Die Fachbegriffe der Rolex Innovationen

Sprechen sie Rolex? 8 erfolgreiche Rolex Innovationen und ihre Bezeichnungen

Diese Rolex Innovationen verstecken sich hinter den spezifischen Rolex Bezeichnungen. Wir stellen Ihnen 8 wichtige Erfindungen und das dazu passende Rolex Vokabular vor. Haben Sie alle gekannt?

Man muss es wohl neidlos anerkennen. Der große Rolex Erfolg von jährlich über 800.000 verkauften Uhren ist wohl weniger Zufall, als vielmehr das Ergebnis von guter Qualität und einer Vielzahl von Rolex Innovationen. Dazu kommt eine bemerkenswerte Konstanz im Marketing und in der Kommunikation.
Wer es nicht glaubt, muss nur einen Blick auf die Bekanntheit der Luxus Uhrenmarken werfen. Da steht in einer Statista Veröffentlichung von 2019 Rolex in Deutschland bei einer unfassbaren Markenbekanntheit von 92%, vor Cartier mit 75%, respektive Breitling mit 73 %. Omega schafft noch 69%, dann fällt es mit 55% für TAG Heuer und 53% für Glashütte Original bereits steil ab.
An dieser Stelle könnte man nun die Frage stellen, warum viele Uhren darauf vertrauen, dass kundige Konsumenten schon von allein darauf kommen werden, wie schön ihre Uhren sind. Aber das wäre wohl eine längere Diskussion. Stattdessen wollen wir einen Blick auf die vielen Rolex Innovationen und ihre mitunter ganz eigenen Namen werfen. Dies ist insofern interessant, also Rolex seinen wichtigsten Innovationen konsequent eigene Bezeichnungen verleiht. Diese Rolex Begriffe sollten Ihnen etwas sagen.

Rolex Oyster

Ein wasserdichtes Uhren-Gehäuse mit verschraubtem Boden und verschraubter Krone wird bei Rolex als Rolex Oyster bezeichnet. Mit solch einer wasserdichten Konstruktion legte Rolex Gründer Hans Wilsdorf im Jahr 1923 den Grundstein zum Erfolg. Denn Wasser zu dieser Zeit der größte Feind von Uhren und ein teures Ärgernis für Uhrenträger. Wilsdorf erkannte dies und setzte in der Kommunikation konsequent darauf, die Wasserdichtigkeit seiner Rolex Oyster Gehäuse zu demonstrieren – sowie alles mit einem ebenso wasserdichten Patent abzusichern.

Verschraubtes Rolex Oyster Gehäuse

Oyster Krone, Twin-Lock, Triple-Lock

Nach dem Patent auf ein hermetisch verschlossenes Uhrengehäuse mit innen liegendem Werkscontainer war die Konstruktion einer einfach zu handhabenden wasserdichten Krone der zweite grandiose Fortschritt von Rolex . Zwar gab es bereits die wasserdichte Uhr des Schweizer Fabrikanten Francis Baumgartner, dessen verschraubtes Uhrengehäuse hatte jedoch den gravierenden Nachteil, dass zum Aufziehen der Uhr jedesmal der Glasrand abgeschraubt werden musste. Die Lösung kam im Jahr 1925 in Form einer Konstruktion von Georges Perret und Paul Perregaux. Diese hatten in der Schweiz eine mit dem Gehäusemittelteil verschraubte Krone ersonnen, die die Uhr absolut wasserdicht mechanisch verschloss. Rolex erwarb diese Idee und ließ sich die verschraubte Krone 1926 patentieren.

