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Tutima Patria T626: 2 kleine, feine Editionen in Manufakturqualität und Roségold

Mit dem neuen Kaliber rückt die Tutima Patria T626 noch stärker in den Kreis anspruchsvoller Manufakturuhren. Wir haben uns die zwei kleinen Editionen im Detail angesehen.

von | 21.05.2026

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Einblicke für Enthusiasten

Die neueste Version der Tutima Patria setzt dort an, wo klassische Uhrmacherei besonderes Interesse erzeugt: beim mechanischen Werk. So gesehen rückt das Handaufzugskaliber T626 in den Vordergrund, obwohl es sich erst auf den zweiten oder gar dritten Blick durch den Saphirglas-Sichtboden zeigt. Kenner der Glashütter Manufakturszene identifizieren das tickende Oeuvre als konsequente Weiterentwicklung des bewährten und über alle mechanischen Zweifel erhabenen Kalibers T617.

Beim Betrachten dieser Evolutionsstufe zeigt sich schnell, wie sehr einige Kunstgriffe den Charakter eines Uhrwerks nach vorne treiben können. Die traditionsverhaftete Konstruktion mit überlieferter Glashütter Dreiviertelplatine mutierte zu einer offeneren Bauweise mit Halbplatine sowie separatem Kloben für Anker- und Sekundenrad.

Tutima Kaliber T617 und T626

Im Vergleich: Tutima Kaliber T617 und T626

Auf diese Weise macht Tutima sichtbar, was bislang weitgehend verborgen blieb. Die Entscheidung für diesen bemerkenswerten Schritt geht zurück auf die Überzeugung des Teams in Glashütte, dass hochwertige Mechanik einerseits zuverlässig und präzise funktionieren, andererseits ihre technischen und handwerklichen Qualitäten aber auch ins richtige Licht rücken muss. Und genau das ist eine der Schwachstellen besagter Dreiviertelplatine: Reizvolle Details blühen im Verborgenen.

Tutima Kaliber T617 und T626 - Komponenten

Hochwertige und sorgsam finissierte Komponenten kennzeichnen die Tutima-Kaliber T617 und T626

Bei Kaliber T617 gehören dazu eingestochene Spiegel, anglierte Schenkel der Zahnräder und andere sorgfältig finissierte Komponenten. Unter diesen Vorzeichen vollzog Tutima die nun erhältliche Metamorphose vom T617 zum T626. Es handelt sich also keineswegs um schlichte Effekthascherei, sondern um eine vernunftgeleitete Offenlegung außergewöhnlicher uhrmacherischer Werte.

Tutima Kaliber T617 und T626 - Dreiviertelplatine und Halbplatine mit Kloben

Tutima Kaliber T617 und T626 - Dreiviertelplatine und Halbplatine mit Kloben im Vergleich

Vom verdeckten Können zur sichtbaren Substanz

In diesem Sinne sind beim Handaufzugskaliber T626 nun auch Minuten- und Kleinbodenrad sichtbar. Möglich macht es die Abkehr von Tradiertem. Eingefleischte Glashütte-Freaks könnten vorschnell von einem uhrmacherischen Sakrileg sprechen. Aber dem ist definitiv nicht so. Die Verwendung eines eigenen Klobens für Anker- und Sekundenrad öffnet die weiterhin mit drei Hertz tickende Szene. Sie führt den Weg des Kraftflusses vom Energiespeicher zum Gangregler auf faszinierende Weise vor Augen.

Tutima Kaliber T617 mit Glashütter Dreiviertelplatine

Tutima Kaliber T617 mit Glashütter Dreiviertelplatine

Tutima Kaliber T626

Tutima Kaliber T626 mit Halbplatine und Kloben

Ein Indiz deutlich über dem Standard liegender Ansprüche ist ein Deckstein zur Begrenzung der Höhenluft beim Ankerrad. Ein solcher muss nicht sein. Aber er demonstriert jene Sorgfalt, welche das Manufaktur-Schaffen bei Tutima von routinierter Serienfertigung unterscheidet. Somit zeigt sich beim Blick aufs Werk nicht mehr nur fein dekorierte Fläche, sondern mehr Mechanik und kompetent ausgeführte Handwerkskunst. Konstruktive Tradition tritt zurück hinter jene zeitmessende Funktion, die enthusiastische Mechanikvoyeure gelegentlich hautnah erleben wollen. Am Grundsätzlichen hat Tutima mit Fug und Recht nichts geändert. Es ist bereits auf seine Weise perfekt.

