Ein ausgleichender Charakter

Doppelt genäht, hält bekanntlich besser. Im übertragenen Sinn lässt sich das Sprichwort auch auf manche mechanische Uhren wie etwa die alles, außer gewöhnliche Armin Strom Dual Time Resonance Sapphire anwenden.
Bekanntlich unterteilt das Schwing- und Hemmungssystem bestehend aus Unruh, Unruhspirale, Anker und Ankerrad die gleichförmig verstreichende Zeit in kleine, wohl definierte Abschnitte. Das Räderwerk überträgt diese Intervalle dann zur Zeitanzeige, die die Zeit mithilfe der Zeiger oder digitalen Displays ausweist.

Moderne Armbanduhren ticken zumeist mit vier Hertz, lassen den Sekundenzeiger also in Achtelsekundenschritten vorrücken. Gibt es jedoch Abweichen von der vorgegebenen Frequenz, geht die Uhr nicht genau. Neben mechanischen Fehlern wirkt insbesondere die Erdanziehungskraft der Präzision einer Uhr entgegen. Und zwar am stärksten in senkrechter Position, wenn sich der Schwerpunkt des Oszillators nicht exakt im Zentrum der Unruhwelle befindet. Zur Kompensation dieser Abweichung bietet sich gemeinhin ein Tourbillon an. Dieser funktionale Aspekt eines Tourbillons, wortwörtlich aus dem Französischen eigentlich mit Wirbelwind zu übersetzen, ist Uhrenkennern natürlich bekannt. Auch die optischen Vorzüge eines Tourbillons führen oft zum Einsatz dieses ausgleichenden Elements. Nicht bei der Dual Time Resonance Sapphir von Armin Strom.

Vorstellung der Armin Strom Dual Time Resonance Sapphire im Video

Armin Strom dual Time Resonance Sapphire – das ist Eine ungewöhnlich oszillierende Lösung

Allerdings kann in der Armbanduhren der Drehgang seine Wirkung wegen permanenter Lageänderung nur begrenzt entfalten. Eine Alternativ bietet sich nun in Form zwei in Resonanz schwingende Oszillatoren der Armin Strom Dual Time Resonance Sapphire an. Dieses Prinzip des Mitschwingens eines Körpers mit einem anderen und die damit einhergehende Synchronisation ist auch dem neuen Manufakturkaliber ARF17 von Armin Strom zu eigen. Genau genommen handelt es sich um zwei nebeneinander im Gehäuse angeordnete Uhrwerke mit jeweils einem Paar von Energiespeichern, 110 Stunden Gangautonomie und eine wirklich ungewöhnlichen Unruhfrequenz von 3,5 Hertz. Die beiden Gangregler bestehend aus Hemmung, Unruh und Unruhspirale sind durch eine patentierte und zertifizierte Resonanz-Kupplungsfeder miteinander verbunden. Der Aufwand ist somit beachtlich. Er bringt jedoch auch hinsichtlich der Ganggenauigkeit eine Verbesserung von stattlichen 15 bis 20 Prozent.

Mit dieser aufwändigen Konstruktion der Dual Time Resonance Sapphir, welche summa summarum sagenhafte 419 mechanische Bauteile erfordert, gehen zwei getrennte und unabhängig voneinander einstellbare Zeitanzeigen einher. Ablesen lassen sich Stunden, Minuten und die aktuell verbleibende Gangreserve. In der Mitte findet sich zudem eine 24-Stunden-Indikation. Nicht minder aufwändig ist das quer-ovale Saphirgehäuse. Es bietet volle Transparenz, misst inklusive Bandanstößen 59 x 43,4 Millimeter und widersetzt sich dem Druck von Wasser bis zu fünf bar.
Dieser große Aufwand will jedoch auch ebenso aufwändig entlohnt sein. So liegt der Preis für die Armin Strom Dual Time Resonance Sapphire bei recht stattlichen circa 280.000 Euro. Dafür gibt es auch einige Dinge doppelt, oder?

Uhrenkosmos Modell-Steckbrief

Hersteller Armin Strom
Name Dual Time Resonance Sapphire
Referenz RGMT.11.AL.L.14.FC
Premiere 2019
Uhrwerk ARF17
Aufzug Manuell
Dimensionen 52,55 mm x 39,95 mm x 11,67 mm
Federhäuser 2 x 2 für zwei separate, durch Resonanzfeder verbundene Werke
Gangautonomie 110
Unruhfrequenz 3,5 Hertz (25.200 A/h)
Komponenten 419
Anzeige zwei Mal Stunden und Minuten, Tag/Nacht, zwei  Mal Gangreserve
Zusatzfunktionen zwei separate, durch Resonanz-Kupplungsfeder verbundene Werke
Gehäuse Saphir
Dimensionen 59 mm x 43,4 mm
Höhe 13 mm
Wasserdichte fünf bar
Armband Alligator
Preis 280.000 Schweizerfranken, 280.000 Euro