Große Uhren jenseits der 45 mm
Think Big! Panerai, IWC, Hublot und HYT tun es.

Auch wenn Chuck Norris achtzig Jahre alt wurde – harte Kerle altern nicht. Sie bekommen allenfalls ein paar Falten und Kratzer. Das gilt auch markante Uhren. Groß, prägnant, wuchtig, aber mit Klasse. Diese vier Modelle sind nicht alltäglich.

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Große Uhren haben Ausstrahlung und vermitteln eine Botschaft: Think big!

ein weicher Kern, hat gerne eine große harte Schale

Auch wenn unsere Action-Helden des Films etwas Patina angesetzt haben, genießen sie doch unsere uneingeschränkte Sympathie. Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone oder Bruce Willis – unsere Helden sind noch da. Vielleicht nicht mehr ganz im Zenith ihrer Manneskraft, dafür mit mehr Humor und Style. Können sie sich doch trotz ihrer sonst eher groben Arbeit durchaus für das richtige Accessoire begeistern und wissen, dass manchmal ein echtes Statement gefragt ist.
Höchste Zeit also einige große Uhren vorzustellen, die solche Energie und Dominanz ausstrahlen. Groß und robust, mit Ecken und Kanten sollen sie sein. Wobei auch schöne Technik und die eine oder andere Komplikation gerne gesehen ist. 

Diese vorgestellten Modelle von Panerai, IWC, Hublot und HYT haben garantiert die benötigte Klasse und Prägnanz.
Nur für den Humor und etwas Budget müssen Sie selbst sorgen.

Panerai Luminor 1950 mit einem 47 mm Titangehäuse und 3 Tagen Gangautonomie

Die Panerai Luminor 1950 Taucheruhr hat ein großes 47 mm Titangehäuse und 3 Tagen Gangautonomie.

Panerai Marina 1950 mit Titangehäuse

Im Grunde genommen ist diese Panerai Marina 1950 eine ausgewachsene Taucheruhr und passt damit hervorragend zur Marke Panerai und ihrer Geschichte als Taucheruhr der italienischen Marine. Dafür spräche auch die Wasserdichtigkeit von rund 300 Metern, das Kautschuk-Armband oder die einseitig drehbare Lünette. Allein, dank ihres markanten Designs wird diese Uhr zumeist an Land getragen. Hier ist sie auch sofort als klassische Panerai erkennbar. Kenner werden sich womöglich sogar daran erinnern, dass Panerai für die Ägyptische Marine in den Fünfziger Jahren eine Taucher-Uhr mit ähnlicher Lünette entwickelte. Leider sind jedoch diese Exemplare auf dem Markt gleichermaßen selten wie teuer.

Das Luminor Gehäuse aus Titan mit seinem 47 mm Gehäusedurchmesser ist gleichmaßen sportlich wie robust und verträgt eine ganze Menge. Gut verträglich ist auch der Werkstoff Titan. Außergewöhnlich leicht, extrem widerstandsfähig und korrosionssbeständig hat dieses Metall den Vorteil, dass es keinerlei Allergien auslöst. Die Panerai Marina 1950 hat überdies ein sich gegen das Grau des Gehäuserings schön abhebendes schwarzes Zifferblatt, im Dunkeln gut ablesbare Leuchtziffer und Zeiger. Die Panerai-typische kleine Sekunde ist wie gewohnt bei der 9. Angetrieben wird die Uhr vom Panerai-Kaliber P.9010. Dieses zuverlässige Werk hat einen automatischem Aufzug und dank zweier Federhäuser eine für den Alltag wohl ausreichende Gangreserve von 3 Tagen. Mit dieser sportlichen Taucheruhr mit Stylefaktor steht somit dem aktiven Wochenende unter und über Wasser wohl nichts im Wege. Der Preis für die Panerai Luminor Marina 1950 Titan-Taucheruhr liegt bei 8.900 Euro. 

PDas Panerai-eigene Manufakturkaliber P.9010 bietet robuste Zuverlässigkeit für den Alltag

Das Panerai-eigene Manufakturkaliber P.9010 bietet robuste Zuverlässigkeit für den Alltag und dank zweiter Federhäuser 3 Tage Gangautonomie

Die geriffelte Lünette und der Panerai-typische seitliche Hebel zum Blockieren der Krone machen die Luminor 1950 zur vollausgestatteten Taucheruhror

Die geriffelte Lünette und der Panerai-typische seitliche Hebel zum Blockieren der Krone zeigen die Luminor 1950 als vollausgestattete Taucheruhror

 Big Foot Watch von IWC

Diese Uhr ist nicht zu übersehen. Nicht weil ihr Design so unkonventionell wäre. Es ist vielmehr die schiere Größe, die den üblichen Rahmen sprengt. Mit einem 55 mm Gehäuse zeigt die IWC Big Pilot’s Heritage, was so am Arm möglich ist. Dabei hat die Größe durchaus ihre Sinnhaftigkeit. Wie es der Name verrät, ist die IWC eine klassische Fliegeruhr und hat als Vorbild die IWC Große Fliegeruhr von 1940.  Die Krone lässt sich sehr einfach stellen und das Zifferblatt im klassischen Fliegeruhrendesign läßt sich in Sekundenbruchteilen ablesen. Da die Größe auch schlecht unter eine normale Manschette passt ist klar – hier gibt es nur ein Sehen und Gesehen werden. 

