Titan - der Werkstoff für Uhrengehäuse
Sportliche Uhren schätzen Titan als Gehäuse-Metall

Härter und unempfindlicher wie Stahl, aber leicht im Gewicht. Die Vorzüge von Titan sind nicht von der Hand, bzw. vom Handgelenk zu weisen. Wir erklären warum.

Sportliche Uhren schätzen Titan als Gehäuse-Metall

Porsche Design mit seiner Nähe zum Automobilbau nutzt bereits seit vielen Jahren die Vorzüge des Werkstoffs Titan - z.B. beim Porsche Design 911 Chronograph Timeless Machine von 1919

Das Stück Weltraum am Arm

Mit dem Metall und Werkstoff Titan gelingen in Luft- und Raumfahrt, Chirurgie sowie Implantologie echte Höchstleistungen. Dass sich das vor rund 200 Jahren entdeckte Metall auch für Uhrengehäuse und Uhrenschalen eignet, entdeckten für die Uhrenindustrie im Jahr 1980 der Entwickler Ferdinand A. Porsche und die Uhrenmarke IWC.

Im Folgejahr gelangte kann der erste Titan-Chronograph auf den Markt. Der Weg vom Hüft- ans Handgelenk macht Sinn. Das Metall vereinigt in sich nämlich alle guten Eigenschaften von Stahl und Aluminium. Sicherheit, Leichtigkeit und Belastbarkeit werden groß geschrieben. Kein Wunder, dass das Metall Titan daher im Autobau gerne Verwendung findet. Verglichen mit Edelstahl besitzt Titan nämlich nur die Hälfte des Gewichts. So liegt seine relative Dichte bei lediglich 4,5 Gramm pro Kubikzentimeter. Andererseits ist es mindestens genauso fest und beinahe hundertprozentig resistent gegen Korrosion. Säuren und Basen können diesem Werkstoff ebenfalls nichts anhaben. Besonders geschätzt werden auch die antiallergischen Eigenschaften. Sie resultieren aus der Tatsache, dass Titanoberflächen eine schützende Oxidschicht aus nicht leitenden Ionen besitzen, welche einen chemischen Austausch zwischen den Elektronen des Metalls und der Haut verhindert. Mit anderen Worten: Titan ist ideal für den Kontakt mit Handgelenken, wo Schmutz und Schweiss durchaus vorkommen kann.

 

Robust und hart wie Stahl

Titan hat jedoch weitere Vorzüge. So ist das Metall unempfindlich gegen Magnetfelder und zeigt auch keine Spuren der Oxidation beim Kontakt mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten. Den größten Vorteil hat der Werkstoff jedoch im direkten Vergleich mit Edelmetallen oder Stahl. Titan hält die Form, verträgt enormen Druck und Spannungen und ist praktische kratzfest.

Wenn man sich nun fragt, warum der Werkstoff nicht häufiger verwendet wird, dann gibt es hierfür zwei schnelle Erklärungen. Zum einen ist ein derartig robuster Werkstoff nicht ganz einfach zu verarbeiten. Das spröde, grauschimmernde Metall lässt sich nur mit extrem harten und ausgesprochen kostspieligen, trotzdem jedoch rasch verschleißenden Werkzeugen in die gewünschte Form bringen, was den Produktionspreis in die Höhe treibt.
Zum anderen ist das seltene Metall deutlich teurer im Grundstoff und muss sehr sorgsam verarbeitet werden. Auch dies treibt den Preis in die Höhe.
Aber spätestens wenn man seinen ersten Titan-Chronographen am Handgelenk trägt, überzeugen die Vorzüge. Überdies sieht der sanfte Schimmer der Gehäuseschale sehr edel und warm aus. 

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