Tudor Black Bay Fifty-Eight Navy Blue

Tudor Black Bay Fifty-Eight Navy Blue: Eine blaue Taucheruhr mit Geschichte

An gleichermaßen sportive wie qualitäts- und präzisionsbewusste Menschen wendet sich die Taucheruhr Tudor Black Bay Fifty-Eight Navy Blue. Ihr blauer Auftritt sorgt für Aufmerksamkeit. Mit moderaten 39 Millimeter Gehäusedurchmesser passt sie Frauen ebenso wie Männer mit schlanken Handgelenken.

Kein Retro, sondern Evolution

Auch wenn das Erscheinungsbild der Tudor Black Bay-Linie bei Uneingeweihten diesen Eindruck erweckt: Von reinrassigem Retrolook ist diese Armbanduhr doch recht weit entfernt. Wer hingegen über traditionsbezogene Neuinterpretation der seit 1954 von Tudor gepflegten Kompetenz in Taucheruhren spricht, kommt an der Tudor Black Bay Fifty-Eight Navy Blue kaum vorbei.

1958 führte die Rolex-Tochter bei der nur in diesem einen Jahr produzierten Referenz 7924 die imposante, acht Millimeter große Aufzugs- und Zeigestellkrone ein. Das ausgesprochen griffige Bedienelement zog den einprägsamen Beinamen Big Crown nach sich. Schätzungsweise entstanden von der 37 Millimeter großen Armbanduhr mit bis zu 20 bar wasserdichtem Stahlgehäuse und beidseitig verstellbarer Drehlünette nur etwa 400 bis 500 Stück. Nicht zuletzt deshalb liegen die Preise für gut erhaltene Exemplare im höheren fünfstellig Euro-Bereich.

Im Tudor-Katalog von 1969 finden sich erstmals die so genannten Snowflake-Leuchtzeiger.

Zeitgemäße Reminiszenz ans Jahr 1958

All diese Merkmale griff Tudor bei der spontan erfolgreichen Linie Black Bay Fifty-Eight. Sie debütierte 2018 zum sechzigsten Jubiläum besagter Referenz 7924.

In der um zwei auf 39 Millimeter gewachsenen Gehäuse-Schale findet sich das gleichzeitig neu vorgestellte Automatikkaliber MT5402 aus eigener Manufaktur. Hierbei handelt es sich um die kleinere Schwester der Kaliberfamilie MT56xx. Mit einem Durchmesser von 26 und einer Bauhöhe von 4,99 Millimeter eignet sich der tickende Mikrokosmos vorzüglich für mittelgroße Unisex-Armbanduhren. Die Optik und das Oberflächenfinish entsprechen den bekannten Tudor-Standards.

Wegen der Verwendung einer vollkommen amagnetischen und natürlich temperaturstabilisierten Silizium-Unruhspirale braucht es eine Unruh mit variabler Trägheit und Regulier-Masselots. Die Lagerung des Gangreglers erfolgt unter einer stabilen Unruhbrücke. Beruhigende 70 Stunden Gangautonomie erlauben es, die damit ausgestatteten Zeitmesser ein Wochenende lang in den Tresor zu verbannen.

Blau zum Abtauchen

Bei der zweiten Submariner-Modellreihe gelangte in den 1970-er Jahren auch erstmals die als Tudor-Blau bekannte Farbe für Glasrand und Zifferblatt ins Spiel. Besonders augenfällige Referenzen waren die 9401/0 von 1976, welche im Folgejahr auch die französische Marine Nationale für ihre Taucher wählte. Weitere ausdruckstarke Beispiele sind die Referenz 76000 von 1987 und die 1993 lancierte Referenz 79090.

Tudor Black Bay Fifty-Eight Navy Blue

An diesen farblichen Auftritt knüpft die Tudor Black Bay Fifty-Eight Navy Blue. Diese brandneue, ab sofort auch beim Fachhandel erhältliche Armbanduhr besitzt alle positiven Eigenschaften der begehrten Fifty Eight von 2018. Darüber hinaus besticht sie durch ihr elegant marineblaues Outfit.

Bei den Armbändern heißt es wählen. Auf Jacquard-Webstühlen aus dem 19. Jahrhundert fertigt Julien Faure in der französischen Region Saint-Étienne die stoffliche Basis für das von Tudor seit 2010 angebotene Textilband. Ebenso blau ist das alternativ erhältliche Soft Touch-Band. Haptisch erinnert das synthetische Material an Flanell. Drittes im Band-Bunde ist ein stählernes Gliederband. Seine Geschichte reicht zurück bis in die 1950-er und 1960-er Jahre. Zu den Charakteristika gehören die sichtbaren Nietköpfe auf den Stegen, welche die verschiedenen Bandelemente zusammenhalten.

Viel Uhr und Service fürs Geld

Nach Auffassung des Uhrenkosmos empfiehlt es sich, für 3.340 Euro zunächst die Version mit Stahlband zu erwerben und diese später durch eines der anderen Armbänder zu ergänzen. Die anderen beiden Modelle kosten unverbindliche 3.060 Euro.

