Automatischer Aufzug

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Ein automatischer Aufzug ist ein System bei mechanischen Uhren, das die Bewegungen des Körpers zum Spannen der Zugfeder nutzt.  

Wer hat’s erfunden (und warum)?

Als Erfinder der tragbaren Uhr mit automatischem Aufzug gilt der uhrmacherische Autodidakt Abraham Louis Perrelet. Weil die kleinen Aufziehschlüssel von Taschenuhren immer wieder verloren gingen, entwickelte Perrelet 1770 den Selbstaufzug durch eine Pendelschwungmasse und den durch einen unbegrenzt drehenden Rotor. Da Taschenuhren allerdings wenig bewegt wurden, funktionierte die Aufzugs-Automatik nicht sonderlich gut. Das änderte sich erst mit der Armbanduhr, die dem automatischen Aufzug ab 1922  zum Durchbruch verhalf.

Automatischer Aufzug: Rolex als Pionier

Die erste Armbanduhr mit unbegrenzt drehendem, aber nur einseitig aufziehendem Rotor, entwickelte Rolex. 1931 brachte die Manufaktur für Luxusuhren die patentierte „Perpetual“ auf den Markt. Zur gleichen Zeit entstanden eine ganze Reihe von Konstruktionen mit “Rüttelaufzug”. Bei diesen diente das Werk selbst als “Schwungmasse”, indem es sich über oder in dem Gehäuse hin- und herbewegte. 1942 stellte der Rohwerkehersteller Felsa ein erstes Wechselgetriebe zur Gleichrichtung der Rotorbewegungen vor. Die große Neuerung: Uhren konnten nun durch Drehen in beide Richtungen aufgezogen werden.

Mit dem Kugellagerrotor schuf Eterna 1948 die Voraussetzung für zukunftsweisende Selbstaufzugssysteme.

Nach der Quarz-Revolution setzte Mitte der 1980er Jahre die Renaissance des automatischen Aufzugs ein. Zu den populärsten Automatikkalibern gehören das Eta 2892-A2 und das Eta 2824-A2 sowie die geklonten SW 300 bzw. SW 200 von Sellita.