Kooperation Breitling Chronomat B01 und Tudor Heritage Black Bay Chrono (2/3)
Auch Chronographen können kooperieren!

Wahre Helden wissen: Man muss nicht alles im Alleingang schaffen. Batman hatte Robin. Und Robin Hood stand Little John zur Seite. Auch die Tudor Black Bay Heritage Chronograph kooperiert im Uhrenbau mit Breitling und nutzt dessen Breitling Chronomat B01 Chronographenwerk. Warum das Sinn ergibt, können wir Ihnen sagen.

Auch Chronographen können kooperieren!

Heldenhafte Kooperation zwischen Breitling und Tudor: Die Heritage Black Bay Chrono.

Die Geschichte von Breitling ist lang und bewegt, so wie es sich für die Manufaktur eines Chronographen-Helden eben gehört. 1915 präsentierte die 1884 gegründete Firma den ersten Armbandchronographen mit unabhängigem Drücker.

Ein Chronograph zum Jubiläum

125 Jahre später – 2009, um genau zu sein – wurde der erste Manufaktur-Chronograph von Breitling vorgestellt. Das von Breitling entwickelte und gebaute Kaliber B01 ist bei einem Durchmesser von  30 Millimeter genau 7,2 Millimeter hoch. Wenn der Energiespeicher des beidseitig wirkenden Kugellagerrotors voll gespannt ist, läuft dieser Chronograph klaglos 70 Stunden lang.

Ein klassisches Schaltrad steuert Start, Stopp und Nullstellung, wobei eine energieeffiziente Reibungskupplung den Stopper mit dem „Motor“ verknüpft.

Heldenhafte Innovation liefert das mit vier Hertz tickende und damit auf die Achtelsekunde genau stoppende Uhrwerk natürlich auch. Und zwar in Form eines patentierten Selbstzentrierungssystems. Ein Herzhebel dient dabei zur Nullstellung von  Chronographenzeiger und  Minuten-Totalisator.

Mit vereinten Kräften

Und weil Breitling so gerne chrooperiert – Verzeihung, kooperiert – können Uhrenfans die Kreation künftig auch im stählernen „Heritage Black Bay Chrono“ von Rolex-Tochter Tudor erwerben. Im Austausch dafür liefert diese das Manufaktur-Automatikkaliber MT5612 nach Grenchen.

Kleine Unterschiede bemerkt der Kenner natürlich sofort, etwa bei der Finissage des Mikrokosmos. Darüber hinaus besitzt der Chronograph statt eines 30- Minuten-Zählers einen 45-Minuten-Zähler. Praktisch für alle Fußballfans, die bis zur Halbzeit mitstoppen wollen.

Das Kooperationswerk „Heritage Black Bay Chrono“ von Tudor und Breitling ähnelt dessen Manufakturchronograph zwar stark. Feine Unterschiede bemerkt der Kenner dennoch sofort.

Wer erkennt die feinen Abweichungen?

Auch der Gangregler fällt bei Tudor etwas anders aus. Unter der langgesteckten Brücke schwingt eine kleine Glucydur-Unruh mit variabler Trägheit. Eine amagnetische Silizium-Unruhspirale sorgt für einen reibungslosen Rückschwung. Hingegen nutzt Breitling einen Unruhkloben und ein traditionelles Rückersystem. Jedes Uhrwerk – so lauten die internen Regeln der Manufaktur – muss vor dem Einbau ins Gehäuse die die offizielle Schweizer Chronometerprüfung bei der COSC bestehen. Das gilt natürlich auch für das MT5813, bevor es in sein 41 Millimeter großes Stahlgehäuse mit Saphirglas, Schraubkrone und –drückern findet.

Bei der Optik des Werks haben sich die Designer an den Tudor-Chronographen von 1970 orientiert. Auf der Lünette der bis 20 bar Wasserdruck dichten Schale befindet sich eine Tachymeterskala, die Durchschnittsgeschwindigkeiten messen kann.

Auch der Preis wurde im Hause Tudor messerscharf kalkuliert. So ist der Kooperations-Newcomer ab Juli 2017 mit Lederband für 4.410 Euro zu kaufen. Für die Variante mit Gliederband aus Stahl müssen Uhrenliebhaber 4.700 Euro hinblättern. Angesichts der Preise, die Breitling für seine Chronographenwerke verlangt, muss sich Tudor wohl mit sehr geringen Margen begnügen.

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