Retrospektive 2010: A. Lange & Söhne präsentiert das mittlerweile teuer bezahlte „Zeitwerk Luminous“

Armbanduhr mit Leuchteffekt

Uhrenkosmos berichtet über die „Lumen“-Trilogie von A. Lange & Söhne. Dabei geht es um drei Modelle mit klassischer analoger Indikation mittels Zeiger. Der Vollständigkeit halber berichtet Uhrekosmos hier über ein nachtleuchtendes Zeit-Monument: Die opulente, zur SIHH 2010 Messe vorgestellte Manufaktur-Uhr „Zeitwerk Luminous“.

Seit der Renaissance  in den frühen 1990-er Jahren genießt die gestalterische Komponente bei A. Lange & Söhne hohe Priorität. Speziell das Wort Wiedererkennungswert schreibt die sächsische Nobelmanufaktur groß. Davon zeugt unter anderem die Stilikone „Lange 1“ mit asymmetrischem Zifferblatt und markantem Großdatum.

 

Digitale Opulenz für männliche Handgelenke

Mit dem ausdruckstarken „Zeitwerk“ betraten die Sachsen im Jahr 2008 eine völlig andersartige Welt. Selbige offenbart sich durch eine neusilberne Zeit-Brücke, welche die gesamte Breite des Zifferblatts überspannt. Links bietet sie den Ziffern für die große digitale Stundenanzeige einen würdigen Rahmen. Rechts tut sie das Gleiche für die Minuten. Und bei der „6“ umfängt sie das analoge Nebenzifferblatt, vor dem der kleine Sekundenzeiger seine Runden dreht. Untypisch, nach oben und damit in die Zukunft weisend ist auch die griffige Aufzugskrone. Bleibt die markante Gangreserveanzeige, welche bei der „12“ indiziert, dass es nach spätestens 36 Stunden an der Zeit ist, dem Federhaus frische Energie auf manuellem Wege zuzuführen.

 

Ablesbarkeit im Dunklen

Der große Nachteil überlieferter Digital-Anzeigen zeigt sich seit jeher zu nächtlicher Stunde. Ohne Licht geht hier gar nichts. Ganz anders das „Zeitwerk Luminous“. Bei ihm lässt sich das andersartige Zeit-Erleben jetzt auch im Dunkeln verfolgen, denn A. Lange & Söhne hat die Zeit-Brücke mit schwarzem PVD und Ziffern mit nachtleuchtendem Superluminova beschichtet. Damit letztere untertags genügend Lichtenergie tanken können, besteht das Zifferblatt, unter dem die komplexe Zeit-Mechanik ihrer Arbeit nachgeht, aus dunkel getöntem Saphirglas.

 

Das komplett in Glashütte entwickelte Handaufzugskaliber L043.1 besteht aus 388 Komponenten, darunter nicht weniger als 66 Steine. Zwei sind in Goldchatons gefasst. Das Oeuvre füllt den verfügbaren Innen-Durchmesser der 41,9 mm großen Schale vollständig aus. Seine große Unruh vollzieht stündlich geruhsame 18.000 Halbschwingungen. Für ein konventionell tickendes Uhrwerk, welches mit nur einem Milliardstel PS reibungslos funktioniert, bedeutet die Fortbewegung der großformatigen digitalen Indikationen für Stunden und Minuten einen gewaltigen Kraftakt.

Konstanter Kraftfluss

Deshalb setzt A. Lange & Söhne auf die bewährte Technik eines so genannten Nachspannwerks. Die patentierte Zusatz-Mechanik hat jene Kraftflüsse sicher im Griff, welche beim Beschleunigen und Abbremsen der üppig dimensionierten Ziffernscheiben auftreten. Eine kleine Spiralfeder sammelt während einer Minute gerade so viel Kraft, dass die Sprünge blitzartig schnell über die Bühne gehen. Ein Windflügel sorgt gleichzeitig für hinreichend sanftes Schalten.

Besonders eindrucksvoll präsentiert sich das Schauspiel eine Minute nach 11:59 Uhr. Dann vollzieht die am Handgelenk absolut unübersehbare Platin-Armbanduhr, von der in dieser Ausführung lediglich 100 Exemplare entstanden, gleich drei kleine Sprünge, welche für das Uhrendesign von A. Lange & Söhne jedoch immens große Schritte bedeuten.

Gutes Investment                                                                                   

2010 kostete das „Lange Zeitwerk Luminous“ 69.000 Euro. Das waren 10.500 Euro mehr als die Normalversion in Platin. Heute wird für die limitierte Armbanduhr mit markanter Strahlkraft das Doppelte verlangt. Wer damals eine gekauft, oder, besser gesagt, zugeteilt bekommen hat, kann sich glücklich schätzen.

Und hier geht es zum Beitrag über die A. Lange & Söhne Datograph auf/ab Lumen

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  1. Großer Tag in kleiner Stadt - die Eröffnung des neuen A. Lange&Söhne Werks | Uhrenkosmos - […] bestimmt wie beim neuen Zeitwerk mit Minutenrepetition […]

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