Wempe Iron Walker Edelstahl-Uhren-Linie
Die Wempe Iron Walker in Edelstahl ist eine chronometrische Evolution

Mit der Wempe Iron Walker präsentiert die Uhrenmarke aus Glashütte eine neue Armbanduhren-Generation in Edelstahl mit Gliederarmband. Die vier Modelle sind unterschiedlich, haben jedoch gemeinsame Gestaltungsmerkmale und ein hochwertiges Kaliber.

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Experten in Sachen Stahlbau: Wempe Iron Walker und ihre historischen amerikanischen Vorbilder

Ergänzung, kein Ersatz

Nach dem Start eigener Uhr-Aktivitäten im Jahr 2006 ist  die Wempe Iron Walker die dritte Linie des Juweliers Wempe. Selbstverständlich hat der in besagtem Jahr lancierte Wempe Zeitmeister Chronograph ebenso wenig ausgedient wie die gleichzeitig vorgestellte Top-Uhrenlinie der Wempe Chronometerwerk. Letztere hebt sich durch exklusive mechanische Uhrwerke von den beiden anderen Kollektionen ab.

Hintergründiges zum Namen

Natürlich hat es mit den neuesten Mitgliedern der Wempe-Familie eine tiefere Bewandtnis. Bekanntlich unterhält das Unternehmen in New York ein erfolgreiches Uhrengeschäft. Dort, wo sich die Fifth Avenue, an der dieses Ladenlokal liegt, und der schräg verlaufende Broadway kreuzen, steht eines der berühmtesten Gebäude der Stadt. Das 22-stöckige, formal an ein Bügeleisen erinnernde Flat Iron Building entstand 1902 in gleichermaßen neuartiger wie zukunftsweisender Stahlskelettbauweise.

Hierfür brauchte es logischer Weise absolut schwindelfreie Arbeiter, welche ihren harten Job in luftiger Höhe ohne Absicherung erledigten. Und die hießen im Volksmund schlichtweg Iron Walker.

Erste Erfahrungen

In Erinnerung an diese Helden des Hochhausbaus ließ sich Wempe bereits vor zehn Jahren den Namen “Iron Walker” schützen. Nun sind auch die zugehörigen Armbanduhren fertig. Uhrenkosmos.com konnte die in drei Kategorien aufgeteilten Modelle persönlich begutachten.

Das Fazit vorweg: Beim Anfassen und Anlegen der stählernen Zeitmesser erkennt man die Sorgfalt, mit der das neue Modell des Zeitmeister Chronographen geschaffen wurde. Haptik und Gewicht lassen Liebe zu jedem Detail erkennen. Trotz des bewusst kantigen Auftritts, der den „Iron Walker“ gestalterisch vom „Zeitmeister“ abhebt, gibt es keine störenden, sprich scharfe Kanten. Geschmeidig und komfortabel liegt auch das dreireihige Gliederband mit klassischer Faltschließe am Unterarm. Nichts zwickt. Und das Gewicht der neuen Armbanduhren empfindet man nicht als lästig.

Eigenständig trotz AHA Effekts

Der optische Auftritt beginnt fast zwangsläufig mit einem Déjà-vu-Erlebnis. Als erstes sticht die typische Gérald-Genta-Kante ins Auge, welche man seit 1972 und der Audemars Piguet Royal Oak kennt. Diese Handschrift des begnadeten Designers setzte sich fort in der IWCIngenieur“. Besonders die 2013 komplett überarbeitete, inzwischen nicht mehr produzierte Version findet ihre Fortsetzung in einigen Details des Wempe „Iron Walker“.

Diese Tatsache ist definitiv kein Nachteil, sondern stärkt die Identität dieser Uhrenlinie, von der es insgesamt 16 Varianten, darunter zehn mit mechanischem und auch sechs mit elektronischem Innenleben gibt.  

Amtlich zertifiziert

Selbstredend müssen sich alle Uhren unabhängig von der Art des verbauten Werks in Sachsen der amtlichen deutschen Chronometerprüfung gemäß DIN 8319 oder ISO 3159 unterziehen.