Nun gibt es bei Rolex inzwischen drei verschiedene Niveaus der Wasserdichtigkeit und eigene Begriffe für diese Rolex Innovationen. Ein Oystergehäuse hat auf der Krone einen Punkt und steht für eine  Wasserdichtigkeit von bis zu 100 Meter Wassertiefe. In der Praxis bedeutet das, dass sie mit der (regelmäßig gewarteten) Uhr Schwimmen, Händewaschen und Duschen können.
Im Jahr 1953 wurde im Zuge des Booms der Taucheruhren eine höhere Wasserdichtigkeitsstufe ersonnen: Das Rolex Vokabular hierfür lautet Rolex Twinlock Krone. Dabei wird nicht nur die Krone abgedichtet, sondern auch der Uhren-Tubus. Rolex weist auf der Krone bei diesen Uhren mit zwei Punkten auf das Twinlock Dichtsystem hin.
Drei Punkte auf der Rolex-Krone stehen für eine dreifache Abdichtung der Krone. Dieses System nennt sich laut Rolex Terminologie Rolex Triplock Krone. Es gibt sie bei den Modellen Rolex Submariner, Rolex Sea-Dweller und Rolex Deepsea. Die Rolex Submariner hat dabei eine Wasserdichtigkeit von 300 Metern, die Rolex Sea-Dweller sogar von 1220 Meter. Übertroffen werden beide Modelle von der Rolex Deepsea. Sie hat eine garantierte Wasserdichtigkeit von bis zu 3.900 Meter. Wer allerdings so tief ohne begleitendes U-Boot taucht, hat andere Sorgen als die Wasserdichtigkeit der Uhr. 

Aufbau Rolex Triple-Lock

Zykloplupe oder Cyclops

Eigentlich hätte man viele Namen für die Rolex Zykloplupe, also die 1953 patentierte Auswölbung auf dem Uhrenglas finden können. Aber letztendlich geht es schlicht um ein Fenster mit vergrößernder Lupenfunktion, das das Datum auf der Uhr besser lesbar macht.
Nun wäre ein Name wie Uhr-Lupe doch etwas schmucklos. Entsprechend hat man die Lupe nach dem berühmten einäugigen Riesen der griechischen Mythologie Zyklop genannt. Anders als beim Zyklopen, dem Odysseus das Auge mit einem Holzpfahl blendete, ist das Auge der Rolex Lupe extrem stabil und aus kratzfesten Saphirglas hergestellt. Durch die doppelte Antireflexbeschichtung fällt auch das Ablesen des Datums leicht. Da die Lupe das Datum um das Zweifache vergrößert, kann man mit Fug und Recht sagen: Mit dem Zweifachen sieht man besser.

Chronergy

Schweizer Ankerhemmung. Das klingt so sexy wie das Vorlesen des Schweizer Bußgeldkatalogs für zu schnelles Fahren. Dahinter steckt allerdings eine außerordentlich wichtige Innovation von Rolex deren Entwicklung viel Zeit und Geld in Anspruch nahm: Die Chronergy-Hemmung. Sie hat einen gut 15% höheren Wirkungsgrad als herkömmliche Hemmungen und verlängert die Gangreserve eines Vier-Hertz-Uhrwerks von Rolex auf rund 70 Stunden.
Der Anker und das Ankerrad einer Chronergy Hemmung entsteht übrigens in einem hypermodernen fotolithographischen LIGA-Verfahren aus paramagnetischen Nickellegierungen. Deren Robustheit und Leichtigkeit wie die Unempfindlichkeit gegen Temperaturen und Magnetfeldern sorgen dafür, dass die Gang-Abweichung pro Tag nur maximal 2 Sekunden beträgt. Erzählen Sie also niemandem, ihre Rolex-Uhr geht nach, wenn sie wieder mal zu spät dran sind.