Für diesen Preis, der die in Deutschland vorübergehend bis Ende 2020 auf 16 Prozent gesenkte Mehrwertsteuer beinhaltet, gibt es auch eine Zertifizierung durch die Offizielle Schweizer Chronometerprüfstelle.

Allerdings begnügt sich Tudor nicht mit den von der COSC definierten Standards allein für das zum Check eingereichte Uhrwerk. Zum Schluss des Herstellungsprozesses prüfen die Genfer den kompletten Zeitmesser auf Herz, Nieren und nochmals auf die Ganggenauigkeit. Letztere darf pro Tag nicht mehr als minus zwei und plus vier Sekunden von der Norm abweichen. Demgegenüber toleriert die COSC ein Delta von zehn Sekunden zwischen minus vier und plus sechs Sekunden.

Darüber hinaus offeriert Tudor eine frei übertragbare Fünfjahresgarantie. Sie gilt für alle Produkte, welche seit dem 1. Januar 2020 erworben wurden. Eine Registrierung ist ebenso wenig erforderlich wie ein Service.

Tudor Armbanduhren mit Kaufdatum zwischen dem 1. Juli 2018 und dem 31. Dezember 2019 kommen in den Genuss von zusätzlichen 18 Monaten Gewährleistungsfrist. Folglich beträgt die Garantie dreieinhalb Jahre. Je nach Modell und Nutzungsintensität empfiehlt Tudor Wartungsintervalle von ungefähr zehn Jahren.

Uhrenkosmos Modell-Steckbrief 

Hersteller

Tudor, Genf

Name

Black Bay Fifty-Eight Navy Blue

Referenz

79030B

Premiere

Juli 2020

Uhrwerk

Kaliber MT5402 Manufaktur, COSC zertifiziert

Durchmesser

26 mm

Bauhöhe

4,99 mm

Aufzug

automatisch

Gangautonomie

70 Stunden

Unruhfrequenz

vier Hertz, Silizium-Unruhspirale

Anzeige

Stunden, Minuten, Sekunden

Zusatzfunktionen

keine

Gehäuse

Edelstahl, Edelstahl-Lünette mit Aluminium-Inlay

Durchmesser

39 Millimeter

Wasserdichte

20 bar

Armband

Edelstahl oder textiles Material

Preis

3.340 Euro bzw. 3.060 Euro

Limitierung

keine

Haben Sie Feedback zu unserem Artikel? Hinterlassen Sie gerne einen Kommentar.

Noch mehr über luxuriöse Uhren

Abtauchen mit den Doxa Taucheruhren

Zu den anerkannten Ikonen aus dem Hause Doxa gehören zweifellos die SUB getauften Doxa Taucheruhren. In Sammlerkreisen genießen die frühen Exemplare der markanten und hoch belastbaren Unterwasser-Zeitmesser von Doxa höchstes Ansehen. Mit ihnen beschäftigt sich der Uhrenkosmos im zweiten Teil dieser Doxa Geschichte.

Doxa SUB 300 Professional 1969 3

3 Patek Philippe Chronographen mit Komplikation

Mit gleich 3 Patek Philippe Chronographen geht die Genfer Uhrenmanufaktur in den Spätherbst des Jahres 2021. Die neuen Modelle sind zwar kalibertechnisch bekannt, jedoch lassen Gestaltung und Finissierung sehen und spüren, warum Patek Philippe eine Ausnahmestellung im Luxus-Segment einnimmt. Ein Blick auf diese 3 Patek Chronographen erklärt warum.

Patek Philippe Chronographen

Uhrenkosmos der Munich Highlights: Treffpunkt für Kunstinteressierte und Uhrenliebhaber

Hochwertige Uhren verlangen nach einem Sinn für Kunst und Kultur, verbinden sie doch aufwendige Uhrentechnik und mechanische Zeitmessung mit der Kund und dem Gespür für Gestaltung. Mit dem Uhrenkosmos der Munich Highlights wurde nun eine Ausstellungsfläche für 3 ausgesuchte Uhrenmarken wie ein Begnungsraum für Uhreninteressierte geschaffen. Das erwartet Sie.

Uhrenkosmos der Munich Highlights

Doxa Uhren und die Geschichte der Uhrenmarke Doxa seit 1889

Liebhabern historischer Armbanduhren sind Doxa Uhren natürlich ein Begriff. Bis 1889 reicht die Geschichte dieser Schweizer Uhrenmarke zurück. Ihre Biographie enthält viele sammelnswerte Zeitmesser. In drei Teilen schildert der Uhrenkosmos den bewegten Lebenslauf des Unternehmens.

Doxa Uhren und Doxa Geschichte

Lang & Heyne Hektor: Luxus in Stahl

In die Szene der sportlich-eleganten Edelstahl-Armbanduhren kommt Bewegung. Pünktlich am Tag der deutschen Einheit lanciert die Dresdner Luxusmanufaktur ihre neue Lang & Heyne Hektor. Die für 16.900 Euro erhältliche Armbanduhr dürfte ein Lichtblick sein für all jene, welche des Wartens auf einen der großen Klassiker überdrüssig sind. Aber aufgepasst: Nach 99 Exemplaren endet auch hier die Produktion.

Lange Heyne Hektor C GLB Uhrenkosmos

Kommentare zu diesem Beitrag

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.