Sportlich-elegante Edelstahl-Luxusuhr aus Dresden

Lang & Heyne Hektor: Luxus in Stahl

In die Szene der sportlich-eleganten Edelstahl-Armbanduhren kommt Bewegung. Pünktlich am Tag der deutschen Einheit lanciert die Dresdner Luxusmanufaktur ihre neue Lang & Heyne Hektor. Die für 16.900 Euro erhältliche Armbanduhr dürfte ein Lichtblick sein für all jene, welche des Wartens auf einen der großen Klassiker überdrüssig sind. Aber aufgepasst: Nach 99 Exemplaren endet auch hier die Produktion.

Genese der Luxus-Zeiteisen

Keine Frage, Luxus-Zeiteisen wie das Stahlmodell Lang & Heyne Hektor sind in. Und das stärker denn je. Bekanntlich reicht die Geschichte dieser gleichermaßen sportlichen wie eleganten Armbanduhren mit stählernem Outfit und integriertem Gliederband zurück bis ins Jahr 1972. Damals überraschte Audemars Piguet mit der von Gérald Genta entworfenen Royal Oak. Im Jahr 1978 wartete Patek Philippe wiederum mit der stählernen Nautilus auf. Nach einigen Fehlstarts reüssierte bei Vacheron Constantin im Jahr 1996 die ähnlichem Kriterien gehorchende Overseas. Als A. Lange & Söhne 1994 den Neustart wagte, dachte noch niemand an einen Zeitmesser dieser Art. Erst im Oktober lancierte die Glashütter Luxusmanufaktur mit der Odysseus ihre sechste, nun auch auf sportliche Eleganz getrimmte Uhrenlinie.​

Stahluhren Royal Oak Nautilus Overseas Odysseus

Vier begehrte und teuer bezahlte Luxus-Zeiteisen: Audemars Piguet Royal Oak, Patek Philippe Nautilus, Vacheron Constantin Overseas sowie A. Lange & Söhne Odysseus. Allesamt ausgestattet mit Automatik-Uhrwerken

Trotz unterschiedlicher Provenienz ist den vier tickenden Protagonisten eines gemein: Sie sind überaus schwer zu bekommen. Patek Philippe hat seine Referenz 5711/1A aus der Kollektion genommen. Auch bei Audemars Piguet dürfte die Referenz 15202ST im Jahr des 50. Geburtstags durch etwas Neues ersetzt werden. A. Lange & Söhne wiederum hält die Produktion der Odysseus in Stahl, Referenz 363.179 derart knapp, dass Ungeduldige im Parallelmarkt das Doppelte des offiziellen Preises zahlen. Denn in den eigenen A. Lange & Söhne Boutiquen sind die Stahluhren nur mit langer Wartezeit erhältlich. Ähnliches gilt auch für die Vacheron Constantin Overseas, Referenz 4500V. Wer zu spät kam und sofort eine stählerne Royal Oak oder Nautilus mit blauem Zifferblatt haben möchte, muss je nach Alter und Zustand sogar über 80.000 Euro hinblättern. Dass unter diesen Umständen bei vielen Uhrenliebhabern gewaltiger Frust aufkommt, lässt sich gut nachvollziehen. ​

 

Lang & Heyne Hektor

Geschmackssache: Je 33 Exemplare der Lang & Heyne Hektor gibt es mit blauem, grauem oder grünem Zifferblatt

Lang & Heyne Hektor

Aber ab dem 3. Oktober 2021 gibt es eine bemerkenswerte Alternative und die kommt auch aus Dresden. Freilich sollte man auch bei der brandneuen Hektor nicht allzu lange zögern. Von der Erst-Edition der stählernen luxuriösen Stahluhr Hektor mit integriertem Gliederband wird Lang & Heyne insgesamt nur 99 Exemplare fertigen. Zur Wahl stehen jeweils 33 Stück mit Zifferblatt in Blau, Grün oder Grau. Wie immer bei dieser kleinen aber feinen Manufaktur verknüpft sich der gewählte Modellname mit der Geschichte Sachsens. In diesem Fall geht es um Prinz Hektor, einen geborenen Wettin. ​ 

Lang Heyne Hektor gruenes Zifferblatt Foto C GLB

Bella figura auch an weiblichen Handgelenken: Lang & Heyne Hektor

Exakt 40 Millimeter misst der runde Zeitmesser mit dezent auftretendem Flankenschutz für die Krone. Am männlichen oder weiblichen Handgelenk trägt das Sichtboden-Gehäuse nur 10,95 Millimeter auf. Saphirglas vorne und hinten ist für das Dresdner Familienunternehmen Ehrensache. Schweizer Produktion entstammen die bis zu fünf bar druckdichte Schale sowie das fünfreihige Gliederband mit Butterfly-Faltschließe. Das Armband gelangt großzügig dimensioniert zu den Kunden und mit Hilfe eines Schraubendrehers lässt es sich ohne fremde Hilfe sehr leicht kürzen.