Tutima Kaliber T617 und T626 - Unruhkloben u Unruh mit Breguetspirale

Tutima Kaliber T617 und T626 - Unruhkloben und Schraubenunruh mit Breguetspirale

Die Glucydur-Schraubenunruh mit variabler Trägheit vollzieht stündlich 21.600 Halbschwingungen. Akkurat von Hand nach oben gebogen ist die Endkurve der Unruhspirale. Ein neu beschriftetes Sperrrad weist ausdrücklich auf beruhigende 65 Stunden Gangautonomie. Beibehalten wurden auch die zwei verschraubten Goldchatons sowie der selbst gefertigte und nach allen Regeln der Kunst feinbearbeitete Anker. Das Bild uhrmacherischer Exzellenz vervollständigen schließlich manuell polierte und bewusst nicht gebläute Schraubenköpfe. Als optischer Anziehungspunkt beim manuellen Spannen der Zugfeder präsentiert sich schließlich das aufwändige Gesperr.

Tutima Patria T626 Roségold weißes Zifferblatt Rückseite

Tutima Patria T626 Roségold - Kaliber T626 in der Ausführung mit weißem Zifferblatt

Tutima und der Weg zurück nach Glashütte

Zur richtigen Einordnung der Manufakturkaliber T617 und T626 braucht es an dieser Stelle einen kurzen Blick in die Geschichtsbücher. Seit 1845 gilt Glashütte als Zentrum deutscher Feinuhrmacherei. Die Tutima-Tradition lässt sich bis in die 1920er Jahre zurückverfolgen. Damals entstanden die UROFA Uhren-Rohwerke-Fabrikation Glashütte AG und die UFAG Uhrenfabrik Glashütte AG. Letztere brachte wohl ab 1927 Armbanduhren mit der Signatur Tutima Glashütte auf den Markt. Der Name leitet sich ab vom lateinischen tutus, also sicher oder geschützt. Von Anbeginn stand Tutima für zuverlässige Mechanik aus dem Müglitztal.

Dieter Delecate vor Kaliber T659

Dieter Delecate vor dem Manufakturkaliber T659 mit Flyback-Chronograph

Nach dem Zweiten Weltkrieg verlagerte sich das Geschehen unter Dieter Delecate für einige Jahrzehnte ins niedersächsische Ganderkesee. 2006 kehrte das Unternehmen nach Glashütte zurück. Mit dem Erwerb und der Renovierung eines Gebäudes nahe dem Bahnhof begann ein neues Kapitel. Ein moderner Maschinenpark, Techniker, Konstrukteure, Uhrmacher und andere Fachkräfte schufen das Fundament für eigenständige Manufakturarbeit.

Uhrmacher-Atelier bei Tutima Glashütte

Uhrmacher-Atelier bei Tutima in Glashütte

Der sächsische Neubeginn fiel bewusst anspruchsvoll aus: Mit der Hommage präsentierte Tutima eine Minutenrepetition. Ihr aus 550 Komponenten assembliertes Handaufzugskaliber T800 demonstriert, dass die Rückkehr nach Glashütte weitaus mehr war, als nur ein geografisches Comeback.

Tutima Hommage Minutenrepetition

Tutima Hommage mit Minutenrepetition

Tutima Hommage Minutenrepetition Kaliber T800

Tutima Kaliber T800 mit Minutenrepetition

Weil eine derartige Komplikation naturgemäß nur einen kleinen Kreis erreicht, folgte 2014 als puristisches Gegenstück die Patria Kleine Sekunde mit besagtem Handaufzugskaliber T617.

