beträgt 39,6, die Höhe 12,8 Millimeter. Bis drei bar reicht die Wasserdichte. Dieses tickende Kunstwerk ist ab Juli 2026 in einer Auflage von 1.500 Exemplaren für unverbindliche 1.800 Euro erhältlich.



Seide als gestalterische Inspiration – Seiko Presage Classic Series HCC004
Stiller und zurückhaltender wirkt demgegenüber die Presage-Referenz HCC004. Als weiteres Mitglied der Classic Series ist ihr Zifferblatt von Seide inspiriert. Die Scheibe, vor der blaue Zeiger für Stunden, Minuten und Sekunden drehen, nimmt Bezug auf Shironeri, ein reines Weiß, das aus der Veredelung von Seidenfäden abgeleitet ist. Kontrastierend wirken auch jubiläumsblaue Indexe.

Mit 36 Millimetern Durchmesser wendet sich diese bis zehn bar wasserdichte Armbanduhr mit dekoriertem Glasrand und wiederum dem Automatikkaliber 6R51 an Frauen und Männer zugleich. Ab Juni 2026 ist sie in einer Edition von 2.500 Exemplaren verfügbar.

Seiko ruft dafür unverbindliche 1.000 Euro auf. Beide Presage-Modelle besitzen Lederbänder. Als Materiallieferanten fungieren von der Leather Working Group zertifizierte Gerbereien.

Die Datenblätter zu den vier limitierten Uhren
Die ganze Seiko-Modellvielfalt finden Sie in unsere Seiko Markenkosmos hier bei uns.
| Modell | Seiko Prospex 1965 Heritage Diver’s Watch Limited Edition |
| Referenz | HBC005 |
| Linie | Prospex |
| Kaliber | 6R55 |
| Frequenz | 21.600 Halbschwingungen/Stunde (3 Hz) |
| Gangautonomie | ca. 72 Stunden / 3 Tage |
| Gehäuse | Edelstahl mit superharter Beschichtung |
| Armband | Edelstahl mit superharter Beschichtung |
| Schließe | Dreifach-Faltschließe mit Sicherheitsdrücker |
| Glas | Gewölbtes Saphirglas mit innenliegender Entspiegelung |
| Boden | Verschraubter Gehäuseboden |
| Krone | Verschraubte Krone |
| Durchmesser | 40,0 mm |
| Höhe | 13,0 mm |
| Wasserdichte | 30 bar |
| Magnetfeldschutz | 4.800 A/m |
| Limitierung | 4.000 Exemplare |
| UVP Europa | 1.500 Euro |
| Verfügbarkeit | Juni 2026 |

| Modell | Seiko Prospex Limited Edition |
| Referenz | HBB001 |
| Anlass | Seiko 145th Anniversary |
| Kaliber | 4R35 |
| Frequenz | 21.600 Halbschwingungen/Stunde (3 Hz) |
| Gangautonomie | ca. 41 Stunden |
| Gehäuse | Edelstahl |
| Armband | Edelstahl |
| Glas | Hardlex |
| Boden | Verschraubter Gehäuseboden |
| Krone | Verschraubte Krone |
| Durchmesser | 41,7 mm |
| Höhe | 12,3 mm |
| Wasserdichte | 20 bar |
| Limitierung | 9.999 Exemplare |
| UVP Europa | 650 Euro |
| Verfügbarkeit | Juni 2026 |

| Modell | Seiko Presage Classic Series “Craftsmanship” Arita Porcelain Dial |
| Referenz | HCC007 |
| Kaliber | 6R51 |
| Antrieb | Automatik |
| Frequenz | 21.600 Halbschwingungen/Stunde (3 Hz) |
| Gangautonomie | ca. 72 Stunden / 3 Tage |
| Lagersteine | 24 |
| Gehäuse | Edelstahl mit superharter Beschichtung |
| Armband | Lederband; Leder aus LWG-zertifizierten Gerbereien |
| Schließe | Dreifach-Faltschließe mit Drücker |
| Glas | Beidseitig gewölbtes Saphirglas mit innenliegender Entspiegelung |
| Boden | Verschraubter Sichtboden |
| Zifferblatt | Arita-Porzellan, kobaltblau glasiert, reliefartiges Strahlenmuster |
| Durchmesser | 39,6 mm |
| Höhe | 12,8 mm |
| Wasserdichtheit | 3 bar |
| Limitierung | 1.500 Exemplare |
| UVP Europa | 1.800 Euro |
| Verfügbarkeit | Juli 2026 |
| Modell | Seiko Presage Classic Series |
| Referenz | HCC004 |
| Kaliber | 6R51 |
| Antrieb | Automatik |
| Frequenz | 21.600 Halbschwingungen/Stunde (3 Hz) |
| Gangautonomie | ca. 72 Stunden / 3 Tage |
| Lagersteine | 24 |
| Gehäuse | Edelstahl mit superharter Beschichtung |
| Armband | Lederband; Leder aus LWG-zertifizierten Gerbereien |
| Schließe | Dreifach-Faltschließe mit Drücker |
| Glas | Beidseitig gewölbtes Saphirglas mit innenliegender Entspiegelung |
| Boden | Verschraubter Sichtboden |
| Zifferblatt | Seidenartig texturiertes weißes Zifferblatt; Farbton inspiriert von Shironeri |
| Durchmesser | 36,0 mm |
| Höhe | 12,5 mm |
| Wasserdichtheit | 10 bar |
| Magnetfeldschutz | 4.800 A/m |
| Limitierung | 2.500 Exemplare |
| UVP Europa | 1.000 Euro |
| Verfügbarkeit | Juni 2026 |








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