Man ist geneigt zu glauben, dass bereits das Tragen einer Uhr durch einen Taucher eine Uhr zur Taucheruhr macht. Also wenn sie das übersteht. Ist es aber nicht. Es ist schon etwas komplizierter.
Konkret geht es um eine Vorgabe und Norm, genauer gesagt um die DIN 8306 oder die internationale Norm ISO 6425. Und diese Kriterien sind nicht einfach zu erfüllen.

Taucheruhr

Folgende Kriterien und Prüfungen hat eine zertifizierte Taucheruhr zu bestehen:
– Ein zertifizierte Taucheruhr muss zwei Stunden einen Druck von 20 Bar aushalten. Anschließend noch 3 Stunden bei 3 Meter Wassertiefe überstehen.
– Überdies muss sie eine Vorrichtung zur Auswahl einer Zeitspanne haben, die zum besseren Ablesen über abgesetzte Minuten-Markierungen verfügt.
– Die Markierungen und die Zeiger brauchen weiterhin ein Leuchtmittel, damit die Uhr auch in dunkler See ablesbar ist.
– Eine zertifizierte Uhr für Taucher muss antimagnetisch sein.
– Das Armband muss 40 kg Zug aushalten.
– Das Werk und Gehäuse haben zusätzlich noch einen Kondenswassertest zu überstehen, bei dem die Dichtigkeit von Krone und Gehäuse überprüft wird.
– Anschließend gibt es noch etwas rohe Gewalt in Form eines – natürlich genormten – Schlags von 4,4 m/s. Nach diesem heftigen Stoß muss die Uhr noch dicht sein und maximal eine Minute vor oder zurück gehen.

Die anderen ungemütlichen Petitessen lassen wir mal unerwähnt. Womit festzuhalten wäre: Geprüfte und zertifizierte Taucheruhren haben klare Vorgaben, vertragen eine Menge und machen auch an Land meist eine gute Figur.
Was nicht von jedem Taucher zu behaupten ist.