Tutima Patria Admiral Blue Kaliber T617 RS

Tutima Kaliber T617 in der Patria Admiral Blue

2019 lancierte Tutima mit der Patria Admiral Blue eine Stahl-Version, welche den Manufakturanspruch mit umfassender Alltagstauglichkeit verband.

Tutima Patria Admiral Blue Kaliber T617

Tutima Patria Admiral Blue mit dem Kaliber T617

Im gleichen Jahr ging in Gestalt des Kalibers T659 ein Chronographenkaliber mit Temposchaltung an den Start. Sie belebt eine Kreation aus den späten 1930er-Jahren wieder.

Tutima Tempostopp Chronograph

Tutima Tempostopp Chronograph mit Roségold-Gehäuse

Diesen Weg setzt das Kaliber T626 konsequent fort. Mit ihm unterstreichen Matthias Stotz und sein Team, dass man Mechanik offenlegen kann, ohne seine Herkunft zu verleugnen.

Inhorgenta Awards 2026 Matthias Stotz mit Tutima Patria

Inhorgenta Awards 2026: Matthias Stotz mit der siegreichen Tutima Patria

Tutima Kaliber T626 Version grau

In der limitierten Patria mit grauem Zifferblatt findet sich diese Ausführung des Tutima Kalibers T626

Tutima Patria T626 Roségold graues Zifferblatt

Tutima Patria T626 in Roségold mit grauem Zifferblatt - neun Exemplare à EUR 24.800

Tutima Patria T626

Zum Auftakt offeriert man in Glashütte die neue Tutima Patria T626 in streng limitierter Ausführung. Zu haben sind zweimal neun Armbanduhren mit 43 Millimeter großem 18-Karat Roségoldgehäuse. Die klar gestalteten Zifferblätter in Silber oder Grau tragen applizierte Strichindexe. Charakteristisch geformte Zeiger indizieren Stunden, Minuten und Sekunden.

Tutima Patria T626 Roségold weißes Zifferblatt Soldat

Tutima Patria T626 in Roségold mit weißem Zifferblatt

Somit lenkt nichts lenkt vom Wesentlichen ab. Wie bereits erwähnt, ist der Sichtboden keine Nebensache, sondern Teil der leisen Eleganz dieses Glashütter Zeitmessers, der im Fachhandel für unverbindliche 24.800 Euro erhältlich ist.

Weitere Modelle der Marke finden Sie in unsere Tutima Markenkosmos hier bei uns. 

Tutima Patria T626 Roségold graues Zifferblatt Soldat

Neun Stück à EUR 24.800 fertigt Tutima auch von der Patria T626 in Roségold mit grauem Zifferblatt

Tutima Patria T626

Datenblatt   Modell T626
Werk Kaliber Tutima T626 Handaufzug
  Gangautonomie mindestens 65 Stunden
  Anzeige Stunde, Minute, kleine Sekunde
  Durchmesser 31,6 mm
  Höhe 4,78 mm
  Anzahl Komponenten 170
  Funktionale Steine 21
  Unruh Schraubenunruh mit Gewichts- und vier Regulierschrauben
  Spirale Typ Breguet mit hochgebogener Endkurve
  Unruhfrequenz 3 Hz
Gehäuse Material 18 kt Roségold
  Durchmesser 43 mm
  Höhe 11,2 mm
  Wasserdichte 5 atm
  Glas vorne bombiertes Saphirglas, entspiegelt
  Glas Rückseite Saphirglas
Zifferblatt Ausführung fein versilbert oder anthrazit
Zeiger Material/Ausführung 18 kt Gold, handpoliert
Armband Material/Farbe Alligatorleder, braun oder anthrazit
Schließe   Dornschließe 18 kt Roségold
Limitierung   jeweils 9 Exemplare
Preis   EUR 24.800

Weitere Infos gibt es direkt bei Tutima.de

Tutima Patria T626 zwei Versionen Roségold

Das sind die beiden Versionen der limitierten Tutima Patria T626

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