Chromalight

Sagt Ihnen StrlSchG und StrlSchV etwas? Nein? Nun gut, bringen wir mal etwas Licht ins Dunkel. Bei den beiden besagten Vorgaben handelt es sich um das  Strahlenschutzgesetz (StrlSchG) und die Strahlenschutzverordnung (StrlSchV). Diese sorgen dafür, dass strahlendes Radon, das in frühen Uhren noch für nachtleuchtende Indizes sorgte, von den Zifferblättern verbannt wurde. Besser erging es anschließend dem Tritium in Zinksulfid. Allerdings blasste dieses Wasserstoffisotop mit den Jahren aus und war auch nicht so richtig ungefährlich.
Inzwischen ist der unangefochtene Marktführer Super-LumiNova. Dessen Leuchtmasse setzt auf anorganische Nachleuchtpigmente aus Alkalialuminaten und ist völlig frei von Radioaktivität.
Das Rolex Chromalight beruht auf den gleichen Prinzipien und Inhaltsstoffen. Bei dieser Rolex-spezifischen Leuchtmasse wird ein extrem feingemahlenes Oxidpulver aus Aluminium-, Strontium-, Dysprosium- und Europium-Verbindungen bei hohen Temperaturen gebrannt. Die sich dabei bildenden kristallinen Strukturen dieser Rolex-Leuchtstoffe leuchten besonders stark und anhaltend. Rolex nennt sie Chromalight und verwendet sie auf Zeigern und Indexen. Sorgen sie doch für Licht im Dunkeln und eine strahlende Zukunft der Uhrenmarke.

Glidelock

Drum prüfe, was sich ewig finde, sagt man. Was schon bei der Hälfte der Beziehungen kaum zu halten ist, gilt auch für Stahlarmbänder. Man muss feststellen, dass sich die Dinge verändern. Gleiches gilt auch für den Umfang des Handgelenks, das beileibe nicht statisch ist, sondern sich je nach Betätigung, Tageszeit und Witterung verändert. Umso schöner, dass ein Rolex Glidelock Armband durchaus Raum für Veränderung lässt. Dank seines intelligenten variablen Schiebemechanismus, lässt sich die Weite des Armband in 2 Millimeterschritten schnell und stabil anpassen. Anders als so mancher Charakter ist ein Rolex Glidelock Stahlarmband also flexibel.  

Parachrom Spiralfeder

Federleicht ist ja in der Regel ein Kompliment. Dies gilt auch für die Spiralfeder eine Uhr. Schließlich muss solch eine Feder, als der oszillierende „Bewegungsapparat“ eines Uhrwerks je nach Frequenz der Uhr zwischen sagen wir mal grob 18.000 und 36.000 Mal hin und herschweingen. Entsprechend gesucht sind für diesen hochenergetischen Teil der Uhr Lösungen, die diese Bewegung möglichst leicht, gleichmäßig und doch robust und stabil vollführen.

Die Rolex Parachrom Spirale kann dies zweifelsohne. Sie ist leicht, stabil sowie dank der bei Physikern wohl gelittenen Breguet-Endkurve äußerst gleichmäßig in ihren Bewegungen. Rolex lässt sie in ihren Gangreglern mit Parachrom Breguetspiralen bei 28.800 Halbschwingungen arbeiten und Chronographenzeiger in Achtelsekundenschritten gleichmäßig voranschreiten. Sie lässt sich hierbei von Magnetfeldern und Stößen kaum aufhalten und trägt maßgeblich dazu bei, dass Rolex mit seiner strengere Kriterien an die Präzision seiner Uhren anlegen kann, als es etwas die COSC Prüfbehörde tut.

Rolex Innovationen

Berechtigterweise wird man nun anmerken, dass es noch eine Vielzahl weiterer Erfindungen und Entwicklungen von Rolex gibt, die erwähnenswert wären. Ja. Aber ein altes afrikanisches Sprichwort sagt auch, dass man einen Elefanten in Stücke schneidet, will man ihn essen. Entsprechend haben wir ja noch einige Artikel, die sich mit weiteren Entwicklungen beschäftigen. 
Interessierte werden wohl auch bei unserem Uhrenkosmos Werksbesuch fündig, bei dem die Rolex Produktion in den Rolex Werken in Biel beschrieben wird. Wie auch immer – Sie sind nun informiert. 

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Kommentare zu diesem Beitrag

1 Kommentar

  1. Michael Rempel

    Jeder Käufer einer Rolex Uhr sollte das fantastische Buch von dem großartigen Autor Gisbert L.Brunner über Rolex erhalten,um sein
    erworbenes Meisterstück noch besser kennenzulernen.

    Antworten

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