Lang & Heyne Hektor und sein Kaliber LUH-33.2

Hinter Saphirglas tickt um Stahlgehäuse der Lang & Heyne Hektor das Manufaktur-Handaufzugskaliber LUH 33.2

Für die Anzeige von Stunden, Minuten und Sekunden ist das hauseigene Kaliber LUH 33.2 zuständig. Seine Architektur mit fliegend gelagertem Federhaus sowie die im so genannten Petticoat-Look gestalteten Kloben ziehen die Blicke magisch an. Stündlich 21.600 Halbschwingungen vollziehen Unruh und Flachspirale des 33 mm großen und 4,3 mm hoch bauenden feingearbeiteten Manufakturwerks. Und das entspricht einer Frequenz von drei Hertz. Seine Zahnräder bestehen aus der besonders korrosionsbeständigen Legierung Arcap.

Die Regulierung erfolgt in einem maximalen täglichen Delta von acht Sekunden, und zwar zwischen minus und plus vier Sekunden. 15 Sekunden pro Tag beträgt die maximale Abweichung in den verschiedenen Lagen, plus/minus zehn Sekunden der Isochronismus-Fehler. Insgesamt sechs Masselots dienen zum dynamischen Auswuchten des Unruhreifs und zum Regulieren des Gangs. Der überdies vorhandene Rückermechanismus mit augenfälliger Exzenter-Feinregulierung gelangt nur bei minimalen Abweichungen zum Einsatz. Sekundengenaues Einstellen der Uhrzeit gestattet ein selbstverständlich auch vorhandener Unruhstopp.​ 

Lang & Heyne Handaufzugskaliber LUH 33.2

Sächsische Uhrmacherkunst vom Feinsten: Zu gut 95 Prozent entsteht das Lang & Heyne Handaufzugskaliber LUH 33.2 in eigener Manufaktur. Zum Fertigungsspektrum gehört auch die Unruh mit variabler Trägheit.

Spätestens nach rund 48 Stunden muss die Zugfeder neu gespannt werden. Aber der Handaufzug des Uhrwerks gestaltet sich bei diesem Uhrwerk so butterweich, dass man aller Wahrscheinlichkeit viel häufiger zur Aufzugs- und Zeigerstellkrone greifen wird. Auch nach 24 Stunden besitzt die Unruh der Hektor noch eine beruhigende Amplitude von mindestens 200 Bogengraden.

Sichtboden Handaufzugskaliber LUH 33.2

Das Manufaktur-Handaufzugskaliber LUH 33.2 tickt mit drei Hertz hinter einem Saphirglas-Sichtboden. Der hiintere Glasrand trägt die Gravur "eine (!) von neunundneunzig (99)".

Aus UWD wird LUH

Natürlich wissen Insider, und das soll im Uhrenkosmos keinesfalls verschwiegen werden, dass besagter Mikrokosmos vom Kaliber UWD 33.1 abstammt. Hinter dem Kürzel verbergen sich die Uhren Werke Dresden, welche ebenfalls zur Tempus Arte Gruppe gehören und am gleichen Standort wie Lang & Heyne agieren. Hinsichtlich Konstruktion, Rohwerkeproduktion, Produktqualität und gut 95 Prozent Fertigungstiefe agieren die UWD auf einem Level wie Lang & Heyne. Für ein niedrigeres Preisniveau bewegt sich der Grad manueller Finissage verständlicher Weise auf einem moderateren Level.​

Grünes Zifferblatt der Lang & Heyne Hektor

Ein Fenster im Zifferblatt der Lang & Heyne Hektor zeigt den Antrieb der Zentralsekunde

Im Gegensatz zu dem in Savonnette-Bauweise ausgeführten Exemplar mit kleiner Sekunde bei „6“ besitzt die gründlich modifizierte Lang & Heyne Version LUH 33.2 einen mittig drehenden Sekundenzeiger. Ein Teil des Übertragungsmechanismus zum Zentrum lässt sich in einem kleinen Ausschnitt des aufwändig dekorierten Zifferblatts erkennen. Übrigens endet mit dem Lancement der Hektor definitiv die Geschichte des Kalibers UWD 33.1. Künftig wird dieses markant gestaltete Uhrwerk nur noch als exklusives Lang & Heyne-Produkt erhältlich sein. ​

Hektor Stahluhr im Profil

Im Profil: das Sichtboden-Gehäuse der Lang & Heyne Hektor

Die hinsichtlich ihrer Länge perfekt angestimmten Stundenindexe sowie die Zeiger für Stunden und Minuten tragen eine Super-LumiNova-Leuchtmasse.

Trotz des relativ moderaten Preises von 16.900 Euro steht die Feinbearbeitung der Werkskomponenten nicht hinter jener der internationalen Top-Manufakturen zurück.
Im Herbst 2021 liefert Lang & Heyne einen ersten Teil der limitierten Hektor-Auflage. Der Rest folgt im Jahr 2022.

Wartelisten und höhere Preise im Parallelmarkt werden über kurz oder lang vermutlich auch hier an der Tagesordnung sein. Deshalb sollte man seine Entscheidung für einen sächsischen Hektor am Handgelenk nicht auf die lange Bank schieben. Es könnte nämlich sein, dass man das Zögern irgendwann bereut.

Royal Oak Nautilus Hektor Overseas Odysseus C Uhrenkosmos

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