Nach insgesamt 15-tägigem Check in den fünf Lagen „Krone links”, „Krone oben”, „Krone unten”, „Zifferblatt oben” und „Zifferblatt unten”, 23, 8 und 38 Grad Celsius sowie maximal 60% Luftfeuchtigkeit muss sich der mittlere tägliche Gang in einer Bandbreite zwischen minus vier und plus sechs Sekunden bewegen. Jede Prüfung und die Ausstellung des Kalibrierscheins schlägt übrigens mit deutlich mehr als 100 Euro zu Buche.

Schlicht und einfach

An Mechanik-Puristen mit Faible für drei Zeiger und Fensterdatum wenden sich die Modelle mit Automatik-Werk. Zur Wahl stehen 40 oder 36 Millimeter Gehäusedurchmesser und drei verschiedene Zifferblattfarben. Im Inneren der Schraubkronen-Schale mit massivem Reliefboden, welcher das Glashütter Wempe-Domizil in Gestalt der Sternwarte zeigt, tickt das flache, im Vergleich zum weit verbreiteten Automatikkaliber Eta 2824-A2 deutlich aufwendigere und damit teurere Kaliber Eta 2892-A2.

Zu seinen Merkmalen gehören beidseitig wirkender Kugellagerrotor, circa 42 Stunden Gangautonomie und vier Hertz Unruhfrequenz. Angesichts des relativ kostspieligen Uhrwerks liegt der Preis für die kleine Ausführung bei 2.275 Euro. Das größere Modell kostet 100 Euro mehr.

Auch eine Wempe Iron Walker zum Abtauchen

Bis zu 30 bar Druck widersteht die 42-Millimeter-Schale der Iron Walker Taucheruhr dem Druck des nassen Elements. Soll sie über einem Nassbiber getragen werden, lässt sich das Armband durch die speziell gestaltete Faltschließe um bis zu 17 Millimeter verlängern. Natürlich gibt es auch eine Indikation für die verbleibende Tauchzeit. Der entsprechende Ring dreht im Inneren des Gehäuses. Das Einstellen erfolgt mit Hilfe der Krone bei „2“. Uhrenliebhaber kennen dieses System von der 1967 vorgestellten IWC Aquatimer.

Reichlich Super-LumiNova erleichtert das Ablesen bei widrigen Sichtverhältnissen. Für präzise Uhrzeit und Datum ist das 3,6 Millimeter flache Kaliber Eta 2892-A2 zuständig. 2.975 Euro kostet diese Armbanduhr zum Abtauchen. Unabhängig von der Zifferblattfarbe – ist doch einleuchtend, oder?

IWC Iron Walker Chronograph blau Uhrenkosmos

Wempe "Iron Walker" zum Stoppen

Der Wempe Iron Walker Chronograph

Stoppen zwischen einer Achtelsekunde und zwölf Stunden kann man mit dem 42 Millimeter großen und bis zu zehn bar wasserdichten Iron Walker Chronograph

Auf die Verwendung des altbewährten Automatikkalibers Valjoux/Eta 7753 lässt der in die linke Gehäuseflanke integrierte Datumsdrücker schließen. Rund ums entweder blaue oder im umgekehrten Pandalook ausgeführte Leuchtzifferblatt windet sich eine Tachymeterskala zum Ermitteln von Durchschnittsgeschwindigkeiten. Wie auch die beiden anderen „Iron Walker“-Modelle trägt der massive Schraubboden das Relief der Sternwarte hoch über dem Müglitztal. Für ein Exemplar dieses Zeitschreibers werden 3.675 Euro fällig.

 

 

Die gesamte Iron WalkerKollektion ist ab sofort in den wieder geöffneten Wempe-Niederlassungen und im Internet auf www.wempe.com erhältlich

Vorstellung der Wempe Iron Walker 

Dieses Video von Wempe zeigt die Gestaltungsmerkmale der neuen Iron Walker Linie und hat schöne Detailansichten der neuen Uhren. 

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Rezension

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Zusammenfassung Wempe startet mit der Wempe Iron Walker eine ganz neue Armbanduhren-Linie mit stählernem Gliederband. Die Modelle sind eine klassische Automatik, eine Taucher-Armbanduhr und ein Chronograph und müssen alle die deutsche Chronometerprüfung bestehen.

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Über den Autor

Gisbert L. Brunner

Uhrensammler seit 1964 Journalistische Tätigkeit in Sachen Uhren seit 1981 Autor und Co-Autor von mehr als 30 Büchern über Armbanduhren und namhafte Uhrenmarken

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