Um dieses Großmodell einer Fliegeruhr nicht zum permanent Work-out zu machen, ist das äußere Gehäuse mit Weicheisen-Inneren aus ultraleichtem Titan.  Dies bietet dem 37,8 mm großen Manufaktur-Handaufzugskaliber 98300 mit seiner 2,5 Hertz Unruhfrequenz und ausreichenden 46 Stunden Gangautonomie Schutz und Form. Echte Kampfbereitschaft zeigt diese Fliegeruhr auch unter Wasser. Sie ist bis circa 6 bar wasserdicht. Da diese markante Größe womöglich besondere Liebhaber von großen Fliegeruhren anspricht, wurde die IWC Big Pilot’s Heritage von IWC auf 100 Exemplare limitiert. Das Besondere soll schließlich besonders bleiben. Dazu gehört auch der Preis. Er beläuft sich auf 16.300 Euro. 

IWC-Big-Pilots-Heritage-55 ist mächtig groß

Die Größe macht`s: Die IWC-Big-Pilots-Heritage-55 bietet unübersehbares Pilotenuhr-Feeling fürs Handgelenk.

Die IWC Big Pilot aus dem Jahr 1940 war der Ausgangspunkt der neuen IWC

Die IWC Big Pilot aus dem Jahr 1940 war das Vorbild für die neue übergroße IWC Fliegeruhr.

Der blaue Technik-Kasten der Hublot Big Bang Meca-10 und ihrem Kaliber HUB 1201

The big blue - die Hublot Big Bang Meca-10 und ihr Kaliber HUB 1201

Mega Meca-Mechanik von Hublot

Wenn sich Hublot vieles nachsagen lassen kann, aber sicher nicht, dass Hublot Uhren langweilig oder stets gleich sind. Bei Hublot ist Überraschung Pflicht. Das aber bei feiner Werktechnik und innovativer Konstruktion. Dies gilt natürlich auch für die mit 45 mm Gehäusegröße sehr tragbare Hublot Big Bang Meca-10 und ihr Kaliber HUB 1201.

Das hinter dem verspielten Äußeren eine recht komplizierte Technik steckt ist daran zu erkennen, dass das skelettierte Kaliber 1201 der Hublot Meca-10 aus 223 Komponenten gefertigt wird. Auch die Überdies ist auch die Herstellung des blauen Zirkonium-Oxid Keramikgehäuses eine Kunst für sich – die übrigens nur sehr wenige Uhrenhersteller beherrschen. Das Werk schwingt bei gemächlichen 21.600 Schwingungen und kann aufgrund der zwei Federhäuser auf eine erstaunliche Gangautonomie rund 10 Tagen verweisen. Angezeigt wird die Gangreserve dieser Big Bang durch ein Fenster bei der 6. Positiv sind auch die 100 m Wasserdichtigkeit hervorzuheben, damit dürfte einem Gebrauch im Wasser nichts entgegen stehen.
Dass diese Uhr durch ihrer mechanischen Bauart, der 15,95 mm Bauhöhe und der strahlend blauen Optik überdies ein maskulines Ausrufezeichen setzt, ist selbstredend. Der Preis für die Hublot Big Bang Meca-10 Blue Ceramic liegt bei 21.700 Euro. 

 Das Besondere einer Time is Fluid 

Die HYT-H2.O Time is Fluid garantiert nicht zu übersehen. Form, Größe und Gestalt dieser Uhr verlangen nach einem Träger mit Selbstbewusstsein.
Zum einen, weil das Gehäuse aus Gelbgold den Luxus-Charakter der Uhr betont. Zum anderen, weil das notwendige Erklären der Funktionsweise wie die besondere Grösse und Höhe der Uhr Signalwirkung hat. Das Gehäuse hat immerhin eine Größe von 51 mm und trägt knapp 2 cm hoch auf. Diese Uhr passt nicht direkt unter die Manschette des Business-Hemds. Soll sie aber wohl auch nicht. 

Immerhin ist die Technik des Uhrwerks ein raffinierter Mix aus gewöhnlichem Handaufzugskaliber (dieses kommt von APRP Audemars Piguet Renaud & Papi) und einem System von Kapillaren und Röhrchen. Dabei setzt ein Schlepphebelsystem die Rotationsenergie in lineare Energie um. Diese bewegt nicht miteinander mischbare gefärbte Flüssigkeiten durch die Röhrensysteme und zeigt so die Stunden an. Die Zeiger auf dem Zifferblatt wiederum zeigen die Minuten und Sekunden. Eine ausgesprochen innovative, aber mitunter auch sehr fragile Angelegenheit.

Dafür soll die Gangautonomie nach dem Aufziehen von Hand knapp 8 Tage reichen, eine recht lange Zeit für diese besondere Kontruktion. Aber wahrscheinlich war das von Anfang an so geplant, weil die Uhr ja den langsamen, aber stetigen Fluss der Zeit symbolisieren soll. Etwas Eile ist allenfalls beim Kauf dieses filmreifen Zeitmessers notwendig. Die Gelbgold-Version wurde nämlich auf 20 Exemplare limitiert. Für eine gewisse Limitierung wird womöglich auch der Preis des HYT-H2.O Time is Fluid Kunstwerks sorgen. Er wird mit 125.000 Euro angegeben. Dafür gibt es aber eine Uhr, die sich jedem roten Teppich und jedem Hollywoodstar als würdiger Begleiter zeigt. 

Rezension

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Zusammenfassung Diese großen Uhrenmodelle von Panerai, IWC, Hublot und HYT haben eine große Größe, aber auch ausgesprochen feine und komplizierte Uhrwerke. Diese Technik fasziniert, die Uhren schaffen aber auch Aufmerksamkeit und haben eine echten Auftritt

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Über den Autor

Wolfgang Winter

Uhrenkosmos Partner und Autor.

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